Durchfall: Ursachen, Symptome und wirksame Behandlung
Durchfall, medizinisch als Diarrhö bezeichnet, ist eines der häufigsten Gesundheitsprobleme weltweit. Fast jeder Mensch ist mindestens einmal im Jahr davon betroffen. Während akuter Durchfall in den meisten Fällen harmlos ist und innerhalb weniger Tage von selbst abklingt, kann er besonders für Kinder, ältere Menschen und chronisch Kranke gefährlich werden. Die wichtigste Gefahr liegt in der Dehydration durch den Verlust von Flüssigkeit und Elektrolyten.
In diesem umfassenden Ratgeber erfahren Sie alles Wichtige über Durchfall Ursachen, Durchfall Symptome und die richtige Durchfall Behandlung. Besonders wichtig ist es zu wissen, wann ein Arztbesuch notwendig wird – etwa bei blutigem Stuhl, hohem Fieber oder Anzeichen einer schweren Dehydration.
Was ist Durchfall genau?
Medizinisch spricht man von Durchfall, wenn eine Person mehr als dreimal täglich wässriger stuhlgang oder sehr weiche Stuhlentleerungen hat. Der Stuhl enthält dabei deutlich mehr Wasser als normalerweise – oft über 75% Wasseranteil statt der normalen 60-70%.
Je nach Dauer unterscheidet die Medizin verschiedene Formen:
- Akuter Durchfall: Dauert weniger als 14 Tage und ist die häufigste Form
- Persistierender Durchfall: Hält 14-30 Tage an
- Chronischer Durchfall: Besteht länger als 4 Wochen
Die meisten Fälle von Durchfall gehören zur akuten Form und sind durch Infektionen verursacht. Normaler Stuhlgang hat eine feste bis weiche Konsistenz und tritt ein- bis dreimal täglich auf.
Durchfall Ursachen
Die Ursachen für Durchfall sind vielfältig und reichen von harmlosen Infektionen bis hin zu ernsten Grunderkrankungen. Die häufigsten Auslöser lassen sich in verschiedene Kategorien einteilen.
Häufigste Ursachen bei Erwachsenen
Die meisten Fälle von Durchfall bei Erwachsenen entstehen durch:
- Virale Infektionen: Norovirus und Rotavirus sind die häufigsten Verursacher
- Bakterielle Infektionen: Salmonellen, E.coli und Campylobacter
- Lebensmittelvergiftung: Durch verdorbene oder kontaminierte Nahrungsmittel
- Stress und psychische Belastung: Der Darm reagiert sensibel auf seelische Anspannung
- Medikamente: Besonders Antibiotika stören die Darmflora
- Nahrungsmittelunverträglichkeiten: Laktoseintoleranz, Fruktosemalabsorption oder Glutenunverträglichkeit
Weitere mögliche Ursachen
Zu den weniger häufigen, aber wichtigen Ursachen gehören:
- Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen: Morbus Crohn und Colitis ulcerosa
- Reizdarmsyndrom: Eine funktionelle Störung des Darms
- Parasitenbefall: Besonders nach Reisen in tropische Länder
- Reisedurchfall: Durch ungewohnte Keime oder Ernährung
- Übermäßiger Alkoholkonsum: Reizt die Darmschleimhaut
- Zuckeraustauschstoffe: Sorbitol und andere können abführend wirken
Besondere Ursachen bei Kindern
Durchfall bei Kindern hat oft spezielle Auslöser:
- Rotavirus-Infektionen: Besonders häufig bei Säuglingen und Kleinkindern
- Zahnen: Kann vorübergehend zu weicherem Stuhl führen
- Ernährungsumstellung: Bei der Einführung neuer Nahrungsmittel
- Antibiotika-Behandlung: Stört das empfindliche Gleichgewicht der kindlichen Darmflora
Durchfall Symptome
Die Durchfall Symptome können von Person zu Person variieren und hängen von der zugrundeliegenden Ursache ab. Wichtig ist es, zwischen harmlosen Begleitsymptomen und Warnsignalen zu unterscheiden.
Hauptsymptome
Die typischen Hauptsymptome sind:
- Wässriger, lockerer Stuhlgang: Das Leitsymptom von Durchfall
- Häufiger Stuhldrang: Oft mit plötzlichem und unwiderstehlichem Drang
- Bauchkrämpfe und Bauchschmerzen: Meist wellenförmig auftretend
- Blähungen: Durch verstärkte Gasbildung im Darm
Begleitsymptome
Häufig treten zusätzlich auf:
- Übelkeit und Erbrechen: Besonders bei Magen-Darm-Infektionen
- Fieber: Zeigt eine Entzündungsreaktion an
- Schwächegefühl: Durch Flüssigkeits- und Elektrolytverlust
- Appetitlosigkeit: Der Körper schützt sich vor weiterer Belastung
- Anzeichen von Dehydration: Mundtrockenheit, seltenes Wasserlassen, Schwindel
Alarmsymptome – wann zum Arzt?
Bei folgenden Warnsignalen sollten Sie umgehend ärztliche Hilfe suchen:
- Blutiger Stuhl oder schwarzer Stuhl
- Hohes Fieber über 38,5°C
- Starke oder anhaltende Bauchschmerzen
- Zeichen schwerer Dehydration: Kaum Urinausscheidung, starker Durst, Benommenheit
- Durchfall länger als 3 Tage
- Besondere Gefahr für Säuglinge, Kleinkinder und ältere Menschen
Durchfall bei Erwachsenen
Durchfall bei Erwachsenen ist meist weniger gefährlich als bei Kindern, da der Körper größere Flüssigkeitsreserven hat. Dennoch sollten auch Erwachsene die Symptome ernst nehmen und auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten.
Erwachsene haben ein geringeres Risiko für gefährliche Dehydration, sind aber anfälliger für stressbedingte Durchfälle. Das Immunsystem ist ausgereifter, wodurch die meisten Infektionen schneller überwunden werden. Trotzdem sollten Erwachsene mit Vorerkrankungen, geschwächtem Immunsystem oder bei schweren Symptomen ärztliche Hilfe suchen.
Durchfall bei Kindern
Durchfall bei Kindern erfordert besondere Aufmerksamkeit, da kleine Körper schneller dehydrieren können. Säuglinge und Kleinkinder sind besonders gefährdet, da sie relativ mehr Körperwasser haben und dieses schneller verlieren.
Bei Babys unter sechs Monaten sollten Eltern bereits nach wenigen Stunden mit Durchfall einen Arzt konsultieren. Anzeichen für Dehydration bei Kindern sind:
- Trockene Windeln über mehrere Stunden
- Eingesunkene Augen oder Fontanelle
- Trockene Schleimhäute
- Teilnahmslosigkeit oder ungewöhnliche Unruhe
- Kühle Hände und Füße
Gestillte Säuglinge sollten weiter gestillt werden, da Muttermilch die beste Flüssigkeitsquelle ist und Antikörper enthält.
Durchfall Behandlung
Die richtige Durchfall Behandlung hängt von der Schwere der Symptome und der zugrundeliegenden Ursache ab. In den meisten Fällen steht die symptomatische Behandlung im Vordergrund.
Sofortmaßnahmen bei akutem Durchfall
Die wichtigsten Sofortmaßnahmen sind:
- Ausreichend Flüssigkeit trinken: Mindestens 2-3 Liter täglich
- Elektrolytlösungen verwenden: Spezielle Rehydratationslösungen aus der Apotheke
- Schonkost einführen: Leicht verdauliche Nahrung
- Ruhe gönnen: Der Körper braucht Energie zur Heilung
Ernährung bei Durchfall
Die richtige Ernährung unterstützt die Genesung:
Empfohlene Nahrungsmittel:
- Bananen (liefern Kalium)
- Reis und Reiswasser
- Apfelmus (enthält Pektin)
- Toast oder Zwieback
- Gekochte Karotten
- Hühnerbrühe
Zu vermeidende Nahrungsmittel:
- Milchprodukte (außer bei Säuglingen)
- Fettiges und scharfes Essen
- Rohkost und ballaststoffreiche Kost
- Süßigkeiten und zuckerhaltige Getränke
- Alkohol und Koffein
Mythos Salzstangen und Cola: Diese Kombination ist nicht optimal, da sie zu wenig Natrium und zu viel Zucker enthält. Besser sind spezielle Elektrolytlösungen.
Medikamentöse Behandlung
Bei der medikamentösen Behandlung ist Vorsicht geboten. Verschiedene Wirkstoffe können helfen, sollten aber nur nach ärztlicher Beratung eingesetzt werden:
- Antidiarrhoika: Können die Darmbewegung verlangsamen, sollten aber nicht bei Fieber oder blutigem Stuhl verwendet werden
- Probiotika: Können helfen, die Darmflora wieder aufzubauen
- Adsorbenzien: Können Giftstoffe im Darm binden
Wichtig: Konsultieren Sie immer einen Arzt oder Apotheker, bevor Sie Medikamente gegen Durchfall einnehmen. Dies gilt besonders bei Fieber, blutigem Stuhl oder wenn der Verdacht auf eine bakterielle Infektion besteht.
Hausmittel gegen Durchfall
Bewährte Hausmittel können die Genesung unterstützen:
- Kamillentee: Wirkt beruhigend auf den Darm
- Heidelbeertee: Enthält Gerbstoffe, die zusammenziehend wirken
- Geriebener Apfel: Das Pektin kann Wasser binden
- Flohsamenschalen: Können den Stuhl eindicken
- Heilerde: Kann Giftstoffe binden
Behandlung bei Kindern
Bei Kindern gelten besondere Regeln:
- Stillen fortsetzen: Muttermilch ist ideal
- Spezielle Kinderelektrolytlösungen: In der richtigen Dosierung
- Normale Ernährung schnell wieder einführen: Nach 4-6 Stunden ohne Erbrechen
- Vorsicht bei Medikamenten: Viele Erwachsenenpräparate sind für Kinder ungeeignet
Wässriger Stuhlgang – Was bedeutet das?
Wässriger Stuhlgang ist ein besonders alarmierendes Symptom, da er zu schnellem Flüssigkeitsverlust führen kann. Der Stuhl enthält dabei über 90% Wasser und hat kaum noch feste Bestandteile.
Diese Form ist besonders bei Cholera, schweren Norovirus-Infektionen oder bestimmten bakteriellen Infektionen zu beobachten. Die Gefahr der Dehydration ist dabei besonders groß, weshalb sofortige Gegenmaßnahmen wichtig sind.
Dehydration vorbeugen
Die Vorbeugung einer Dehydration ist bei Durchfall das wichtigste Ziel. Anzeichen einer beginnenden Austrocknung sind:
- Durstgefühl
- Trockene Schleimhäute
- Seltenes Wasserlassen
- Schwindelgefühl beim Aufstehen
- Kopfschmerzen
- Müdigkeit und Schwäche
Optimale Getränke bei Durchfall:
- Elektrolytlösungen aus der Apotheke
- Verdünnte Fruchtsäfte (1:1 mit Wasser)
- Kräutertees mit etwas Zucker und Salz
- Klare Brühe
WHO-Rezept für selbstgemachte Elektrolytlösung:
1 Liter abgekochtes Wasser + 1 Teelöffel Salz + 2 Esslöffel Zucker
Wann zum Arzt bei Durchfall?
Bei Erwachsenen
Erwachsene sollten ärztliche Hilfe suchen bei:
- Durchfall länger als 3 Tage
- Hohem Fieber über 38,5°C
- Blut im Stuhl oder schwarzem Stuhl
- Starken Bauchschmerzen
- Anzeichen schwerer Dehydration
- Nach Reisen in Risikogebiete
- Bei Vorerkrankungen oder geschwächtem Immunsystem
Bei Kindern
Bei Kindern ist frühere ärztliche Hilfe nötig:
- Säuglinge unter 6 Monate: sofort
- Kleinkinder: nach 24 Stunden
- Bei jedem Anzeichen von Dehydration
- Fieber über 38°C
- Erbrechen und Verweigerung der Flüssigkeitsaufnahme
- Teilnahmslosigkeit oder ungewöhnliche Unruhe
Durchfall vorbeugen
Viele Fälle von Durchfall lassen sich durch einfache Maßnahmen vermeiden:
- Handhygiene: Regelmäßiges und gründliches Händewaschen
- Lebensmittelhygiene: Richtige Lagerung und Zubereitung
- Sauberes Trinkwasser: Besonders auf Reisen
- Impfungen: Rotavirus-Impfung für Säuglinge
- Vorsicht bei Antibiotika: Nur nach ärztlicher Verordnung
- Stressreduktion: Da psychischer Stress den Darm beeinflussen kann
Reisedurchfall vermeiden
Reisedurchfall betrifft bis zu 40% aller Fernreisenden. Die wichtigsten Vorbeugungsmaßnahmen:
- „Cook it, peel it or leave it“ Regel: Nur gekochte oder geschälte Nahrung
- Trinkwasser: Nur Flaschenwasser oder abgekochtes Wasser
- Eiswürfel meiden: Oft aus Leitungswasser hergestellt
- Straßenessen meiden: Unklare Hygienebedingungen
- Reiseapotheke: Elektrolytlösungen und Durchfallmittel einpacken
Chronischer Durchfall
Chronischer Durchfall, der länger als 4 Wochen anhält, erfordert immer eine ärztliche Abklärung. Mögliche Ursachen sind:
- Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen
- Reizdarmsyndrom
- Nahrungsmittelunverträglichkeiten
- Medikamentennebenwirkungen
- Hormonelle Störungen
- In seltenen Fällen Tumorerkrankungen
Die Diagnostik umfasst meist Stuhluntersuchungen, Bluttests und gegebenenfalls eine Darmspiegelung.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie lange dauert Durchfall normalerweise?
Akuter Durchfall dauert meist 1-3 Tage, maximal 2 Wochen. Länger anhaltender Durchfall sollte ärztlich abgeklärt werden.
Ist Durchfall ansteckend?
Infektiöser Durchfall ist ansteckend. Wichtig sind Handhygiene und die Desinfektion von Toiletten.
Darf man bei Durchfall arbeiten oder zur Schule?
Personen mit infektiösem Durchfall sollten zu Hause bleiben, bis sie 24-48 Stunden symptomfrei sind.
Helfen Salzstangen und Cola wirklich?
Nein, diese Kombination ist nicht optimal. Cola enthält zu viel Zucker und zu wenig Natrium. Elektrolytlösungen sind besser geeignet.
Kann man durch Durchfall abnehmen?
Der Gewichtsverlust bei Durchfall ist hauptsächlich Flüssigkeitsverlust, kein Fettverlust. Nach der Genesung normalisiert sich das Gewicht wieder.
Was tun bei nächtlichem Durchfall?
Nächtlicher Durchfall kann auf organische Ursachen hinweisen und sollte ärztlich abgeklärt werden, besonders wenn er regelmäßig auftritt.
Fazit
Durchfall ist ein häufiges, meist harmloses Gesundheitsproblem, das in der Regel innerhalb weniger Tage von selbst abklingt. Die wichtigste Maßnahme ist die ausreichende Flüssigkeits- und Elektrolytzufuhr, um eine Dehydration zu vermeiden.
Während akuter Durchfall bei gesunden Erwachsenen meist unbedenklich ist, erfordern Durchfall bei Kindern, besonders bei Säuglingen, sowie Durchfall mit Alarmsymptomen wie Blut im Stuhl oder hohem Fieber eine sofortige ärztliche Behandlung.
Die Vorbeugung durch gute Hygiene, sichere Nahrungsmittel und Vorsicht auf Reisen kann viele Fälle von Durchfall verhindern. Bei chronischem Durchfall oder unklaren Symptomen ist eine ärztliche Abklärung unerlässlich.
Wichtiger Hinweis: Bei Unsicherheit über die Schwere der Symptome oder bei Anzeichen einer Verschlechterung sollten Sie immer ärztlichen Rat einholen. Dies gilt besonders für Säuglinge, ältere Menschen und Personen mit Vorerkrankungen.
Fuente de referencia:
- Robert Koch-Institut – Gastroenteritis
- World Health Organization – Diarrhoeal disease
- AWMF Leitlinien – Akuter Durchfall
- Bundesministerium für Gesundheit – Infektionsschutz
- Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie – Leitlinien
Wichtiger medizinischer Hinweis
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