Gebärmuttermyome sind gutartige Tumore der Gebärmutter, die bei vielen Frauen auftreten, aber oft unbemerkt bleiben. Diese auch als Uterusmyome oder Gebärmuttergeschwulst bezeichneten Wucherungen bestehen aus Muskel- und Bindegewebe und können verschiedene Beschwerden verursachen. Von starken Menstruationsblutungen über Rückenschmerzen bis hin zu Problemen beim Wasserlassen – die Symptome sind vielfältig. Während kleine Myome oft keine Behandlung benötigen, gibt es für größere oder symptomatische Myome verschiedene wirksame Therapieoptionen.
Was sind Gebärmuttermyome genau?
Gebärmuttermyome sind gutartige Tumore, die sich aus dem Muskel- und Bindegewebe der Gebärmutter entwickeln. Diese Wucherungen, auch als Uterusmyome oder Leiomyome bezeichnet, sind die häufigsten gutartigen Tumore bei Frauen im gebärfähigen Alter. Im Gegensatz zu bösartigen Tumoren wachsen Myome langsam und breiten sich nicht in andere Körperregionen aus.
Arten von Myomen
Je nach ihrer Lage in der Gebärmutter werden verschiedene Typen von Gebärmuttermyomen unterschieden:
- Submuköse Myome: Diese wachsen in die Gebärmutterhöhle hinein und können zu starken Blutungen führen
- Intramurale Myome: Die häufigste Form, die in der Muskelwand der Gebärmutter wächst
- Subseröse Myome: Entwickeln sich an der Außenseite der Gebärmutter und können sehr groß werden
- Gestielte Myome: Sind über einen Stiel mit der Gebärmutter verbunden
Größe und Wachstum
Myome können von wenigen Millimetern bis zu mehreren Zentimetern groß werden. Manche Frauen haben nur ein einzelnes Myom, andere entwickeln multiple Myome gleichzeitig. Das Wachstum ist oft hormonabhängig und kann während der Schwangerschaft beschleunigt werden.
Wie häufig sind Gebärmuttermyome?
Gebärmuttermyome gehören zu den häufigsten gynäkologischen Erkrankungen. Studien zeigen, dass etwa 70-80% aller Frauen im Laufe ihres Lebens Myome entwickeln, wobei viele davon keine Symptome verursachen und unentdeckt bleiben. Am häufigsten treten Uterusmyome bei Frauen zwischen dem 30. und 50. Lebensjahr auf.
Risikofaktoren
Verschiedene Faktoren können das Risiko für die Entwicklung von Gebärmuttermyomen erhöhen:
- Alter (besonders zwischen 30-50 Jahren)
- Familienanamnese und genetische Veranlagung
- Ethnische Zugehörigkeit (höheres Risiko bei Frauen afrikanischer Abstammung)
- Übergewicht und Adipositas
- Kinderlosigkeit
- Frühe erste Menstruation
Ursachen von Gebärmuttermyomen
Die genauen Ursachen für die Entstehung von Myomen sind noch nicht vollständig geklärt. Wissenschaftler gehen davon aus, dass mehrere Faktoren zusammenwirken:
Hormonelle Faktoren
Östrogen und Progesteron spielen eine zentrale Rolle bei der Entstehung und dem Wachstum von Gebärmuttermyomen. Diese weiblichen Geschlechtshormone fördern das Wachstum der Myomzellen. Deshalb wachsen Myome oft während der reproduktiven Jahre und können sich nach den Wechseljahren zurückbilden.
Genetische Veranlagung
Eine familiäre Häufung von Myomen deutet auf eine genetische Komponente hin. Frauen, deren Mütter oder Schwestern Myome hatten, haben ein erhöhtes Risiko, selbst zu erkranken.
Weitere Faktoren
Wachstumsfaktoren und andere Substanzen im Körper können ebenfalls zur Myomentstehung beitragen. Die Forschung zu den genauen Mechanismen läuft noch.
Symptome von Gebärmuttermyomen
Viele Frauen mit Gebärmuttermyomen haben keine Beschwerden und erfahren erst bei einer Routineuntersuchung von ihrer Erkrankung. Wenn Symptome auftreten, hängen diese von Größe, Anzahl und Lage der Myome ab.
Häufige Symptome
Die typischen Anzeichen für Uterusmyome umfassen:
- Starke und verlängerte Menstruationsblutungen: Dies ist das häufigste Symptom, besonders bei submukösen Myomen
- Zwischenblutungen: Unregelmäßige Blutungen zwischen den normalen Monatsblutungen
- Unterleibsschmerzen: Druckgefühl oder Schmerzen im Unterbauch
- Rückenschmerzen: Besonders im unteren Rückenbereich
- Häufiger Harndrang: Durch Druck der Myome auf die Blase
- Verstopfung: Bei Druck auf den Darm
- Schmerzen beim Geschlechtsverkehr: Besonders bei großen oder ungünstig gelegenen Myomen
Weitere mögliche Beschwerden
Zusätzlich können folgende Symptome auftreten:
- Vergrößerter Bauchumfang
- Blutarmut (Anämie) durch starke Blutungen
- Müdigkeit und Erschöpfung
- Beinschmerzen oder Schwellungen
Auswirkungen auf Fruchtbarkeit und Schwangerschaft
Myome und Kinderwunsch
Gebärmuttermyome können die Empfängnis erschweren, je nach ihrer Lage und Größe. Besonders submuköse Myome, die in die Gebärmutterhöhle hineinragen, können die Einnistung eines Embryos behindern oder zu Fehlgeburten führen.
Schwangerschaft mit Myomen
Während der Schwangerschaft können Myome aufgrund der erhöhten Hormonproduktion wachsen. Dies kann zu Komplikationen führen wie:
- Frühgeburt
- Schmerzen während der Schwangerschaft
- Probleme bei der Geburt
- Erhöhtes Risiko für einen Kaiserschnitt
Diagnose von Gebärmuttermyomen
Körperliche Untersuchung
Die Diagnose von Uterusmyomen beginnt mit einer gynäkologischen Tastuntersuchung. Dabei kann der Arzt vergrößerte oder unregelmäßig geformte Bereiche der Gebärmutter ertasten.
Bildgebende Verfahren
Zur genauen Diagnose und Lokalisation der Myome werden verschiedene bildgebende Verfahren eingesetzt:
- Ultraschalluntersuchung: Das Standard-Verfahren zur Myom-Diagnose, sowohl über die Bauchdecke als auch vaginal
- Magnetresonanztomographie (MRT): Liefert sehr detaillierte Bilder und wird bei komplexen Fällen eingesetzt
- Hysterosonographie: Spezielle Ultraschalluntersuchung zur Beurteilung der Gebärmutterhöhle
Weitere Untersuchungen
In bestimmten Fällen können zusätzliche Untersuchungen notwendig sein:
- Hysteroskopie (Gebärmutterspiegelung)
- Laparoskopie (Bauchspiegelung)
- Blutuntersuchungen zum Nachweis einer Anämie
Behandlungsmöglichkeiten von Gebärmuttermyomen
Wann ist eine Behandlung notwendig?
Nicht jedes Myom muss behandelt werden. Eine Therapie ist nur dann erforderlich, wenn:
- Starke Beschwerden auftreten
- Die Lebensqualität beeinträchtigt ist
- Komplikationen drohen
- Ein Kinderwunsch besteht und das Myom die Fruchtbarkeit beeinträchtigt
Kleine, symptomlose Myome können oft durch regelmäßige Kontrollen überwacht werden.
Medikamentöse Behandlung
Verschiedene medikamentöse Therapien können bei Gebärmuttermyomen eingesetzt werden. Diese sollten jedoch immer unter ärztlicher Aufsicht erfolgen, da eine individuelle Beratung bezüglich der geeigneten Behandlung und möglicher Nebenwirkungen unerlässlich ist. Wichtig ist, dass Patientinnen vor der Anwendung jeglicher Medikamente ausführlich mit ihrem Gynäkologen sprechen.
Hormonelle Therapien
Hormonelle Behandlungen können das Myomwachstum verlangsamen oder die Symptome lindern. Ihr Arzt kann Sie über die verschiedenen Optionen und deren Eignung für Ihren Fall beraten.
Symptomatische Behandlung
Bei starken Blutungen oder Schmerzen können unterstützende Medikamente hilfreich sein. Eine fachärztliche Beratung ist hier besonders wichtig, um die richtige Therapie zu finden.
Minimal-invasive Behandlungen
Moderne minimal-invasive Verfahren bieten schonende Behandlungsalternativen:
Myomembolisation
Bei der Uterusarterieneembolisation werden die Blutgefäße, die das Myom versorgen, verschlossen. Dies führt zu einer Verkleinerung des Myoms. Das Verfahren wird über einen kleinen Katheter durchgeführt und erfordert nur einen kurzen Krankenhausaufenthalt.
MRT-gesteuerter fokussierter Ultraschall
Diese innovative Methode verwendet hochfokussierte Ultraschallwellen, um Myomgewebe zu zerstören, ohne die Haut zu verletzen. Die Behandlung erfolgt unter MRT-Kontrolle.
Radiofrequenzablation
Hierbei wird das Myomgewebe durch Hitze zerstört, die durch Radiofrequenzenergie erzeugt wird.
Operative Behandlungen
Myomektomie
Bei der Myomektomie werden nur die Myome entfernt, während die Gebärmutter erhalten bleibt. Dies ist besonders für Frauen mit Kinderwunsch wichtig. Je nach Lage der Myome gibt es verschiedene Operationsmethoden:
- Hysteroskopische Myomektomie: Entfernung über die Scheide bei submukösen Myomen
- Laparoskopische Myomektomie: Minimal-invasive Operation durch kleine Bauchschnitte
- Offene Myomektomie: Bauchschnitt bei sehr großen oder zahlreichen Myomen
Hysterektomie
Die Entfernung der Gebärmutter ist eine definitive Lösung bei schweren Fällen, wenn andere Behandlungen nicht erfolgreich waren oder nicht in Frage kommen. Dieser Eingriff kommt besonders für Frauen in Betracht, die ihre Familienplanung abgeschlossen haben.
Leben mit Gebärmuttermyomen
Selbsthilfe und Lebensstilanpassungen
Verschiedene Maßnahmen können helfen, Symptome zu lindern:
- Gesunde, ausgewogene Ernährung
- Gewichtskontrolle
- Regelmäßige körperliche Aktivität
- Stressreduktion durch Entspannungstechniken
Umgang mit Symptomen
Bei starken Blutungen können Menstruationstassen oder spezielle Binden helfen. Wärmeanwendungen können Schmerzen lindern. Bei Anämie durch Blutverlust ist eine eisenreiche Ernährung wichtig.
Prävention von Gebärmuttermyomen
Da die genauen Ursachen von Gebärmuttermyomen nicht vollständig bekannt sind, gibt es keine garantierte Prävention. Jedoch können ein gesunder Lebensstil, Normalgewicht und regelmäßige gynäkologische Vorsorgeuntersuchungen zur Früherkennung beitragen.
Häufig gestellte Fragen
Können Myome zu Krebs werden?
Gebärmuttermyome sind gutartige Tumore und entwickeln sich nur in sehr seltenen Fällen (weniger als 1%) zu bösartigen Tumoren.
Verschwinden Myome von selbst?
Nach den Wechseljahren können Myome aufgrund des sinkenden Östrogenspiegels schrumpfen, verschwinden aber selten vollständig.
Können Myome nach der Behandlung wiederkommen?
Nach einer Myomektomie können neue Myome entstehen. Nur die Hysterektomie verhindert definitiv ein Wiederauftreten.
Kann ich mit Myomen schwanger werden?
Viele Frauen mit Myomen können problemlos schwanger werden. Bei Kinderwunsch sollte die individuelle Situation mit dem Frauenarzt besprochen werden.
Wann sollte man zum Arzt gehen?
Ein Arztbesuch ist ratsam bei:
- Starken oder verlängerten Menstruationsblutungen
- Zwischenblutungen
- Anhaltenden Unterleibsschmerzen
- Problemen beim Wasserlassen
- Ungewöhnlichen Symptomen
Notfallsituationen erfordern sofortige ärztliche Hilfe, wie bei plötzlichen starken Schmerzen oder sehr starken Blutungen.
Fazit
Gebärmuttermyome sind sehr häufige, gutartige Tumore, die bei vielen Frauen keine Beschwerden verursachen. Wenn Symptome auftreten, stehen heute verschiedene wirksame Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung – von medikamentösen Therapien über minimal-invasive Verfahren bis hin zu operativen Eingriffen. Eine individuelle Beratung durch den Frauenarzt ist entscheidend, um die beste Behandlungsstrategie zu finden. Mit der richtigen Therapie können die meisten Frauen mit Uterusmyomen ein beschwerdefreies Leben führen.
Fuente de referencia:
- Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG)
- Berufsverband der Frauenärzte
- Robert Koch-Institut
- Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften
- Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums
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