Hyperlipidämie (Erhöhte Blutfettwerte): Ursachen, Symptome & Diagnose
Erhöhte Blutfettwerte, medizinisch als Hyperlipidämie oder Fettstoffwechselstörung bezeichnet, betreffen in Deutschland etwa jeden dritten Erwachsenen. Diese häufige Erkrankung bleibt oft unbemerkt, kann jedoch schwerwiegende Folgen für Ihre Gesundheit haben. In diesem umfassenden Ratgeber erfahren Sie alles Wichtige über hohe Cholesterinwerte und Hypercholesterinämie – von den Ursachen über die Diagnose bis hin zu effektiven Behandlungsmöglichkeiten.
Was ist Hyperlipidämie?
Hyperlipidämie beschreibt einen krankhaften Anstieg der Lipide (Fette) im Blut. Diese Fettstoffwechselstörung betrifft verschiedene Blutfettwerte, insbesondere Cholesterin und Triglyceride. Während unser Körper Cholesterin für wichtige Funktionen wie die Produktion von Hormonen und Zellmembranen benötigt, wird ein Übermaß zum Gesundheitsrisiko.
Erhöhte Blutfettwerte sind gefährlich, weil sie zur Entstehung von Arteriosklerose führen können – einer Verkalkung und Verengung der Arterien. Dies erhöht das Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall und andere Herz-Kreislauf-Erkrankungen erheblich. Studien zeigen, dass in Deutschland etwa 75% der über 40-Jährigen erhöhte Cholesterinwerte aufweisen.
Die verschiedenen Arten von Lipiden im Blut
Nicht alle Blutfette sind gleich. Man unterscheidet verschiedene Arten von Lipiden:
- LDL-Cholesterin („schlechtes“ Cholesterin): Transportiert Cholesterin zu den Körperzellen und kann sich bei hohen Werten in den Arterienwänden ablagern
- HDL-Cholesterin („gutes“ Cholesterin): Transportiert überschüssiges Cholesterin zur Leber zurück und wirkt schützend
- Triglyceride: Energiespeicher des Körpers, bei hohen Werten erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen
- VLDL-Cholesterin: Transportiert hauptsächlich Triglyceride und kann zu LDL umgewandelt werden
- Gesamtcholesterin: Die Summe aller Cholesterinfraktionen im Blut
Ursachen der Hyperlipidämie
Die Ursachen für erhöhte Blutfettwerte lassen sich in zwei Hauptkategorien unterteilen: primäre (genetisch bedingte) und sekundäre (erworbene) Hyperlipidämie.
Primäre (genetische) Hyperlipidämie
Bei der primären Hyperlipidämie liegt eine angeborene Fettstoffwechselstörung vor. Die häufigsten Formen sind:
- Familiäre Hypercholesterinämie: Eine erbliche Erkrankung, bei der extrem hohe LDL-Cholesterinwerte auftreten
- Familiäre kombinierte Hyperlipidämie: Erhöhung mehrerer Blutfettwerte gleichzeitig
- Familiäre Hypertriglyceridämie: Primär erhöhte Triglyceridwerte
Diese genetischen Formen werden meist autosomal dominant vererbt, das bedeutet, dass bereits ein defektes Gen von einem Elternteil ausreicht, um die Erkrankung auszulösen.
Sekundäre Hyperlipidämie
Die sekundäre Hyperlipidämie entsteht durch externe Faktoren und Erkrankungen:
Ernährungsbedingte Ursachen
- Übermäßiger Konsum gesättigter Fette (rotes Fleisch, Butter, Käse)
- Trans-Fette in verarbeiteten Lebensmitteln
- Hoher Konsum einfacher Kohlenhydrate und Zucker
- Übermäßiger Alkoholkonsum, besonders bei erhöhten Triglyceriden
Lebensstilbedingte Faktoren
- Bewegungsmangel und sitzende Lebensweise
- Übergewicht und Adipositas
- Rauchen, das besonders das HDL-Cholesterin senkt
- Chronischer Stress
Erkrankungen als Ursache
Verschiedene Grunderkrankungen können zu erhöhten Blutfettwerten führen:
- Diabetes mellitus Typ 2
- Hypothyreose (Schilddrüsenunterfunktion)
- Nierenerkrankungen, insbesondere das nephrotische Syndrom
- Lebererkrankungen
- Polyzystisches Ovarsyndrom (PCOS)
Medikamente
Bestimmte Medikamente können als Nebenwirkung die Blutfettwerte erhöhen. Bei entsprechenden Medikamenten sollten die Blutfettwerte regelmäßig kontrolliert werden. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie Bedenken bezüglich Ihrer Medikation haben.
Symptome und Anzeichen
Die „stille Krankheit“
Hyperlipidämie wird oft als „stille Krankheit“ bezeichnet, da erhöhte Blutfettwerte zunächst keine direkten Symptome verursachen. Dies macht die Erkrankung besonders tückisch, da sie über Jahre unentdeckt bleiben kann, während sich bereits Schäden in den Blutgefäßen entwickeln.
Aus diesem Grund sind regelmäßige Blutuntersuchungen zur Kontrolle der Lipidwerte besonders wichtig – auch ohne offensichtliche Beschwerden.
Sichtbare Anzeichen bei stark erhöhten Werten
Bei sehr hohen Cholesterinwerten können manchmal sichtbare Zeichen auftreten:
- Xanthome: Gelbliche Fettablagerungen unter der Haut, besonders an Sehnen und Gelenken
- Xanthelasmen: Gelbliche Ablagerungen um die Augenlider herum
- Arcus lipoides corneae: Ein weißlicher Ring um die Hornhaut des Auges
- Lipämia retinalis: Milchig-weiße Erscheinung der Netzhautgefäße bei sehr hohen Triglyceriden
Symptome von Folgeerkrankungen
Oft werden erhöhte Blutfettwerte erst durch Symptome ihrer Folgeerkrankungen entdeckt:
- Angina pectoris (Brustschmerzen bei körperlicher Belastung)
- Claudicatio intermittens (Schaufensterkrankheit) – Schmerzen in den Beinen beim Gehen
- Plötzliche Sprach- oder Sehstörungen als Warnzeichen für einen Schlaganfall
- Atemnot und verminderte Belastbarkeit
Risikofaktoren
Die Wahrscheinlichkeit für die Entwicklung einer Hyperlipidämie wird durch verschiedene Faktoren beeinflusst, die sich in beeinflussbare und nicht beeinflussbare Risikofaktoren unterteilen lassen.
Nicht beeinflussbare Risikofaktoren
- Alter: Das Risiko steigt mit dem Alter (Männer ab 45, Frauen ab 55 Jahren)
- Geschlecht: Männer haben ein höheres Risiko, Frauen sind nach den Wechseljahren stärker betroffen
- Familiäre Vorbelastung: Genetische Veranlagung spielt eine wichtige Rolle
- Ethnizität: Bestimmte Bevölkerungsgruppen haben ein erhöhtes Risiko
Beeinflussbare Risikofaktoren
- Ungesunde Ernährungsgewohnheiten
- Übergewicht und Adipositas
- Bewegungsmangel
- Rauchen
- Übermäßiger Alkoholkonsum
- Schlechtes Stressmanagement
- Unzureichender Schlaf
Diagnose der Hyperlipidämie
Blutuntersuchungen (Lipidprofil)
Die Diagnose einer Hyperlipidämie erfolgt durch eine Blutuntersuchung, bei der ein vollständiges Lipidprofil erstellt wird. Dabei werden folgende Werte gemessen:
- Gesamtcholesterin
- LDL-Cholesterin („schlechtes“ Cholesterin)
- HDL-Cholesterin („gutes“ Cholesterin)
- Triglyceride
- Verhältnis Gesamtcholesterin zu HDL-Cholesterin
Vorbereitung auf die Blutuntersuchung
Früher war eine 12-stündige Nüchternphase vor der Blutentnahme Standard. Aktuelle Empfehlungen zeigen jedoch, dass für die meisten Parameter eine Nüchternblutentnahme nicht zwingend erforderlich ist. Lediglich für die Triglyceridmessung kann eine Nüchternentnahme sinnvoll sein. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über die beste Vorgehensweise.
Normalwerte und Zielwerte
Die folgende Tabelle zeigt die aktuellen Referenzbereiche für Blutfettwerte:
| Parameter | Zielwert | mmol/l |
|---|---|---|
| Gesamtcholesterin | < 200 mg/dl | < 5,2 mmol/l |
| LDL-Cholesterin | < 115 mg/dl | < 3,0 mmol/l |
| HDL-Cholesterin (Männer) | > 40 mg/dl | > 1,0 mmol/l |
| HDL-Cholesterin (Frauen) | > 48 mg/dl | > 1,2 mmol/l |
| Triglyceride | < 150 mg/dl | < 1,7 mmol/l |
Risikoklassifizierung
Basierend auf den Lipidwerten und zusätzlichen Risikofaktoren werden Patienten in verschiedene Risikogruppen eingeteilt:
- Niedriges Risiko: Wenige Risikofaktoren, normale Lipidwerte
- Moderates Risiko: Mehrere Risikofaktoren oder leicht erhöhte Werte
- Hohes Risiko: Deutlich erhöhte Werte oder zusätzliche Erkrankungen
- Sehr hohes Risiko: Bereits bestehende Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder sehr hohe Werte
Zur Risikoberechnung wird oft der SCORE2-Algorithmus verwendet, der verschiedene Faktoren berücksichtigt und das 10-Jahres-Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen berechnet.
Weiterführende Diagnostik
Bei der Diagnosestellung sind weitere Untersuchungen wichtig:
- Ausführliche Familienanamnese bezüglich Herz-Kreislauf-Erkrankungen
- Körperliche Untersuchung auf Zeichen einer Hyperlipidämie
- Untersuchung auf mögliche Grunderkrankungen
- Bei Verdacht auf familiäre Hypercholesterinämie: genetische Tests
Komplikationen und Folgeerkrankungen
Unbehandelte Hyperlipidämie kann zu schwerwiegenden gesundheitlichen Komplikationen führen. Die wichtigste Folge ist die Entwicklung der Arteriosklerose – einer fortschreitenden Verkalkung und Verengung der Arterien.
Herz-Kreislauf-Erkrankungen
- Arteriosklerose: Ablagerung von Cholesterin und anderen Substanzen in den Arterienwänden
- Koronare Herzkrankheit (KHK): Verengung der Herzkranzgefäße
- Herzinfarkt: Verschluss eines Herzkranzgefäßes
- Herzinsuffizienz: Schwächung der Herzpumpfunktion
Schlaganfall
Erhöhte Blutfettwerte erhöhen das Risiko für:
- Ischämischen Schlaganfall durch Verstopfung einer Hirnarterie
- Transitorische ischämische Attacken (TIA) als Vorbote eines Schlaganfalls
Periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK)
Durchblutungsstörungen in den Beinen können zu:
- Schmerzen beim Gehen (Claudicatio intermittens)
- Schlechter Wundheilung
- Im schlimmsten Fall zu Amputationen
Weitere Komplikationen
- Nierenarterienstenose (Verengung der Nierenarterie)
- Akute Pankreatitis bei sehr hohen Triglyceriden (>1000 mg/dl)
- Erhöhtes Risiko für Demenz und kognitive Beeinträchtigungen
Behandlung und Therapie
Die Behandlung der Hyperlipidämie basiert auf einem stufenweisen Ansatz, der mit Lebensstilmodifikationen beginnt und bei Bedarf durch Medikamente ergänzt wird.
Lebensstilmodifikation als Basis
Lebensstiländerungen stellen die Grundlage jeder Therapie dar. Zunächst wird üblicherweise eine 3-6-monatige Phase der Lebensstiloptimierung empfohlen, bevor medikamentöse Therapien eingeleitet werden.
Ernährungsumstellung
Eine herzgesunde Ernährung kann die Cholesterinwerte um 10-15% senken:
Empfohlene Ernährung:
- Mediterrane Diät: Reich an Olivenöl, Fisch, Gemüse und Vollkornprodukten
- DASH-Diät: Betont Obst, Gemüse und fettarme Milchprodukte
- Vollkornprodukte: Anstelle von Weißmehlprodukten
- Omega-3-Fettsäuren: Fetter Fisch 2-3x pro Woche (Lachs, Makrele, Hering)
- Nüsse und Samen: Eine Handvoll täglich
- Obst und Gemüse: 5 Portionen täglich
Zu vermeidende Lebensmittel:
- Trans-Fette in verarbeiteten Lebensmitteln
- Gesättigte Fette reduzieren (weniger als 7% der täglichen Kalorien)
- Verarbeitete Lebensmittel und Fertiggerichte
- Zucker und stark verarbeitete Kohlenhydrate
- Übermäßiger Alkoholkonsum
Ballaststoffe
Lösliche Ballaststoffe können LDL-Cholesterin um 5-10% senken:
- Hafer und Haferflocken
- Hülsenfrüchte (Bohnen, Linsen, Erbsen)
- Äpfel, Zitrusfrüchte
- Empfohlene Tagesmenge: 25-35 Gramm
Körperliche Aktivität
Regelmäßige Bewegung kann HDL-Cholesterin erhöhen und LDL-Cholesterin sowie Triglyceride senken:
- Mindestens 150 Minuten moderate Aktivität pro Woche
- Oder 75 Minuten intensive Aktivität
- Ausdauertraining: Gehen, Joggen, Radfahren, Schwimmen
- Krafttraining: 2x pro Woche
- Alltagsbewegung erhöhen: Treppe statt Aufzug, zu Fuß gehen
Gewichtsreduktion
Bei Übergewicht kann bereits eine Gewichtsabnahme von 5-10% die Blutfettwerte deutlich verbessern. Pro verlorenem Kilogramm kann das LDL-Cholesterin um etwa 0,8 mg/dl sinken.
Raucherentwöhnung
Rauchen senkt das HDL-Cholesterin und erhöht das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erheblich. Der Rauchstopp ist eine der wichtigsten Maßnahmen zur Risikoreduktion.
Alkohol reduzieren
Übermäßiger Alkoholkonsum erhöht die Triglyceride. Die empfohlene Menge liegt bei maximal einem Drink täglich für Frauen und zwei für Männer.
Medikamentöse Therapie
Wenn Lebensstiländerungen nicht ausreichen oder bei sehr hohem Risiko kann eine medikamentöse Therapie notwendig werden. Die Entscheidung über eine Medikation sollte immer in Absprache mit einem Arzt getroffen werden.
Wichtige Medikamentengruppen (nur nach ärztlicher Verordnung):
- Cholesterinsynthese-Hemmer: Die am häufigsten verschriebene Medikamentengruppe zur Cholesterinsenkung
- Cholesterinresorptions-Hemmer: Blockieren die Aufnahme von Cholesterin im Darm
- PCSK9-Hemmer: Neuere Medikamentenklasse für Hochrisikopatienten
- Fibrate: Hauptsächlich bei hohen Triglyceriden
- Omega-3-Fettsäure-Präparate: Hochdosierte Präparate bei sehr hohen Triglyceriden
Wichtiger Hinweis: Alle medikamentösen Behandlungen müssen von einem Arzt verordnet und überwacht werden. Selbstmedikation ist nicht empfehlenswert. Die Wahl des geeigneten Medikaments hängt von individuellen Faktoren ab und erfordert regelmäßige Kontrollen.
Spezielle Verfahren
Bei schwerer familiärer Hypercholesterinämie, die auf Medikamente nicht ausreichend anspricht, kann eine LDL-Apherese durchgeführt werden. Dabei wird das LDL-Cholesterin maschinell aus dem Blut gefiltert.
Prävention
Primärprävention
Die beste Behandlung ist die Vorbeugung. Folgende Maßnahmen können das Risiko für erhöhte Blutfettwerte reduzieren:
- Gesunde Ernährung von Kindesalter an
- Regelmäßige körperliche Aktivität
- Normalgewicht halten
- Nichtrauchen
- Mäßiger Alkoholkonsum
- Stressmanagement
Sekundärprävention
Bei bereits bestehender Hyperlipidämie sind regelmäßige Kontrollen wichtig:
- Regelmäßige Blutfettkontrollen je nach Risikoprofil
- Kontrolle und Behandlung von Begleiterkrankungen wie Diabetes oder Bluthochdruck
- Familiäres Screening bei genetischer Belastung
Screening-Empfehlungen in Deutschland
Die deutschen Fachgesellschaften empfehlen:
- Erste Blutfettmessung ab dem 35. Lebensjahr
- Bei familiärer Belastung bereits früher
- Check-up 35: Alle drei Jahre Kontrolle im Rahmen der gesetzlichen Gesundheitsuntersuchung
- Bei erhöhten Werten: individuelle Kontrollintervalle
Leben mit Hyperlipidämie
Langfristiges Management
Hyperlipidämie ist eine chronische Erkrankung, die eine lebenslange Betreuung erfordert. Die gute Nachricht ist, dass sich mit konsequenter Behandlung das Risiko für Folgeerkrankungen deutlich reduzieren lässt.
Regelmäßige Blutkontrollen sind wichtig:
- Ohne Behandlung: alle 6-12 Monate
- Mit Medikamenten: alle 3-6 Monate
- Bei stabilen Werten: jährliche Kontrollen möglich
Motivation aufrechterhalten
Da Hyperlipidämie oft keine direkten Symptome verursacht, ist es wichtig, die Motivation für die Behandlung aufrechtzuerhalten:
- Setzen Sie sich realistische, erreichbare Ziele
- Dokumentieren Sie Ihre Fortschritte
- Belohnen Sie sich für erreichte Ziele
- Suchen Sie Unterstützung durch Familie und Freunde
- Informieren Sie sich über Ihre Erkrankung
Arztgespräche optimal nutzen
Bereiten Sie Arztbesuche vor und stellen Sie wichtige Fragen:
- Wie sind meine aktuellen Werte zu bewerten?
- Welche Zielwerte sind für mich realistisch?
- Wie kann ich meine Therapie optimieren?
- Welche Nebenwirkungen sind zu beachten?
- Wann ist die nächste Kontrolle fällig?
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Kann man Hyperlipidämie heilen?
Eine genetisch bedingte Hyperlipidämie kann nicht geheilt werden, ist aber gut behandelbar. Sekundäre Formen können durch Behandlung der Grunderkrankung oder Lebensstiländerungen vollständig reversibel sein.
Wie schnell kann man Cholesterin senken?
Durch Ernährungsumstellung und Bewegung können erste Verbesserungen nach 2-3 Wochen messbar sein. Die maximale Wirkung zeigt sich meist nach 6-8 Wochen. Medikamente wirken oft bereits nach 2-4 Wochen.
Kann man hohe Cholesterinwerte ohne Medikamente senken?
Ja, durch konsequente Lebensstiländerungen können die Werte oft um 10-30% gesenkt werden. Bei sehr hohen Werten oder hohem Risiko reicht dies jedoch meist nicht aus.
Wie oft sollte ich meine Blutwerte kontrollieren lassen?
Bei normalen Werten alle 3-5 Jahre, bei erhöhten Werten alle 6-12 Monate. Während einer Therapieoptimierung können häufigere Kontrollen nötig sein.
Ist Hyperlipidämie erblich?
Ja, es gibt erbliche Formen. Etwa 1 von 200-500 Menschen hat eine genetisch bedingte Hypercholesterinämie. Auch bei anderen Formen spielt die genetische Veranlagung eine Rolle.
Welche Rolle spielt Stress bei erhöhten Blutfettwerten?
Chronischer Stress kann indirekt die Blutfettwerte erhöhen, da er oft zu ungesundem Verhalten (schlechte Ernährung, Bewegungsmangel) führt. Stressmanagement ist daher Teil der Therapie.
Darf ich mit hohen Cholesterinwerten Eier essen?
Ja, in Maßen. Neuere Studien zeigen, dass Nahrungscholesterin weniger Einfluss auf die Blutwerte hat als früher angenommen. 3-4 Eier pro Woche sind meist unbedenklich.
Was sind die Unterschiede zwischen Hyperlipidämie und Hypercholesterinämie?
Hyperlipidämie ist der Oberbegriff für alle erhöhten Blutfettwerte. Hypercholesterinämie bezeichnet speziell erhöhtes Cholesterin, ist also eine Unterform der Hyperlipidämie.
Übernimmt die Krankenkasse die Kosten für Medikamente?
Ja, bei medizinischer Notwendigkeit werden die Kosten für Cholesterinsenker von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Dies wird individuell vom Arzt beurteilt.
Fazit
Hyperlipidämie ist eine weit verbreitete Erkrankung, die ernst genommen werden sollte. Die gute Nachricht ist, dass sie sehr gut behandelbar ist und sich das Risiko für Folgeerkrankungen durch konsequente Therapie deutlich reduzieren lässt.
Die wichtigsten Punkte im Überblick:
- Früherkennung ist entscheidend – lassen Sie regelmäßig Ihre Blutfettwerte kontrollieren
- Lebensstiländerungen sind die Basis jeder Behandlung und oft sehr wirksam
- Eine gesunde Ernährung, regelmäßige Bewegung und Gewichtskontrolle können die Werte erheblich verbessern
- Bei hohem Risiko oder unzureichender Wirkung von Lebensstiländerungen können Medikamente notwendig werden
- Die Behandlung ist eine langfristige Aufgabe, die Ihre aktive Mitarbeit erfordert
Wenn Sie vermuten, dass Sie erhöhte Blutfettwerte haben könnten, zögern Sie nicht, einen Arzt aufzusuchen. Eine rechtzeitige Diagnose und Behandlung kann Ihnen helfen, ein gesundes und aktives Leben zu führen und schwerwiegende Folgeerkrankungen zu vermeiden.
Medizinischer Disclaimer
Dieser Artikel dient ausschließlich der Information und ersetzt nicht die professionelle medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung. Wenden Sie sich bei gesundheitlichen Fragen oder Beschwerden immer an Ihren Arzt oder einen anderen qualifizierten Gesundheitsdienstleister. Beginnen Sie niemals eine Behandlung oder setzen Sie diese ab, ohne vorher Ihren Arzt konsultiert zu haben.
Fuente de referencia:
- Deutsche Herzstiftung – Cholesterin und Herzgesundheit
- Robert Koch-Institut – Herz-Kreislauf-Erkrankungen
- Deutsche Gesellschaft für Kardiologie – Leitlinien
- Deutsche Gesellschaft zur Bekämpfung von Fettstoffwechselstörungen
- AWMF – Leitlinien Fettstoffwechselstörungen
Wichtiger medizinischer Hinweis
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Herausgeber: XIM., JSC | Zuletzt aktualisiert:
