Rektale Blutung (Blut im Stuhl): Ursachen, Farben und Behandlungsmöglichkeiten
Rektale Blutungen, medizinisch auch als Hämatochezie bezeichnet, sind ein weit verbreitetes Gesundheitsproblem, das Menschen aller Altersgruppen betreffen kann. In Deutschland erleben schätzungsweise 10-20% der Bevölkerung mindestens einmal im Leben eine Form der rektalen Blutung. Während viele Fälle harmlose Ursachen wie Hämorrhoiden haben, können rektale Blutungen auch auf ernstere Erkrankungen wie Darmkrebs hinweisen.
Eine rektale Blutung bezeichnet das Auftreten von Blut im Stuhl oder am Toilettenpapier, das aus dem unteren Verdauungstrakt, insbesondere dem Rektum oder Anus, stammt. Die Blutung kann in verschiedenen Formen auftreten – von geringfügigen Blutspuren bis hin zu stärkeren Blutungen, die sofortige medizinische Aufmerksamkeit erfordern.
Dieser umfassende Ratgeber informiert Sie über die verschiedenen Ursachen rektaler Blutungen, deren Symptome, Diagnoseverfahren und Behandlungsmöglichkeiten. Wichtiger Hinweis: Bei anhaltenden oder starken Blutungen sollten Sie umgehend einen Arzt aufsuchen. Schwarzer Teerstuhl, Kreislaufprobleme oder starke Bauchschmerzen in Verbindung mit Blutungen erfordern eine sofortige notärztliche Behandlung.
Symptome und Erscheinungsformen rektaler Blutungen
Wie erkennt man rektale Blutungen?
Rektale Blutungen können sich auf verschiedene Weise bemerkbar machen. Das offensichtlichste Anzeichen ist das Auftreten von Blut auf dem Toilettenpapier nach dem Stuhlgang. Dieses Blut ist meist hellrot und deutlich sichtbar. Ebenso können Sie Blut direkt im Stuhl bemerken – entweder als Auflagerung oder vermischt mit dem Stuhl.
Ein weiteres häufiges Symptom ist das Auftreten von Blut im Toilettenwasser, das besonders nach dem Stuhlgang sichtbar wird. Das Wasser kann sich rötlich verfärben oder Blutschlieren aufweisen. Manchmal entdecken Betroffene auch Blutspuren auf ihrer Unterwäsche, die auf eine kontinuierliche, leichte Blutung hindeuten können.
Begleitsymptome einer rektalen Blutung
Rektale Blutungen treten selten isoliert auf. Häufige Begleitsymptome sind Schmerzen beim Stuhlgang, die von mild bis stark reichen können. Besonders bei Analfissuren sind die Schmerzen oft stechend und brennend. Ein anhaltender Juckreiz im Analbereich kann ebenfalls auftreten, besonders bei Hämorrhoiden.
Bauchschmerzen oder Krämpfe können auf Erkrankungen des Darms hinweisen, während Veränderungen der Stuhlgewohnheiten wie Durchfall oder Verstopfung wichtige diagnostische Hinweise liefern. Systemische Symptome wie Gewichtsverlust ohne ersichtlichen Grund, anhaltende Müdigkeit und Schwäche können auf schwerwiegendere Ursachen wie entzündliche Darmerkrankungen oder Darmkrebs hindeuten.
Blutfarben und ihre medizinische Bedeutung
Hellrotes Blut – Zeichen einer nahen Blutungsquelle
Hellrotes, frisches Blut bei einer rektalen Blutung deutet darauf hin, dass die Blutungsquelle nahe dem Ausgang des Verdauungstrakts liegt. Diese Art der Blutung, medizinisch als Hämatochezie bezeichnet, stammt typischerweise aus dem Rektum, dem Analkanal oder dem unteren Dickdarm. Das Blut hatte wenig Zeit zu gerinnen und wurde nicht durch Verdauungsenzyme verändert.
Häufige Ursachen für hellrotes Blut sind Hämorrhoiden, Analfissuren oder Entzündungen im unteren Darmbereich. Obwohl hellrotes Blut oft auf weniger schwerwiegende Ursachen hinweist, sollte es dennoch ärztlich abgeklärt werden, besonders wenn die Blutungen wiederholt auftreten oder von anderen Symptomen begleitet werden.
Dunkelrotes Blut – Blutung im mittleren Darmbereich
Dunkelrotes Blut weist auf eine Blutungsquelle im mittleren oder oberen Dickdarm hin. Das Blut hat mehr Zeit im Darm verbracht und ist daher dunkler geworden. Diese Art der Blutung kann auf Divertikulitis, entzündliche Darmerkrankungen oder Polypen hindeuten.
Dunkelrote Blutungen haben eine höhere diagnostische Bedeutung und erfordern oft eine umfassendere Untersuchung, da sie auf Erkrankungen hindeuten können, die eine spezifische medizinische Behandlung benötigen.
Schwarzer Teerstuhl (Meläna) – Warnsignal für obere Blutungen
Schwarzer, teerartiger Stuhl, medizinisch als Meläna bezeichnet, ist ein ernstes Warnsignal. Diese Verfärbung entsteht durch Blut, das aus dem oberen Verdauungstrakt stammt – Magen, Zwölffingerdarm oder oberer Dünndarm. Das Blut wurde durch Magensäure und Verdauungsenzyme zu schwarzen Eisensulfiden umgewandelt.
Meläna ist oft mit Blutungen aus Magengeschwüren, Speiseröhrenkrampfadern oder anderen schwerwiegenden Erkrankungen des oberen Verdauungstrakts verbunden. Dieser Zustand erfordert sofortige medizinische Aufmerksamkeit, da er auf potenziell lebensbedrohliche Blutungen hinweisen kann.
Okkultes Blut – Die unsichtbare Gefahr
Okkultes Blut ist mit bloßem Auge nicht sichtbar und kann nur durch spezielle Tests nachgewiesen werden. Diese versteckten Blutungen sind besonders bedeutsam für Vorsorgeuntersuchungen, da sie frühe Anzeichen von Darmkrebs oder anderen Erkrankungen sein können, bevor andere Symptome auftreten.
Die häufigsten Ursachen rektaler Blutungen
Hämorrhoiden – Die häufigste Ursache
Hämorrhoiden sind die mit Abstand häufigste Ursache für rektale Blutungen und betreffen etwa 50% der Menschen über 50 Jahre. Es handelt sich um erweiterte Venen im Bereich des Afters und des unteren Rektums, die durch erhöhten Druck entstehen.
Hämorrhoiden werden in vier Grade eingeteilt: Grad I-Hämorrhoiden bluten gelegentlich, sind aber nicht tastbar. Grad II-Hämorrhoiden treten beim Pressen hervor, ziehen sich aber spontan zurück. Grad III-Hämorrhoiden müssen manuell zurückgeschoben werden, während Grad IV-Hämorrhoiden permanent prolabiert sind.
Typische Symptome sind hellrote Blutungen, Juckreiz, Brennen und ein Fremdkörpergefühl. Risikofaktoren umfassen chronische Verstopfung, langes Sitzen, Schwangerschaft, Übergewicht und genetische Veranlagung. Die Behandlung reicht von konservativen Maßnahmen bei leichten Fällen bis hin zu minimal-invasiven Verfahren oder operativen Eingriffen bei schweren Fällen.
Analfissuren – Schmerzhafte Risse im Analkanal
Analfissuren sind kleine, längliche Risse in der Schleimhaut des Analkanals, die typischerweise durch harte Stuhlgänge oder mechanische Überdehnung entstehen. Sie verursachen charakteristische, stechende Schmerzen beim und nach dem Stuhlgang sowie hellrote Blutungen.
Unterschieden wird zwischen akuten Fissuren, die innerhalb weniger Wochen heilen können, und chronischen Fissuren, die länger als sechs Wochen bestehen. Chronische Fissuren zeigen oft zusätzliche Merkmale wie Hautanhängsel oder verhärtete Ränder.
Die Behandlung umfasst zunächst konservative Maßnahmen wie Stuhlregulierung, Sitzbäder und spezielle Salben. Bei chronischen Fissuren können minimal-invasive Verfahren oder operative Eingriffe notwendig werden.
Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (CED)
Morbus Crohn und Colitis ulcerosa sind die beiden Hauptformen chronisch-entzündlicher Darmerkrankungen, die rektale Blutungen verursachen können. Morbus Crohn kann jeden Abschnitt des Verdauungstrakts betreffen und zeigt oft segmentale Entzündungsherde, während Colitis ulcerosa kontinuierlich vom Rektum aufsteigend den Dickdarm befällt.
Beide Erkrankungen können blutige Durchfälle, Bauchschmerzen, Gewichtsverlust und extraintestinale Manifestationen verursachen. Die Diagnose erfolgt durch Kombination aus Anamnese, Laborwerten, Bildgebung und Endoskopie.
Das Langzeitmanagement erfordert eine spezialisierte gastroenterologische Betreuung und kann verschiedene Therapieansätze umfassen, die individuell auf den Patienten abgestimmt werden müssen.
Divertikulose und Divertikulitis
Divertikel sind kleine Ausstülpungen der Darmwand, die besonders im Dickdarm auftreten. Während Divertikulose meist asymptomatisch verläuft, kann eine Divertikulitis (Entzündung der Divertikel) zu Blutungen, Schmerzen und anderen Komplikationen führen.
Divertikuläre Blutungen können plötzlich und stark auftreten, hören aber oft spontan auf. Die Behandlung hängt von der Schwere ab und reicht von konservativen Maßnahmen bis hin zu endoskopischen oder chirurgischen Interventionen.
Darmpolypen – Präkanzerosen im Dickdarm
Darmpolypen sind gutartige Wucherungen der Darmschleimhaut, die jedoch ein Entartungsrisiko bergen. Adenomatöse Polypen haben das höchste Krebsrisiko, während hyperplastische Polypen meist harmlos sind.
Polypen verursachen oft keine Symptome, können aber gelegentlich bluten. Die Früherkennung durch Vorsorgeuntersuchungen ist entscheidend, da die Entfernung von Polypen das Darmkrebsrisiko erheblich reduziert.
Darmkrebs (Kolorektalkarzinom) – Die ernste Ursache
Darmkrebs ist die zweithäufigste Krebstodesursache in Deutschland und kann sich durch rektale Blutungen bemerkbar machen. Warnsignale umfassen Blut im Stuhl, veränderte Stuhlgewohnheiten, Gewichtsverlust und Bauchschmerzen.
Die Darmkrebsvorsorge beginnt in Deutschland ab dem 50. Lebensjahr für Männer und ab dem 55. Lebensjahr für Frauen. Bei familiärer Vorbelastung oder anderen Risikofaktoren können frühere Untersuchungen empfohlen werden.
Weitere Ursachen rektaler Blutungen
Angiodysplasien sind Gefäßfehlbildungen, die besonders bei älteren Menschen auftreten und zu wiederkehrenden Blutungen führen können. Infektionen durch Bakterien, Viren oder Parasiten können ebenfalls Blutungen verursachen, oft begleitet von Durchfall und Fieber.
Ischämische Kolitis entsteht durch verminderte Durchblutung des Dickdarms und betrifft hauptsächlich ältere Menschen. Strahlenproktitis kann nach Strahlentherapie im Beckenbereich auftreten und chronische Blutungen verursachen.
Bestimmte Medikamente, insbesondere Blutverdünner und entzündungshemmende Medikamente, können das Blutungsrisiko erhöhen. Patienten, die solche Medikamente einnehmen, sollten bei Auftreten von Blutungen umgehend ärztlichen Rat einholen.
Risikofaktoren für rektale Blutungen
Das Alter ist ein bedeutender Risikofaktor, da viele Ursachen rektaler Blutungen mit zunehmendem Alter häufiger werden. Eine familiäre Vorbelastung, insbesondere bei Darmkrebs oder entzündlichen Darmerkrankungen, erhöht das Risiko erheblich.
Ernährungsgewohnheiten spielen eine wichtige Rolle: Eine ballaststoffarme Ernährung führt zu chronischer Verstopfung und erhöht das Risiko für Hämorrhoiden und Analfissuren. Übergewicht und Bewegungsmangel verstärken diese Probleme zusätzlich.
Rauchen und übermäßiger Alkoholkonsum sind Risikofaktoren für verschiedene Erkrankungen des Verdauungstrakts. Chronischer Stress kann die Darmgesundheit beeinträchtigen und zu Symptomen wie Reizdarmsyndrom beitragen.
Diagnoseverfahren bei rektalen Blutungen
Anamnese und körperliche Untersuchung
Die Diagnostik beginnt mit einem ausführlichen Arzt-Patienten-Gespräch, in dem Symptome, Dauer, Begleitsymptome und Risikofaktoren erfragt werden. Die digitale rektale Untersuchung (DRU) ermöglicht die Tastuntersuchung des unteren Rektums und des Analkanals.
Laboruntersuchungen
Blutuntersuchungen können eine Anämie (Blutarmut) als Folge chronischer Blutungen aufdecken. Stuhluntersuchungen, einschließlich Tests auf okkultes Blut, helfen bei der Früherkennung von Blutungen und können Hinweise auf Infektionen liefern.
Bildgebende und endoskopische Verfahren
Die Proktoskopie ermöglicht die direkte Betrachtung des Analkanals und unteren Rektums. Die Rektoskopie und Sigmoidoskopie erweitern den Untersuchungsbereich auf den unteren Dickdarm.
Die Koloskopie (komplette Darmspiegelung) gilt als Goldstandard für die Diagnostik von Dickdarmerkrankungen. Sie ermöglicht nicht nur die Visualisierung des gesamten Dickdarms, sondern auch die Entnahme von Gewebeproben und die Entfernung von Polypen.
Alternative Verfahren wie CT- oder MRT-Kolonographie können bei Kontraindikationen für eine Koloskopie eingesetzt werden. Die Kapselendoskopie ermöglicht die Untersuchung des Dünndarms, wenn Blutungen aus diesem Bereich vermutet werden.
Zuständige Fachärzte
Der Hausarzt ist oft der erste Ansprechpartner und kann bei einfachen Fällen bereits eine Behandlung einleiten. Gastroenterologen sind Spezialisten für Erkrankungen des Verdauungstrakts und führen endoskopische Untersuchungen durch. Proktologen spezialisieren sich auf Erkrankungen des Enddarms und Afters. Bei chirurgischen Eingriffen werden entsprechende Fachärzte hinzugezogen.
Behandlungsmöglichkeiten rektaler Blutungen
Konservative Therapieansätze
Die konservative Behandlung steht oft am Anfang der Therapie und umfasst verschiedene nicht-operative Maßnahmen. Eine ballaststoffreiche Ernährung mit ausreichender Flüssigkeitszufuhr hilft, die Stuhlkonsistenz zu regulieren und Verstopfung zu vermeiden.
Sitzbäder mit warmem Wasser können Schmerzen lindern und die Heilung fördern. Spezielle Salben und Zäpfchen können lokal angewendet werden. Bei medikamentöser Behandlung ist eine ärztliche Beratung unerlässlich, da die Auswahl der Präparate von der zugrundeliegenden Ursache abhängt.
Minimal-invasive Verfahren
Bei Hämorrhoiden kommen verschiedene minimal-invasive Techniken zum Einsatz. Die Gummibandligatur ist ein bewährtes Verfahren, bei dem Hämorrhoiden mit kleinen Gummibändern abgebunden werden. Die Sklerosierung verwendet spezielle Substanzen, um Hämorrhoidengewebe zu veröden.
Infrarotkoagulation und Lasertherapie sind moderne Verfahren, die gezielt Gewebe verschließen und dabei schonend vorgehen. Diese Methoden können oft ambulant durchgeführt werden und haben kurze Erholungszeiten.
Operative Eingriffe
Bei schweren Fällen oder wenn konservative Maßnahmen nicht erfolgreich sind, können operative Eingriffe notwendig werden. Die Hämorrhoidektomie ist die chirurgische Entfernung von Hämorrhoiden, während eine Fissurektomie bei chronischen Analfissuren durchgeführt wird.
Die Polypenabtragung (Polypektomie) erfolgt meist während einer Koloskopie. Bei Darmkrebs oder schweren entzündlichen Darmerkrankungen können Darmresektionen erforderlich werden, bei denen betroffene Darmsegmente entfernt werden.
Ursachenspezifische Behandlung
Die Behandlung richtet sich immer nach der zugrundeliegenden Ursache. Entzündliche Darmerkrankungen erfordern spezielle Therapiekonzepte, die oft eine langfristige Betreuung durch Gastroenterologen beinhalten. Bei starken akuten Blutungen können notfallmäßige endoskopische oder operative Maßnahmen zur Blutstillung erforderlich werden.
Selbsthilfemaßnahmen und Prävention
Ernährungsempfehlungen
Eine ausgewogene, ballaststoffreiche Ernährung ist die Basis der Prävention. Vollkornprodukte, frisches Gemüse und Obst sollten täglich konsumiert werden. Besonders wichtig sind unlösliche Ballaststoffe, die das Stuhlvolumen vergrößern und die Darmpassage beschleunigen.
Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr von 1,5-2 Litern täglich unterstützt eine gesunde Verdauung. Probiotische Lebensmittel wie Joghurt, Kefir oder Sauerkraut können die Darmflora positiv beeinflussen und zur Darmgesundheit beitragen.
Lebensstilmodifikationen
Regelmäßige körperliche Aktivität fördert die Darmbewegung und kann Verstopfung vorbeugen. Bereits 30 Minuten moderate Bewegung täglich können einen positiven Effekt haben. Gewichtskontrolle reduziert den Druck auf die Beckenvenen und kann das Hämorrhoidenrisiko verringern.
Stressreduktion durch Entspannungstechniken, ausreichend Schlaf und Work-Life-Balance kann sich positiv auf die Darmgesundheit auswirken. Eine gute Analhygiene ist wichtig, aber übertriebene Reinigung sollte vermieden werden.
Gesunde Toilettengewohnheiten
Wichtig ist, nicht zu lange und zu stark zu pressen. Der natürliche Stuhldrang sollte nicht unterdrückt werden. Abführmittel sollten nur nach Rücksprache mit einem Arzt verwendet werden, da sie bei längerem Gebrauch die Darmfunktion beeinträchtigen können.
Was sollte vermieden werden?
Langes Sitzen, besonders auf der Toilette, erhöht den Druck auf die Hämorrhoidalvenen. Übermäßiger Alkoholkonsum und Rauchen können die Durchblutung beeinträchtigen und Entzündungsprozesse fördern. Bei bekannter Neigung zu Analproblemen sollten sehr scharfe Gewürze gemieden werden.
Wann ist ein Arztbesuch erforderlich?
Notfallsituationen – Sofort zum Arzt
Bestimmte Symptome erfordern eine sofortige medizinische Behandlung. Starke, anhaltende Blutungen, die nicht aufhören, können zu einem gefährlichen Blutverlust führen. Schwarzer Teerstuhl deutet auf eine Blutung im oberen Verdauungstrakt hin und ist ein medizinischer Notfall.
Kreislaufprobleme wie Schwindel, Schwäche oder Ohnmacht in Verbindung mit Blutungen können Zeichen eines erheblichen Blutverlusts sein. Starke Bauchschmerzen, besonders wenn sie mit Fieber einhergehen, können auf eine schwere Entzündung oder andere Komplikationen hindeuten.
Zeitnaher Arzttermin erforderlich
Wiederholte oder persistierende Blutungen sollten auch ohne akute Notfallsymptome ärztlich abgeklärt werden. Blut im Stuhl ohne erkennbare Ursache, besonders bei Menschen über 50 Jahren, erfordert eine gründliche Untersuchung.
Veränderungen der Stuhlgewohnheiten, ungewollter Gewichtsverlust oder eine familiäre Vorbelastung mit Darmkrebs sind weitere Gründe für eine zeitnahe ärztliche Konsultation.
Wichtigkeit von Vorsorgeuntersuchungen
Die Darmkrebsvorsorge ist in Deutschland ab dem 50. Lebensjahr für Männer und ab dem 55. Lebensjahr für Frauen etabliert. Bei erhöhtem Risiko durch familiäre Vorbelastung oder andere Risikofaktoren können frühere und häufigere Untersuchungen sinnvoll sein.
Häufig gestellte Fragen zu rektalen Blutungen
Ist Blut im Stuhl immer ein Zeichen für Krebs?
Nein, Blut im Stuhl ist keineswegs immer ein Anzeichen für Krebs. Die häufigsten Ursachen sind harmlose Erkrankungen wie Hämorrhoiden oder Analfissuren. Dennoch sollte jede rektale Blutung ärztlich abgeklärt werden, um ernstere Ursachen auszuschließen.
Wie viel Blut im Stuhl ist normal?
Grundsätzlich ist kein Blut im Stuhl normal. Selbst geringe Mengen sollten Anlass für eine ärztliche Untersuchung sein, da sie auf behandlungsbedürftige Erkrankungen hinweisen können.
Können Hämorrhoiden von alleine heilen?
Leichte Hämorrhoiden können sich bei entsprechender Lebensweise und konservativer Behandlung zurückbilden. Fortgeschrittene Hämorrhoiden benötigen meist eine spezifische medizinische Behandlung.
Sind rektale Blutungen bei Kindern anders zu bewerten?
Bei Kindern sind rektale Blutungen seltener und haben oft andere Ursachen als bei Erwachsenen. Häufige Ursachen sind Analfissuren durch Verstopfung oder Infektionen. Eine kinderärztliche Abklärung ist immer empfehlenswert.
Kann Stress rektale Blutungen verursachen?
Stress kann indirekt zu rektalen Blutungen beitragen, indem er Verdauungsprobleme wie Verstopfung oder entzündliche Darmerkrankungen verstärkt. Direkt verursacht Stress normalerweise keine Blutungen.
Wie lange dauert die Heilung bei rektalen Blutungen?
Die Heilungsdauer hängt stark von der Ursache ab. Einfache Analfissuren können innerhalb weniger Wochen heilen, während chronische Erkrankungen eine langfristige Behandlung erfordern können.
Sind Hausmittel bei rektalen Blutungen ausreichend?
Hausmittel wie Sitzbäder können unterstützend wirken, ersetzen aber keine ärztliche Diagnose und Behandlung. Die zugrundeliegende Ursache muss immer medizinisch abgeklärt werden.
Welche Rolle spielt die Ernährung bei rektalen Blutungen?
Eine ballaststoffreiche Ernährung ist sowohl präventiv als auch therapeutisch wichtig. Sie kann Verstopfung vorbeugen und die Heilung von Analfissuren und Hämorrhoiden unterstützen.
Können bestimmte Medikamente Blutungen verursachen?
Ja, besonders Blutverdünner und bestimmte Schmerzmittel können das Blutungsrisiko erhöhen. Patienten sollten ihren Arzt über alle eingenommenen Medikamente informieren.
Was passiert bei einer Darmspiegelung?
Eine Darmspiegelung ist ein diagnostisches Verfahren, bei dem ein flexibler Schlauch mit Kamera durch den After eingeführt wird, um den Dickdarm zu untersuchen. Der Eingriff erfolgt meist unter Sedierung und ermöglicht sowohl Diagnose als auch Behandlung.
Zusammenfassung und Fazit
Rektale Blutungen sind ein wichtiges Gesundheitssymptom, das ernst genommen werden sollte. Während die häufigsten Ursachen wie Hämorrhoiden oder Analfissuren gut behandelbar sind, können auch schwerwiegendere Erkrankungen wie Darmkrebs dahinter stehen. Die Farbe des Blutes gibt wichtige Hinweise auf die Lokalisation der Blutungsquelle.
Eine frühzeitige Diagnose ist entscheidend für eine erfolgreiche Behandlung. Moderne Diagnoseverfahren ermöglichen eine präzise Ursachenfindung, und die Behandlungsoptionen reichen von konservativen Maßnahmen bis hin zu minimal-invasiven oder operativen Eingriffen.
Präventive Maßnahmen wie eine gesunde Lebensweise, ballaststoffreiche Ernährung und regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen können das Risiko für viele Ursachen rektaler Blutungen reduzieren. Die Darmkrebsvorsorge ist dabei von besonderer Bedeutung und kann Leben retten.
Wichtiger Appell: Zögern Sie nicht, bei rektalen Blutungen einen Arzt zu konsultieren. Eine frühzeitige Abklärung kann schwerwiegende Erkrankungen ausschließen oder rechtzeitig behandeln. Ihre Gesundheit ist es wert, dass Sie bei entsprechenden Symptomen professionelle medizinische Hilfe in Anspruch nehmen.
Fuente de referencia:
- Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie (DGVS)
- Deutsche Krebsgesellschaft
- AWMF-Leitlinien
- Robert Koch-Institut
- Deutsche Gastro-Liga
Wichtiger medizinischer Hinweis
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