Hyperglykämie, auch bekannt als hoher Blutzucker oder Überzuckerung, ist ein Zustand, bei dem der Blutzuckerspiegel über die normalen Werte ansteigt. Diese Stoffwechselentgleisung betrifft hauptsächlich Menschen mit Diabetes, kann aber auch bei Gesunden unter bestimmten Umständen auftreten. Ein dauerhaft erhöhter Blutzuckerspiegel stellt eine ernsthafte Bedrohung für die Gesundheit dar und kann zu schwerwiegenden Komplikationen führen, wenn er nicht angemessen behandelt wird.
Der normale Blutzuckerspiegel liegt nüchtern zwischen 70-100 mg/dl (3,9-5,6 mmol/l). Werte über 126 mg/dl (7,0 mmol/l) im nüchternen Zustand oder über 200 mg/dl (11,1 mmol/l) zu beliebigen Zeiten gelten als Hyperglykämie. Diese Überzuckerung kann akut auftreten oder sich chronisch entwickeln und erfordert in beiden Fällen eine angemessene medizinische Betreuung.
Millionen von Menschen weltweit sind von Diabetes betroffen, und viele von ihnen erleben regelmäßig Episoden von hohem Blutzucker. Die rechtzeitige Erkennung und Behandlung der Hyperglykämie ist entscheidend, um langfristige Gesundheitsschäden zu vermeiden. Dieser Artikel bietet Ihnen eine umfassende Übersicht über Symptome, Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten der Hyperglykämie.
Was ist Hyperglykämie? – Grundlagen verstehen
Definition und Grenzwerte
Hyperglykämie bezeichnet einen Zustand, bei dem die Glukosekonzentration im Blut über die normalen Werte ansteigt. Um die Schwere der Hyperglykämie zu verstehen, ist es wichtig, die normalen Blutzuckerwerte zu kennen. Bei gesunden Menschen liegt der Nüchternblutzucker zwischen 70-100 mg/dl (3,9-5,6 mmol/l). Zwei Stunden nach einer Mahlzeit sollten die Werte unter 140 mg/dl (7,8 mmol/l) bleiben.
Von einer Hyperglykämie spricht man, wenn der Nüchternblutzucker wiederholt über 126 mg/dl (7,0 mmol/l) liegt oder die Werte zu beliebigen Zeiten 200 mg/dl (11,1 mmol/l) überschreiten. Diese Grenzwerte sind medizinisch etabliert und dienen als wichtige Orientierung für die Diagnose von Diabetes und anderen Stoffwechselstörungen.
Man unterscheidet zwischen akuter und chronischer Hyperglykämie. Akute Hyperglykämie tritt plötzlich auf und kann zu lebensbedrohlichen Komplikationen führen, während chronische Hyperglykämie über längere Zeiträume bestehen bleibt und zu langfristigen Organschäden führt. Die Messung erfolgt entweder in mg/dl (Milligramm pro Deziliter) oder mmol/l (Millimol pro Liter), wobei beide Einheiten international verwendet werden.
Zusammenhang mit Diabetes
Hyperglykämie ist eng mit verschiedenen Formen von Diabetes verbunden. Bei Typ-1-Diabetes produziert die Bauchspeicheldrüse kein oder zu wenig Insulin, wodurch der Blutzuckerspiegel unkontrolliert ansteigt. Menschen mit Typ-1-Diabetes sind besonders anfällig für schwere Hyperglykämie und diabetische Ketoazidose.
Bei Typ-2-Diabetes entwickelt sich eine Insulinresistenz, bei der die Körperzellen nicht mehr angemessen auf Insulin reagieren. Dies führt zu einem chronisch erhöhten Blutzuckerspiegel. Typ-2-Diabetes entwickelt sich oft schleichend, und viele Betroffene bemerken die Hyperglykämie zunächst nicht.
Prädiabetes ist ein Vorstadium des Typ-2-Diabetes, bei dem der Blutzuckerspiegel erhöht, aber noch nicht im diabetischen Bereich liegt. Die Nüchternwerte liegen zwischen 100-125 mg/dl (5,6-6,9 mmol/l). Auch der Schwangerschaftsdiabetes (Gestationsdiabetes) kann zu Hyperglykämie führen und erfordert besondere Aufmerksamkeit für die Gesundheit von Mutter und Kind.
Symptome der Hyperglykämie
Frühe Anzeichen und Symptome
Die Symptome der Hyperglykämie entwickeln sich oft schleichend und werden anfangs häufig übersehen oder anderen Ursachen zugeschrieben. Das häufigste frühe Symptom ist häufiges Wasserlassen (Polyurie). Wenn der Blutzuckerspiegel zu hoch ist, versucht der Körper, die überschüssige Glukose über die Nieren auszuscheiden, was zu vermehrtem Harndrang führt.
Starker Durst (Polydipsie) folgt als natürliche Reaktion auf den Flüssigkeitsverlust durch häufiges Wasserlassen. Betroffene verspüren ein ständiges Durstgefühl, das auch durch vermehrtes Trinken nicht gestillt wird. Müdigkeit und Erschöpfung treten auf, weil die Körperzellen trotz ausreichender Glukose im Blut nicht genügend Energie erhalten können.
Verschwommenes Sehen ist ein weiteres charakteristisches Symptom, das durch Schwankungen des Flüssigkeitshaushalts in den Augen verursacht wird. Kopfschmerzen und Konzentrationsschwierigkeiten können auftreten, da das Gehirn empfindlich auf Blutzuckerschwankungen reagiert. Trockene Haut und Juckreiz sowie eine langsamere Wundheilung sind weitere Anzeichen, die auf eine Hyperglykämie hindeuten können.
Schwere Symptome
Bei fortgeschrittener Hyperglykämie können schwerwiegendere Symptome auftreten. Übelkeit und Erbrechen sind Warnsignale für eine sich entwickelnde diabetische Ketoazidose, besonders bei Menschen mit Typ-1-Diabetes. Kurzatmigkeit und Bauchschmerzen können ebenfalls auftreten und deuten auf eine Verschlechterung des Zustands hin.
Ein charakteristischer fruchtiger Atemgeruch, der an Nagellackentferner erinnert, entsteht durch die Produktion von Ketonen im Körper. Diese Acetongeruch ist ein deutliches Warnsignal für eine diabetische Ketoazidose. Verwirrtheit und Bewusstseinsstörungen können in schweren Fällen auftreten und erfordern sofortige medizinische Hilfe.
Notfallsymptome
Die diabetische Ketoazidose (DKA) ist ein lebensbedrohlicher Notfall, der hauptsächlich bei Typ-1-Diabetes auftritt. Symptome sind extreme Hyperglykämie, Ketone im Urin, Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen und Bewusstseinsstörungen. Das hyperglykämische hyperosmolare Syndrom (HHS) betrifft hauptsächlich ältere Menschen mit Typ-2-Diabetes und ist gekennzeichnet durch extrem hohe Blutzuckerwerte ohne Ketonbildung.
Bei folgenden Symptomen sollten Sie sofort einen Arzt aufsuchen oder den Notdienst rufen: anhaltende Übelkeit und Erbrechen, Blutzuckerwerte über 300 mg/dl (16,7 mmol/l), Ketone im Urin, fruchtiger Atemgeruch, Verwirrtheit oder Bewusstseinsstörungen sowie starke Bauchschmerzen.
Ursachen der Hyperglykämie
Hauptursachen
Die Hauptursache für Hyperglykämie ist Insulinmangel oder Insulinresistenz. Bei Typ-1-Diabetes produziert die Bauchspeicheldrüse kein oder zu wenig Insulin, während bei Typ-2-Diabetes die Zellen nicht mehr angemessen auf Insulin reagieren. Eine unzureichende oder vergessene Diabetes-Medikation ist eine häufige Ursache für hohe Blutzuckerwerte bei Menschen mit bekanntem Diabetes.
Falsche Dosierung von Medikamenten kann ebenfalls zu Hyperglykämie führen. Eine kohlenhydratreiche Ernährung, besonders der Konsum von zuckerhaltigen Getränken und verarbeiteten Lebensmitteln, lässt den Blutzuckerspiegel schnell ansteigen. Mangelnde körperliche Aktivität verstärkt die Insulinresistenz und führt zu schlechteren Blutzuckerwerten.
Weitere Einflussfaktoren
Stress und emotionale Belastung können den Blutzuckerspiegel erheblich beeinflussen. Stresshormone wie Cortisol fördern die Glukoseproduktion in der Leber und verschlechtern die Insulinwirkung. Infektionen und Krankheiten stellen für den Körper eine Belastung dar und können zu vorübergehend erhöhten Blutzuckerwerten führen, selbst bei Menschen ohne Diabetes.
Bestimmte Medikamente können den Blutzuckerspiegel beeinflussen. Hormonelle Schwankungen, besonders bei Frauen während der Menstruation, Schwangerschaft oder Menopause, können zu Blutzuckerschwankungen führen. Das Dawn-Phänomen beschreibt einen natürlichen morgendlichen Blutzuckeranstieg durch die Ausschüttung von Wachstumshormonen.
Der Somogyi-Effekt ist eine Rebound-Hyperglykämie, die nach einer nächtlichen Unterzuckerung auftritt. Der Körper schüttet Gegenhormone aus, um den niedrigen Blutzucker zu korrigieren, was zu morgendlichen hohen Werten führt.
Lebensstilfaktoren
Ungesunde Ernährungsgewohnheiten spielen eine zentrale Rolle bei der Entwicklung von Hyperglykämie. Häufiger Konsum von zuckerhaltigen Getränken, Fast Food und stark verarbeiteten Lebensmitteln führt zu wiederholten Blutzuckerspitzen. Bewegungsmangel verschlechtert die Insulinwirkung und fördert die Entwicklung einer Insulinresistenz.
Schlafmangel und schlechte Schlafqualität können den Blutzuckerstoffwechsel negativ beeinflussen. Studien zeigen, dass Menschen, die regelmäßig weniger als sechs Stunden pro Nacht schlafen, ein höheres Risiko für Diabetes haben. Übermäßiger Alkoholkonsum kann zu Blutzuckerschwankungen führen und die Wirkung von Diabetes-Medikamenten beeinträchtigen.
Diagnose der Hyperglykämie
Diagnostische Verfahren
Die Diagnose einer Hyperglykämie erfolgt hauptsächlich durch Blutzuckermessungen. Der Nüchternblutzucker wird nach einer mindestens 8-stündigen Fastenperiode gemessen. Werte von 126 mg/dl (7,0 mmol/l) oder höher an zwei verschiedenen Tagen bestätigen die Diagnose Diabetes. Der HbA1c-Test (Langzeitblutzucker) gibt Aufschluss über den durchschnittlichen Blutzuckerspiegel der letzten 2-3 Monate.
Der orale Glukosetoleranztest (oGTT) misst den Blutzucker vor und nach dem Trinken einer Glukoselösung. Dieser Test ist besonders nützlich zur Diagnose von Prädiabetes und Schwangerschaftsdiabetes. Die kontinuierliche Glukosemessung (CGM) bietet detaillierte Einblicke in den Blutzuckerverlauf über mehrere Tage und kann versteckte Hyperglykämien aufdecken.
Selbstmessung zu Hause
Moderne Blutzuckermessgeräte ermöglichen es Menschen mit Diabetes, ihre Werte regelmäßig zu Hause zu überwachen. Die richtige Durchführung der Messung ist wichtig für genaue Ergebnisse: Hände waschen, seitlich in die Fingerkuppe stechen und ausreichend Blut auf den Teststreifen auftragen.
Die Dokumentation der Blutzuckerwerte in einem Diabetes-Tagebuch oder einer App hilft dabei, Muster zu erkennen und die Behandlung anzupassen. Die Messfrequenz hängt vom Diabetestyp und der Behandlung ab. Menschen mit Typ-1-Diabetes messen oft mehrmals täglich, während Menschen mit gut eingestelltem Typ-2-Diabetes weniger häufig messen müssen.
Behandlung der Hyperglykämie
Akutbehandlung
Bei akut hohen Blutzuckerwerten sind sofortige Maßnahmen erforderlich. Zunächst sollten die Blutzuckerwerte gemessen und dokumentiert werden. Bei Werten über 250 mg/dl (13,9 mmol/l) sollten zusätzlich Ketone im Urin überprüft werden. Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist wichtig, um Austrocknung zu verhindern.
Menschen mit Diabetes, die Insulin verwenden, können nach Rücksprache mit ihrem Arzt eine Korrektur-Insulindosis verabreichen. Wenn Ketone nachweisbar sind oder sich der Zustand verschlechtert, ist sofortige ärztliche Hilfe erforderlich. Bei Anzeichen einer diabetischen Ketoazidose oder eines hyperglykämischen hyperosmolaren Syndroms ist ein Krankenhausaufenthalt notwendig.
Medikamentöse Therapie
Die medikamentöse Behandlung der Hyperglykämie erfordert eine individuelle Anpassung durch einen erfahrenen Arzt. Menschen mit Typ-1-Diabetes benötigen eine Insulintherapie, während bei Typ-2-Diabetes verschiedene Medikamentenklassen zur Verfügung stehen. Die Auswahl und Dosierung der Medikamente hängt von vielen Faktoren ab, einschließlich des Diabetestyps, der Schwere der Hyperglykämie und möglicher Begleiterkrankungen.
Es ist wichtig zu betonen, dass alle Medikamente nur nach ärztlicher Verordnung und unter medizinischer Überwachung verwendet werden sollten. Die Selbstmedikation kann gefährlich sein und zu schwerwiegenden Komplikationen führen. Regelmäßige Arzttermine sind notwendig, um die Wirksamkeit der Behandlung zu überwachen und bei Bedarf Anpassungen vorzunehmen.
Ernährungstherapie
Eine angepasste Ernährung spielt eine zentrale Rolle bei der Behandlung der Hyperglykämie. Das Kohlenhydratmanagement ist besonders wichtig, da Kohlenhydrate den größten Einfluss auf den Blutzuckerspiegel haben. Der glykämische Index und die glykämische Last helfen dabei, Lebensmittel zu bewerten und geeignete Nahrungsmittel auszuwählen.
Eine ballaststoffreiche Ernährung mit Vollkornprodukten, Gemüse und Hülsenfrüchten hilft dabei, den Blutzuckeranstieg nach den Mahlzeiten zu verlangsamen. Die Portionskontrolle und regelmäßige Mahlzeiten unterstützen eine stabile Blutzuckereinstellung. Eine strukturierte Mahlzeitenplanung erleichtert die tägliche Umsetzung einer diabetesgerechten Ernährung.
Lebensmittel wie grünes Blattgemüse, Nüsse, Fisch und mageres Fleisch haben minimale Auswirkungen auf den Blutzucker. Vermeiden sollten Sie zuckerhaltige Getränke, Weißbrot, süße Snacks und stark verarbeitete Lebensmittel, da diese zu schnellen Blutzuckerspitzen führen.
Bewegung und Sport
Regelmäßige körperliche Aktivität hat positive Effekte auf den Blutzuckerspiegel. Sport erhöht die Insulinsensitivität und hilft dabei, Glukose aus dem Blut in die Muskelzellen zu transportieren. Bereits moderate Aktivitäten wie zügiges Gehen, Schwimmen oder Radfahren können den Blutzucker senken.
Empfohlen werden mindestens 150 Minuten moderate Bewegung pro Woche, aufgeteilt auf mehrere Tage. Krafttraining zwei- bis dreimal pro Woche ergänzt das Ausdauertraining optimal. Bei der Ausübung von Sport sollten Menschen mit Diabetes besondere Vorsichtsmaßnahmen beachten, wie die Kontrolle des Blutzuckers vor und nach dem Training.
Langzeitkomplikationen verhindern
Mögliche Folgeerkrankungen
Chronische Hyperglykämie kann zu schwerwiegenden Langzeitkomplikationen führen. Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind die häufigste Todesursache bei Menschen mit Diabetes. Hohe Blutzuckerwerte schädigen die Blutgefäße und erhöhen das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall erheblich.
Die diabetische Neuropathie führt zu Nervenschäden, die sich zunächst in Taubheitsgefühlen und Kribbeln in Händen und Füßen äußern. Die diabetische Retinopathie kann zu Sehstörungen und im schlimmsten Fall zur Erblindung führen. Die diabetische Nephropathie schädigt die Nieren und kann eine Dialyse erforderlich machen.
Das diabetische Fußsyndrom entsteht durch eine Kombination aus Nervenschäden und Durchblutungsstörungen. Schlecht heilende Wunden können zu schweren Infektionen und im Extremfall zu Amputationen führen. Menschen mit Diabetes haben außerdem ein erhöhtes Infektionsrisiko, da hohe Blutzuckerwerte das Immunsystem schwächen.
Prävention von Komplikationen
Die Prävention von Langzeitkomplikationen erfordert eine konsequente Blutzuckerkontrolle. Die Einhaltung der individuellen Blutzuckerzielwerte ist entscheidend für die Verhinderung von Folgeschäden. Regelmäßige ärztliche Kontrollen ermöglichen die frühzeitige Erkennung und Behandlung von Komplikationen.
Ein effektives Blutdruck- und Cholesterinmanagement reduziert das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen zusätzlich. Die tägliche Fußpflege und regelmäßige Kontrolle der Füße helfen dabei, Probleme frühzeitig zu erkennen. Jährliche Augenuntersuchungen beim Augenarzt sind wichtig für die rechtzeitige Erkennung diabetischer Augenschäden.
Prävention der Hyperglykämie
Für Menschen mit Diabetes
Menschen mit Diabetes können durch verschiedene Maßnahmen Hyperglykämie-Episoden verhindern. Eine regelmäßige Blutzuckerkontrolle ermöglicht es, rechtzeitig auf erhöhte Werte zu reagieren. Die konsequente Einnahme der verordneten Medikamente ist fundamental für eine stabile Blutzuckereinstellung.
Die Einhaltung eines strukturierten Ernährungsplans hilft dabei, extreme Blutzuckerschwankungen zu vermeiden. Effektives Stressmanagement durch Entspannungstechniken, Meditation oder Hobbys kann den Blutzuckerspiegel positiv beeinflussen. Ausreichender Schlaf von 7-8 Stunden pro Nacht unterstützt einen stabilen Stoffwechsel.
Für Menschen ohne Diabetes (Prävention)
Auch Menschen ohne Diabetes können ihr Risiko für die Entwicklung einer Hyperglykämie reduzieren. Eine gesunde, ausgewogene Ernährung mit viel Gemüse, Vollkornprodukten und magerem Eiweiß bildet die Grundlage der Prävention. Regelmäßige Bewegung verbessert die Insulinsensitivität und reduziert das Diabetesrisiko erheblich.
Ein gesundes Körpergewicht zu halten oder bei Übergewicht abzunehmen, ist eine der wirksamsten Präventionsmaßnahmen. Das Kennen der eigenen Risikofaktoren wie Familiengeschichte, Alter und ethnische Zugehörigkeit hilft dabei, präventive Maßnahmen rechtzeitig zu ergreifen. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen ermöglichen die frühzeitige Erkennung von Prädiabetes oder Diabetes.
Leben mit Hyperglykämie – Praktische Tipps
Das Leben mit Hyperglykämie erfordert Anpassungen, aber mit den richtigen Strategien ist ein erfülltes Leben möglich. Das Führen eines Diabetes-Tagebuchs hilft dabei, Muster zu erkennen und Auslöser für hohe Blutzuckerwerte zu identifizieren. Ein Notfallplan sollte erstellt werden, der genau beschreibt, was bei verschiedenen Blutzuckerwerten zu tun ist.
Die Unterstützung durch Familie und Freunde ist von unschätzbarem Wert. Diabetes-Schulungen und Selbsthilfegruppen bieten wertvolle Informationen und emotionalen Beistand. Beim Reisen mit Diabetes sollten besondere Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden, wie das Mitführen von ausreichend Medikamenten und Messgeräten.
Auch im Beruf können Menschen mit Diabetes erfolgreich sein. Viele Arbeitgeber sind verständnisvoll und unterstützen ihre Mitarbeiter bei der Diabetesbehandlung. Bei anhaltenden psychischen Belastungen durch die Diabetes-Erkrankung kann professionelle psychologische Unterstützung hilfreich sein.
Häufig gestellte Fragen (FAQs)
Wie schnell sinkt der Blutzucker nach entsprechenden Maßnahmen?
Die Geschwindigkeit der Blutzuckersenkung hängt von verschiedenen Faktoren ab. Nach körperlicher Aktivität kann der Blutzucker innerhalb von 30-60 Minuten sinken. Bei medikamentöser Behandlung variiert die Wirkzeit je nach verwendetem Medikament und individueller Reaktion.
Kann Hyperglykämie ohne Diabetes auftreten?
Ja, Hyperglykämie kann auch bei Menschen ohne Diabetes auftreten, zum Beispiel bei schweren Erkrankungen, Stress, bestimmten Medikamenten oder hormonellen Störungen. In solchen Fällen normalisiert sich der Blutzucker meist nach Behandlung der Grunderkrankung.
Was ist der Unterschied zwischen Hyperglykämie und Hypoglykämie?
Hyperglykämie bezeichnet hohe Blutzuckerwerte (über 180 mg/dl), während Hypoglykämie niedrige Blutzuckerwerte (unter 70 mg/dl) beschreibt. Beide Zustände können gefährlich sein und erfordern unterschiedliche Behandlungsansätze.
Wie kann ich meinen Blutzucker schnell senken?
Bei leicht erhöhten Werten können körperliche Aktivität und viel trinken helfen. Bei deutlich erhöhten Werten sollte jedoch immer ein Arzt konsultiert werden. Menschen mit Diabetes sollten ihre verordneten Medikamente nach ärztlicher Anweisung verwenden.
Ist hoher Blutzucker am Morgen normal?
Ein leichter morgendlicher Anstieg (Dawn-Phänomen) ist normal, aber Werte über 130 mg/dl sollten ärztlich abgeklärt werden. Extremer morgendlicher Blutzuckeranstieg kann auf Diabetes oder unzureichende Behandlung hindeuten.
Kann Stress den Blutzuckerspiegel erhöhen?
Ja, Stress kann den Blutzuckerspiegel erheblich erhöhen. Stresshormone wie Cortisol fördern die Glukoseproduktion und verschlechtern die Insulinwirkung. Stressmanagement ist daher ein wichtiger Baustein der Diabetesbehandlung.
Fazit
Hyperglykämie ist ein ernstes Gesundheitsproblem, das rechtzeitige Diagnose und angemessene Behandlung erfordert. Die frühzeitige Erkennung der Symptome und das Verständnis der Ursachen sind entscheidend für eine erfolgreiche Behandlung. Mit dem richtigen Management können Menschen mit Hyperglykämie ein weitgehend normales Leben führen und schwerwiegende Komplikationen vermeiden.
Die Behandlung der Hyperglykämie erfordert einen ganzheitlichen Ansatz, der medikamentöse Therapie, Ernährungsanpassung, regelmäßige Bewegung und Stressmanagement umfasst. Die konsequente Blutzuckerkontrolle und die Einhaltung der ärztlichen Empfehlungen sind fundamental für den Behandlungserfolg. Regelmäßige ärztliche Kontrollen ermöglichen die rechtzeitige Anpassung der Behandlung und die Prävention von Langzeitkomplikationen.
Wenn Sie Symptome einer Hyperglykämie bei sich bemerken oder ein erhöhtes Diabetesrisiko haben, sollten Sie nicht zögern, einen Arzt aufzusuchen. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung können entscheidend für Ihre langfristige Gesundheit sein. Mit der richtigen Betreuung und Ihrem aktiven Engagement ist eine gute Lebensqualität trotz Hyperglykämie durchaus erreichbar.
Fuente de referencia:
- Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG)
- Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) – Diabetes
- Deutsche Diabetes Hilfe – diabetesDE
- Robert Koch Institut – Diabetes
- AWMF Leitlinien – Diabetes mellitus
Wichtiger medizinischer Hinweis
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