Eine Blasensenkung (Zystozele) ist ein häufiges Problem, das vor allem Frauen nach Schwangerschaften oder in der Menopause betrifft. Bei dieser Erkrankung senkt sich die Blase aufgrund einer Schwächung der stützenden Strukturen in die Vagina hinein. Dies kann zu verschiedenen unangenehmen Symptomen wie Druckgefühl, Problemen beim Wasserlassen und Schmerzen beim Geschlechtsverkehr führen.
Obwohl eine Beckenbodenschwäche und die daraus resultierende Blasensenkung zunächst beunruhigend sein kann, gibt es heute viele effektive Behandlungsmöglichkeiten. Von konservativen Therapieansätzen wie Beckenbodentraining bis hin zu modernen operativen Verfahren können Betroffene ihre Lebensqualität deutlich verbessern.
In diesem umfassenden Artikel erfahren Sie alles Wichtige über Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten einer Blasensenkung. Die frühzeitige Erkennung und angemessene Behandlung sind entscheidend, um Komplikationen zu vermeiden und die bestmöglichen Ergebnisse zu erzielen.
Was ist eine Blasensenkung?
Medizinische Definition
Eine Blasensenkung (Zystozele) bezeichnet die Absenkung der Harnblase in die vordere Scheidenwand hinein. Dies geschieht, wenn die Muskeln, Bänder und das Bindegewebe, die normalerweise die Blase in ihrer anatomisch korrekten Position halten, geschwächt oder gedehnt werden.
Die Begriffe Blasenvorfall und Blasenprolaps werden oft synonym verwendet, wobei der Blasenprolaps typischerweise einen schwereren Grad der Senkung beschreibt. Bei einer Zystozele wölbt sich die Blasenwand durch die geschwächte vordere Vaginalwand und kann im fortgeschrittenen Stadium sogar außerhalb der Scheide sichtbar werden.
Anatomisch betrachtet liegt die Blase normalerweise oberhalb der Vagina und wird durch ein komplexes Netzwerk aus Muskeln, Faszien und Bändern gestützt. Diese Strukturen gehören zum Beckenboden, einem wichtigen Muskel- und Bindegewebskomplex, der die Beckenorgane trägt und stabilisiert.
Schweregrade der Blasensenkung
Mediziner unterscheiden verschiedene Schweregrade einer Blasensenkung:
Grad 1 (leichte Senkung): Die Blase senkt sich nur geringfügig ab, die Symptome sind meist mild oder gar nicht vorhanden. Die Blasenwand wölbt sich nur minimal in die vordere Scheidenwand.
Grad 2 (mittlere Senkung): Die Blasensenkung ist deutlicher ausgeprägt und erreicht den Scheideneingang. Symptome wie Druckgefühl und Probleme beim Wasserlassen treten häufiger auf.
Grad 3 (schwere Senkung/kompletter Prolaps): Die Blase tritt über den Scheideneingang hinaus und ist von außen sichtbar. Dies führt zu erheblichen Beschwerden und erfordert meist eine operative Behandlung.
Ursachen der Blasensenkung
Beckenbodenschwäche als Hauptursache
Die Hauptursache einer Blasensenkung ist eine Beckenbodenschwäche. Der Beckenboden besteht aus mehreren Muskelschichten, die die Beckenorgane wie eine Hängematte tragen und stützen. Wenn diese Muskulatur schwächer wird oder die unterstützenden Bänder und das Bindegewebe gedehnt werden oder reißen, kann die Blase ihre normale Position nicht mehr halten.
Diese Schwächung kann durch verschiedene Faktoren verursacht werden, wobei hormonelle Veränderungen, mechanische Belastungen und genetische Veranlagung eine wichtige Rolle spielen. Die Elastizität und Festigkeit des Bindegewebes nimmt mit zunehmendem Alter natürlicherweise ab, was das Risiko für einen Blasenvorfall erhöht.
Risikofaktoren
Schwangerschaft und Geburt stellen den wichtigsten Risikofaktor dar. Während der Schwangerschaft übt das wachsende Kind Druck auf den Beckenboden aus, und die hormonellen Veränderungen machen das Gewebe weicher und dehnbarer. Bei der Geburt, besonders bei schwierigen oder langwierigen Geburten, können die Beckenbodenmuskeln und das unterstützende Gewebe beschädigt werden. Mehrfache Geburten erhöhen das Risiko entsprechend.
Alter und Menopause sind weitere wichtige Faktoren. Der Östrogenmangel nach den Wechseljahren führt zu einer Schwächung der Muskulatur und des Bindegewebes im Beckenbereich. Die natürliche Alterung verstärkt diesen Prozess zusätzlich.
Chronischer Druck im Bauchraum kann eine Blasensenkung begünstigen. Dazu gehören Übergewicht, chronische Verstopfung mit starkem Pressen beim Stuhlgang, anhaltender Husten (z.B. durch Rauchen oder chronische Lungenerkrankungen) und schwere körperliche Arbeit mit falscher Hebetechnik.
Genetische Veranlagung spielt ebenfalls eine Rolle. Frauen mit einer angeborenen Bindegewebsschwäche haben ein erhöhtes Risiko für Organsenkungen, einschließlich einer Zystozele.
Vorherige Unterleibsoperationen, insbesondere Hysterektomien (Gebärmutterentfernungen), können das Risiko für eine spätere Blasensenkung erhöhen, da dabei wichtige Stützstrukturen verändert werden.
Symptome und Anzeichen
Typische Beschwerden
Das charakteristischste Symptom einer Blasensenkung ist eine sichtbare oder fühlbare Gewebewölbung in der Scheide. Betroffene Frauen bemerken oft eine Art Knoten oder Vorwölbung, besonders beim Duschen oder bei der Intimhygiene. Diese Wölbung kann beim Pressen, Husten oder schweren Heben ausgeprägter werden.
Ein weiteres häufiges Symptom ist ein anhaltendes Druck- und Fremdkörpergefühl im Unterleib. Viele Frauen beschreiben das Gefühl, als würde etwas nach unten drücken oder als säße etwas im Becken fest. Dieses Druckgefühl verstärkt sich typischerweise im Laufe des Tages und bei körperlicher Anstrengung.
Probleme beim Wasserlassen sind ebenfalls charakteristisch für eine Zystozele. Dazu gehören:
- Erschwertes Wasserlassen mit verzögertem Beginn des Harnstrahls
- Schwacher oder unterbrochener Harnstrahl
- Gefühl der unvollständigen Blasenentleerung
- Notwendigkeit, beim Wasserlassen zu pressen oder die Körperposition zu verändern
- Harninkontinenz, besonders Belastungsinkontinenz beim Husten, Niesen oder Heben
Weitere Symptome
Schmerzen beim Geschlechtsverkehr (Dyspareunie) können auftreten, wenn die Blasensenkung den Vaginalkanal verengt oder verformt. Dies kann zu Unbehagen oder Schmerzen für beide Partner führen und die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen.
Viele Betroffene berichten über Rückenschmerzen im unteren Bereich, die durch die veränderte Beckenanatomie und die damit verbundene Muskelanspannung entstehen können. Diese Schmerzen können ausstrahlen und zu einer chronischen Belastung werden.
Typisch ist auch, dass sich die Symptome bei langem Stehen oder körperlicher Anstrengung verschlimmern und im Liegen bessern. Dies liegt daran, dass die Schwerkraft die Senkung verstärkt, während die horizontale Position Entlastung bringt.
Wiederkehrende Harnwegsinfektionen können ebenfalls eine Folge einer Blasensenkung sein, da die unvollständige Blasenentleerung zu Bakterienwachstum führen kann.
Wann zum Arzt?
Bei folgenden Warnsignalen sollten Sie umgehend einen Arzt aufsuchen: plötzliche starke Schmerzen, komplette Harnverhaltung, sichtbare Blutungen oder Anzeichen einer schweren Infektion wie Fieber. Auch bei milderen, aber anhaltenden Symptomen ist eine frühzeitige Abklärung wichtig, um rechtzeitig geeignete Behandlungsmaßnahmen einleiten zu können.
Diagnose der Blasensenkung
Anamnese und körperliche Untersuchung
Die Diagnose einer Blasensenkung beginnt mit einem ausführlichen Gespräch über Ihre Symptome und Krankengeschichte. Der Arzt wird nach der Art und Dauer Ihrer Beschwerden fragen, sowie nach Risikofaktoren wie Geburten, Gewicht und anderen relevanten Faktoren.
Die körperliche Untersuchung umfasst eine gynäkologische Untersuchung, bei der der Arzt die Scheide und die umgebenden Strukturen betastet. Oft wird die Untersuchung sowohl im Liegen als auch im Stehen durchgeführt, da sich eine Zystozele im Stehen aufgrund der Schwerkraft deutlicher zeigen kann. Der Arzt bittet Sie möglicherweise auch zu pressen oder zu husten, um das Ausmaß der Senkung zu beurteilen.
Weiterführende Untersuchungen
Eine urodynamische Untersuchung kann durchgeführt werden, um die Blasenfunktion zu bewerten. Dabei wird der Druck in der Blase gemessen, während sie sich füllt und entleert. Dies hilft, Probleme mit der Blasenentleerung zu identifizieren und die Behandlung zu planen.
Eine Zystoskopie (Blasenspiegelung) ermöglicht es dem Arzt, das Innere der Blase direkt zu betrachten und andere Probleme auszuschließen. Bei dieser Untersuchung wird ein dünnes, flexibles Instrument durch die Harnröhre in die Blase eingeführt.
Ultraschall (Sonographie) ist eine schmerzfreie Untersuchung, die Informationen über die Position der Blase und anderer Beckenorgane liefert. Spezielle Ultraschallverfahren können auch die Funktion des Beckenbodens beurteilen.
Die Urinflussmessung (Uroflowmetrie) misst die Geschwindigkeit und das Volumen des Harnflusses und kann Hinweise auf Entleerungsstörungen geben.
In speziellen Fällen kann eine Magnetresonanztomographie (MRT) des Beckens sinnvoll sein, um detaillierte Bilder der Beckenorgane und ihrer Position zu erhalten.
Behandlungsmöglichkeiten
Konservative Behandlung
Beckenbodentraining (Physiotherapie)
Beckenbodentraining ist oft die erste und wichtigste Behandlungsmaßnahme bei einer Blasensenkung. Die sogenannten Kegel-Übungen zielen darauf ab, die Beckenbodenmuskeln zu stärken und dadurch die Stützfunktion für die Blase zu verbessern.
Ein angeleitetes Training bei spezialisierten Physiotherapeuten ist besonders effektiv. Diese können Ihnen die korrekte Technik vermitteln und ein individuelles Übungsprogramm erstellen. Viele Frauen führen die Übungen zunächst falsch aus, weshalb professionelle Anleitung wichtig ist.
Biofeedback-Therapie kann dabei helfen, die richtige Muskelaktivierung zu erlernen. Sensoren messen die Muskelaktivität und geben visuelles oder akustisches Feedback, sodass Sie lernen können, die richtigen Muskeln gezielt anzuspannen.
Elektrostimulation ist eine weitere Möglichkeit, die Beckenbodenmuskeln zu aktivieren und zu stärken. Schwache elektrische Impulse regen die Muskelkontraktion an und können besonders bei sehr schwacher Muskulatur hilfreich sein.
Pessartherapie
Ein Pessar ist ein medizinisches Hilfsmittel aus Silikon oder Kunststoff, das in die Scheide eingeführt wird, um die Blase zu stützen und eine weitere Senkung zu verhindern. Es gibt verschiedene Pessar-Typen, die je nach Art und Schweregrad der Senkung ausgewählt werden.
Pessare müssen regelmäßig gereinigt und gewechselt werden. Viele Frauen können dies nach entsprechender Anleitung selbst durchführen. Regelmäßige Kontrolluntersuchungen beim Arzt sind dennoch wichtig, um Komplikationen zu vermeiden.
Die Vorteile von Pessaren liegen in der nicht-invasiven Anwendung und der Möglichkeit, sie jederzeit zu entfernen. Nachteile können Unbehagen, Ausfluss oder in seltenen Fällen Verletzungen der Scheidenwand sein.
Lebensstilveränderungen
Gewichtsreduktion bei Übergewicht kann den Druck auf den Beckenboden verringern und die Symptome einer Beckenbodenschwäche lindern. Auch moderate Gewichtsabnahme kann bereits deutliche Verbesserungen bewirken.
Die Vermeidung schweren Hebens oder das Erlernen der richtigen Hebetechnik (aus den Beinen heraus, nicht aus dem Rücken) kann weitere Schäden am Beckenboden verhindern.
Die Behandlung von chronischem Husten oder chronischer Verstopfung ist wichtig, um den konstanten Druck auf den Beckenboden zu reduzieren. Bei Verstopfung können ballaststoffreiche Ernährung und ausreichende Flüssigkeitszufuhr helfen.
Hormontherapie
Bei postmenopausalen Frauen kann eine lokale Östrogenbehandlung in Form von Cremes oder Zäpfchen helfen, das Gewebe zu stärken und die Symptome zu lindern. Diese Behandlung sollte jedoch immer in Absprache mit einem Arzt erfolgen, da hormonelle Therapien auch Risiken bergen können.
Operative Behandlung
Wann ist eine Operation notwendig?
Eine operative Behandlung kommt in Betracht, wenn konservative Maßnahmen nicht ausreichend helfen oder wenn der Schweregrad der Blasensenkung und der Leidensdruck sehr hoch sind. Bei einer Blasensenkung Grad 3 oder bei erheblichen funktionellen Problemen ist oft ein chirurgischer Eingriff die beste Lösung.
Operative Verfahren
Die vordere Scheidenplastik (Kolporrhaphie) ist das traditionelle Verfahren, bei dem die vordere Scheidenwand gestrafft und verstärkt wird. Dabei werden die geschwächten Gewebe repariert und die Blase in ihre normale Position zurückgebracht.
Laparoskopische oder roboterassistierte Verfahren ermöglichen minimal-invasive Operationen mit kleineren Schnitten und oft schnellerer Erholung. Diese Techniken werden zunehmend häufiger eingesetzt.
Oft wird eine Blasensenkungsoperation mit der Behandlung anderer Beckenorganprolapses kombiniert, wenn mehrere Organe betroffen sind.
Risiken und Komplikationen
Wie bei jeder Operation gibt es auch bei der Behandlung einer Zystozele gewisse Risiken, darunter Infektionen, Blutungen oder Verletzungen benachbarter Organe. Die Erfolgsraten sind jedoch generell hoch, und die meisten Patientinnen erfahren eine deutliche Verbesserung ihrer Symptome.
Die Erholungszeit variiert je nach Operationsmethode, beträgt aber typischerweise 4-6 Wochen für die vollständige Genesung.
Prävention und Vorbeugung
Wie kann man einer Blasensenkung vorbeugen?
Regelmäßiges Beckenbodentraining ist die wichtigste Präventionsmaßnahme. Auch Frauen ohne Beschwerden sollten präventiv ihre Beckenbodenmuskulatur trainieren, besonders nach Schwangerschaften oder mit zunehmendem Alter.
Die Aufrechterhaltung eines gesunden Körpergewichts reduziert die Belastung des Beckenbodens. Eine ausgewogene Ernährung und regelmäßige Bewegung unterstützen dies.
Das Erlernen der richtigen Hebetechnik und die Vermeidung schwerer körperlicher Belastungen können den Beckenboden schützen. Bei unvermeidlichen schweren Arbeiten sollte die Beckenbodenmuskulatur bewusst angespannt werden.
Die Behandlung von Risikofaktoren wie chronischer Verstopfung oder anhaltendem Husten ist wichtig für die Prävention einer Beckenbodenschwäche.
Beckenbodentraining in der Schwangerschaft
Bereits während der Schwangerschaft sollte mit gezieltem Beckenbodentraining begonnen werden, um die Muskeln auf die Geburt vorzubereiten. Nach der Geburt ist die Rückbildungsgymnastik essentiell, um den Beckenboden zu regenerieren und langfristige Probleme zu vermeiden.
Leben mit Blasensenkung
Alltag und Lebensqualität
Mit der richtigen Behandlung und einigen praktischen Anpassungen im Alltag können die meisten Frauen trotz einer Blasensenkung ein normales Leben führen. Regelmäßige Toilettengänge, die Vermeidung schwerer körperlicher Belastungen und das kontinuierliche Beckenbodentraining sind wichtige Alltagsstrategien.
Sport und körperliche Aktivität müssen nicht völlig aufgegeben werden, sollten aber angepasst werden. Schwimmen, Yoga oder Pilates sind oft gut geeignet, während Sportarten mit hoher Sprungbelastung vermieden werden sollten.
Auch Sexualität und Partnerschaft können trotz einer Blasensenkung erfüllend bleiben. Offene Kommunikation mit dem Partner und gegebenenfalls eine Beratung können hilfreich sein. Die psychische Belastung, die mit dieser Erkrankung einhergehen kann, sollte nicht unterschätzt werden, und professionelle Unterstützung kann sinnvoll sein.
Langzeitprognose
Die Heilungschancen einer Blasensenkung sind gut, besonders bei frühzeitiger und angemessener Behandlung. Das Rezidivrisiko hängt von verschiedenen Faktoren ab, kann aber durch konsequente Präventionsmaßnahmen minimiert werden.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Kann sich eine Blasensenkung von selbst zurückbilden?
Eine spontane Rückbildung ist bei leichten Formen möglich, aber selten. In den meisten Fällen ist eine aktive Behandlung notwendig, um eine Verschlechterung zu verhindern und Symptome zu lindern.
Ist eine Blasensenkung gefährlich?
Eine Blasensenkung ist normalerweise nicht lebensbedrohlich, kann aber die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen. Unbehandelt kann sie zu Komplikationen wie wiederkehrenden Harnwegsinfektionen führen.
Kann man mit Blasensenkung schwanger werden?
Eine Schwangerschaft ist grundsätzlich möglich, aber die Blasensenkung kann sich während der Schwangerschaft verschlechtern. Eine Beratung vor einer geplanten Schwangerschaft ist empfehlenswert.
Wie lange dauert die Erholung nach einer Operation?
Die vollständige Erholung dauert meist 4-6 Wochen. In den ersten Wochen sollten schwere körperliche Belastungen vermieden werden.
Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?
Die Kosten für die Behandlung einer Zystozele werden in der Regel von der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen, sowohl für konservative als auch operative Behandlungen.
Können auch junge Frauen betroffen sein?
Obwohl eine Blasensenkung häufiger bei älteren Frauen auftritt, können auch junge Frauen betroffen sein, besonders nach schwierigen Geburten oder bei angeborener Bindegewebsschwäche.
Was ist der Unterschied zwischen Blasensenkung und Gebärmuttersenkung?
Bei einer Blasensenkung senkt sich die Blase in die vordere Scheidenwand, bei einer Gebärmuttersenkung senkt sich die Gebärmutter in die Scheide hinein. Beide können gleichzeitig auftreten.
Hilft Beckenbodentraining wirklich?
Ja, Beckenbodentraining ist eine sehr effektive Behandlung, besonders bei leichten bis mittleren Blasensenkungen. Studien zeigen deutliche Verbesserungen bei konsequenter Durchführung.
Wann muss operiert werden?
Eine Operation wird empfohlen, wenn konservative Behandlungen nicht helfen, bei schweren Senkungen (Grad 3) oder wenn die Lebensqualität stark beeinträchtigt ist.
Kann man Sport treiben bei Blasensenkung?
Sport ist möglich, sollte aber angepasst werden. Geeignet sind Schwimmen, Yoga oder Walking, während Sportarten mit hoher Sprungbelastung vermieden werden sollten.
Fazit
Eine Blasensenkung (Zystozele) ist ein weit verbreitetes Problem, das mit den richtigen Behandlungsmaßnahmen erfolgreich therapiert werden kann. Von konservativem Beckenbodentraining bis hin zu modernen operativen Verfahren stehen heute verschiedene effektive Optionen zur Verfügung.
Die frühzeitige Erkennung und Behandlung sind entscheidend für den Erfolg. Wenn Sie Symptome wie Druckgefühl, Probleme beim Wasserlassen oder eine Gewebewölbung in der Scheide bemerken, zögern Sie nicht, einen Facharzt zu konsultieren.
Mit der richtigen Behandlung und präventiven Maßnahmen wie regelmäßigem Beckenbodentraining können die meisten Frauen ihre Lebensqualität deutlich verbessern. Eine Beckenbodenschwäche ist kein unvermeidbares Schicksal, sondern ein behandelbares medizinisches Problem.
Lassen Sie sich von einem erfahrenen Gynäkologen oder Urologen beraten, um die für Sie beste Behandlungsstrategie zu finden und wieder zu mehr Lebensqualität und Wohlbefinden zu gelangen.
Fuente de referencia:
- Berufsverband der Frauenärzte e.V.
- Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V.
- Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften
- Robert Koch-Institut
- Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe
Wichtiger medizinischer Hinweis
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