Ein Ekzem ist eine der häufigsten Hauterkrankungen, die Menschen jeden Alters betreffen kann. In Deutschland leiden etwa 3-5% der Erwachsenen und bis zu 20% der Kinder unter verschiedenen Formen von Ekzemen. Diese entzündlichen Hautveränderungen können erhebliche Auswirkungen auf die Lebensqualität haben und erfordern oft eine langfristige Behandlung und Pflege.
Was ist ein Ekzem?
Ein Ekzem, auch als Dermatitis bezeichnet, ist eine entzündliche Hauterkrankung, die durch charakteristische Symptome wie Trockenheit, Juckreiz, Rötungen und Schuppung gekennzeichnet ist. Der Begriff „Ekzem“ stammt aus dem Griechischen und bedeutet „aufkochen“ oder „aufwallen“, was die entzündliche Natur dieser Hautveränderungen treffend beschreibt.
Medizinisch gesehen handelt es sich bei Ekzemen um nicht-infektiöse Entzündungsreaktionen der Haut, die verschiedene Ursachen haben können. Ein wichtiger Punkt für Betroffene: Ekzeme sind nicht ansteckend und können nicht von Person zu Person übertragen werden.
Symptome von Ekzemen
Hauptsymptome
Die typischen Anzeichen eines Ekzems umfassen:
- Trockene, schuppige Haut: Die Hautbarriere ist gestört, wodurch Feuchtigkeit verloren geht
- Intensiver Juckreiz: Oft das belastendste Symptom für Betroffene
- Rötungen und Entzündungen: Sichtbare Zeichen der Hautreaktion
- Bläschenbildung: Kleine, mit Flüssigkeit gefüllte Erhebungen
- Nässende Stellen: Besonders in akuten Phasen
- Verkrustungen: Entstehen nach dem Aufkratzen oder bei heilenden Stellen
Symptome nach Schweregrad
Leichte Ekzeme zeigen sich durch geringe Trockenheit und gelegentlichen Juckreiz. Mittelschwere Ekzeme sind geprägt von deutlicher Rötung, stärkerem Juckreiz und ersten Kratzspuren. Schwere Ekzeme können großflächige Entzündungen, starke Verkrustungen und erhebliche Beeinträchtigung des Alltags verursachen.
Ursachen von Ekzemen
Innere Faktoren
Die Entstehung von Ekzemen beruht oft auf einer Kombination verschiedener Faktoren:
Genetische Veranlagung: Eine erbliche Komponente spielt bei vielen Ekzemformen eine wichtige Rolle. Kinder von Eltern mit Ekzemen haben ein höheres Risiko, selbst zu erkranken.
Gestörte Hautbarriere: Die oberste Hautschicht kann ihre Schutzfunktion nicht mehr vollständig erfüllen, wodurch Reizstoffe leichter eindringen können.
Immunsystemstörungen: Überreaktionen des Immunsystems können zu chronischen Entzündungen führen.
Äußere Auslöser
Verschiedene Umweltfaktoren können Ekzeme auslösen oder verschlechtern:
- Allergene wie Pollen, Hausstaubmilben oder Tierhaare
- Reizstoffe wie aggressive Reinigungsmittel oder Chemikalien
- Klimatische Faktoren wie Kälte, Hitze oder trockene Luft
- Psychischer Stress und emotionale Belastungen
- Bestimmte Lebensmittel bei entsprechender Sensibilisierung
- Synthetische Kleidung oder kratzende Textilien
Arten von Ekzemen
Atopisches Ekzem (Neurodermitis)
Das atopische Ekzem ist die häufigste Form chronischer Hautentzündungen. Es tritt oft bereits im Säuglingsalter auf und kann sich im Laufe des Lebens verändern. Typische Lokalisationen sind bei Babys das Gesicht, bei Kleinkindern die Arm- und Kniebeugen und bei Erwachsenen oft Hände und Gesicht.
Kontaktekzem
Diese Form entsteht durch direkten Hautkontakt mit auslösenden Substanzen. Man unterscheidet zwischen:
- Allergischem Kontaktekzem: Reaktion auf spezifische Allergene
- Irritativem Kontaktekzem: Direkte Hautschädigung durch Reizstoffe
Seborrhoisches Ekzem
Diese Form betrifft hauptsächlich talgdrüsenreiche Hautbereiche wie Kopfhaut, Gesicht und oberen Brustbereich. Es steht oft in Zusammenhang mit einer übermäßigen Vermehrung bestimmter Hautpilze.
Weitere Ekzemformen
Weitere wichtige Arten sind das dyshidrotische Ekzem mit charakteristischen Bläschen an Händen und Füßen, das nummuläre Ekzem mit münzförmigen Hautveränderungen und das berufsbedingte Handekzem.
Diagnose von Ekzemen
Die Diagnose eines Ekzems erfolgt in der Regel durch eine ausführliche Anamnese und körperliche Untersuchung durch einen Dermatologen. Wichtige Faktoren sind:
- Erscheinungsbild und Lokalisation der Hautveränderungen
- Verlauf und Auslöser der Erkrankung
- Familiäre Vorbelastung
- Berufliche Exposition gegenüber Reizstoffen
Bei Verdacht auf Allergien können Hauttests wie der Prick-Test oder Patch-Test durchgeführt werden. Diese helfen dabei, spezifische Auslöser zu identifizieren.
Behandlungsmöglichkeiten
Allgemeine Behandlungsprinzipien
Die Behandlung von Ekzemen erfolgt individuell und richtet sich nach der Art, dem Schweregrad und den persönlichen Auslösern. Wichtiger Hinweis: Alle medikamentösen Behandlungen sollten nur nach Rücksprache mit einem Arzt erfolgen.
Akutbehandlung
In akuten Phasen können verschiedene medizinische Ansätze zum Einsatz kommen, die darauf abzielen, die Entzündung zu reduzieren und den Juckreiz zu lindern. Ihr Arzt wird die für Sie geeignete Therapie auswählen.
Langzeittherapie
Die Langzeitbehandlung konzentriert sich auf:
- Konsequente Hautpflege mit rückfettenden Produkten
- Vermeidung bekannter Auslöser
- Aufbau und Erhaltung der Hautbarriere
- Stressmanagement
Hautpflege bei Ekzemen
Die richtige Basispflege
Eine konsequente Hautpflege ist das Fundament jeder Ekzembehandlung. Empfehlenswerte Inhaltsstoffe sind:
- Ceramide für den Aufbau der Hautbarriere
- Glycerin und Hyaluronsäure für die Feuchtigkeitsbindung
- Nachtkerzenöl oder Sheabutter für die Rückfettung
Vermieden werden sollten Duftstoffe, Konservierungsmittel wie Parabene und aggressive Tenside.
Baden und Duschen
Für die tägliche Hygiene gelten besondere Regeln:
- Lauwarmes Wasser verwenden (nicht heiß)
- Kurze Duschzeit (maximal 10 Minuten)
- Milde, pH-neutrale Waschprodukte nutzen
- Nach dem Duschen sofort eincremen
Vorbeugung und Triggervermeidung
Die Identifikation und Vermeidung persönlicher Auslöser ist entscheidend für den langfristigen Therapieerfolg:
Alltägliche Maßnahmen
- Baumwollkleidung bevorzugen, synthetische Fasern meiden
- Raumklima mit 40-60% Luftfeuchtigkeit halten
- Stress reduzieren durch Entspannungstechniken
- Bekannte Allergene konsequent meiden
- Hautschutz bei der Arbeit verwenden
Leben mit Ekzem
Alltag und Beruf
Ekzeme können den Alltag erheblich beeinträchtigen. Wichtig ist es, realistische Erwartungen zu haben und Unterstützung zu suchen, wenn nötig. Im beruflichen Umfeld sollten Betroffene offenen über ihre Erkrankung sprechen und entsprechende Schutzmaßnahmen treffen.
Psychische Aspekte
Der chronische Juckreiz und die sichtbaren Hautveränderungen können psychisch belastend sein. Professionelle psychologische Unterstützung kann helfen, besser mit der Erkrankung umzugehen.
Ekzem bei Kindern
Bei Kindern erfordert die Behandlung besondere Aufmerksamkeit. Eltern sollten:
- Die Nägel des Kindes kurz halten
- Nachts Baumwollhandschuhe verwenden
- Eine konsequente Pflegeroutine etablieren
- Bei Verschlechterung zeitnah den Kinderarzt aufsuchen
Wann ist ein Arztbesuch notwendig?
Ein Dermatologe sollte konsultiert werden bei:
- Erstmaligem Auftreten von Hautsymptomen
- Anzeichen bakterieller Infektionen (Eiter, starke Rötung)
- Verschlechterung trotz Behandlung
- Erheblicher Beeinträchtigung des Alltags
- Unklaren Hautveränderungen
Häufig gestellte Fragen
Ist Ekzem heilbar?
Ekzeme sind oft chronische Erkrankungen, die nicht vollständig geheilt werden können. Mit der richtigen Behandlung und Pflege lassen sich die Symptome jedoch gut kontrollieren und längere beschwerdefreie Phasen erreichen.
Wie lange dauert ein Ekzem?
Die Dauer variiert stark je nach Art und Schweregrad. Akute Ekzeme können nach wenigen Wochen abheilen, während chronische Formen über Jahre bestehen können.
Kann Ernährung Ekzeme beeinflussen?
Bei einigen Menschen können bestimmte Lebensmittel Ekzemschübe auslösen. Eine Eliminationsdiät sollte nur unter ärztlicher Aufsicht durchgeführt werden.
Darf man bei Ekzem schwimmen?
Schwimmen ist grundsätzlich möglich, allerdings sollte chloriertes Wasser gemieden und die Haut danach gründlich mit klarem Wasser abgespült und gepflegt werden.
Zusammenfassung
Ekzeme sind komplexe Hauterkrankungen, die individueller Behandlungsansätze bedürfen. Die Kombination aus medizinischer Therapie, konsequenter Hautpflege und Triggervermeidung bildet die Grundlage für eine erfolgreiche Behandlung. Betroffene sollten nicht zögern, professionelle Hilfe zu suchen und sich über ihre Erkrankung zu informieren.
Mit dem richtigen Managementansatz können die meisten Menschen mit Ekzemen ein weitgehend normales Leben führen. Die kontinuierliche Forschung verspricht zudem neue, noch wirksamere Behandlungsmöglichkeiten für die Zukunft.
Fuente de referencia:
- Deutsche Dermatologische Gesellschaft (DDG)
- Berufsverband der Deutschen Dermatologen
- Robert Koch Institut – Gesundheitsberichterstattung
- Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften
- Deutscher Neurodermitis Bund
Wichtiger medizinischer Hinweis
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