Stellen Sie sich vor: Ein Kollege antwortet nicht sofort auf Ihre E-Mail, und plötzlich überwältigen Sie intensive Gefühle von Ablehnung und Wertlosigkeit. Diese emotionale Überreaktion könnte ein Zeichen für Rejection Sensitive Dysphoria (RSD) sein – eine Erkrankung, die bei bis zu 99% der Menschen mit ADHS auftritt und zu extremen emotionalen Schmerzen bei vermeintlicher oder tatsächlicher Ablehnung führt.
Rejection Sensitive Dysphoria (RSD), auch als rejektionssensitive Dysphorie bekannt, beschreibt eine intensive emotionale Reaktion auf Ablehnung, Kritik oder das Gefühl des Versagens. Dieser Zustand geht weit über normale Enttäuschung hinaus und kann das Leben der Betroffenen erheblich beeinträchtigen. In diesem umfassenden Artikel erfahren Sie alles über RSD Symptome, Ursachen, den Zusammenhang mit ADHS und effective Behandlungsmöglichkeiten.
Was ist Rejection Sensitive Dysphoria (RSD)?
Rejection Sensitive Dysphoria ist eine intensive emotionale Reaktion auf tatsächliche oder vermeintliche Ablehnung, Kritik oder Versagen. Der Begriff wurde von Dr. William Dodson geprägt und setzt sich aus drei Komponenten zusammen:
- Rejection (Ablehnung): Die Erfahrung oder Wahrnehmung von Zurückweisung
- Sensitive (Sensibilität): Überempfindlichkeit gegenüber solchen Situationen
- Dysphoria (Dysphorie): Ein Zustand intensiven emotionalen Unbehagens
Im Gegensatz zu normalen Reaktionen auf Ablehnung ist RSD durch eine extreme Intensität der emotionalen Reaktion gekennzeichnet. Während die meisten Menschen Enttäuschung oder Traurigkeit empfinden mögen, erleben Menschen mit RSD überwältigende emotionale Schmerzen, die oft als unerträglich beschrieben werden.
Wichtig zu wissen ist, dass RSD keine offizielle psychiatrische Diagnose im DSM-5 oder ICD-11 darstellt, sondern eher als Teil der emotionalen Dysregulation bei ADHS verstanden wird. Dennoch ist die Erkrankung real und kann erhebliche Auswirkungen auf das Leben der Betroffenen haben.
Rejection Sensitive Dysphoria Symptome
Die Symptome von RSD sind vielfältig und betreffen verschiedene Lebensbereiche. Sie lassen sich in emotionale, kognitive, verhaltensbedingte und körperliche Symptome unterteilen.
Emotionale Symptome
Die emotionalen RSD Symptome sind oft am deutlichsten spürbar und können extrem intensiv sein:
- Intensive emotionale Schmerzen: Betroffene beschreiben die emotionalen Schmerzen oft als körperlich spürbar und überwältigend
- Plötzliche Stimmungswechsel: Schnelle Übergänge zwischen verschiedenen emotionalen Zuständen
- Tiefe Traurigkeit und Verzweiflung: Gefühle der Hoffnungslosigkeit, die unverhältnismäßig zur auslösenden Situation stehen
- Intensive Wut und Gereiztheit: Explosive Wutreaktionen als Reaktion auf vermeintliche Ablehnung
- Überwältigende Scham- und Schuldgefühle: Selbstvorwürfe und das Gefühl, nicht gut genug zu sein
- Gefühle von Wertlosigkeit: Tiefe Zweifel am eigenen Wert als Person
Kognitive Symptome
RSD beeinflusst auch das Denken und die Wahrnehmung erheblich:
- Katastrophisierendes Denken: Die Neigung, das Schlimmste anzunehmen und Situationen zu dramatisieren
- Überinterpretation neutraler Signale: Neutrale Gesichtsausdrücke oder Tonlagen werden als Ablehnung interpretiert
- Exzessives Grübeln: Endlose Gedankenschleifen über vermeintliche Fehler oder Ablehnungen
- Negative Selbstgespräche: Ständige innere Kritik und Selbstabwertung
- Verlust der Perspektive: Schwierigkeiten, Situationen realistisch einzuschätzen
Verhaltens-Symptome
RSD führt oft zu charakteristischen Verhaltensmustern:
- Sozialer Rückzug: Vermeidung sozialer Situationen aus Angst vor Ablehnung
- Risikovermeidung: Verzicht auf neue Herausforderungen oder Möglichkeiten
- People-Pleasing: Ständige Bemühungen, anderen zu gefallen, um Ablehnung zu vermeiden
- Extremer Perfektionismus: Unrealistisch hohe Standards, um Kritik zu vermeiden
- Impulsive Reaktionen: Vorschnelle Entscheidungen wie das Beenden von Beziehungen oder Jobs
- Prokrastination: Aufschieben von Aufgaben aus Angst vor Versagen
Körperliche Symptome
RSD kann sich auch körperlich manifestieren:
- Erhöhter Puls und Herzrasen
- Engegefühl in der Brust
- Schweißausbrüche und Zittern
- Magen-Darm-Beschwerden
- Kopfschmerzen und Verspannungen
RSD und ADHS: Der Zusammenhang
Der Zusammenhang zwischen RSD und ADHS ist besonders eng. Studien zeigen, dass fast alle Menschen mit ADHS auch von rejektionssensitiver Dysphorie betroffen sind.
Warum tritt RSD häufig bei ADHS auf?
Die Verbindung zwischen RSD ADHS hat mehrere neurologische und psychologische Ursachen:
Neurologische Grundlagen: Menschen mit ADHS haben oft eine andere Gehirnstruktur und -funktion, besonders in Bereichen, die für die Emotionsregulation zuständig sind. Der präfrontale Kortex, der bei der Impulskontrolle und emotionalen Regulation eine wichtige Rolle spielt, ist bei ADHS oft unteraktiv.
Neurotransmitter-Dysbalance: Die bei ADHS häufige Dysregulation von Dopamin und Noradrenalin kann auch die emotionale Verarbeitung beeinträchtigen und zu einer erhöhten Sensibilität für Ablehnung führen.
Ablehnung und ADHS im Lebensverlauf
Menschen mit ADHS sammeln oft von Kindheit an Erfahrungen mit Ablehnung ADHS:
- Schulerfahrungen: Häufige Kritik wegen Unaufmerksamkeit, Hyperaktivität oder impulsivem Verhalten
- Soziale Herausforderungen: Schwierigkeiten bei der Bildung und Aufrechterhaltung von Freundschaften
- Familiäre Spannungen: Konflikte aufgrund von ADHS-bedingten Verhaltensweisen
- Berufliche Rückschläge: Probleme am Arbeitsplatz durch ADHS-Symptome
Diese wiederholten Erfahrungen können eine erhöhte Sensibilität für Ablehnung entwickeln und RSD verstärken.
Emotionale Dysregulation bei ADHS
Emotionale Dysregulation ist ein häufiges, aber oft übersehenes Symptom von ADHS. RSD ist ein spezifischer Aspekt dieser breiteren emotionalen Dysregulation, der sich besonders auf Ablehnung und Versagen konzentriert.
Weitere Aspekte der emotionalen Dysregulation bei ADHS umfassen:
- Schwierigkeiten bei der Emotionsregulation
- Intensive emotionale Reaktionen auf verschiedene Triggers
- Probleme beim Umgang mit Frustration
- Stimmungsschwankungen
Ursachen von RSD
Die Ursachen von Rejection Sensitive Dysphoria sind multifaktoriell und umfassen neurologische, genetische, umweltbedingte und psychologische Faktoren.
Neurologische Faktoren
Die Gehirnstruktur und -funktion spielen eine wichtige Rolle bei der Entwicklung von RSD:
- Amygdala-Aktivität: Eine überaktive Amygdala kann zu verstärkten emotionalen Reaktionen führen
- Präfrontaler Kortex: Eine unteraktive präfrontale Rinde kann die Fähigkeit zur emotionalen Regulation beeinträchtigen
- Neurotransmitter: Dysregulation von Dopamin, Noradrenalin und Serotonin kann die emotionale Verarbeitung beeinflussen
Genetische Faktoren
RSD scheint eine erbliche Komponente zu haben:
- ADHS selbst hat eine starke genetische Komponente
- Emotionale Sensibilität kann in Familien vererbt werden
- Bestimmte Genvarianten können die Anfälligkeit für emotionale Dysregulation erhöhen
Umweltfaktoren
Erfahrungen in der Kindheit und im späteren Leben können RSD verstärken:
- Frühe Kindheitserfahrungen: Vernachlässigung oder inkonsistente Betreuung
- Erziehungsstil: Übermäßige Kritik oder hohe Erwartungen
- Traumatische Erlebnisse: Mobbing, Missbrauch oder andere traumatische Ereignisse
- Chronische Kritik: Wiederholte negative Rückmeldungen in Schule, Familie oder Beruf
Psychologische Faktoren
Bestimmte psychologische Faktoren können das Risiko für RSD erhöhen:
- Unsichere Bindung: Problematische frühe Beziehungen zu Bezugspersonen
- Niedriges Selbstwertgefühl: Negative Selbstwahrnehmung und Selbstzweifel
- Komorbiditäten: Begleitende Angststörungen oder Depressionen
Diagnose von RSD
Die Diagnose von RSD kann herausfordernd sein, da es sich nicht um eine offizielle psychiatrische Diagnose handelt. Dennoch gibt es Möglichkeiten, RSD zu identifizieren und von anderen Erkrankungen abzugrenzen.
Selbst-Assessment: Folgende Fragen können bei der Selbsteinschätzung hilfreich sein:
- Reagieren Sie extrem emotional auf Kritik oder Ablehnung?
- Interpretieren Sie neutrale Reaktionen oft als Ablehnung?
- Vermeiden Sie Situationen aus Angst vor Zurückweisung?
- Haben Sie das Gefühl, dass Ihre emotionalen Reaktionen unverhältnismäßig stark sind?
- Beeinträchtigen diese Reaktionen Ihr tägliches Leben erheblich?
Professionelle Bewertung: Psychiater und Psychologen mit Erfahrung in ADHS können RSD erkennen und bewerten. Sie führen ausführliche Gespräche und nutzen standardisierte Fragebögen zur Einschätzung der Symptome.
Differentialdiagnose: RSD muss von anderen Erkrankungen abgegrenzt werden:
- Borderline-Persönlichkeitsstörung: Ähnliche emotionale Instabilität, aber breiteres Symptomspektrum
- Soziale Angststörung: Angst vor sozialen Situationen, aber weniger intensive emotionale Reaktionen
- Depression: Traurigkeit und Hoffnungslosigkeit, aber nicht spezifisch auf Ablehnung fokussiert
- Komplexe PTBS: Trauma-bedingte emotionale Dysregulation
RSD Behandlung: Therapieoptionen
Die Behandlung von RSD ist ein wichtiger Schritt zur Verbesserung der Lebensqualität. Es gibt verschiedene therapeutische Ansätze, die einzeln oder in Kombination eingesetzt werden können.
Psychotherapeutische Ansätze
1. Kognitive Verhaltenstherapie (KVT)
Die KVT ist ein bewährter Ansatz für die RSD Behandlung:
- Umstrukturierung negativer Gedankenmuster: Erlernen realistischerer Denkweisen
- Expositionstherapie: Schrittweise Konfrontation mit gefürchteten Situationen
- Bewältigungsstrategien: Entwicklung praktischer Techniken für den Umgang mit RSD-Symptomen
2. Dialektisch-Behaviorale Therapie (DBT)
DBT bietet spezielle Techniken für emotionale Dysregulation:
- Emotionsregulationstechniken: Strategien zur Kontrolle intensiver Emotionen
- Achtsamkeitstraining: Entwicklung von Bewusstsein für gegenwärtige Erfahrungen
- Distresstoleranz-Skills: Fähigkeiten zum Umgang mit belastenden Situationen
3. Schema-Therapie
Dieser Ansatz adressiert tieferliegende emotionale Muster:
- Identifikation früher maladaptiver Schemata
- Heilung emotionaler Wunden aus der Kindheit
- Entwicklung gesünderer Bewältigungsstrategien
4. ADHS-Coaching
Spezialisiertes Coaching kann praktische Unterstützung bieten:
- Entwicklung von Alltagsstrategien
- Verbesserung von Organisationsfähigkeiten
- Aufbau von Selbstmanagement-Skills
Medikamentöse Behandlung
Medikamente können bei RSD hilfreich sein, sollten aber immer unter ärztlicher Aufsicht eingesetzt werden. Wichtig: Jede medikamentöse Behandlung muss unbedingt mit einem Facharzt besprochen werden. Nehmen Sie niemals Medikamente ohne professionelle medizinische Beratung ein.
Verschiedene Medikamentengruppen können bei der Behandlung von RSD in Betracht gezogen werden:
- ADHS-Medikamente: Können die zugrunde liegende emotionale Dysregulation verbessern
- Andere Medikamentengruppen: Je nach individueller Situation können verschiedene Ansätze erwogen werden
- Kombinationstherapie: Oft ist eine Kombination aus Medikation und Psychotherapie am wirksamsten
Ein erfahrener Psychiater kann die beste medikamentöse Strategie für Ihre individuelle Situation entwickeln.
Selbsthilfe-Strategien
1. Achtsamkeit und Meditation
Regelmäßige Achtsamkeitspraxis kann helfen:
- Emotionale Reaktionen besser zu kontrollieren
- Im gegenwärtigen Moment zu bleiben
- Automatische Gedankenmuster zu durchbrechen
2. Emotionsregulations-Techniken
- STOP-Technik: Stop – Take a breath – Observe – Proceed mindfully
- Grounding-Übungen: Techniken zur Erdung bei emotionaler Überwältigung
- Atemtechniken: Bewusste Atmung zur Beruhigung des Nervensystems
3. Reframing-Techniken
- Perspektivenwechsel üben
- Realitäts-Checks durchführen
- Alternative Interpretationen von Situationen entwickeln
4. Selbstmitgefühl entwickeln
- Freundlicher innerer Dialog
- Akzeptanz eigener Unperfektion
- Mitgefühlsmeditation
5. Journaling
- Gedanken und Emotionen schriftlich verarbeiten
- Muster und Trigger erkennen
- Fortschritte dokumentieren
Lifestyle-Anpassungen
Bestimmte Lebensstiländerungen können RSD-Symptome verbessern:
- Regelmäßiger Schlaf: Ausreichend Schlaf ist für die emotionale Regulation wichtig
- Bewegung und Sport: Körperliche Aktivität kann die Stimmung stabilisieren
- Ausgewogene Ernährung: Stable Blutzuckerspiegel unterstützen emotionale Stabilität
- Stressmanagement: Techniken zur Stressreduktion erlernen
- Substanzkonsum reduzieren: Alkohol und übermäßiges Koffein können Symptome verstärken
Bewältigungsstrategien im Alltag
Akut-Strategien bei RSD-Episoden
Wenn Sie eine RSD-Episode erleben, können folgende Sofortmaßnahmen helfen:
5-4-3-2-1 Grounding-Technik:
- 5 Dinge benennen, die Sie sehen können
- 4 Dinge, die Sie hören können
- 3 Dinge, die Sie berühren können
- 2 Dinge, die Sie riechen können
- 1 Ding, das Sie schmecken können
Notfall-Toolkit erstellen:
- Liste beruhigender Aktivitäten
- Kontaktdaten vertrauensvoller Personen
- Positive Erinnerungen oder Affirmationen
- Entspannungsmusik oder -apps
Präventive Strategien
- Trigger identifizieren: Situationen erkennen, die RSD auslösen
- Support-System aufbauen: Vertrauenspersonen informieren und um Unterstützung bitten
- Realistische Erwartungen setzen: Perfektionistische Ansprüche reduzieren
- Selbstfürsorge praktizieren: Regelmäßige Zeit für Erholung und Entspannung
Kommunikationsstrategien
- Offene Gespräche: Partner und Familie über RSD aufklären
- Grenzen setzen: Eigene Bedürfnisse kommunizieren
- Konkrete Rückmeldung erfragen: Um spezifisches, konstruktives Feedback bitten
- Missverständnisse klären: Bei Unsicherheit nachfragen
Berufsleben mit RSD
- Umgang mit Kritik: Feedback als Lernmöglichkeit betrachten
- Realistische Selbsteinschätzung: Eigene Stärken und Schwächen anerkennen
- Unterstützung am Arbeitsplatz: Bei Bedarf Vorgesetzte über ADHS/RSD informieren
- Stressmanagement: Pausen einhalten und Überforderung vermeiden
RSD bei Kindern und Jugendlichen
RSD kann bereits in jungen Jahren auftreten und sich bei Kindern und Jugendlichen anders manifestieren als bei Erwachsenen.
Besonderheiten bei jungen Menschen:
- Entwicklungsbedingte Faktoren: Das sich entwickelnde Gehirn reagiert besonders sensitiv
- Schulische Herausforderungen: Leistungsdruck und soziale Dynamiken verstärken RSD
- Identitätsfindung: Ablehnung wird oft als Bedrohung der sich formenden Identität erlebt
- Peer-Beziehungen: Freundschaften haben enormen Einfluss auf das emotionale Wohlbefinden
Unterstützung für Eltern:
- Verständnis und Validierung der emotionalen Erfahrungen
- Professionelle Hilfe frühzeitig suchen
- Kommunikation mit Lehrern und Schulpersonal
- Stabile, unterstützende Familienumgebung schaffen
Schulische Interventionen:
- Aufklärung des Lehrpersonals über RSD und ADHS
- Anpassungen bei Leistungsbewertungen
- Unterstützung bei sozialen Interaktionen
- Krisenintervention bei akuten Episoden
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Ist RSD eine offizielle Diagnose?
Nein, RSD ist keine offizielle psychiatrische Diagnose im DSM-5 oder ICD-11. Es wird jedoch als wichtiger Aspekt der emotionalen Dysregulation bei ADHS anerkannt und von vielen Experten als eigenständiges Phänomen betrachtet.
Kann man RSD ohne ADHS haben?
Obwohl RSD am häufigsten bei Menschen mit ADHS auftritt, können ähnliche Symptome auch bei anderen Erkrankungen oder als eigenständiges Problem auftreten. Eine professionelle Bewertung ist wichtig für eine genaue Einschätzung.
Wie unterscheidet sich RSD von einer Borderline-Persönlichkeitsstörung?
Während beide Erkrankungen emotionale Instabilität beinhalten, ist RSD spezifisch auf Ablehnung und Versagen fokussiert. Borderline-Persönlichkeitsstörung umfasst ein breiteres Spektrum von Symptomen, einschließlich Beziehungsinstabilität und Identitätsproblemen.
Verschwindet RSD irgendwann?
RSD kann sich mit angemessener Behandlung und Bewältigungsstrategien deutlich verbessern. Während die Sensibilität möglicherweise bestehen bleibt, können die Auswirkungen auf das tägliche Leben erheblich reduziert werden.
Wie kann ich jemandem mit RSD helfen?
Zeigen Sie Verständnis, validieren Sie die Gefühle der Person, vermeiden Sie Kritik in emotionalen Momenten, und ermutigen Sie zur professionellen Hilfe. Informieren Sie sich über RSD, um besser zu verstehen, was die Person durchmacht.
Ist RSD heilbar?
Während RSD möglicherweise nicht vollständig „heilbar“ ist, kann es sehr gut behandelt werden. Mit den richtigen Strategien und Unterstützung können Menschen mit RSD ein erfülltes Leben führen.
Wo finde ich in Deutschland Hilfe bei RSD?
Wenden Sie sich an Psychiater oder Psychologen mit ADHS-Spezialisierung. Die Kassenärztlichen Vereinigungen können Ihnen bei der Therapeutensuche helfen. Selbsthilfegruppen und Organisationen wie ADHS Deutschland e.V. bieten ebenfalls Unterstützung.
Übernimmt die Krankenkasse die Behandlung?
Die Behandlung der zugrunde liegenden ADHS und damit verbundener Symptome wird in der Regel von den Krankenkassen übernommen. Psychotherapie bei anerkannten Störungsbildern ist kassenfinanziert.
Professionelle Hilfe finden
Bei RSD-Symptomen ist professionelle Hilfe wichtig. In Deutschland gibt es verschiedene Anlaufstellen:
ADHS-Spezialisten:
- Psychiater und Psychologen mit ADHS-Schwerpunkt
- ADHS-Zentren in größeren Städten
- Universitätskliniken mit ADHS-Ambulanzen
Therapeutensuche:
- Kassenärztliche Vereinigungen der Bundesländer
- Terminservicestellen (Telefon: 116 117)
- Online-Therapeutensuche der Psychotherapeutenkammer
Selbsthilfe und Unterstützung:
- ADHS Deutschland e.V.
- Lokale Selbsthilfegruppen
- Online-Communities und Foren
Notfall-Kontakte:
- Telefonseelsorge: 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222
- Nummer gegen Kummer: 116 111 (für Kinder und Jugendliche)
- Kriseninterventionszentren in größeren Städten
Wissenschaftlicher Ausblick und Forschung
Die Forschung zu RSD befindet sich noch in den Anfangsstadien, aber das Interesse der Wissenschaft wächst stetig.
Aktuelle Forschungsrichtungen:
- Neurobiologische Grundlagen von RSD
- Zusammenhang zwischen ADHS und emotionaler Dysregulation
- Wirksamkeit verschiedener Behandlungsansätze
- Entwicklung spezifischer Interventionen für RSD
Zukunftsaussichten:
- Mögliche Anerkennung als eigenständige Diagnose
- Entwicklung RSD-spezifischer Therapien
- Besseres Verständnis der neurobiologischen Mechanismen
- Frühere Identifikation und Intervention
Fazit
Rejection Sensitive Dysphoria ist eine reale und oft belastende Erkrankung, die das Leben von Menschen mit ADHS erheblich beeinträchtigen kann. Die intensiven emotionalen Reaktionen auf Ablehnung oder Versagen sind nicht einfach „Überempfindlichkeit“, sondern ein neurobiologisch begründetes Phänomen, das ernst genommen werden muss.
Die wichtigsten Erkenntnisse:
- RSD ist behandelbar: Mit den richtigen therapeutischen Ansätzen und Strategien können die Symptome erheblich verbessert werden
- Früherkennung ist wichtig: Je früher RSD identifiziert wird, desto besser sind die Behandlungschancen
- Multifaktorieller Ansatz: Die Kombination aus Psychotherapie, möglicherweise Medikation, Selbsthilfestrategien und Lifestyle-Anpassungen ist oft am wirksamsten
- Support-System ist entscheidend: Familie, Freunde und professionelle Helfer spielen eine wichtige Rolle bei der Bewältigung
- Selbstmitgefühl entwickeln: Der Weg zu einem besseren Umgang mit RSD beginnt oft mit Selbstakzeptanz und -mitgefühl
Wenn Sie vermuten, dass Sie oder ein Ihnen nahestehender Mensch von RSD betroffen sind, zögern Sie nicht, professionelle Hilfe zu suchen. Mit der richtigen Unterstützung und den geeigneten Strategien ist ein erfülltes Leben trotz RSD möglich.
Denken Sie daran: Sie sind nicht allein mit diesen Erfahrungen, und es gibt Hilfe. Der erste Schritt zur Besserung ist oft das Verstehen und Anerkennen dessen, was Sie durchmachen. Mit Geduld, den richtigen Werkzeugen und professioneller Unterstützung können Sie lernen, mit RSD umzugehen und Ihre emotionale Gesundheit zu verbessern.
Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich der Information und ersetzt keine professionelle medizinische Beratung. Bei Symptomen oder Verdacht auf RSD wenden Sie sich an einen qualifizierten Arzt oder Psychologen.
Fuente de referencia:
- National Institute of Mental Health – ADHD
- ADHS Deutschland e.V.
- Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie
- Bundespsychotherapeutenkammer
- Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften
Wichtiger medizinischer Hinweis
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