Die Gallenblase ist ein kleines, birnenförmiges Organ unterhalb der Leber, das eine wichtige Rolle bei der Fettverdauung spielt. Gallenblasenerkrankungen gehören zu den häufigsten Erkrankungen des Verdauungssystems und betreffen in Deutschland jährlich mehrere hunderttausend Menschen. Die meisten Gallenblasenerkrankungen entstehen durch Gallensteine, die den normalen Gallenfluss behindern und zu Entzündungen sowie starken Schmerzen führen können.
Die Gallenblase speichert und konzentriert die von der Leber produzierte Galle, die bei der Verdauung von Fetten essentiell ist. Wenn dieser Prozess gestört wird, können verschiedene Erkrankungen auftreten, von harmlosen Gallensteinen bis hin zu schwerwiegenden Entzündungen. Eine frühzeitige Erkennung und Behandlung von Gallenblasenerkrankungen ist entscheidend, um Komplikationen zu vermeiden und die Lebensqualität der Betroffenen zu erhalten.
Arten von Gallenblasenerkrankungen
Gallenblasenerkrankungen umfassen verschiedene Krankheitsbilder, die unterschiedliche Ursachen haben und verschiedene Behandlungsansätze erfordern. Die häufigste Form der Gallenblase Erkrankung sind Gallensteine, aber auch Entzündungen und seltenere Erkrankungen können auftreten.
Gallensteine (Cholelithiasis)
Gallensteine sind feste Ablagerungen, die sich in der Gallenblase bilden und die häufigste Ursache für Gallenblasenerkrankungen darstellen. Sie entstehen, wenn sich die Bestandteile der Galle – hauptsächlich Cholesterin, Bilirubin und Gallensalze – in einem Ungleichgewicht befinden. Man unterscheidet zwischen symptomatischen Gallensteinen, die Beschwerden verursachen, und asymptomatischen „stillen“ Steinen, die oft zufällig entdeckt werden.
Die meisten Gallensteine bestehen zu über 80% aus Cholesterin, während Bilirubinsteine seltener auftreten. Kleine Gallensteine können durch den Gallengang wandern und zu Komplikationen führen, während größere Steine meist in der Gallenblase verbleiben.
Gallenblasenentzündung (Cholezystitis)
Eine Gallenblasenentzündung entsteht meist als Folge von Gallensteinen, die den Gallenausgang blockieren. Man unterscheidet zwischen einer akuten Gallenblasenentzündung, die plötzlich auftritt und starke Schmerzen verursacht, und einer chronischen Form, die sich über längere Zeit entwickelt. Die akute Cholezystitis ist oft ein medizinischer Notfall und erfordert eine sofortige Behandlung.
Weitere Erkrankungen der Gallenblase
Zu den selteneren Gallenblasenerkrankungen gehören Gallenblasenpolypen, gutartige Wucherungen der Gallenblasenwand, und das Gallenblasenkarzinom, eine seltene aber aggressive Krebsform. Funktionsstörungen der Gallenblase können ebenfalls zu Beschwerden führen, auch ohne das Vorhandensein von Gallensteinen.
Ursachen von Gallenblasenerkrankungen
Die Entstehung von Gallenblasenerkrankungen ist multifaktoriell und hängt von verschiedenen Risikofaktoren ab. Das Verständnis dieser Ursachen ist wichtig für die Prävention und Behandlung.
Hauptursachen für Gallensteine
Gallensteine entstehen hauptsächlich durch ein Ungleichgewicht der Gallenbestandteile. Wenn die Galle zu viel Cholesterin oder Bilirubin enthält oder wenn die Gallenblase sich nicht ausreichend entleert, können sich Kristalle bilden, die zu Gallensteinen heranwachsen. Eine gestörte Gallenblasenbeweglichkeit begünstigt ebenfalls die Steinbildung, da die Galle zu lange in der Gallenblase verweilt.
Demografische Risikofaktoren
Das Risiko für Gallenblasenerkrankungen steigt mit dem Alter, besonders nach dem 40. Lebensjahr. Frauen sind deutlich häufiger betroffen als Männer, was auf hormonelle Einflüsse zurückzuführen ist. Die sogenannte „5-F-Regel“ beschreibt die typischen Risikofaktoren: Female (weiblich), Forty (über 40), Fair (hellhäutig), Fat (übergewichtig) und Fertile (fruchtbar).
Lebensstilbedingte Faktoren
Übergewicht und Adipositas erhöhen das Risiko für Gallensteine erheblich, da sie zu einer vermehrten Cholesterinproduktion führen. Eine fettreiche und ballaststoffarme Ernährung begünstigt ebenfalls die Entstehung von Gallensteinen. Paradoxerweise kann auch eine sehr schnelle Gewichtsabnahme durch radikale Diäten das Risiko erhöhen. Bewegungsmangel verlangsamt die Gallenblasenentleerung und fördert die Steinbildung.
Medizinische Risikofaktoren
Diabetes mellitus, Schwangerschaft und die Einnahme von Hormonpräparaten können das Risiko für Gallenblasenerkrankungen erhöhen. Eine genetische Veranlagung spielt ebenfalls eine Rolle, da Gallensteine familiär gehäuft auftreten können. Bestimmte Erkrankungen wie Morbus Crohn oder Leberzirrhose können das Risiko zusätzlich steigern.
Symptome und Anzeichen
Die Symptome von Gallenblasenerkrankungen können stark variieren und reichen von völliger Beschwerdefreiheit bis zu starken, kolikartigen Schmerzen. Die korrekte Interpretation der Symptome ist entscheidend für eine rechtzeitige Diagnose und Behandlung.
Symptome bei Gallensteinen
Viele Menschen mit Gallensteinen haben keinerlei Beschwerden – diese sogenannten asymptomatischen oder „stillen“ Gallensteine werden oft nur zufällig bei anderen Untersuchungen entdeckt. Symptomatische Gallensteine hingegen verursachen charakteristische Beschwerden.
Das typischste Symptom ist die Gallenkolik, ein plötzlich auftretender, sehr starker Schmerz im rechten Oberbauch. Dieser Schmerz kann wellenförmig auftreten und strahlt häufig in den Rücken, die rechte Schulter oder das rechte Schulterblatt aus. Die Schmerzen werden oft von Übelkeit und Erbrechen begleitet und können mehrere Stunden andauern.
Weitere Symptome sind ein Völlegefühl nach fettigen Mahlzeiten, Blähungen und Unverträglichkeit gegenüber fettreichen Speisen. Manche Patienten berichten über ein Druckgefühl im rechten Oberbauch oder wiederkehrende Verdauungsbeschwerden.
Symptome bei Gallenblasenentzündung
Eine akute Gallenblasenentzündung verursacht starke, anhaltende Schmerzen im rechten Oberbauch, die sich von den wellenförmigen Koliken unterscheiden. Die Schmerzen sind oft kontinuierlich und verstärken sich bei Bewegung oder tiefem Einatmen. Fieber und Schüttelfrost sind häufige Begleitsymptome einer Entzündung.
Das Murphy-Zeichen, eine charakteristische Schmerzreaktion beim Einatmen während der Untersuchung des rechten Oberbauchs, ist typisch für eine Gallenblasenentzündung. Wenn zusätzlich die Gallenwege betroffen sind, kann eine Gelbsucht (Ikterus) auftreten, erkennbar an der gelblichen Verfärbung von Haut und Augen, entfärbtem Stuhl und dunklem Urin.
Warnzeichen – Wann zum Arzt?
Bestimmte Symptome erfordern eine sofortige ärztliche Behandlung. Dazu gehören starke, anhaltende Bauchschmerzen, hohes Fieber mit Schüttelfrost, Gelbsucht oder starke Übelkeit mit Erbrechen. Diese Zeichen können auf Komplikationen wie einen Gallengangsverschluss oder eine Bauchspeicheldrüsenentzündung hinweisen, die lebensbedrohlich werden können.
Diagnose von Gallenblasenerkrankungen
Die Diagnose von Gallenblasenerkrankungen erfolgt durch eine Kombination aus Anamnese, körperlicher Untersuchung, Laborwerten und bildgebenden Verfahren. Eine präzise Diagnostik ist wichtig, um die richtige Behandlungsstrategie zu wählen.
Anamnese und körperliche Untersuchung
Der Arzt erfragt zunächst ausführlich die Beschwerden, deren Verlauf und mögliche Risikofaktoren. Bei der körperlichen Untersuchung wird besonders der Bauch abgetastet, um schmerzhafte Bereiche zu lokalisieren und das Murphy-Zeichen zu testen. Die Untersuchung kann bereits wichtige Hinweise auf eine Gallenblasenerkrankung liefern.
Laboruntersuchungen
Blutuntersuchungen geben Aufschluss über entzündliche Prozesse und die Funktionsfähigkeit der Leber. Erhöhte Leberwerte, insbesondere Gamma-GT, können auf eine Gallenabflussstörung hinweisen. Erhöhte Entzündungswerte wie CRP und Leukozyten sprechen für eine akute Entzündung. Das Bilirubin ist bei einem Gallengangsverschluss typischerweise erhöht.
Bildgebende Verfahren
Die Ultraschalluntersuchung (Sonographie) ist das wichtigste bildgebende Verfahren zur Diagnose von Gallenblasenerkrankungen. Sie kann Gallensteine, Wandverdickungen der Gallenblase und Flüssigkeitsansammlungen zuverlässig darstellen. Bei unklaren Befunden oder Verdacht auf Gallengangssteine können weitere Verfahren wie die Magnetresonanz-Cholangiopankreatikographie (MRCP) oder eine Computertomographie eingesetzt werden.
Die endoskopisch retrograde Cholangiopankreatikographie (ERCP) ist sowohl ein diagnostisches als auch therapeutisches Verfahren, mit dem Gallengangssteine direkt dargestellt und entfernt werden können.
Behandlungsmöglichkeiten
Die Behandlung von Gallenblasenerkrankungen richtet sich nach der Art und Schwere der Erkrankung sowie den individuellen Umständen des Patienten. Von konservativen Maßnahmen bis zur operativen Gallenblasenentfernung stehen verschiedene Therapieoptionen zur Verfügung.
Konservative Therapie
Asymptomatische Gallensteine erfordern in der Regel keine Behandlung, sondern werden nur beobachtet und regelmäßig kontrolliert. Das Risiko von Komplikationen ist bei symptomlosen Steinen gering, daher wird eine „Wait and See“-Strategie empfohlen.
Bei akuten Beschwerden können Schmerzmittel und krampflösende Medikamente zur Linderung eingesetzt werden. Bei entzündlichen Prozessen kann eine medikamentöse Behandlung erforderlich sein. Es ist jedoch wichtig, dass alle medikamentösen Therapien nur nach ärztlicher Beratung und Verschreibung erfolgen.
Eine Ernährungsumstellung kann bei Gallenblasenerkrankungen hilfreich sein. Eine fettarme, ballaststoffreiche Kost mit kleinen, regelmäßigen Mahlzeiten kann Beschwerden reduzieren. Ausreichende Flüssigkeitszufuhr und das Vermeiden sehr fettiger Speisen sind weitere wichtige Maßnahmen.
Operative Behandlung – Gallenblasenentfernung
Die Gallenblasenentfernung (Cholezystektomie) ist die definitive Behandlung symptomatischer Gallensteine und entzündlicher Gallenblasenerkrankungen. Diese Operation wird heute meist minimalinvasiv durchgeführt und gilt als sehr sicher und effektiv.
Indikationen für eine Operation
Eine Gallenblasenentfernung wird empfohlen bei symptomatischen Gallensteinen mit wiederkehrenden Koliken, akuter oder chronischer Gallenblasenentzündung, Komplikationen wie Gallengangsverschluss oder großen Gallenblasenpolypen. Die Entscheidung zur Operation wird individuell nach Abwägung von Nutzen und Risiken getroffen.
Laparoskopische Cholezystektomie
Die laparoskopische (minimalinvasive) Gallenblasenentfernung ist heute der Goldstandard. Über kleine Schnitte werden eine Kamera und chirurgische Instrumente eingeführt, mit denen die Gallenblase entfernt wird. Die Vorteile sind kleinere Narben, weniger Schmerzen, kürzerer Krankenhausaufenthalt und schnellere Erholung.
Die Operation dauert meist 30-60 Minuten und wird in Vollnarkose durchgeführt. Die meisten Patienten können das Krankenhaus bereits nach 1-2 Tagen verlassen. Die Arbeitsunfähigkeit beträgt in der Regel 1-2 Wochen, abhängig von der beruflichen Tätigkeit.
Offene Cholezystektomie
In seltenen Fällen, etwa bei schweren Entzündungen oder anatomischen Besonderheiten, muss eine offene Operation durch einen größeren Bauchschnitt durchgeführt werden. Diese Methode wird nur angewendet, wenn die laparoskopische Technik nicht möglich oder sicher ist.
Vorbereitung auf die Gallenblasenentfernung
Vor der Operation werden verschiedene Untersuchungen durchgeführt, um das Operationsrisiko zu bewerten. Dazu gehören Laborwerte, ein EKG und gegebenenfalls weitere Untersuchungen. Patienten müssen vor der Operation nüchtern sein und bestimmte Medikamente gegebenenfalls absetzen.
ERCP mit Steinentfernung
Bei Gallengangssteinen kann eine endoskopische Steinentfernung (ERCP) durchgeführt werden. Dabei wird über ein Endoskop der Gallengang erweitert und die Steine entfernt. Dieser Eingriff wird oft mit einer anschließenden Gallenblasenentfernung kombiniert.
Leben nach der Gallenblasenentfernung
Die meisten Menschen können nach einer Gallenblasenentfernung ein völlig normales Leben führen. Der Körper passt sich an die neue Situation an, auch wenn einige Veränderungen in der Verdauung auftreten können.
Veränderungen der Verdauung
Nach der Gallenblasenentfernung fließt die Galle direkt von der Leber in den Dünndarm, ohne zwischengespreichert zu werden. Dies kann anfangs zu Verdauungsproblemen führen, da weniger konzentrierte Galle zur Verfügung steht. Der Körper passt sich jedoch meist innerhalb weniger Wochen bis Monate an diese neue Situation an.
Ernährung nach der Operation
In den ersten Wochen nach der Gallenblasenentfernung sollten Patienten besonders auf ihre Ernährung achten. Kleine, häufige Mahlzeiten sind besser verträglich als große Portionen. Sehr fettreiche Speisen können anfangs Probleme bereiten und sollten gemieden werden. Langfristig können die meisten Patienten jedoch wieder normal essen.
Mögliche Beschwerden
Einige Patienten entwickeln nach der Operation das sogenannte Postcholezystektomie-Syndrom mit Symptomen wie Durchfall, Blähungen oder Oberbauchbeschwerden. Diese Beschwerden sind meist vorübergehend und lassen sich durch Ernährungsanpassungen oder medizinische Behandlung lindern. Bei anhaltenden Problemen sollte ein Arzt konsultiert werden.
Lebensqualität und Prognose
Die langfristige Prognose nach einer Gallenblasenentfernung ist ausgezeichnet. Sport und körperliche Aktivität können nach der Heilungsphase wieder uneingeschränkt ausgeübt werden. Die meisten Patienten sind sehr zufrieden mit dem Ergebnis und berichten über eine deutliche Verbesserung ihrer Lebensqualität durch das Verschwinden der Gallenbeschwerden.
Komplikationen und Risiken
Unbehandelte Gallenblasenerkrankungen können zu schwerwiegenden Komplikationen führen, während die Behandlung selbst nur geringe Risiken birgt. Das Verständnis möglicher Komplikationen ist wichtig für Patienten und deren Angehörige.
Komplikationen unbehandelter Erkrankungen
Ein Gallengangsverschluss durch Gallensteine kann zu einem Gallenstau (Cholestase) mit Gelbsucht führen. Wandert ein Gallenstein in den Pankreasgang, kann eine lebensbedrohliche akute Pankreatitis entstehen. Schwere Entzündungen können zu einem Gallenblasenempyem (Eiteransammlung) oder sogar einer Gallenblasenruptur führen.
Chronische Entzündungen der Gallenblase erhöhen das Risiko für Gallenblasenkrebs, eine seltene aber aggressive Krebsform. Daher ist bei wiederholten Entzündungen oft eine vorbeugende Gallenblasenentfernung empfehlenswert.
Operationsrisiken
Die laparoskopische Cholezystektomie ist ein sehr sicherer Eingriff mit niedrigen Komplikationsraten. Wie bei jeder Operation bestehen allgemeine Risiken wie Narkosekomplikationen, Blutungen oder Infektionen. Spezifische Risiken sind Verletzungen der Gallenwege oder benachbarter Organe, die jedoch sehr selten auftreten (weniger als 1% der Fälle).
Prävention von Gallenblasenerkrankungen
Obwohl sich nicht alle Gallenblasenerkrankungen verhindern lassen, können verschiedene Maßnahmen das Risiko deutlich reduzieren. Ein gesunder Lebensstil ist der beste Schutz vor Gallenblasenerkrankungen.
Maßnahmen zur Vorbeugung
Die Aufrechterhaltung eines gesunden Körpergewichts ist eine der wichtigsten Präventionsmaßnahmen. Regelmäßige körperliche Aktivität fördert die Gallenblasenentleerung und reduziert das Risiko für Gallensteine. Bei notwendiger Gewichtsabnahme sollte diese langsam und kontrolliert erfolgen, um das Gallensteinrisiko nicht zu erhöhen.
Ausreichende Flüssigkeitszufuhr, vorzugsweise Wasser, hilft bei der Verdünnung der Galle und kann der Steinbildung vorbeugen. Regelmäßige Mahlzeiten regen die Gallenblasenentleerung an und verhindern eine zu lange Stagnation der Galle.
Ernährungstipps zur Prävention
Eine ballaststoffreiche Ernährung mit viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukten kann das Risiko für Gallensteine reduzieren. Gesunde Fette aus Nüssen, Olivenöl und Fisch sind günstiger als gesättigte Fette aus tierischen Produkten. Regelmäßige, nicht zu große Mahlzeiten sind besser als wenige sehr große Portionen.
Bestimmte Lebensmittel wie Kaffee oder moderate Mengen Alkohol können sogar protektive Effekte haben, sollten aber immer im Rahmen einer ausgewogenen Ernährung konsumiert werden.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Kann man Gallensteine auch ohne Operation behandeln?
Kleine Cholesterinsteine können in seltenen Fällen medikamentös aufgelöst werden, dies ist jedoch nur unter bestimmten Bedingungen möglich und hat eine hohe Rückfallrate. Die meisten symptomatischen Gallensteine werden operativ behandelt, da dies die sicherste und dauerhafteste Lösung darstellt.
Wie lange dauert die Erholung nach einer Gallenblasenentfernung?
Nach einer laparoskopischen Cholezystektomie können die meisten Patienten nach 1-2 Wochen wieder arbeiten und nach 4-6 Wochen alle normalen Aktivitäten ausüben. Die vollständige Heilung der kleinen Narben dauert etwa 3 Monate.
Kann man ohne Gallenblase normal leben?
Ja, ein normales Leben ohne Gallenblase ist problemlos möglich. Die Galle fließt dann direkt von der Leber in den Darm. Die meisten Menschen merken langfristig keinen Unterschied in ihrer Lebensqualität.
Kommen Gallensteine nach einer Behandlung wieder?
Nach einer kompletten Gallenblasenentfernung können keine neuen Gallensteine in der Gallenblase entstehen. Sehr selten können sich jedoch Steine in den Gallengängen bilden. Bei konservativer Behandlung ist das Wiederauftreten von Gallensteinen möglich.
Was kostet eine Gallenblasenoperation und übernimmt die Krankenkasse die Kosten?
Die Kosten einer Gallenblasenentfernung werden von den gesetzlichen und privaten Krankenkassen übernommen, wenn eine medizinische Indikation vorliegt. Die genauen Kosten variieren je nach Klinik und Operationsmethode.
Können Gallensteine von selbst verschwinden?
Gallensteine lösen sich nicht von selbst auf. Kleine Steine können manchmal unbemerkt über den Gallengang abgehen, dies ist jedoch eher selten und kann zu Komplikationen führen.
Sind Gallenblasenerkrankungen erblich?
Es gibt eine genetische Veranlagung für Gallensteine. Wenn nahe Familienangehörige betroffen waren, ist das eigene Risiko erhöht. Dennoch spielen Lebensstilfaktoren eine wichtigere Rolle.
Wie schnell muss bei einer Gallenkolik operiert werden?
Eine Gallenkolik ist schmerzhaft, aber meist nicht akut lebensbedrohlich. Bei einer akuten Gallenblasenentzündung sollte jedoch zeitnah operiert werden. Die optimale Operationszeit wird individuell festgelegt.
Welche Hausmittel helfen bei Gallenbeschwerden?
Wärmeanwendungen können Schmerzen lindern, ersetzen aber keine ärztliche Behandlung. Bei akuten Beschwerden sollte immer ein Arzt konsultiert werden, da Hausmittel keine Heilung bewirken können.
Können Kinder auch Gallensteine bekommen?
Gallensteine bei Kindern sind selten, aber möglich. Meist liegen dann besondere Risikofaktoren wie bestimmte Blutkrankheiten oder Stoffwechselstörungen vor. Die Behandlung erfolgt meist konservativ.
Wann Sie einen Arzt aufsuchen sollten
Bei bestimmten Symptomen sollten Sie zeitnah oder sofort einen Arzt aufsuchen. Starke Oberbauchschmerzen, die länger als einige Stunden anhalten, Fieber in Verbindung mit Bauchschmerzen oder eine Gelbfärbung von Haut und Augen sind Warnzeichen, die eine ärztliche Abklärung erfordern.
Wiederkehrende Verdauungsbeschwerden nach fettigen Mahlzeiten oder unklare Oberbauchschmerzen sollten ebenfalls ärztlich abgeklärt werden, auch wenn sie nicht akut bedrohlich sind. Je früher eine Gallenblasenerkrankung erkannt wird, desto besser sind die Behandlungsmöglichkeiten.
Ihr Hausarzt ist meist der erste Ansprechpartner. Bei Bedarf wird er Sie an einen Gastroenterologen (Magen-Darm-Spezialisten) oder Chirurgen überweisen. In Notfällen sollten Sie sich direkt in die Notaufnahme eines Krankenhauses begeben.
Fazit
Gallenblasenerkrankungen sind weit verbreitete, aber gut behandelbare Erkrankungen. Die meisten Betroffenen können durch moderne Behandlungsmethoden, insbesondere die minimalinvasive Gallenblasenentfernung, dauerhaft beschwerdefrei werden und ihre Lebensqualität vollständig zurückgewinnen.
Die laparoskopische Cholezystektomie hat die Behandlung von Gallenblasenerkrankungen revolutioniert und ermöglicht eine schnelle Genesung mit minimalen Einschränkungen. Die Prognose ist ausgezeichnet, und die meisten Patienten können nach kurzer Erholungszeit wieder ein völlig normales Leben führen.
Prävention durch einen gesunden Lebensstil mit ausgewogener Ernährung, regelmäßiger Bewegung und Gewichtskontrolle kann das Risiko für Gallenblasenerkrankungen deutlich reduzieren. Falls dennoch Symptome auftreten, ist eine frühzeitige ärztliche Beratung wichtig, um Komplikationen zu vermeiden und die beste Behandlungsstrategie zu wählen.
Zögern Sie nicht, bei entsprechenden Symptomen einen Arzt zu konsultieren. Moderne Medizin bietet heute sichere und effektive Lösungen für Gallenblasenerkrankungen, sodass Sie schnell zu Ihrer gewohnten Lebensqualität zurückfinden können.
Fuente de referencia:
- Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS)
- Berufsverband der Deutschen Chirurgen (BDC)
- Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF)
- Robert Koch-Institut (RKI)
- Deutsches Ärzteblatt
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