Weisheitszahn entfernen: Ablauf, Dauer und Heilung
Die Entfernung von Weisheitszähnen gehört zu den häufigsten chirurgischen Eingriffen in der Zahnmedizin. Viele Menschen müssen sich früher oder später einer Weisheitszahn-OP unterziehen, da diese Zähne oft Probleme verursachen. Obwohl der Gedanke an eine Weisheitszahnentfernung bei vielen Patienten Ängste hervorruft, ist es wichtig zu wissen, dass es sich um einen Routine-Eingriff handelt, der von erfahrenen Zahnärzten und Kieferchirurgen täglich durchgeführt wird.
In diesem umfassenden Ratgeber erfahren Sie alles Wichtige über die Weisheitszahnentfernung: von den Gründen für den Eingriff über den genauen Ablauf bis hin zur Nachsorge und Heilungsdauer. Mit der richtigen Vorbereitung und Information können Sie beruhigt in die Operation gehen und wissen genau, was Sie erwartet.
Was sind Weisheitszähne?
Weisheitszähne, medizinisch als dritte Molaren bezeichnet, sind die letzten Zähne im menschlichen Gebiss. Sie befinden sich ganz hinten in jedem Kieferquadranten und brechen normalerweise zwischen dem 17. und 25. Lebensjahr durch – daher auch der Name „Weisheitszähne“, da sie in einem Alter erscheinen, in dem man angeblich weiser wird.
Anatomisch gesehen haben Weisheitszähne dieselbe Struktur wie andere Backenzähne, sind aber oft größer und haben kräftige Wurzeln. Ein vollständiges Gebiss kann bis zu vier Weisheitszähne haben, jedoch entwickelt nicht jeder Mensch alle oder überhaupt Weisheitszähne. Bei etwa 25% der Menschen fehlen ein oder mehrere Weisheitszähne von Geburt an.
In der modernen Zeit sind Weisheitszähne evolutionsbiologisch gesehen nicht mehr notwendig. Während sie bei unseren Vorfahren noch eine wichtige Rolle beim Kauen harter Nahrung spielten, haben sich unsere Kiefer im Laufe der Evolution verkleinert, sodass oft nicht genügend Platz für diese zusätzlichen Zähne vorhanden ist.
Wann müssen Weisheitszähne entfernt werden?
Medizinische Gründe für die Entfernung
Die häufigste Ursache für eine Weisheitszahnentfernung ist Platzmangel im Kiefer. Wenn nicht ausreichend Raum vorhanden ist, können die Weisheitszähne nicht ordnungsgemäß durchbrechen und bleiben teilweise oder vollständig im Kieferknochen eingeschlossen (retiniert).
Verlagerte Weisheitszähne wachsen in einem falschen Winkel und können benachbarte Zähne beschädigen oder deren Wurzeln schädigen. Dies kann zu Zahnverschiebungen und Problemen mit der Bisslage führen.
Entzündungen und Schmerzen entstehen häufig, wenn Weisheitszähne nur teilweise durchbrechen. Der entstehende Zahnfleischkapuze bildet eine ideale Brutstätte für Bakterien, was zu schmerzhaften Entzündungen (Perikoronitis) führen kann.
Karies und Zahnfleischerkrankungen entwickeln sich an Weisheitszähnen besonders leicht, da diese aufgrund ihrer Position schwer zu reinigen sind. Die schlechte Zugänglichkeit macht eine effektive Mundhygiene nahezu unmöglich.
In seltenen Fällen können sich um retinierte Weisheitszähne Zysten oder Tumoren bilden, die den Kieferknochen schädigen können. Eine frühzeitige Entfernung verhindert solche Komplikationen.
Prophylaktische Entfernung
Die vorbeugende Entfernung von Weisheitszähnen ist umstritten. Während einige Zahnärzte empfehlen, problematische Weisheitszähne früh zu entfernen, bevor Komplikationen auftreten, raten andere zu einem abwartenden Verhalten.
Die Vorteile einer prophylaktischen Entfernung liegen in der Vermeidung späterer Probleme und der Tatsache, dass sich junge Menschen schneller von der Operation erholen. Nachteile sind das Risiko einer unnötigen Operation und mögliche Komplikationen bei gesunden Zähnen.
Wann können Weisheitszähne bleiben?
Weisheitszähne müssen nicht entfernt werden, wenn sie:
- Vollständig und gerade durchgebrochen sind
- Ausreichend Platz im Kiefer haben
- Richtig in die Bisslage passen
- Gesund und kariesfrei sind
- Effektiv gereinigt werden können
In solchen Fällen ist eine regelmäßige zahnärztliche Kontrolle wichtig, um eventuelle Veränderungen frühzeitig zu erkennen.
Vorbereitung auf die Weisheitszahn-OP
Das Beratungsgespräch
Vor jeder Weisheitszahnentfernung führt der Zahnarzt oder Kieferchirurg ein ausführliches Beratungsgespräch. Dabei werden Röntgenaufnahmen angefertigt, um die genaue Position der Zähne und ihre Beziehung zu wichtigen anatomischen Strukturen wie Nerven und Kieferhöhle zu beurteilen.
Der Arzt klärt über den geplanten Eingriff, mögliche Risiken und Alternativen auf. Dies ist auch der richtige Zeitpunkt, um alle Fragen zu stellen und Ängste zu besprechen.
Was vor der Operation zu beachten ist
Bei einer geplanten Vollnarkose müssen Patienten nüchtern zur Operation erscheinen – das bedeutet mindestens 6 Stunden vor dem Eingriff nichts essen und 2 Stunden vorher nichts trinken.
Bestimmte Medikamente wie blutverdünnende Mittel müssen möglicherweise vor der Operation abgesetzt werden. Dies sollten Sie unbedingt mit Ihrem Arzt absprechen und niemals eigenmächtig tun.
Organisieren Sie eine Begleitperson, die Sie nach der Operation nach Hause bringen kann, da Sie nach einer Narkose nicht fahrtüchtig sind.
Planen Sie Ihre Krankschreibung und besorgen Sie sich im Voraus weiche Nahrung und kühlende Kompressen für die Zeit nach der Operation.
Narkoseformen bei der Weisheitszahnentfernung
Lokalanästhesie
Die örtliche Betäubung ist die häufigste Form der Narkose bei Weisheitszahn-OPs. Dabei wird das Betäubungsmittel direkt in das Gewebe um den zu entfernenden Zahn gespritzt. Der Eingriff ist dann völlig schmerzfrei, Sie bleiben aber bei vollem Bewusstsein.
Die Lokalanästhesie ist besonders geeignet für einfache Extraktionen einzelner Weisheitszähne und bei Patienten ohne ausgeprägte Zahnarztangst.
Dämmerschlaf/Sedierung
Bei der Analgosedierung erhalten Sie zusätzlich zur örtlichen Betäubung beruhigende Medikamente. Sie sind entspannt und dösen während des Eingriffs, bekommen aber noch alles mit. Diese Methode eignet sich gut für ängstliche Patienten oder längere Operationen.
Die Kosten für eine Sedierung betragen meist zwischen 100-300€ und werden nicht von allen Krankenkassen übernommen.
Vollnarkose
Eine Vollnarkose wird empfohlen, wenn alle vier Weisheitszähne auf einmal entfernt werden sollen oder bei sehr schwierigen anatomischen Verhältnissen. Sie schlafen während der gesamten Operation und bekommen nichts mit.
Die Vollnarkose ist die aufwendigste Form der Betäubung und erfordert eine spezielle Überwachung. Die Zusatzkosten belaufen sich auf etwa 200-500€.
Der genaue Ablauf der Weisheitszahn-OP
Schritt-für-Schritt-Erklärung
Nach der Anästhesie wird zunächst das Zahnfleisch um den Weisheitszahn herum betäubt oder Sie werden in Narkose versetzt.
Der Chirurg macht einen kleinen Schnitt im Zahnfleisch, um Zugang zum Zahn und zum umgebenden Knochen zu bekommen. Bei retinierten Zähnen muss oft etwas Knochengewebe entfernt werden.
Je nach Lage des Zahns wird er entweder als Ganzes entfernt oder vorher in mehrere Teile zerteilt, um die Entfernung zu erleichtern und das umliegende Gewebe zu schonen.
Nach der Entfernung wird die Wunde gründlich gereinigt und eventuell mit einer antibiotischen Einlage versorgt.
Abschließend wird die Wunde mit selbstauflösenden oder herkömmlichen Fäden vernäht und gegebenenfalls eine Tamponade eingelegt, um Nachblutungen zu verhindern.
Schwierigkeitsgrade
Durchgebrochene Weisheitszähne lassen sich meist einfach wie normale Zähne ziehen. Der Eingriff dauert nur wenige Minuten pro Zahn.
Teilweise durchgebrochene Zähne erfordern oft einen kleinen Schnitt im Zahnfleisch, sind aber noch relativ unkompliziert zu entfernen.
Vollständig retinierte Zähne sind am aufwendigsten zu entfernen, da Zahnfleisch und Knochen geöffnet werden müssen. Oft muss der Zahn zerteilt werden.
Verlagerte Zähne liegen in einem ungünstigen Winkel und können sehr nah an Nerven oder der Kieferhöhle liegen, was den Eingriff komplizierter macht.
Wie viele Zähne auf einmal?
Ob einer, zwei oder alle vier Weisheitszähne auf einmal entfernt werden, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Die Entfernung aller vier Zähne in einer Sitzung hat den Vorteil, dass Sie nur einmal durch die Heilungsphase müssen und nur eine Narkose benötigen.
Bei komplizierten Eingriffen oder Risikopatienten kann es jedoch sinnvoller sein, die Operation auf zwei Termine aufzuteilen. Ihr Zahnarzt wird die beste Lösung für Ihren individuellen Fall empfehlen.
Dauer der Weisheitszahn-OP
Die Dauer einer Weisheitszahnentfernung variiert stark je nach Schwierigkeit des Eingriffs:
Pro einzelnem Zahn dauert eine einfache Extraktion etwa 10-20 Minuten, während komplizierte Fälle 30-45 Minuten in Anspruch nehmen können.
Alle vier Weisheitszähne zu entfernen dauert typischerweise 60-90 Minuten, kann aber bei schwierigen Verhältnissen auch länger dauern.
Faktoren, die die Operationsdauer beeinflussen, sind die Position und Form der Wurzeln, die Knochendichte, eventuelle Entzündungen und die anatomischen Verhältnisse im Kiefer.
Direkt nach der Operation
Nach der Weisheitszahn-OP werden Sie zunächst in einem Aufwachraum überwacht, bis die Narkosewirkung nachlässt. Bei örtlicher Betäubung können Sie meist nach wenigen Minuten die Praxis verlassen.
Sie erhalten wichtige Verhaltensregeln für die ersten Stunden und Tage nach der Operation. Besonders wichtig ist es, auf die Tamponade zu beißen und das Operationsgebiet zu kühlen.
Nach einer Vollnarkose oder Sedierung dürfen Sie 24 Stunden lang nicht Auto fahren oder wichtige Entscheidungen treffen. Eine Begleitperson sollte Sie nach Hause bringen.
Schmerzen nach der Weisheitszahn-OP
Wie stark sind die Schmerzen?
Schmerzen nach einer Weisheitszahnentfernung sind normal und zu erwarten. Die Intensität variiert stark zwischen den Patienten und hängt vom Umfang des Eingriffs ab.
Die stärksten Schmerzen treten meist in den ersten 2-3 Tagen nach der Operation auf. Einfache Extraktionen verursachen meist nur milde bis moderate Schmerzen, während komplizierte Operationen stärkere Beschwerden zur Folge haben können.
Die meisten Patienten beschreiben die Schmerzen als dumpf und pochend, ähnlich starken Zahnschmerzen. Mit der Zeit lassen die Beschwerden kontinuierlich nach.
Schmerzmanagement
Eine effektive Schmerzbehandlung ist wichtig für eine angenehme Heilung. Ihr Arzt wird Ihnen geeignete Schmerzmittel empfehlen und einen Einnahmeplan erstellen.
Beginnen Sie am besten schon vor dem Nachlassen der örtlichen Betäubung mit der Schmerzmedikation, um starke Schmerzen zu vermeiden. Es ist wichtig, dass Sie sich vor der Einnahme von Medikamenten immer mit Ihrem behandelnden Arzt beraten.
Manche Schmerzmittel können die Blutgerinnung beeinträchtigen und sollten nach Operationen vermieden werden. Ihr Zahnarzt wird Sie über geeignete Alternativen informieren.
Die richtige Nachsorge und Wundheilung
Erste 24 Stunden
Die ersten 24 Stunden nach der Weisheitszahn-OP sind entscheidend für eine gute Heilung. Kühlen Sie das Operationsgebiet konsequent mit Kühlpads oder Eisbeuteln für jeweils 15-20 Minuten mit Pausen.
Beißen Sie fest auf die Tamponade, um die Blutung zu stoppen. Wechseln Sie diese nur, wenn sie vollständig durchgeblutet ist.
Lagern Sie Ihren Kopf erhöht und vermeiden Sie körperliche Anstrengung. Ruhe ist jetzt das Wichtigste für Ihre Genesung.
Vermeiden Sie es, zu spülen, zu spucken oder an der Wunde zu saugen, da dies Nachblutungen verursachen kann.
Erste Woche
In der ersten Woche nach der Operation sollten Sie nur weiche, kühle Nahrung zu sich nehmen. Geeignet sind Joghurt, Pudding, Suppen, Eis oder pürierte Speisen. Vermeiden Sie heiße, scharfe oder harte Nahrungsmittel.
Die Mundhygiene ist auch nach der Operation wichtig, muss aber vorsichtig durchgeführt werden. Putzen Sie Ihre Zähne normal, vermeiden Sie aber das Operationsgebiet in den ersten Tagen.
Ab dem zweiten oder dritten Tag können Sie vorsichtig mit lauwarmem Salzwasser oder einer milden Mundspülung spülen, aber nicht kräftig ausspülen, sondern das Wasser nur sanft im Mund bewegen.
Zweite Woche
In der zweiten Woche findet normalerweise die Fadenentfernung statt, meist zwischen dem 7. und 10. Tag nach der Operation. Dies ist ein kurzer, meist schmerzloser Eingriff.
Sie können schrittweise zu normalerer Nahrung übergehen, sollten aber weiterhin auf sehr harte oder klebrige Speisen verzichten.
Die Schwellung sollte jetzt deutlich zurückgehen und auch die Schmerzen lassen kontinuierlich nach.
Heilungsdauer im Detail
Die Heilung nach einer Weisheitszahnentfernung verläuft in verschiedenen Phasen:
Tag 1-3: Die Schwellung erreicht ihren Höhepunkt. Dies ist völlig normal und zeigt, dass der Körper mit der Heilung begonnen hat. Schmerzen sind am stärksten.
Tag 4-7: Die Besserung wird deutlich sichtbar. Schwellung und Schmerzen lassen nach, die Wunde beginnt sich zu schließen.
Tag 7-10: Die Fäden werden entfernt. Die oberflächliche Heilung der Weichteile ist weitgehend abgeschlossen.
2 Wochen: Die meisten Patienten können wieder normale Aktivitäten aufnehmen und normal essen. Leichte Schwellungen können noch bestehen.
4-6 Wochen: Die Knochenheilung beginnt. Das Zahnfach füllt sich mit neuem Knochengewebe.
3-6 Monate: Die vollständige knöcherne Heilung ist abgeschlossen. Das Zahnfach ist vollständig mit neuem Knochen aufgefüllt.
Was Sie nach der OP vermeiden sollten
Bestimmte Aktivitäten und Substanzen können die Heilung nach einer Weisheitszahnentfernung behindern oder Komplikationen verursachen:
Rauchen ist mindestens eine Woche, besser zwei Wochen nach der Operation tabu. Nikotin verschlechtert die Durchblutung und verzögert die Wundheilung erheblich.
Alkohol sollten Sie ebenfalls mindestens eine Woche meiden, da er die Blutgerinnung beeinflusst und sich nicht mit Schmerzmitteln verträgt.
Sport und körperliche Anstrengung erhöhen den Blutdruck und können Nachblutungen verursachen. Verzichten Sie 1-2 Wochen auf intensives Training.
Meiden Sie Sauna und heißes Baden, da die Wärme die Durchblutung verstärkt und Schwellungen verschlimmern kann.
In den ersten Tagen sollten Sie auf Milchprodukte verzichten, da sie die Bakterienbildung im Mund fördern können.
Verwenden Sie keinen Strohhalm und vermeiden Sie saugende Bewegungen, da der entstehende Unterdruck das Blutgerinnsel aus der Wunde lösen kann.
Mögliche Komplikationen und Risiken
Häufige Nebenwirkungen
Schwellungen sind nach einer Weisheitszahn-OP völlig normal und erreichen meist am zweiten oder dritten Tag ihren Höhepunkt. Sie können das Gesicht deutlich verformen, gehen aber von selbst zurück.
Blutergüsse im Gesichts- und Halsbereich können auftreten und sind harmlos. Sie verblassen nach einigen Tagen.
Eine eingeschränkte Mundöffnung (Kieferklemme) ist häufig und kann einige Tage bis Wochen anhalten. Leichte Kauübungen können helfen.
Leichtes Fieber bis 38°C in den ersten Tagen ist eine normale Reaktion des Körpers auf die Operation.
Seltene, aber ernste Komplikationen
Nachblutungen können bis zu 24 Stunden nach der Operation auftreten. Leichte Blutungen sind normal, starke Blutungen erfordern sofortige ärztliche Behandlung.
Die trockene Alveole (Alveolitis sicca) entsteht, wenn sich das Blutgerinnsel aus dem Zahnfach löst. Dies verursacht starke Schmerzen und verzögert die Heilung.
Infektionen sind selten, können aber auftreten. Anzeichen sind zunehmende Schwellung, Schmerzen und Fieber nach dem dritten Tag.
Nervenschädigungen können zu Taubheitsgefühlen in Lippe, Zunge oder Kinn führen. Dies ist meist vorübergehend, kann aber in seltenen Fällen dauerhaft sein.
Eine Kieferhöhleneröffnung kann bei Oberkiefer-Weisheitszähnen auftreten, heilt aber meist problemlos ab.
Wann sofort zum Arzt?
Suchen Sie sofort ärztliche Hilfe auf bei:
- Starken, nicht stillbaren Blutungen
- Hohem Fieber über 38,5°C
- Zunehmender Schwellung nach dem dritten Tag
- Unerträglichen Schmerzen trotz Medikamenten
- Anzeichen einer schweren Infektion
- Schluckbeschwerden oder Atemnot
Krankschreibung und Arbeitsunfähigkeit
Die Dauer der Krankschreibung hängt von verschiedenen Faktoren ab: dem Umfang der Operation, der individuellen Heilung und der Art Ihrer beruflichen Tätigkeit.
Durchschnittlich sind Patienten 3-7 Tage krankgeschrieben. Bei Bürotätigkeiten reichen oft 2-3 Tage, während körperlich anstrengende Berufe eine längere Auszeit erfordern.
Bei der Entfernung aller vier Weisheitszähne oder komplizierten Eingriffen kann die Arbeitsunfähigkeit auch 7-10 Tage betragen.
Rechtlich haben Sie Anspruch auf eine angemessene Krankschreibung, und Ihr Arbeitgeber muss diese respektieren.
Kosten der Weisheitszahnentfernung
Kostenübernahme durch Krankenkasse
Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für medizinisch notwendige Weisheitszahnentfernungen vollständig. Dies umfasst die Untersuchung, die örtliche Betäubung und den chirurgischen Eingriff.
Private Krankenversicherungen erstatten die Kosten entsprechend dem gewählten Tarif, oft auch für zusätzliche Leistungen wie Vollnarkose.
Eine prophylaktische Entfernung ohne medizinische Notwendigkeit wird möglicherweise nicht von der Krankenkasse übernommen.
Zusatzkosten
Für eine Vollnarkose entstehen Zusatzkosten von etwa 200-500€, je nach Dauer und Aufwand der Operation.
Ein Dämmerschlaf kostet zusätzlich etwa 100-300€.
Spezielle Behandlungsmethoden oder Materialien können weitere Kosten verursachen. Lassen Sie sich im Voraus über alle Kosten aufklären.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Ist die Weisheitszahn-OP schmerzhaft?
Die Operation selbst ist durch die Betäubung schmerzfrei. Nach der OP sind Schmerzen normal, lassen sich aber gut mit Medikamenten behandeln.
Kann man während der OP etwas spüren?
Bei örtlicher Betäubung spüren Sie Druck und Bewegungen, aber keine Schmerzen. Bei Vollnarkose bekommen Sie nichts mit.
Wie lange dauert die Schwellung?
Schwellungen erreichen am 2.-3. Tag ihren Höhepunkt und gehen dann langsam zurück. Nach einer Woche sind sie meist deutlich besser.
Ab wann darf man wieder normal essen?
Nach etwa einer Woche können Sie wieder weichere normale Nahrung essen. Auf sehr harte Sachen sollten Sie 2-3 Wochen verzichten.
Wann darf man wieder Sport machen?
Leichte Aktivitäten sind nach 3-5 Tagen möglich, intensiver Sport sollte 1-2 Wochen pausieren.
Kann man nach der OP Auto fahren?
Nach örtlicher Betäubung meist nach 2-3 Stunden, nach Vollnarkose oder Dämmerschlaf erst am nächsten Tag.
Tipps für eine schnelle Genesung
Eine gute Nachsorge beschleunigt die Heilung und reduziert Komplikationen:
Ausreichend Ruhe und Schlaf sind die beste Medizin. Gönnen Sie Ihrem Körper die Zeit, die er für die Heilung braucht.
Konsequentes Kühlen in den ersten 2-3 Tagen reduziert Schwellung und Schmerzen erheblich.
Nehmen Sie Schmerzmittel nach Plan ein, nicht erst wenn die Schmerzen unerträglich werden.
Trinken Sie viel Flüssigkeit, am besten Wasser oder ungesüßte Tees. Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr unterstützt die Heilung.
Essen Sie proteinreiche, weiche Nahrung wie Quark, Eier oder Fisch. Proteine sind wichtig für die Wundheilung.
Vermeiden Sie Stress und lagern Sie beim Schlafen den Kopf erhöht.
Halten Sie alle Kontrolltermine beim Zahnarzt ein, auch wenn Sie sich gut fühlen.
Fazit
Die Entfernung von Weisheitszähnen ist ein häufiger und gut erprobter Eingriff in der Zahnmedizin. Obwohl die Vorstellung einer Operation zunächst beunruhigend sein kann, ist es wichtig zu wissen, dass es sich um einen Routine-Eingriff handelt, der täglich erfolgreich durchgeführt wird.
Der Schlüssel zu einer erfolgreichen Weisheitszahn-OP liegt in der guten Vorbereitung, der Wahl der geeigneten Narkoseform und vor allem in der konsequenten Nachsorge. Mit der richtigen Pflege und Geduld ist die akute Heilungsphase meist nach zwei Wochen überstanden.
Moderne Operationstechniken und effektive Schmerzmittel haben den Eingriff deutlich angenehmer gemacht als früher. Die meisten Patienten sind überrascht, wie gut sie die Operation verkraften.
Bei Fragen oder Unsicherheiten sollten Sie immer Ihren Zahnarzt oder Kieferchirurgen kontaktieren. Eine offene Kommunikation und das Vertrauen in Ihr Behandlungsteam sind die beste Basis für eine erfolgreiche Behandlung.
Denken Sie daran: Die Unannehmlichkeiten der Operation sind vorübergehend, aber der Nutzen – keine Schmerzen und Entzündungen mehr durch problematische Weisheitszähne – hält ein Leben lang an.
Wenn Sie Probleme mit Ihren Weisheitszähnen haben, zögern Sie nicht, einen Beratungstermin zu vereinbaren. Je früher Probleme erkannt werden, desto unkomplizierter ist meist die Behandlung.
Fuente de referencia:
- Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde
- Bundeszahnärztekammer
- Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften
- Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung
- Deutsche Gesellschaft für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie
Wichtiger medizinischer Hinweis
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Herausgeber: XIM., JSC | Zuletzt aktualisiert:
