Eine Bindehautentzündung (Konjunktivitis) zählt zu den häufigsten Augenbeschwerden und betrifft Menschen aller Altersgruppen. Die Entzündung der dünnen Schleimhaut, die das Auge umhüllt, kann verschiedene Ursachen haben und äußert sich typischerweise durch gerötete Augen, Juckreiz und vermehrten Tränenfluss. Während die meisten Formen der Bindehautentzündung harmlos sind und von selbst heilen, ist es wichtig, die verschiedenen Arten zu unterscheiden und die richtige Behandlung zu wählen.
Millionen von Menschen leiden jährlich unter einer Augenentzündung, wobei die virale Konjunktivitis am häufigsten auftritt, gefolgt von der bakteriellen Konjunktivitis und der allergischen Bindehautentzündung. Das rechtzeitige Erkennen der Bindehautentzündung Symptome und die angemessene Reaktion können nicht nur die Heilung beschleunigen, sondern auch die Ausbreitung der Infektion verhindern.
Was ist Bindehautentzündung? – Medizinische Grundlagen
Die Bindehautentzündung oder Konjunktivitis ist eine Entzündung der Bindehaut (Conjunctiva), einer durchsichtigen Schleimhaut, die das Innere der Augenlider auskleidet und einen Teil des Augapfels bedeckt. Diese dünne Membran spielt eine wichtige Rolle beim Schutz des Auges vor Fremdkörpern und Krankheitserregern.
Eine Entzündung entsteht, wenn die Bindehaut durch verschiedene Faktoren gereizt wird – sei es durch Krankheitserreger wie Viren oder Bakterien, Allergene oder mechanische Reizungen. Die Bindehaut reagiert darauf mit einer Entzündungsreaktion, die zu den charakteristischen Symptomen wie Rötung, Schwellung und erhöhter Durchblutung führt.
Besonders häufig betroffen sind Kinder und ältere Menschen, da ihr Immunsystem entweder noch nicht vollständig entwickelt oder bereits geschwächt ist. Auch Menschen mit Allergien, Kontaktlinsenträger und Personen in Gemeinschaftseinrichtungen haben ein erhöhtes Risiko für eine Bindehautentzündung.
Die Ansteckungsgefahr variiert je nach Ursache: Während virale und bakterielle Formen hochansteckend sind, ist die allergische Variante nicht übertragbar. Die Übertragung erfolgt hauptsächlich durch Tröpfcheninfektion oder direkten Kontakt mit kontaminierten Oberflächen.
Bindehautentzündung Symptome – So erkennen Sie die Erkrankung
Allgemeine Symptome
Die Bindehautentzündung Symptome können variieren, aber es gibt charakteristische Anzeichen, die bei den meisten Formen auftreten. Das auffälligste und häufigste Symptom sind gerötete Augen, verursacht durch die Erweiterung der Blutgefäße in der Bindehaut.
Juckreiz und Brennen gehören zu den belastendsten Symptomen für Betroffene. Dieses unangenehme Gefühl verstärkt sich oft bei Bewegung der Augen oder beim Blinzeln. Gleichzeitig tritt häufig ein vermehrter Tränenfluss auf, da die gereizte Bindehaut versucht, sich selbst zu reinigen und zu befeuchten.
Viele Patienten berichten über ein Fremdkörpergefühl im Auge, als ob sich Sand oder kleine Partikel unter den Lidern befänden. Diese Empfindung kann sehr störend sein und führt oft dazu, dass Betroffene häufig blinzeln oder die Augen reiben möchten.
Lichtempfindlichkeit (Photophobie) ist ein weiteres häufiges Symptom, das besonders bei viralen Formen stark ausgeprägt sein kann. Helles Licht wird als unangenehm empfunden, weshalb viele Betroffene eine Sonnenbrille tragen oder abgedunkelte Räume bevorzugen.
Der Ausfluss aus dem Auge variiert je nach Ursache der Entzündung und kann wässrig, schleimig oder eitrig sein. Morgens sind die Augen häufig verklebt, was auf den während der Nacht angesammelten Ausfluss zurückzuführen ist.
Geschwollene Augenlider treten besonders bei allergischen und bakteriellen Formen auf und können das Sehvermögen beeinträchtigen.
Symptome nach Ursache
Bei der viralen Konjunktivitis beginnen die Symptome meist an einem Auge und breiten sich später auf das andere aus. Der Ausfluss ist typischerweise wässrig, und oft treten begleitende Erkältungssymptome auf. Die Rötung ist meist stark ausgeprägt, und die Lymphknoten vor dem Ohr können geschwollen sein.
Die bakterielle Konjunktivitis zeichnet sich durch einen eitrigen, gelblich-grünen Ausfluss aus, der besonders morgens stark verkrustet. Beide Augen sind oft gleichzeitig betroffen, und die Symptome entwickeln sich meist schneller als bei der viralen Form.
Bei der allergischen Bindehautentzündung stehen Juckreiz und Tränenfluss im Vordergrund. Der Ausfluss ist wässrig, und oft treten gleichzeitig Symptome wie Niesen, verstopfte Nase oder andere allergische Reaktionen auf. Die Symptome verschlechtern sich typischerweise beim Kontakt mit dem auslösenden Allergen.
Ursachen der Bindehautentzündung
Virale Konjunktivitis
Die virale Konjunktivitis ist die häufigste Form der Bindehautentzündung und wird hauptsächlich durch Adenoviren verursacht. Diese Viren sind hochansteckend und verbreiten sich leicht durch Tröpfcheninfektion beim Husten oder Niesen sowie durch direkten Kontakt mit kontaminierten Händen oder Oberflächen.
Herpesviren können ebenfalls eine virale Konjunktivitis auslösen, wobei diese Form meist schwerer verläuft und länger andauert. Die Übertragung erfolgt oft durch Selbstinfektion, wenn bereits bestehende Herpesbläschen an anderen Körperstellen berührt und dann das Auge angefasst wird.
Die virale Form dauert typischerweise 1-3 Wochen und verläuft in mehreren Phasen. Zunächst entwickeln sich die Symptome an einem Auge, bevor sie nach wenigen Tagen auf das andere übergreifen. Die Ansteckungsgefahr ist in den ersten Tagen am höchsten, kann aber während der gesamten Krankheitsdauer bestehen.
Bakterielle Konjunktivitis
Die bakterielle Konjunktivitis wird häufig durch Staphylokokken, Streptokokken oder Haemophilus influenzae verursacht. Diese Bakterien können von außen ins Auge gelangen oder sich aus der normalen Hautflora entwickeln, wenn das Immunsystem geschwächt ist.
Die Ansteckung erfolgt durch direkten Kontakt mit infizierten Sekreten oder kontaminierten Gegenständen. Besonders in Kindergärten, Schulen oder anderen Gemeinschaftseinrichtungen kann sich eine bakterielle Bindehautentzündung schnell ausbreiten.
Risikogruppen sind vor allem Kleinkinder, Menschen mit geschwächtem Immunsystem und Personen mit schlechter Handhygiene. Die bakterielle Form unterscheidet sich von der viralen hauptsächlich durch den eitrigen Ausfluss und die oft schnellere Entwicklung der Symptome.
Allergische Bindehautentzündung
Die allergische Bindehautentzündung entsteht durch eine Überreaktion des Immunsystems auf normalerweise harmlose Substanzen. Häufige Auslöser sind Pollen (saisonale allergische Konjunktivitis), Tierhaare, Hausstaubmilben oder Schimmelpilze (ganzjährige allergische Konjunktivitis).
Bei der saisonalen Form treten die Symptome vor allem während bestimmter Pollenflugzeiten auf, typischerweise im Frühling und Sommer. Die ganzjährige Form wird durch Allergene ausgelöst, die das ganze Jahr über präsent sind, wie Hausstaubmilben oder Tierhaare.
Oft besteht ein Zusammenhang mit anderen allergischen Erkrankungen wie Asthma, allergischem Schnupfen oder Neurodermitis. Bei Kindern kann eine frühzeitige allergische Bindehautentzündung ein Hinweis auf die Entwicklung weiterer Allergien sein.
Weitere Ursachen
Die Reizkonjunktivitis entsteht durch äußere Einflüsse wie Rauch, Chlorwasser, Zugluft oder chemische Dämpfe. Diese Form ist nicht ansteckend und klingt meist schnell ab, wenn der auslösende Reiz beseitigt wird.
Trockene Augen können ebenfalls zu einer chronischen Reizung der Bindehaut führen. Besonders Menschen, die viel Zeit vor Bildschirmen verbringen oder in klimatisierten Räumen arbeiten, sind davon betroffen. Umweltfaktoren wie UV-Strahlung oder starker Wind können zusätzlich zur Entstehung einer Bindehautentzündung beitragen.
Diagnose der Augenentzündung
Ein Arztbesuch ist empfehlenswert, wenn die Symptome länger als wenige Tage anhalten, sich verschlechtern oder von starken Schmerzen begleitet werden. Besonders bei eitrigem Ausfluss, Sehstörungen oder starker Lichtempfindlichkeit sollten Sie nicht zögern, medizinischen Rat einzuholen.
Der Augenarzt führt zunächst eine gründliche Anamnese durch und untersucht das Auge mit einer Spaltlampe. Diese Untersuchung ermöglicht es, die Art und den Schweregrad der Entzündung zu beurteilen sowie andere Augenerkrankungen auszuschließen.
Bei Verdacht auf eine bakterielle Infektion kann ein Abstrich der Bindehaut genommen werden, um den genauen Erreger zu identifizieren. Dies ist besonders wichtig, wenn die Standardbehandlung nicht anschlägt oder bei wiederkehrenden Infektionen.
Wichtige Warnsignale, die eine sofortige ärztliche Behandlung erfordern, sind: starke Augenschmerzen, plötzliche Sehverschlechterung, Lichtblitze oder schwarze Punkte im Sichtfeld, ungewöhnlich starke Schwellungen oder Ausfluss mit Blut.
Bindehautentzündung Behandlung
Behandlung viraler Konjunktivitis
Die virale Konjunktivitis heilt in der Regel von selbst aus, weshalb die Bindehautentzündung Behandlung hauptsächlich darauf abzielt, die Symptome zu lindern. Kühlende Kompressen können mehrmals täglich für 10-15 Minuten aufgelegt werden, um Schwellungen und Beschwerden zu reduzieren.
Befeuchtende Augentropfen (künstliche Tränen) helfen dabei, das Auge feucht zu halten und Reizungen zu minimieren. Diese können bei Bedarf mehrmals täglich angewendet werden. Die Heilung dauert typischerweise 1-3 Wochen, wobei die Symptome allmählich abklingen.
Wichtig ist es, die Augen nicht zu reiben, da dies die Entzündung verstärken und die Ausbreitung der Viren fördern kann. Auch das Tragen von Kontaktlinsen sollte während der Erkrankung vermieden werden.
Behandlung bakterielle Konjunktivitis
Die bakterielle Konjunktivitis erfordert meist eine Behandlung durch den Arzt. Nach entsprechender Diagnose können geeignete Medikamente verordnet werden. Wichtig ist die korrekte Anwendung der verschriebenen Medikamente gemäß den Anweisungen des Arztes.
Die Behandlungsdauer beträgt meist 5-7 Tage, wobei eine Besserung oft bereits nach 24-48 Stunden eintritt. Es ist wichtig, die Behandlung für die vom Arzt verordnete Dauer fortzuführen, auch wenn die Symptome bereits abgeklungen sind.
Bei jeder medikamentösen Behandlung ist es wichtig, vor der Anwendung ärztlichen Rat einzuholen und die Anweisungen des Arztes genau zu befolgen.
Behandlung allergische Bindehautentzündung
Die Behandlung der allergischen Bindehautentzündung konzentriert sich auf die Vermeidung des auslösenden Allergens und die Linderung der Symptome. Bei entsprechender ärztlicher Verordnung können verschiedene Medikamente helfen.
Die wichtigste Maßnahme ist die Allergenvermeidung: Bei Pollenallergie sollten Fenster während der Pollensaison geschlossen bleiben, und nach Aufenthalten im Freien sollten Haare gewaschen und Kleidung gewechselt werden. Bei Hausstaubmilbenallergie helfen spezielle Matratzen- und Kissenbezüge.
Langfristig kann eine spezifische Immuntherapie (Desensibilisierung) bei schweren Fällen erwogen werden. Diese Behandlung sollte jedoch nur von spezialisierten Ärzten durchgeführt werden.
Rezeptfreie Medikamente
Künstliche Tränen sind rezeptfrei erhältlich und können bei allen Formen der Bindehautentzündung zur Befeuchtung des Auges eingesetzt werden. Sie sind besonders hilfreich bei leichten Reizungen und trockenen Augen.
Abschwellende Augentropfen sollten nur kurzfristig und nach Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker verwendet werden, da sie bei längerer Anwendung zu einer Verschlechterung der Symptome führen können. Grundsätzlich sollten Sie vor der Anwendung jeglicher Medikamente, auch rezeptfreier, ärztlichen Rat einholen.
Hausmittel bei Bindehautentzündung
Kühle Kompressen sind eines der wirksamsten Hausmittel bei Bindehautentzündung. Verwenden Sie saubere, in kaltem Wasser getränkte Tücher und legen Sie diese für 10-15 Minuten auf die geschlossenen Augen. Achten Sie darauf, für jedes Auge ein separates Tuch zu verwenden, um eine Übertragung zu vermeiden.
Bei der Anwendung von Kamillentee ist Vorsicht geboten, da Kamille bei empfindlichen Personen allergische Reaktionen auslösen kann. Als sicherere Alternative eignen sich schwarzer Tee oder lauwarmes Salzwasser (1 Teelöffel Salz auf 1 Tasse abgekochtes Wasser).
Schwarztee-Kompressen können dank der enthaltenen Gerbstoffe entzündungshemmend wirken. Lassen Sie den Teebeutel abkühlen und legen Sie ihn für einige Minuten auf das geschlossene Auge.
Die richtige Augenhygiene ist entscheidend: Reinigen Sie die Augen vorsichtig von innen nach außen mit einem sauberen, feuchten Tuch. Verwenden Sie für jedes Auge ein separates Tuch und waschen Sie anschließend gründlich die Hände.
Gönnen Sie Ihren Augen Ruhe, indem Sie Bildschirmzeit reduzieren und ausreichend schlafen. Vermeiden Sie das Reiben der Augen und das Tragen von Makeup während der Erkrankung.
Wichtig: Vermeiden Sie es, die Augen mit den Fingern zu berühren, verwenden Sie keine kontaminierten Gegenstände und teilen Sie keine persönlichen Gegenstände wie Handtücher oder Kissen. Die Grenzen der Selbstbehandlung sind erreicht, wenn sich die Symptome verschlechtern oder länger als eine Woche anhalten.
Vorbeugung und Hygienemaßnahmen
Die wichtigste Präventionsmaßnahme ist die richtige Händehygiene. Waschen Sie Ihre Hände regelmäßig und gründlich mit Seife, besonders vor dem Berühren der Augen und nach dem Kontakt mit potenziell kontaminierten Oberflächen.
Kontaktlinsenträger sollten auf strenge Hygiene achten: Hände vor dem Ein- und Aussetzen waschen, die empfohlenen Tragezeiten einhalten und die Pflegemittel regelmäßig wechseln. Bei ersten Anzeichen einer Bindehautentzündung sollten Kontaktlinsen sofort entfernt werden.
Vermeiden Sie das Teilen von Handtüchern, Kissen oder anderen persönlichen Gegenständen, die mit dem Gesicht in Berührung kommen. Waschen Sie diese Gegenstände regelmäßig bei hohen Temperaturen.
Das Reiben der Augen sollte generell vermieden werden, da dadurch Keime übertragen und Reizungen verstärkt werden können. Bei Juckreiz helfen kühlende Kompressen besser als Reiben.
Zum Schutz vor Allergenen können Pollenfilter in der Wohnung, regelmäßige Reinigung zur Reduzierung von Hausstaubmilben und die Vermeidung bekannter Allergene hilfreich sein.
Am Arbeitsplatz sollten Sie auf ausreichende Luftfeuchtigkeit achten, regelmäßige Pausen bei Bildschirmarbeit einlegen und die Augen bewusst befeuchten. Ein starkes Immunsystem durch gesunde Ernährung, ausreichend Schlaf und regelmäßige Bewegung hilft ebenfalls bei der Vorbeugung von Infektionen.
Bindehautentzündung bei Kindern und Babys
Kinder sind besonders häufig von einer Bindehautentzündung betroffen, da sie oft die Augen mit ungewaschenen Händen reiben und in engem Kontakt mit anderen Kindern stehen. Die Symptome sind ähnlich wie bei Erwachsenen, können aber bei Kleinkindern stärker ausgeprägt sein.
Bei Neugeborenen kann eine Konjunktivitis in den ersten Lebenstagen auftreten, oft verursacht durch Bakterien, die während der Geburt übertragen wurden. Diese Form erfordert immer eine sofortige ärztliche Behandlung, da schwerwiegende Komplikationen auftreten können.
Ein Arztbesuch ist bei Kindern empfehlenswert, wenn die Augen stark gerötet sind, eitriger Ausfluss auftritt oder das Kind über starke Schmerzen klagt. Auch bei Babys unter drei Monaten sollten Sie bei jeder Augenentzündung sofort einen Arzt konsultieren.
Kinder mit ansteckenden Formen der Bindehautentzündung sollten erst wieder in Kindergarten oder Schule gehen, wenn sie mindestens 24 Stunden symptomfrei sind oder eine ärztliche Unbedenklichkeitsbescheinigung vorliegt.
Die Behandlung bei Kindern erfolgt meist mit milderen Mitteln, und die Dosierung muss an das Alter und Gewicht angepasst werden. Eltern sollten darauf achten, dass Kinder sich nicht die Augen reiben und regelmäßig die Hände waschen.
Komplikationen und Warnsignale
Obwohl die meisten Fälle von Bindehautentzündung harmlos verlaufen, können in seltenen Fällen Komplikationen auftreten. Eine Beteiligung der Hornhaut (Keratokonjunktivitis) ist ernst und kann zu dauerhaften Sehschäden führen.
Eine chronische Bindehautentzündung kann entstehen, wenn die akute Form nicht richtig behandelt wird oder ständig neue Reizfaktoren einwirken. Sie zeichnet sich durch anhaltende, milde Symptome über mehrere Wochen oder Monate aus.
Gefährlich wird es, wenn sich die Infektion auf tiefere Augenstrukturen ausbreitet oder wenn Komplikationen wie eine Hornhautbeteiligung auftreten. Dies kann zu dauerhaften Sehstörungen oder im schlimmsten Fall zur Erblindung führen.
Warnsignale für ernstere Erkrankungen sind: plötzliche starke Augenschmerzen, schnelle Sehverschlechterung, starke Lichtempfindlichkeit mit Tränenfluss, ungewöhnliche Pupillenreaktion oder neurologische Symptome wie Doppelbilder. Bei diesen Symptomen sollten Sie umgehend einen Augenarzt oder die Notaufnahme aufsuchen.
Unterschiede: Virale, bakterielle und allergische Konjunktivitis im Vergleich
Die drei Hauptformen der Bindehautentzündung lassen sich anhand charakteristischer Merkmale unterscheiden:
Virale Konjunktivitis: Wässriger Ausfluss, beginnt meist einseitig, oft begleitende Erkältungssymptome, hochansteckend, Heilung nach 1-3 Wochen ohne spezifische Behandlung.
Bakterielle Konjunktivitis: Eitriger, gelblich-grüner Ausfluss, oft beidseitig, verklebte Augen morgens, hochansteckend, rasche Besserung unter entsprechender ärztlicher Behandlung.
Allergische Bindehautentzündung: Starker Juckreiz, wässriger Ausfluss, oft beidseitig, saisonale oder ganzjährige Symptome, nicht ansteckend, Besserung durch Allergenvermeidung und entsprechende Behandlung.
Die Ansteckungsgefahr ist bei viralen und bakteriellen Formen hoch, während allergische Formen nicht übertragbar sind. Die Heilungsdauer variiert von wenigen Tagen bei bakteriellen Formen unter Behandlung bis zu mehreren Wochen bei viralen Formen.
Häufig gestellte Fragen (FAQs)
Wie lange dauert eine Bindehautentzündung?
Die Dauer hängt von der Ursache ab: Bakterielle Formen heilen unter Behandlung meist innerhalb weniger Tage, virale Formen dauern 1-3 Wochen, allergische Formen bestehen solange, wie das Allergen präsent ist.
Ist Bindehautentzündung ansteckend?
Virale und bakterielle Formen sind hochansteckend und können durch Tröpfchen oder Kontakt übertragen werden. Allergische und reizbedingte Formen sind nicht ansteckend.
Darf ich mit Bindehautentzündung arbeiten?
Bei ansteckenden Formen sollten Sie zu Hause bleiben, um andere nicht zu gefährden. Nicht-ansteckende Formen erlauben meist die Arbeit, wenn Sie sich fit genug fühlen.
Kann ich Kontaktlinsen tragen?
Nein, während einer Bindehautentzündung sollten Sie keine Kontaktlinsen tragen, da diese die Heilung verzögern und das Risiko von Komplikationen erhöhen können.
Hilft Muttermilch bei Babys?
Obwohl Muttermilch antibakterielle Eigenschaften hat, sollte sie nicht zur Behandlung von Augeninfektionen verwendet werden. Suchen Sie bei Babys immer ärztlichen Rat.
Wann muss ich zum Arzt?
Bei eitrigem Ausfluss, starken Schmerzen, Sehstörungen, anhaltenden Symptomen über eine Woche oder bei Babys unter drei Monaten sollten Sie einen Arzt konsultieren.
Kann Bindehautentzündung von selbst heilen?
Ja, virale und leichte allergische Formen heilen oft von selbst. Bakterielle Formen benötigen meist eine ärztliche Behandlung.
Sind beide Augen immer betroffen?
Nein, virale Formen beginnen meist einseitig und können sich ausbreiten. Bakterielle und allergische Formen betreffen oft beide Augen gleichzeitig.
Was ist der Unterschied zu Gerstenkorn oder Hagelkorn?
Diese entstehen durch verstopfte Drüsen am Augenlid und sind lokalisierte Schwellungen, während die Bindehautentzündung die gesamte Augenoberfläche betrifft.
Kann man Bindehautentzündung vorbeugen?
Ja, durch gute Handhygiene, Vermeidung von Augenreiben, richtige Kontaktlinsenhygiene und Allergenvermeidung können Sie das Risiko deutlich reduzieren.
Fazit und Zusammenfassung
Die Bindehautentzündung (Konjunktivitis) ist eine häufige, meist harmlose Erkrankung, die jedoch verschiedene Ursachen haben kann. Die rechtzeitige Erkennung der Bindehautentzündung Symptome und die angemessene Reaktion sind entscheidend für eine schnelle Heilung und die Vermeidung von Komplikationen.
Während virale Formen meist von selbst heilen und bakterielle Formen gut behandelbar sind, erfordert die allergische Bindehautentzündung oft eine langfristige Strategie zur Allergenvermeidung. Wichtig ist es, bei anhaltenden oder sich verschlechternden Symptomen ärztliche Hilfe zu suchen.
Die Vorbeugung durch gute Hygiene, besonders Handhygiene, und die Vermeidung von Augenreiben können das Risiko einer Augenentzündung deutlich reduzieren. Bei richtiger Behandlung und Beachtung der Hygieneregeln ist die Prognose für alle Formen der Bindehautentzündung sehr gut.
Medizinischer Disclaimer: Dieser Artikel dient ausschließlich der Information und ersetzt nicht die persönliche Beratung, Untersuchung oder Diagnose durch einen Arzt. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich immer an einen Arzt Ihres Vertrauens. Vor der Anwendung von Medikamenten sollten Sie stets ärztlichen Rat einholen.
Fuente de referencia:
- American Academy of Ophthalmology – Conjunctivitis
- Mayo Clinic – Pink Eye (Conjunctivitis)
- Centers for Disease Control and Prevention – Conjunctivitis
- World Health Organization – Eye Care
- Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft
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