Plötzlich rast das Herz wie verrückt – ein beunruhigendes Gefühl, das viele Menschen kennen. Tachykardie oder Herzrasen ist eine der häufigsten Herzrhythmusstörungen und betrifft Millionen von Menschen in Deutschland. Während gelegentliches Herzrasen nach körperlicher Anstrengung völlig normal ist, kann eine erhöhte Herzfrequenz über 100 Schläge pro Minute in Ruhe ein Zeichen für eine behandlungsbedürftige Erkrankung sein.
Diese Herzrhythmusstörung kann verschiedene Formen annehmen – von harmlosen Episoden bis hin zu lebensbedrohlichen Zuständen. Die gute Nachricht: Mit modernen Diagnoseverfahren und Behandlungsmethoden lassen sich die meisten Formen der Tachykardie erfolgreich therapieren. Erfahren Sie in diesem umfassenden Ratgeber alles Wichtige über Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten des schnellen Herzschlags.
Was ist Tachykardie? – Grundlagen verstehen
Definition und Herzfrequenz
Unter Tachykardie versteht man eine Herzrhythmusstörung, bei der das Herz dauerhaft schneller als normal schlägt. Medizinisch spricht man von Tachykardie, wenn die Herzfrequenz über 100 Schläge pro Minute in Ruhe liegt. Ein gesundes Herz schlägt normalerweise zwischen 60 und 100 Mal pro Minute.
Wichtig ist die Unterscheidung zwischen physiologischer und pathologischer Tachykardie:
- Physiologische Tachykardie: Normale Reaktion auf körperliche Anstrengung, Stress, Freude oder Aufregung
- Pathologische Tachykardie: Krankhafte Beschleunigung des Herzschlags ohne erkennbaren Grund
Wie das Herz funktioniert
Um Tachykardie zu verstehen, ist es wichtig zu wissen, wie das elektrische Reizleitungssystem des Herzens funktioniert. Der Sinusknoten, unser natürlicher Herzschrittmacher, liegt im rechten Vorhof und gibt normalerweise den Takt vor. Von dort breitet sich der elektrische Impuls über die Vorhöfe zu den Herzkammern aus und sorgt für koordinierte Herzschläge.
Bei einer Tachykardie ist dieses fein abgestimmte System gestört – entweder schlägt der Sinusknoten zu schnell, oder zusätzliche elektrische Impulse entstehen an anderen Stellen im Herzen.
Formen und Arten der Tachykardie
Supraventrikuläre Tachykardie
Die supraventrikuläre Tachykardie entsteht oberhalb der Herzkammern, also in den Vorhöfen oder im Bereich des AV-Knotens. Diese Form ist meist weniger gefährlich als Kammertachykardien.
Vorhoftachykardie ist eine häufige Form, bei der die abnormalen elektrischen Impulse in den Herzvorhöfen entstehen. Dazu gehören:
- Vorhofflimmern: Die häufigste Herzrhythmusstörung mit unregelmäßigen, schnellen Vorhofkontraktionen
- Vorhofflattern: Regelmäßige, aber sehr schnelle Vorhofkontraktionen
- AV-Knoten-Reentry-Tachykardie (AVNRT): Kreisende Erregung im Bereich des AV-Knotens
- Wolff-Parkinson-White-Syndrom (WPW): Zusätzliche Leitungsbahn zwischen Vorhof und Kammer
Kammertachykardie (ventrikuläre Tachykardie)
Die Kammertachykardie ist potenziell gefährlicher, da sie in den Herzkammern entsteht. Diese Form kann zu einer ineffektiven Pumpfunktion führen und im schlimmsten Fall in lebensbedrohliches Kammerflimmern übergehen.
Charakteristisch für die Kammertachykardie sind:
- Entstehung in den Herzkammern (Ventrikeln)
- Herzfrequenz meist über 150 Schläge pro Minute
- Höheres Risiko für Komplikationen
- Oft bei strukturellen Herzerkrankungen
Sinustachykardie
Bei der Sinustachykardie arbeitet der Sinusknoten normal, gibt aber einen beschleunigten Rhythmus vor. Diese Form ist oft physiologisch und kann durch verschiedene Faktoren wie Fieber, Stress, körperliche Anstrengung oder bestimmte Medikamente ausgelöst werden.
Herzrasen Symptome – Wie äußert sich Tachykardie?
Typische Symptome und Anzeichen
Die Herzrasen Symptome können vielfältig sein und von Person zu Person unterschiedlich stark ausgeprägt auftreten. Zu den häufigsten Anzeichen einer Tachykardie gehören:
- Spürbares Herzrasen und Herzklopfen: Das Gefühl, als würde das Herz „aus der Brust springen“
- Schwindel und Benommenheit: Durch verminderte Durchblutung des Gehirns
- Kurzatmigkeit und Atemnot: Besonders bei geringster Anstrengung
- Brustschmerzen oder Druckgefühl: Oft als beängstigend empfunden
- Angstgefühle und Unruhe: Häufige Begleiterscheinungen
- Müdigkeit und Schwäche: Durch ineffiziente Herzarbeit
- Schweißausbrüche: Besonders bei plötzlich auftretendem Herzrasen
- Ohnmacht (Synkope): Bei schweren Formen möglich
Wann sind Symptome harmlos, wann gefährlich?
Nicht jedes Herzrasen ist gleich gefährlich. Warnsignale, die eine sofortige ärztliche Behandlung erfordern, sind:
- Plötzliche Ohnmacht oder Bewusstlosigkeit
- Starke Brustschmerzen
- Schwere Atemnot
- Herzrasen mit Herzfrequenz über 180 Schläge pro Minute
- Begleitende neurologische Ausfälle
- Kreislaufkollaps
Wann sollten Sie sofort den Notarzt rufen? Bei Verdacht auf einen Herzinfarkt, bei anhaltender Bewusstlosigkeit oder wenn das Herzrasen trotz Ruhe nicht nachlässt und von schweren Symptomen begleitet wird.
Ursachen der Tachykardie
Herzbedingte Ursachen
Verschiedene Herzerkrankungen können eine Herzrhythmusstörung verursachen:
- Koronare Herzkrankheit (KHK): Durchblutungsstörungen des Herzmuskels
- Herzmuskelentzündung (Myokarditis): Oft viral bedingt
- Herzklappenerkrankungen: Stenosen oder Insuffizienzen
- Herzinsuffizienz: Schwaches Herz versucht durch höhere Frequenz zu kompensieren
- Angeborene Herzfehler: Strukturelle Anomalien
- Kardiomyopathien: Erkrankungen des Herzmuskels
Nicht-herzbedingte Ursachen
Viele Ursachen für schnellen Herzschlag liegen außerhalb des Herzens:
- Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose): Häufige Ursache für anhaltende Tachykardie
- Elektrolytstörungen: Mangel an Kalium, Magnesium oder Calcium
- Blutarmut (Anämie): Das Herz muss schneller schlagen, um genug Sauerstoff zu transportieren
- Fieber und Infektionen: Pro Grad Temperaturerhöhung steigt die Herzfrequenz um etwa 10 Schläge
- Dehydration: Flüssigkeitsmangel belastet das Herz-Kreislauf-System
- Medikamentennebenwirkungen: Bestimmte Arzneimittel können Herzrasen auslösen
Lebensstil und äußere Faktoren
Der moderne Lebensstil trägt oft zur Entstehung einer erhöhten Herzfrequenz bei:
- Stress und Angst: Adrenalin beschleunigt den Herzschlag
- Koffein: Energy-Drinks, Kaffee und schwarzer Tee können Herzrasen auslösen
- Alkohol und Nikotin: Besonders in größeren Mengen problematisch
- Drogen: Kokain, Amphetamine und andere Stimulantien
- Schlafmangel: Chronischer Schlafentzug belastet das Herz
- Intensive körperliche Überanstrengung: Besonders bei untrainierten Personen
Diagnose – Wie wird Tachykardie festgestellt?
Erstuntersuchung beim Arzt
Die Diagnose einer Tachykardie beginnt mit einer ausführlichen Anamnese. Der Arzt erfragt:
- Wann und wie oft tritt das Herzrasen auf?
- Wie lange dauern die Episoden?
- Gibt es auslösende Faktoren?
- Welche Begleitsymptome treten auf?
- Welche Medikamente werden eingenommen?
- Gibt es Grunderkrankungen oder familiäre Vorbelastungen?
Bei der körperlichen Untersuchung kontrolliert der Arzt Puls, Blutdruck und hört das Herz ab. Oft kann bereits hier eine erste Einschätzung der Herzrhythmusstörung erfolgen.
Diagnostische Verfahren
Verschiedene Untersuchungsmethoden helfen bei der genauen Diagnose:
EKG (Elektrokardiogramm) ist die wichtigste Standarduntersuchung. Es zeichnet die elektrische Aktivität des Herzens auf und kann Art und Ursprung der Tachykardie bestimmen.
Langzeit-EKG über 24-48 Stunden erfasst auch seltener auftretende Herzrhythmusstörungen im Alltag der Patienten.
Event-Recorder und Loop-Recorder werden bei sporadisch auftretendem Herzrasen eingesetzt. Patienten können bei Symptomen selbst eine Aufzeichnung starten.
Belastungs-EKG (Ergometrie) deckt belastungsabhängige Herzrhythmusstörungen auf und beurteilt die körperliche Leistungsfähigkeit.
Echokardiographie (Herzultraschall) zeigt strukturelle Herzveränderungen und beurteilt die Pumpfunktion des Herzens.
Elektrophysiologische Untersuchung (EPU) ist ein spezieller Herzkatheter-Eingriff zur genauen Lokalisierung von Herzrhythmusstörungen.
Laboruntersuchungen umfassen Schilddrüsenwerte, Elektrolyte, Blutbild und weitere Parameter zur Ursachenklärung.
Tachykardie Behandlung – Moderne Therapieoptionen
Akute Behandlung bei Herzrasen
Bei plötzlich auftretendem Herzrasen können Vagusmanoever helfen, die Episode zu beenden:
- Valsalva-Pressversuch: Luft anhalten und pressen, als würde man zur Toilette gehen
- Kaltes Wasser trinken oder Gesicht in kaltes Wasser tauchen
- Atemtechniken: Langsam und tief ein- und ausatmen
- Husten oder Würgen können den Vagusnerv stimulieren
In der Notaufnahme stehen weitere Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung, wie spezielle Medikamente oder die elektrische Kardioversion.
Medikamentöse Therapie
Die medikamentöse Behandlung der Tachykardie umfasst verschiedene Wirkstoffgruppen. Es ist jedoch wichtig zu betonen, dass jede Arzneimitteltherapie individuell vom Arzt angepasst werden muss. Patienten sollten niemals ohne ärztliche Beratung selbstständig Medikamente gegen Herzrhythmusstörungen einnehmen.
Verschiedene Medikamentengruppen kommen zum Einsatz:
- Herzfrequenz-senkende Medikamente können die Herzfrequenz reduzieren
- Rhythmus-stabilisierende Arzneimittel helfen bei der Wiederherstellung des normalen Herzrhythmus
- Gerinnungshemmende Medikamente bei erhöhtem Schlaganfallrisiko
Wichtiger Hinweis: Alle Medikamente gegen Herzrhythmusstörungen haben potenzielle Nebenwirkungen und Wechselwirkungen. Die Auswahl und Dosierung muss immer durch einen Facharzt erfolgen. Regelmäßige Kontrollen sind bei der medikamentösen Therapie unerlässlich.
Katheterablation
Die Katheterablation ist ein modernes Verfahren zur dauerhaften Behandlung von Tachykardien. Dabei werden die Bereiche im Herzen, die für die Rhythmusstörung verantwortlich sind, gezielt verödet.
Ablauf der Katheterablation:
- Einführung spezieller Katheter über die Leistenvenen
- Elektrophysiologische Untersuchung zur genauen Lokalisation
- Verödung des störenden Gewebes mit Hitze oder Kälte
- Kontrolle des Behandlungserfolgs
Die Erfolgsraten der Katheterablation sind bei vielen Tachykardie-Formen sehr hoch, besonders bei supraventrikulären Formen können Heilungsraten von über 95% erreicht werden.
Implantierbare Geräte
Bei bestimmten Formen der Tachykardie können implantierbare Geräte lebensrettend sein:
Herzschrittmacher kommen zum Einsatz, wenn das Herz zu langsam schlägt oder nach Ablationsbehandlungen zur Sicherheit implantiert wird.
Implantierbarer Cardioverter-Defibrillator (ICD) ist bei Patienten mit gefährlichen Kammertachykardien oder nach überlebtem Herztod notwendig. Das Gerät erkennt lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen und kann durch Elektroschocks das normale Herzrhythmusbild wiederherstellen.
Leben mit einem ICD erfordert gewisse Anpassungen im Alltag, ermöglicht aber meist ein weitgehend normales Leben mit deutlich verbesserter Prognose.
Alternative und ergänzende Behandlungen
Neben der konventionellen Therapie können unterstützende Maßnahmen hilfreich sein:
- Stressmanagement und Entspannungstechniken: Yoga, Meditation, autogenes Training
- Psychotherapie: Besonders bei angstbedingten Herzrhythmusstörungen
- Biofeedback-Training: Lernen, Körperfunktionen bewusst zu beeinflussen
- Atemtherapie: Spezielle Atemtechniken zur Beruhigung
Prävention – Herzrasen vorbeugen
Gesunder Lebensstil
Ein herzgesunder Lebensstil ist die beste Vorbeugung gegen viele Formen der Tachykardie:
- Regelmäßige, moderate Bewegung: 30 Minuten täglich, z.B. zügiges Gehen, Radfahren oder Schwimmen
- Ausgewogene Ernährung: Reich an Obst, Gemüse, Vollkornprodukten und gesunden Fetten
- Ausreichend Schlaf: 7-8 Stunden pro Nacht für die Herzgesundheit
- Stressreduktion: Erlernen von Entspannungstechniken
- Verzicht auf Rauchen: Nikotin ist ein starker Trigger für Herzrhythmusstörungen
- Maßvoller Alkoholkonsum: Übermäßiger Alkohol kann Vorhofflimmern auslösen
- Koffein in Maßen: Bei Empfindlichkeit Reduktion oder Verzicht
Risikofaktoren minimieren
Die Kontrolle von Risikofaktoren ist entscheidend für die Prävention:
- Bluthochdruck kontrollieren: Regelmäßige Messungen und konsequente Behandlung
- Diabetes optimal einstellen: Blutzucker im Zielbereich halten
- Übergewicht reduzieren: Bereits eine Gewichtsabnahme von 5-10% kann deutliche Verbesserungen bringen
- Cholesterinwerte optimieren: Durch Ernährung und bei Bedarf medikamentös
- Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen: Früherkennung von Herzerkrankungen
Leben mit Tachykardie – Praxistipps
Das Leben mit einer Herzrhythmusstörung erfordert oft Anpassungen, aber mit den richtigen Strategien ist ein weitgehend normales Leben möglich:
Selbstüberwachung: Lernen Sie, Ihren Puls richtig zu messen. Apps und Wearables können dabei helfen, aber ersetzen nicht die ärztliche Kontrolle.
Trigger-Tagebuch führen: Notieren Sie, wann Herzrasen auftritt und was mögliche Auslöser waren. Dies hilft bei der Identifikation individueller Trigger.
Sport bei Herzrhythmusstörungen: Nach erfolgreicher Behandlung ist Sport meist erlaubt und sogar empfohlen. Die Art und Intensität sollte jedoch mit dem Kardiologen abgesprochen werden.
Reisen mit Herzrhythmusstörung: Bei Reisen sollten ausreichend Medikamente mitgenommen und wichtige medizinische Dokumente (auf Englisch) mitgeführt werden.
Berufliche Aspekte: Bestimmte Berufe (z.B. Berufskraftfahrer, Piloten) haben besondere Anforderungen. Bei ICD-Trägern können Einschränkungen beim Führerschein bestehen.
Notfallplan erstellen: Haben Sie immer einen Plan, was bei akutem Herzrasen zu tun ist und wen Sie kontaktieren können.
Komplikationen und Prognose
Mögliche Komplikationen
Unbehandelte oder schwere Formen der Tachykardie können zu Komplikationen führen:
- Bildung von Blutgerinnseln: Besonders bei Vorhofflimmern erhöht
- Schlaganfallrisiko: Durch Embolien aus dem linken Vorhof
- Herzinsuffizienz: Chronische Überlastung schwächt den Herzmuskel
- Plötzlicher Herztod: Bei bestimmten Formen der Kammertachykardie möglich
- Psychische Belastung: Angst und Depression durch die Erkrankung
Prognose und Heilungschancen
Die Prognose bei Tachykardie hängt stark von der Form und der zugrunde liegenden Ursache ab:
- Supraventrikuläre Tachykardien haben meist eine sehr gute Prognose und können oft geheilt werden
- Vorhofflimmern ist gut behandelbar, erfordert aber meist eine Langzeittherapie
- Kammertachykardien bei struktureller Herzerkrankung haben eine ernstere Prognose, sind aber mit ICD gut zu behandeln
- Funktionelle Tachykardien ohne strukturelle Herzerkrankung haben eine ausgezeichnete Prognose
Mit modernen Behandlungsmethoden können die meisten Patienten mit Tachykardie ein normales Leben führen. Die Lebenserwartung ist bei adäquater Behandlung oft nicht oder nur geringfügig eingeschränkt.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Ist Tachykardie gefährlich?
Die Gefährlichkeit hängt von der Art der Tachykardie ab. Supraventrikuläre Formen sind meist weniger gefährlich als Kammertachykardien. Eine ärztliche Abklärung ist immer empfehlenswert.
Kann Tachykardie von selbst verschwinden?
Ja, manche Episoden enden spontan. Bei wiederholtem Auftreten sollte jedoch eine Ursachenklärung erfolgen.
Was tun bei plötzlichem Herzrasen?
Ruhe bewahren, hinsetzen oder hinlegen, Vagusmanoever versuchen. Bei anhaltenden Beschwerden oder Begleitsymptomen den Notarzt rufen.
Ist Sport bei Tachykardie erlaubt?
Nach erfolgreicher Behandlung ist Sport meist erlaubt und sogar förderlich. Art und Intensität sollten mit dem Kardiologen besprochen werden.
Kann Stress Herzrasen auslösen?
Ja, psychischer Stress ist ein häufiger Auslöser für Herzrasen. Entspannungstechniken können hilfreich sein.
Wann muss man mit Herzrasen ins Krankenhaus?
Bei Bewusstlosigkeit, starken Brustschmerzen, schwerer Atemnot oder anhaltendem Herzrasen über 180/min sollte der Notarzt gerufen werden.
Ist Tachykardie heilbar?
Viele Formen der Tachykardie können durch Katheterablation geheilt werden. Andere lassen sich gut medikamentös kontrollieren.
Welche Herzfrequenz ist zu hoch?
In Ruhe gelten über 100 Schläge pro Minute als Tachykardie. Ab 180/min wird es potenziell gefährlich.
Kann man mit Tachykardie fliegen?
Bei gut eingestellter Tachykardie ist Fliegen meist problemlos möglich. Bei ICD-Trägern sind spezielle Vorkehrungen nötig.
Gibt es Hausmittel gegen Herzrasen?
Vagusmanoever, Entspannungstechniken und Vermeidung von Triggern können helfen. Schwere Fälle gehören aber in ärztliche Behandlung.
Fazit und Zusammenfassung
Tachykardie oder Herzrasen ist eine häufige Herzrhythmusstörung, die verschiedene Formen annehmen kann. Während manche Episoden harmlos sind, können andere lebensbedrohlich werden. Die gute Nachricht: Mit modernen Diagnoseverfahren lässt sich die Art der Tachykardie meist präzise bestimmen.
Die Behandlungsmöglichkeiten sind heute vielfältig und sehr erfolgreich. Von medikamentöser Therapie über Katheterablation bis hin zu implantierbaren Geräten – für fast jede Form der Tachykardie gibt es eine passende Behandlung. Besonders die Katheterablation bietet bei vielen supraventrikulären Tachykardien die Chance auf dauerhafte Heilung.
Entscheidend ist die frühzeitige Diagnose und Behandlung. Wer wiederkehrende Episoden von Herzrasen bemerkt, sollte zeitnah einen Kardiologen aufsuchen. Mit der richtigen Therapie können die meisten Patienten ein weitgehend normales Leben führen.
Ein herzgesunder Lebensstil mit regelmäßiger Bewegung, ausgewogener Ernährung, Stressmanagement und Vermeidung von Triggern ist die beste Prävention. Bei bereits bestehender Tachykardie können diese Maßnahmen die Häufigkeit der Episoden reduzieren und das allgemeine Wohlbefinden verbessern.
Zögern Sie nicht, bei Herzrasen ärztlichen Rat zu suchen – Ihr Herz wird es Ihnen danken.
Fuente de referencia:
- Deutsche Herzstiftung – Herzrhythmusstörungen
- Deutsche Gesellschaft für Kardiologie
- AWMF-Leitlinien zu Herzrhythmusstörungen
- European Society of Cardiology Guidelines
- Robert Koch Institut – Herz-Kreislauf-Erkrankungen
Wichtiger medizinischer Hinweis
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