Die Ringelflechte, medizinisch als Tinea corporis bezeichnet, ist eine der häufigsten Pilzinfektionen der Haut in Deutschland. Diese ansteckende Hautpilz-Erkrankung zeichnet sich durch charakteristische ringförmige Hautausschläge aus und betrifft Menschen aller Altersgruppen. Obwohl der Name irreführend sein mag – es handelt sich weder um Würmer noch um Flechten – ist die Ringelflechte eine ernsthafte Pilzinfektion der Haut, die einer gezielten Behandlung bedarf. In Deutschland erkranken jährlich tausende Menschen an dieser Form des Hautpilzes, wobei besonders Kinder, Sportler und Tierhalter einem erhöhten Risiko ausgesetzt sind. Die gute Nachricht: Mit der richtigen Diagnose und konsequenten Behandlung lässt sich die Ringelflechte vollständig heilen. In diesem umfassenden Ratgeber erfahren Sie alles Wichtige über Symptome, Ursachen, Behandlungsmöglichkeiten und vorbeugende Maßnahmen.
Was ist Ringelflechte? – Definition und Grundlagen
Medizinische Definition
Tinea corporis ist eine oberflächliche Pilzinfektion der glatten Haut, die durch Dermatophyten verursacht wird. Diese speziellen Pilze ernähren sich von Keratin, einem Protein, das natürlich in Haut, Haaren und Nägeln vorkommt. Die Ringelflechte befällt typischerweise die Haut am Körperstamm, den Armen und Beinen, verschont jedoch in der Regel behaarte Kopfhaut, Handflächen und Fußsohlen.
Im Gegensatz zu anderen Tinea-Arten wie Tinea pedis (Fußpilz), Tinea cruris (Leistenpilz) oder Tinea capitis (Kopfpilz) betrifft die Ringelflechte ausschließlich die glatte Körperhaut. Die Infektion bleibt oberflächlich und dringt nicht in tiefere Hautschichten oder innere Organe ein.
Namensherkunft
Der Begriff „Ringelflechte“ leitet sich von dem charakteristischen ringförmigen Erscheinungsbild der Hautveränderungen ab. Historisch wurde die Erkrankung fälschlicherweise für eine Wurminfektion gehalten, daher auch die englische Bezeichnung „ringworm“. Tatsächlich handelt es sich jedoch um eine reine Pilzinfektion ohne Beteiligung von Würmern oder Flechten.
Alternative medizinische Bezeichnungen sind Hautpilz, Pilzinfektion der Haut oder allgemein Dermatophytose. Diese Begriffe beschreiben präziser die tatsächliche Ursache der Erkrankung.
Symptome der Ringelflechte – So erkennen Sie die Infektion
Hauptsymptome
Das charakteristischste Merkmal der Ringelflechte ist der ringförmige Hautausschlag. Dieser entwickelt sich typischerweise folgendermaßen:
- Ringformation: Rötung und Schuppung am äußeren Rand mit relativer Aufhellung im Zentrum
- Juckreiz: Oft intensiv, besonders in warmen und feuchten Umgebungen
- Schuppung: Feine Hautschuppen am Rand der Läsion
- Leichte Erhebung: Der befallene Bereich kann geringfügig über das Hautniveau erhaben sein
- Größenzunahme: Die Ringe vergrößern sich langsam nach außen
Verlauf der Symptome
Die Entwicklung der Ringelflechte erfolgt in charakteristischen Stadien:
Anfangsstadium: Kleine, rote Flecken erscheinen auf der Haut, oft begleitet von leichtem Juckreiz. Diese können zunächst für Insektenstiche oder kleine Ekzeme gehalten werden.
Ausbreitungsphase: Die Flecken vergrößern sich kreisförmig nach außen, während das Zentrum abheilt und eine normale Hautfarbe annimmt. Dies führt zu der typischen Ringform.
Ohne Behandlung: Die Infektion kann sich auf weitere Hautbereiche ausbreiten oder chronisch werden. In seltenen Fällen können bakterielle Sekundärinfektionen auftreten.
Untypische Symptome
Nicht alle Fälle von Ringelflechte zeigen das klassische ringförmige Muster. Mögliche Abweichungen sind:
- Bläschenbildung am Rand der Läsion
- Pusteln bei zusätzlicher bakterieller Infektion
- Mehrere zusammenfließende Ringe
- Unregelmäßige oder ovale Formen
- Bei immungeschwächten Personen: ausgedehnte, untypische Hautveränderungen
Unterscheidung von anderen Hauterkrankungen
Die Differentialdiagnose ist wichtig, da andere Hauterkrankungen ähnliche Symptome verursachen können:
Ekzeme: Meist unregelmäßiger begrenzt, oft mit Nässen und Krusten
Psoriasis: Silbrige Schuppen, scharf begrenzte Plaques
Kontaktdermatitis: Zusammenhang mit auslösendem Kontakt, andere Verteilung
Ursachen und Erreger
Pilzerreger
Die Ringelflechte wird durch Dermatophyten verursacht, eine Gruppe von Pilzen, die sich auf keratinhaltige Strukturen spezialisiert haben. Die häufigsten Erreger gehören zu den Gattungen:
- Trichophyton: Besonders Trichophyton rubrum und mentagrophytes
- Microsporum: Vor allem Microsporum canis (oft von Tieren übertragen)
- Epidermophyton: Weniger häufig bei Körperpilz
Diese Pilze produzieren Enzyme, die Keratin aufspalten können, wodurch sie sich von der Hornschicht der Haut ernähren. Sie bevorzugen warme, feuchte Bedingungen und können auf der Haut, in Textilien oder der Umgebung überleben.
Wie erfolgt die Ansteckung?
Die Übertragung der Pilzinfektion Haut kann auf verschiedenen Wegen erfolgen:
Mensch-zu-Mensch-Übertragung: Direkter Hautkontakt mit infizierten Personen ist der häufigste Übertragungsweg. Dies geschieht besonders oft bei Kontaktsportarten oder engem körperlichem Kontakt.
Tier-zu-Mensch-Übertragung: Haustiere wie Katzen, Hunde, Kaninchen oder Meerschweinchen können Träger sein, oft ohne selbst Symptome zu zeigen. Kinder sind besonders gefährdet, da sie häufig engen Kontakt zu Tieren haben.
Kontaminierte Gegenstände: Pilzsporen können auf Handtüchern, Kleidung, Bettwäsche oder Sportausrüstung überleben und übertragen werden.
Kontaminierte Oberflächen: Feuchte Umgebungen wie Umkleidekabinen, Duschen, Schwimmbäder oder Saunen bieten ideale Bedingungen für die Pilzübertragung.
Inkubationszeit
Die Zeit zwischen Ansteckung und ersten Symptomen beträgt typischerweise 4 bis 14 Tage. In manchen Fällen können bis zu 3 Wochen vergehen, bis sich die ersten Hautveränderungen zeigen.
Risikofaktoren – Wer ist besonders gefährdet?
Persönliche Risikofaktoren
Bestimmte körperliche Bedingungen erhöhen das Risiko einer Ringelflechte-Infektion:
- Geschwächtes Immunsystem: Durch Krankheiten oder Medikamente
- Diabetes mellitus: Erhöhte Infektanfälligkeit
- Übermäßiges Schwitzen: Schafft ideale Bedingungen für Pilzwachstum
- Feuchtwarmes Hautklima: Besonders in Hautfalten
- Hautverletzungen: Kleine Risse oder Kratzer erleichtern das Eindringen
Umgebungsbedingte Risikofaktoren
Bestimmte Aktivitäten und Umgebungen begünstigen die Ansteckung:
- Sport: Besonders Kontaktsportarten wie Ringen, Judo oder Kampfsport
- Gemeinschaftseinrichtungen: Fitnessstudios, Schwimmbäder, Schulen
- Tropisches Klima: Hohe Luftfeuchtigkeit und Temperaturen
- Enge Kleidung: Verminderte Belüftung der Haut
Besondere Risikogruppen
Folgende Personengruppen haben ein erhöhtes Ansteckungsrisiko:
Kinder: Häufiger Kontakt zu Tieren und anderen Kindern, weniger entwickeltes Hygienebewusstsein
Sportler: Körperlicher Kontakt, gemeinsame Nutzung von Einrichtungen
Tierhalter: Direkter Kontakt zu potenziell infizierten Tieren
Landwirte: Beruflicher Umgang mit Tieren
Diagnose der Ringelflechte
Wann zum Arzt?
Während eine Selbstdiagnose aufgrund der charakteristischen Symptome oft möglich ist, sollte in folgenden Fällen ärztlicher Rat eingeholt werden:
- Unsicherheit bei der Diagnose
- Ausgedehnte oder multiple Hautveränderungen
- Keine Besserung nach 2 Wochen Selbstbehandlung
- Anzeichen einer bakteriellen Sekundärinfektion
- Immunschwäche oder andere Grunderkrankungen
Diagnostische Methoden
Die Diagnose der Tinea corporis erfolgt in der Regel durch verschiedene Untersuchungsmethoden:
Klinische Untersuchung: Der charakteristische ringförmige Hautausschlag mit zentraler Aufhellung ist oft diagnoseweisend. Erfahrene Ärzte können die Diagnose häufig bereits durch Betrachtung stellen.
Wood-Licht-Untersuchung: Unter UV-Licht fluoreszieren manche Pilzarten, allerdings nicht alle Erreger der Ringelflechte.
Hautgeschabsel: Mikroskopische Untersuchung von Hautschuppen kann Pilzstrukturen sichtbar machen. Dies ist die häufigste Bestätigungsmethode.
Pilzkultur: Bei unklaren Fällen wird eine Kultur angelegt, um den genauen Erreger zu identifizieren. Dies dauert jedoch 2-4 Wochen.
Welcher Arzt ist zuständig?
Der Hausarzt ist meist die erste Anlaufstelle und kann die meisten Fälle von Ringelflechte diagnostizieren und behandeln. Bei komplizierten Verläufen, ausgedehnten Infektionen oder diagnostischer Unsicherheit erfolgt die Überweisung zum Dermatologen (Hautarzt).
Behandlung der Ringelflechte
Allgemeine Behandlungsgrundsätze
Die erfolgreiche Behandlung der Hautpilz-Infektion basiert auf mehreren wichtigen Prinzipien:
Behandlungsdauer: Eine typische Therapie dauert 2-4 Wochen, auch nach dem Verschwinden der sichtbaren Symptome sollte die Behandlung noch 1-2 Wochen fortgesetzt werden.
Konsequente Anwendung: Nur durch regelmäßige und vollständige Behandlung kann eine dauerhafte Heilung erreicht werden.
Behandlungsgebiet: Die Therapie sollte über den sichtbar betroffenen Bereich hinaus auf gesund aussehende Haut ausgedehnt werden.
Medizinische Behandlungsoptionen
Die Behandlung der Ringelflechte erfolgt in der Regel mit antimykotischen (pilzabtötenden) Medikamenten. Wichtig: Vor der Anwendung jeglicher Medikamente sollte grundsätzlich ein Arzt oder Apotheker konsultiert werden, um die richtige Behandlung und Dosierung zu gewährleisten.
Topische Behandlung: Äußerliche Anwendung von Antimykotika in Form von Cremes, Salben oder Lösungen ist meist die erste Behandlungswahl. Die Anwendung erfolgt typischerweise 1-2 mal täglich über den empfohlenen Zeitraum.
Systemische Behandlung: Bei ausgedehnten Infektionen, therapieresistenten Fällen oder immungeschwächten Patienten können oral einzunehmende Antimykotika erforderlich sein. Diese Entscheidung trifft immer der behandelnde Arzt.
Unterstützende Maßnahmen
Zusätzlich zur medikamentösen Therapie sind folgende Maßnahmen hilfreich:
- Hautpflege: Betroffene Stellen sauber und trocken halten
- Juckreizlinderung: Kühlende Umschläge oder vom Arzt empfohlene Mittel
- Irritationsvermeidung: Keine aggressiven Seifen oder Reibung
- Luftzirkulation: Lockere, atmungsaktive Kleidung tragen
Behandlung bei besonderen Patientengruppen
Schwangere und Stillende: Hier sind besondere Vorsichtsmaßnahmen bei der Medikamentenwahl erforderlich. Die Behandlung sollte ausschließlich unter ärztlicher Aufsicht erfolgen.
Kinder: Kindgerechte Präparate und Dosierungen sind wichtig. Eltern sollten die Behandlung konsequent durchführen und auf mögliche Nebenwirkungen achten.
Immungeschwächte Patienten: Oft sind intensivere oder längere Behandlungen notwendig, immer in enger Absprache mit dem Arzt.
Hausmittel und alternative Behandlungen
Evidenzbasierte Hausmittel
Einige Hausmittel zeigen in Studien antimykotische Eigenschaften und können die medizinische Behandlung unterstützen:
Teebaumöl: Besitzt nachgewiesene pilzhemmende Eigenschaften, sollte jedoch verdünnt angewendet werden, da pure Anwendung Hautreizungen verursachen kann.
Apfelessig: Kann das Hautmilieu für Pilze ungünstiger machen, sollte ebenfalls verdünnt angewendet werden.
Kokosöl: Enthält Laurinsäure mit antimykotischen Eigenschaften.
Wichtige Hinweise zu Hausmitteln
Bei der Anwendung von Hausmitteln sind folgende Punkte zu beachten:
- Hausmittel können eine medizinische Behandlung unterstützen, aber nicht ersetzen
- Die wissenschaftliche Evidenz ist oft begrenzt
- Vorsicht vor Hautreizungen oder allergischen Reaktionen
- Bei ausbleibender Besserung nach einer Woche sollte ein Arzt aufgesucht werden
- Nie bei ausgedehnten oder schweren Infektionen als alleinige Therapie verwenden
Verlauf und Prognose
Heilungsaussichten
Die Ringelflechte hat bei rechtzeitiger und konsequenter Behandlung eine sehr gute Prognose:
- Vollständige Heilung ist in den meisten Fällen möglich
- Sichtbare Besserung oft bereits nach wenigen Tagen
- Komplette Abheilung typischerweise nach 2-4 Wochen
- Keine Langzeitfolgen bei adäquater Behandlung
Mögliche Komplikationen
Ohne Behandlung oder bei unsachgemäßer Therapie können folgende Komplikationen auftreten:
Sekundäre bakterielle Infektionen: Durch Kratzen können Bakterien in die geschädigte Haut eindringen und zusätzliche Infektionen verursachen.
Chronischer Verlauf: Unbehandelte Ringelflechte kann sich über Monate oder Jahre halten und immer wieder aufflammen.
Ausbreitung: Die Infektion kann sich auf andere Körperregionen ausweiten oder andere Familienmitglieder anstecken.
Narbenbildung: In seltenen Fällen, besonders bei Sekundärinfektionen, können kleine Narben zurückbleiben.
Rezidive
Eine erneute Ansteckung mit Ringelflechte ist möglich, da die überstandene Infektion keine dauerhafte Immunität hinterlässt. Das Risiko kann durch konsequente Vorbeugungsmaßnahmen minimiert werden.
Vorbeugung – So schützen Sie sich vor Ringelflechte
Hygienemaßnahmen
Eine gute Körperhygiene ist der wichtigste Schutz vor Pilzinfektionen der Haut:
- Regelmäßiges Händewaschen: Besonders nach Kontakt mit Tieren oder verdächtigen Hautveränderungen
- Persönliche Gegenstände: Nie Handtücher, Waschlappen oder Kleidung mit anderen teilen
- Täglicher Wechsel: Unterwäsche und Socken täglich wechseln, besonders nach dem Sport
- Gründliche Reinigung: Haut nach dem Sport oder Schwimmen gut waschen und abtrocknen
Vorsicht in Risikobereichen
In öffentlichen Einrichtungen sind besondere Schutzmaßnahmen wichtig:
Schwimmbäder und Duschen: Immer Badeschuhe tragen, nie barfuß laufen
Fitnessstudios: Eigene Handtücher verwenden, Sportgeräte vor Nutzung desinfizieren
Umkleidekabinen: Direkten Hautkontakt mit Oberflächen vermeiden
Saunen: Immer eigene Handtücher als Unterlage verwenden
Umgang mit infizierten Personen oder Tieren
Bei bekannten Infektionen in der Familie oder bei Haustieren:
- Direkten Hautkontakt vermeiden
- Keine gemeinsame Nutzung persönlicher Gegenstände
- Haustiere bei Verdacht tierärztlich untersuchen lassen
- Alle infizierten Familienmitglieder gleichzeitig behandeln
Kleidung und Textilien
Die richtige Textilpflege trägt wesentlich zur Vorbeugung bei:
Materialwahl: Atmungsaktive, lockere Kleidung aus natürlichen Materialien bevorzugen
Waschen: Potentiell kontaminierte Textilien bei mindestens 60°C waschen
Trocknung: Wäsche vollständig trocknen, feuchte Textilien begünstigen Pilzwachstum
Separate Wäsche: Bei bestehender Infektion Kleidung getrennt waschen
Hautpflege und Körperhygiene
Eine gesunde Haut ist der beste Schutz:
- Haut immer gut trocknen, besonders zwischen den Zehen und in Hautfalten
- Schweiß schnell abtrocknen oder duschen
- Feuchtigkeitsspendende, aber nicht überfettende Hautpflege verwenden
- Bei erhöhter Schweißneigung: atmungsaktive Kleidung und häufigere Reinigung
Leben mit Ringelflechte – Praktische Tipps
Alltag während der Behandlung
Eine Hautpilz-Infektion muss nicht den kompletten Alltag lahmlegen:
Sport und Aktivitäten: Individueller Sport ist meist möglich, Kontaktsport und Schwimmen sollten bis zur Abheilung vermieden werden.
Berufsleben: Die meisten beruflichen Tätigkeiten sind möglich, bei direktem Körperkontakt mit anderen (Massage, Physiotherapie) ist Vorsicht geboten.
Soziale Kontakte: Normale sozialen Aktivitäten sind möglich, direkter Hautkontakt sollte vermieden werden.
Schutz anderer vor Ansteckung
Verantwortungsvoller Umgang zum Schutz anderer:
- Offene Kommunikation mit engen Kontaktpersonen
- Betroffene Stellen mit Kleidung oder Verbänden abdecken
- Strikte Einhaltung der Hygienemaßnahmen im Haushalt
- Separate Lagerung und Wäsche von Textilien
Psychologische Aspekte
Eine Pilzinfektion kann psychisch belastend sein:
- Information hilft gegen unbegründete Ängste
- Die sehr guten Heilungschancen betonen
- Bei starker psychischer Belastung professionelle Hilfe suchen
- Aufklärung des Umfelds kann Stigmatisierung vorbeugen
Ringelflechte bei Kindern
Besonderheiten bei Kindern
Kinder sind besonders häufig von Ringelflechte betroffen:
Ansteckungsrisiko: Enger Kontakt in Kindergarten und Schule, häufiger Umgang with Haustieren und weniger ausgeprägtes Hygienebewusstsein erhöhen das Infektionsrisiko.
Symptome: Bei Kindern können die Symptome manchmal weniger ausgeprägt sein oder atypisch verlaufen.
Verhalten: Kinder kratzen häufiger, was zu Sekundärinfektionen führen kann.
Behandlung bei Kindern
Die Behandlung von Kindern erfordert besondere Aufmerksamkeit:
- Altersgerechte Medikamente und Dosierungen verwenden
- Eltern sollten die Anwendung überwachen
- Aufklärung über das Krankheitsbild kann Ängste nehmen
- Kindergarten- oder Schulbesuch ist meist möglich, wenn die Stellen abgedeckt sind
Vorbeugung bei Kindern
Präventionsmaßnahmen für Kinder:
- Hygieneerziehung altersgerecht vermitteln
- Vorsichtiger Umgang mit Haustieren (Händewaschen nach Kontakt)
- Regelmäßige Kontrollen von Haustieren durch den Tierarzt
- Aufklärung über Ansteckungswege
Ringelflechte und Haustiere
Übertragung durch Tiere
Haustiere sind eine wichtige Infektionsquelle für Tinea corporis:
Häufigste Überträger: Katzen, Hunde, Kaninchen, Meerschweinchen und andere Kleintiere
Symptome bei Tieren: Tiere können Träger sein ohne selbst Symptome zu zeigen, oder zeigen kahle, schuppige Stellen im Fell
Besonders gefährdet: Kinder durch engeren Tierkontakt
Was tun bei Verdacht?
Bei Verdacht auf eine Pilzinfektion beim Haustier:
- Tierärztliche Untersuchung veranlassen
- Mensch und Tier gleichzeitig behandeln lassen
- Umgebung gründlich reinigen und desinfizieren
- Temporäre Kontaktbeschränkung bis zur Heilung
Häufig gestellte Fragen (FAQs)
Ist Ringelflechte ansteckend?
Ja, Ringelflechte ist hochansteckend. Die Übertragung erfolgt durch direkten Hautkontakt, kontaminierte Gegenstände oder infizierte Tiere. Die Ansteckungsgefahr besteht, solange die Infektion unbehandelt ist.
Wie lange ist man ansteckend?
Ohne Behandlung bleibt man so lange ansteckend, wie die Infektion besteht. Mit effektiver Behandlung sinkt die Ansteckungsgefahr bereits nach wenigen Tagen deutlich ab.
Kann Ringelflechte von alleine heilen?
In seltenen Fällen kann eine milde Infektion spontan abheilen, meist wird sie jedoch chronisch oder breitet sich aus. Eine gezielte Behandlung ist daher empfehlenswert.
Darf ich mit Ringelflechte schwimmen gehen?
Schwimmen sollte während der aktiven Infektion vermieden werden, um andere nicht anzustecken und die eigene Haut nicht zusätzlich zu belasten.
Wie unterscheidet sich Ringelflechte von anderen Hauterkrankungen?
Das charakteristische ringförmige Muster mit zentraler Aufhellung ist typisch für ringförmige Hautausschläge durch Pilze. Bei Unsicherheit sollte immer ein Arzt konsultiert werden.
Ist Ringelflechte gefährlich?
Ringelflechte ist in der Regel harmlos und gut behandelbar. Gefährlich wird sie nur bei ausgedehnten Infektionen oder schwerwiegenden Sekundärinfektionen.
Wie lange dauert die Behandlung?
Die Behandlungsdauer beträgt typischerweise 2-4 Wochen, manchmal länger bei hartnäckigen Fällen.
Können auch innere Organe befallen werden?
Nein, Hautpilz-Infektionen wie die Ringelflechte bleiben auf die äußeren Hautschichten beschränkt und befallen keine inneren Organe.
Bezahlt die Krankenkasse die Behandlung?
Rezeptpflichtige Medikamente werden von der Krankenkasse übernommen, rezeptfreie Präparate müssen meist selbst bezahlt werden.
Was passiert, wenn ich nicht behandle?
Unbehandelt kann sich die Infektion ausbreiten, chronisch werden oder zu Sekundärinfektionen führen. Außerdem besteht weiterhin Ansteckungsgefahr für andere.
Fazit und Zusammenfassung
Die Ringelflechte ist eine häufige, aber gut behandelbare Pilzinfektion der Haut. Charakteristische ringförmige Hautausschläge mit zentraler Aufhellung sind das Leitsymptom dieser ansteckenden Erkrankung. Mit der richtigen Diagnose und konsequenten Behandlung heilt Tinea corporis in den allermeisten Fällen vollständig ab, ohne Spätfolgen zu hinterlassen.
Die Kombination aus medikamentöser Therapie und strikten Hygienemaßnahmen ist der Schlüssel zum Behandlungserfolg. Vorbeugende Maßnahmen wie persönliche Hygiene, Vorsicht in Risikobereichen und verantwortungsvoller Umgang mit Haustieren können das Ansteckungsrisiko erheblich reduzieren.
Bei Verdacht auf eine Pilzinfektion der Haut sollte nicht gezögert werden, ärztlichen Rat einzuholen. Eine frühzeitige Behandlung verkürzt nicht nur die Leidenszeit, sondern verhindert auch die weitere Ausbreitung der Infektion. Die sehr gute Prognose der Ringelflechte sollte Betroffenen Mut machen – mit der richtigen Behandlung steht einer vollständigen Heilung nichts im Wege.
Fuente de referencia:
- Deutsche Dermatologische Gesellschaft
- Robert Koch-Institut
- Pharmazeutische Zeitung
- Deutsches Ärzteblatt
- Österreichisches Gesundheitsportal
Wichtiger medizinischer Hinweis
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