Geschwollene Lymphknoten: Ursachen, Symptome und Behandlung
Geschwollene Lymphknoten sind ein häufiges Phänomen, das fast jeden Menschen mindestens einmal im Leben betrifft. Diese kleinen, bohnenförmigen Strukturen sind wichtige Bestandteile unseres Immunsystems und schwellen an, wenn der Körper Infektionen oder andere Erkrankungen bekämpft. Eine Lymphknotenschwellung ist meist harmlos und verschwindet nach einigen Wochen von selbst. Dennoch ist es wichtig zu wissen, wann geschwollene Lymphknoten ein Warnsignal darstellen können.
In diesem umfassenden Artikel erfahren Sie alles Wissenswerte über die Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten einer Lymphadenopathie. Wir erklären, wann Sie sich keine Sorgen machen müssen und wann ein Arztbesuch ratsam ist.
Was sind Lymphknoten?
Aufbau und Funktion
Lymphknoten sind kleine, ovale Strukturen, die als Teil des lymphatischen Systems fungieren. Sie haben eine Größe von etwa 5-25 mm und befinden sich an verschiedenen Stellen im Körper. Die Hauptfunktion der Lymphknoten besteht darin, die Lymphflüssigkeit zu filtern und schädliche Substanzen wie Bakterien, Viren oder Krebszellen herauszufiltern.
Jeder Lymphknoten enthält spezialisierte Immunzellen, sogenannte Lymphozyten, die Krankheitserreger erkennen und bekämpfen. Wenn diese Zellen aktiviert werden, vermehren sie sich schnell, was zu einer Schwellung des Lymphknotens führt.
Wo befinden sich Lymphknoten?
Im menschlichen Körper gibt es etwa 600-700 Lymphknoten. Die am häufigsten tastbaren geschwollenen Lymphknoten befinden sich in folgenden Bereichen:
- Hals: An den Seiten des Halses, unter dem Kinn und hinter den Ohren
- Achselhöhlen: In den Achselgruben
- Leiste: In der Leistenregion
- Weitere Bereiche: Unter dem Schlüsselbein, am Ellenbogen und in der Brust- und Bauchhöhle
Ursachen geschwollener Lymphknoten
Infektionsbedingte Ursachen
Die häufigste Ursache für eine Lymphknotenschwellung sind Infektionen. Dabei unterscheidet man zwischen viralen und bakteriellen Infektionen:
Virale Infektionen:
- Erkältung und Grippe
- Pfeiffersches Drüsenfieber (Mononukleose)
- COVID-19
- Masern, Röteln und Windpocken
- Herpes-Infektionen
Bakterielle Infektionen:
- Mandelentzündung (Tonsillitis)
- Mittelohrentzündung
- Zahnfleischentzündungen und Zahninfektionen
- Hautinfektionen und Wundinfektionen
- Tuberkulose
Immunologische Ursachen
Autoimmunerkrankungen können ebenfalls zu geschwollenen Lymphknoten führen:
- Rheumatoide Arthritis
- Systemischer Lupus erythematodes
- Sjögren-Syndrom
- Sarkoidose
Medikamentenbedingte Lymphknotenschwellung
Bestimmte Medikamente können als Nebenwirkung eine Lymphadenopathie verursachen. Auch Impfungen können temporär zu geschwollenen Lymphknoten in der Nähe der Injektionsstelle führen.
Ernste Ursachen
Obwohl selten, können geschwollene Lymphknoten auch Anzeichen für ernstere Erkrankungen sein:
- Lymphome (Hodgkin und Non-Hodgkin-Lymphom)
- Leukämie
- Metastasen anderer Krebsarten
Symptome und Begleiterscheinungen
Typische Symptome
Geschwollene Lymphknoten zeigen sich durch verschiedene charakteristische Merkmale:
- Tastbare, meist weiche Schwellung
- Druckempfindlichkeit und Schmerzen beim Berühren
- Beweglichkeit unter der Haut
- Größe zwischen 1-3 cm (bei Infektionen)
Begleitsymptome bei Infektionen
Wenn eine Lymphknotenschwellung durch eine Infektion verursacht wird, treten oft zusätzliche Symptome auf:
- Fieber und Schüttelfrost
- Halsschmerzen
- Schnupfen und verstopfte Nase
- Müdigkeit und allgemeines Krankheitsgefühl
- Kopf- und Gliederschmerzen
Warnzeichen
Bestimmte Symptome erfordern eine sofortige ärztliche Abklärung:
- Schmerzlose, harte und unbewegliche Knoten
- Lymphknoten größer als 2-3 cm
- Anhaltende Schwellung über 2-3 Wochen ohne Besserung
- Ungewollter Gewichtsverlust
- Nächtliches Schwitzen
- Atembeschwerden oder Schluckprobleme
Diagnose: Wie werden geschwollene Lymphknoten untersucht?
Anamnese und körperliche Untersuchung
Die Diagnose beginnt mit einem ausführlichen Patientengespräch, in dem der Arzt nach begleitenden Symptomen, der Dauer der Beschwerden und möglichen Ursachen fragt. Anschließend erfolgt eine gründliche körperliche Untersuchung, bei der alle tastbaren Lymphknotenstationen abgetastet werden.
Weiterführende Diagnostik
Bei unklaren Fällen oder Verdacht auf ernste Erkrankungen können weitere Untersuchungen notwendig sein:
- Blutuntersuchungen (großes Blutbild, Entzündungsparameter)
- Ultraschalluntersuchung der betroffenen Region
- Computertomographie (CT) oder Magnetresonanztomographie (MRT)
- Lymphknotenbiopsie bei Verdacht auf bösartige Erkrankungen
Behandlung geschwollener Lymphknoten
Behandlung nach Ursache
Die Behandlung einer Lymphknotenschwellung richtet sich immer nach der zugrundeliegenden Ursache:
Bei viralen Infektionen:
- Symptomatische Behandlung mit ausreichend Ruhe
- Viel Flüssigkeit trinken
- Fiebersenkende Maßnahmen nach ärztlicher Empfehlung
Bei bakteriellen Infektionen:
- Behandlung der Grunderkrankung durch den Arzt
- Bei schweren bakteriellen Infektionen kann eine medikamentöse Therapie erforderlich sein
Wichtiger Hinweis: Sollte eine medikamentöse Behandlung notwendig sein, konsultieren Sie immer einen Arzt. Nehmen Sie niemals eigenmächtig Medikamente ein, ohne vorher ärztlichen Rat einzuholen.
Hausmittel und Selbsthilfe
Unterstützende Maßnahmen können die Heilung fördern:
- Warme oder kalte Kompressen auf die betroffene Stelle
- Ausreichend trinken (mindestens 2-3 Liter täglich)
- Körperliche Schonung und ausreichend Schlaf
- Gurgeln mit warmem Salzwasser bei Halsschmerzen
- Feuchte Raumluft durch Inhalationen
Geschwollene Lymphknoten bei Kindern
Bei Kindern sind geschwollene Lymphknoten besonders häufig, da ihr Immunsystem noch in der Entwicklung ist und verstärkt auf Infekte reagiert. Die häufigsten Ursachen bei Kindern sind:
- Erkältungen und grippale Infekte
- Mandelentzündungen
- Mittelohrentzündungen
- Impfreaktionen
Eltern sollten einen Kinderarzt aufsuchen, wenn:
- Die Lymphknoten länger als zwei Wochen geschwollen bleiben
- Das Kind hohes Fieber entwickelt
- Die Knoten sehr groß werden oder sich hart anfühlen
- Das Kind Schluck- oder Atembeschwerden hat
Wann sollte man zum Arzt gehen?
Dringliche Arztbesuche bei:
Ein Arztbesuch ist in folgenden Situationen unbedingt erforderlich:
- Lymphknotenschwellung länger als 2-3 Wochen ohne Besserung
- Harte, unbewegliche Knoten
- Kontinuierliche Größenzunahme trotz Behandlung
- Begleitsymptome wie Gewichtsverlust oder Nachtschweiß
- Atemnot oder Schluckbeschwerden
- Hohes Fieber ohne erkennbare Ursache
- Multiple Lymphknotenschwellungen an verschiedenen Körperstellen
Welcher Arzt ist zuständig?
Die erste Anlaufstelle sollte immer der Hausarzt sein. Je nach Ursache und Lokalisation kann eine Überweisung zu folgenden Spezialisten erfolgen:
- HNO-Arzt bei Problemen im Hals-Nasen-Ohren-Bereich
- Internist oder Onkologe bei Verdacht auf ernste Erkrankungen
- Kinderarzt bei betroffenen Kindern
Prävention und Vorbeugung
Obwohl nicht alle Ursachen für geschwollene Lymphknoten vermeidbar sind, können Sie das Risiko durch folgende Maßnahmen reduzieren:
- Regelmäßiges Händewaschen zur Infektionsvermeidung
- Stärkung des Immunsystems durch ausgewogene Ernährung
- Ausreichend Schlaf und Stressvermeidung
- Regelmäßige körperliche Aktivität
- Einhaltung empfohlener Impfungen
- Meidung von Kontakt zu erkrankten Personen
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie lange bleiben Lymphknoten geschwollen?
Bei harmlosen Infekten verschwinden geschwollene Lymphknoten meist innerhalb von 1-3 Wochen. In manchen Fällen können sie mehrere Wochen bis Monate vergrößert bleiben.
Können geschwollene Lymphknoten gefährlich sein?
In den meisten Fällen sind sie harmlos und Zeichen einer normalen Immunreaktion. Nur selten deuten sie auf ernstere Erkrankungen hin.
Was bedeuten schmerzlose geschwollene Lymphknoten?
Schmerzlose, harte Lymphknoten können ein Warnzeichen sein und sollten ärztlich abgeklärt werden.
Sind geschwollene Lymphknoten nach Impfung normal?
Ja, eine Lymphknotenschwellung in der Nähe der Injektionsstelle ist eine normale Immunreaktion und verschwindet meist nach einigen Tagen.
Zusammenfassung
Geschwollene Lymphknoten sind meist ein harmloses Zeichen dafür, dass das Immunsystem arbeitet. Die häufigste Ursache einer Lymphadenopathie sind virale oder bakterielle Infektionen der oberen Atemwege. In den meisten Fällen verschwinden die Schwellungen von selbst, sobald die Infektion abgeheilt ist.
Wichtig ist jedoch, Warnzeichen zu erkennen: Schmerzlose, harte Knoten, Schwellungen über mehrere Wochen oder Begleitsymptome wie Gewichtsverlust sollten immer ärztlich abgeklärt werden. Bei Unsicherheit ist es besser, einmal zu oft zum Arzt zu gehen als ein ernstes Problem zu übersehen.
Denken Sie daran: Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei anhaltenden Beschwerden oder Unsicherheiten sollten Sie immer einen Arzt konsultieren.
Fuente de referencia:
- Robert Koch-Institut (RKI)
- Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF)
- Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums
- Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie
- Bundesärztekammer
Wichtiger medizinischer Hinweis
🤖 KI-gestützte Inhalte: Dieser Artikel wurde mithilfe von künstlicher Intelligenz erstellt und von Menschen überprüft. Trotz sorgfältiger Erstellung können wir keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit übernehmen.
🏥 Keine medizinische Beratung: Die Informationen auf KnowWhatIs dienen ausschließlich allgemeinen Informations- und Bildungszwecken. Sie stellen keinen Ersatz für professionelle medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung dar.
👨⚕️ Wichtig: Konsultieren Sie bei gesundheitlichen Fragen oder Beschwerden immer einen qualifizierten Arzt oder medizinisches Fachpersonal. Verlassen Sie sich nicht ausschließlich auf Informationen aus dem Internet.
Herausgeber: XIM., JSC | Zuletzt aktualisiert:
