Hyperemesis gravidarum ist weit mehr als die typische Schwangerschaftsübelkeit, unter der viele werdende Mütter leiden. Diese schwere Form der Schwangerschaftsübelkeit betrifft etwa 0,5 bis 2 Prozent aller Schwangeren und kann sowohl für die Mutter als auch für das ungeborene Kind ernsthafte gesundheitliche Folgen haben. Während normale Schwangerschaftsübelkeit meist am Morgen auftritt und sich nach den ersten drei Monaten bessert, handelt es sich bei Hyperemesis gravidarum um extreme Übelkeit schwangerschaft mit unstillbarem Erbrechen, das den ganzen Tag anhält.
Der Begriff stammt aus dem Griechischen und bedeutet übersetzt „übermäßiges Schwangerschaftserbrechen“. Betroffene Frauen erbrechen mehr als dreimal täglich und können oft weder Nahrung noch Flüssigkeit bei sich behalten. Dies führt zu erheblichem Gewichtsverlust, Dehydrierung und kann unbehandelt zu schweren Komplikationen führen. Die frühzeitige Erkennung und angemessene hyperemesis gravidarum behandlung sind daher von entscheidender Bedeutung für das Wohlbefinden von Mutter und Kind.
Symptome der Hyperemesis Gravidarum
Die Symptome von Hyperemesis gravidarum gehen weit über die normale Schwangerschaftsübelkeit hinaus und können das Leben der betroffenen Frauen erheblich beeinträchtigen. Die Erkennung der charakteristischen Anzeichen ist wichtig, um rechtzeitig eine angemessene Behandlung einzuleiten.
Hauptsymptome
Das auffälligste Symptom ist das ständige, unstillbare Erbrechen, das mehr als drei- bis viermal täglich auftritt. Anders als bei normaler Schwangerschaftsübelkeit hört das Erbrechen auch nach dem ersten Trimester nicht auf und kann den ganzen Tag über anhalten. Die extreme und anhaltende Übelkeit tritt sowohl tagsüber als auch nachts auf und macht es den Betroffenen unmöglich, normale tägliche Aktivitäten auszuführen.
Ein weiteres charakteristisches Merkmal ist die Unfähigkeit, Nahrung und Flüssigkeit bei sich zu behalten. Selbst kleine Mengen Wasser oder leichte Kost werden sofort wieder erbrochen, was zu einer fortschreitenden Verschlechterung des Allgemeinzustands führt.
Begleitsymptome
Der kontinuierliche Flüssigkeits- und Nährstoffverlust führt zu verschiedenen Begleitsymptomen. Ein Gewichtsverlust von mehr als fünf Prozent des ursprünglichen Körpergewichts ist typisch für schwangerschaftserbrechen. Dehydrierung macht sich durch ständigen Schwindel, Schwächegefühl und Mundtrockenheit bemerkbar.
Weitere häufige Symptome sind niedriger Blutdruck und erhöhter Puls als Reaktion des Körpers auf den Flüssigkeitsmangel. Kopfschmerzen treten aufgrund der Dehydrierung und des Elektrolytmangels auf. Der Urin wird dunkel und die Urinausscheidung nimmt ab, was ein Warnsignal für eine fortgeschrittene Dehydrierung darstellt.
Schwere Komplikationen
Bei unbehandelter Hyperemesis gravidarum können schwerwiegende Komplikationen auftreten. Elektrolytstörungen entstehen durch den anhaltenden Verlust von Mineralien wie Natrium, Kalium und Chlorid. Vitaminmangel, insbesondere ein Mangel an Vitamin B1 (Thiamin), kann zu neurologischen Problemen führen.
Das Auftreten von Ketonkörpern im Urin zeigt an, dass der Körper beginnt, Fettreserven abzubauen, um Energie zu gewinnen. In seltenen, sehr schweren Fällen kann es zu Gelbsucht kommen, wenn die Leberfunktion beeinträchtigt wird.
Wann zum Arzt?
Bei folgenden Warnsignalen sollten Betroffene umgehend ärztliche Hilfe suchen: anhaltendes Erbrechen über 24 Stunden, Unfähigkeit, Flüssigkeiten bei sich zu behalten, Gewichtsverlust von mehr als 2-3 Kilogramm, Schwindel beim Aufstehen, dunkler Urin oder verringerte Urinmengen, starke Bauchschmerzen oder Fieber. Eine frühzeitige Behandlung kann schwerwiegende Komplikationen verhindern und das Wohlbefinden von Mutter und Kind sicherstellen.
Ursachen und Risikofaktoren
Die genauen Ursachen von Hyperemesis gravidarum sind noch nicht vollständig verstanden, aber Forscher haben verschiedene Faktoren identifiziert, die zur Entstehung dieser schweren Schwangerschaftsübelkeit beitragen können. Das Verständnis dieser Ursachen und Risikofaktoren hilft dabei, gefährdete Schwangere frühzeitig zu identifizieren und präventive Maßnahmen zu ergreifen.
Mögliche Ursachen
Hormonelle Veränderungen spielen eine zentrale Rolle bei der Entstehung von Hyperemesis gravidarum. Insbesondere der starke Anstieg des Schwangerschaftshormons hCG (humanes Choriongonadotropin) in den ersten Schwangerschaftswochen steht im Verdacht, die extreme Übelkeit auszulösen. Auch erhöhte Östrogen- und Progesteronwerte können zu verstärkter Übelkeit und Erbrechen beitragen.
Genetische Faktoren scheinen ebenfalls eine wichtige Rolle zu spielen. Studien zeigen, dass Frauen, deren Mütter oder Schwestern unter Hyperemesis litten, ein erhöhtes Risiko haben, selbst daran zu erkranken. Dies deutet auf eine erbliche Komponente hin.
Immunologische Theorien besagen, dass das Immunsystem der Mutter auf das wachsende Baby reagiert und dadurch die Symptome ausgelöst werden. Schilddrüsenfunktionsstörungen können ebenfalls mit verstärkter Schwangerschaftsübelkeit in Verbindung stehen. Auch psychologische Faktoren wie Stress, Angst oder ungewollte Schwangerschaften können die Symptome verstärken, sind jedoch selten die alleinige Ursache.
Risikofaktoren
Mehrlingsschwangerschaften erhöhen das Risiko für Hyperemesis gravidarum erheblich, da höhere Hormonspiegel vorliegen. Frauen, die bereits in einer früheren Schwangerschaft unter Hyperemesis litten, haben ein deutlich erhöhtes Wiederholungsrisiko von etwa 15-20 Prozent.
Eine positive Familiengeschichte stellt einen wichtigen Risikofaktor dar. Wenn die Mutter oder Schwester betroffen war, steigt das eigene Erkrankungsrisiko um das Drei- bis Fünffache. Trophoblasterkrankungen wie eine Blasenmole gehen aufgrund der extrem hohen hCG-Spiegel fast immer mit schwerer Übelkeit einher.
Interessanterweise zeigen Studien, dass weibliche Föten häufiger mit Hyperemesis gravidarum assoziiert sind, möglicherweise aufgrund höherer Östrogenspiegel. Übergewicht und sehr junge oder sehr fortgeschrittene mütterliche Alter können das Risiko ebenfalls erhöhen. Erstgebärende sind häufiger betroffen als Frauen, die bereits Kinder haben.
Wann tritt Hyperemesis auf?
Hyperemesis gravidarum tritt typischerweise zwischen der vierten und neunten Schwangerschaftswoche auf, kann aber auch früher beginnen oder später anhalten. Die Beschwerden erreichen meist zwischen der achten und zwölften Woche ihren Höhepunkt. Während normale Schwangerschaftsübelkeit oft nach dem ersten Trimester nachlässt, kann Hyperemesis gravidarum bis zur 20. Schwangerschaftswoche oder sogar darüber hinaus anhalten. In seltenen Fällen bestehen die Symptome während der gesamten Schwangerschaft.
Diagnose
Die Diagnose von Hyperemesis gravidarum basiert auf einer Kombination aus klinischen Symptomen, körperlicher Untersuchung und Laborwerten. Da es keinen spezifischen Test gibt, müssen Ärzte die Symptome sorgfältig bewerten und andere Ursachen für Übelkeit und Erbrechen ausschließen.
Diagnostische Kriterien
Die klinische Untersuchung umfasst die Beurteilung des allgemeinen Gesundheitszustands, der Vitalzeichen und Anzeichen von Dehydrierung. Ärzte achten auf trockene Schleimhäute, verminderte Hautelastizität und niedriger Blutdruck als Hinweise auf Flüssigkeitsmangel.
Ein ausführliches Anamnese-Gespräch hilft dabei, die Schwere und Häufigkeit der Symptome zu bewerten. Wichtige Fragen betreffen die Anzahl der Erbrechensepisoden pro Tag, die Fähigkeit, Nahrung und Flüssigkeit bei sich zu behalten, und die Beeinträchtigung der täglichen Aktivitäten.
Die regelmäßige Gewichtskontrolle ist ein wichtiger diagnostischer Parameter. Ein Gewichtsverlust von fünf Prozent oder mehr des ursprünglichen Körpergewichts gilt als signifikant und unterstützt die Diagnose Hyperemesis gravidarum.
Laboruntersuchungen
Blutuntersuchungen geben Aufschluss über den Schweregrad der Erkrankung. Die Bestimmung der Elektrolyte (Natrium, Kalium, Chlorid) zeigt mögliche Störungen durch den Flüssigkeitsverlust auf. Leberwerte können bei schweren Formen erhöht sein, während Nierenwerte die Auswirkungen der Dehydrierung widerspiegeln.
Die Urinuntersuchung auf Ketonkörper ist ein wichtiger Indikator für den Schweregrad der Erkrankung. Das Vorhandensein von Ketonen zeigt an, dass der Körper Fettreserven abbaut, um Energie zu gewinnen. Schilddrüsenwerte sollten bestimmt werden, da eine Überfunktion der Schilddrüse ähnliche Symptome verursachen kann.
Ausschlussdiagnostik
Um andere Erkrankungen auszuschließen, die ähnliche Symptome verursachen können, sind weitere Untersuchungen notwendig. Dazu gehören Magen-Darm-Erkrankungen, Schilddrüsenprobleme oder Harnwegsinfekte. Eine Ultraschalluntersuchung kann Mehrlingsschwangerschaften oder andere schwangerschaftsbedingte Besonderheiten aufdecken, die das Risiko für Hyperemesis erhöhen.
Behandlungsmöglichkeiten
Die Behandlung von Hyperemesis gravidarum erfordert einen individuellen, mehrstufigen Ansatz, der von milden Maßnahmen bis hin zu intensiver medizinischer Betreuung reichen kann. Das Ziel ist es, die Symptome zu lindern, Komplikationen zu vermeiden und das Wohlbefinden von Mutter und Kind zu gewährleisten.
Allgemeine Maßnahmen
Ruhe und Stressreduktion sind grundlegende Behandlungsmaßnahmen. Betroffene Frauen sollten sich ausreichend ausruhen und Aktivitäten vermeiden, die die Symptome verstärken können. In schweren Fällen kann ein Krankenhausaufenthalt notwendig werden, um eine kontinuierliche medizinische Überwachung und Behandlung zu gewährleisten.
Psychologische Unterstützung spielt eine wichtige Rolle, da die Erkrankung oft mit Angst, Depression und Schuldgefühlen verbunden ist. Gespräche mit Psychologen oder der Austausch mit anderen Betroffenen können helfen, die emotionale Belastung zu bewältigen.
Ernährungsempfehlungen
Die Ernährungsumstellung ist ein wichtiger Baustein der Therapie. Kleine, häufige Mahlzeiten werden besser vertragen als große Portionen. Trockene, kohlenhydratreiche Nahrung wie Zwieback, Reis oder Bananen sind oft eher verträglich als fettreiche oder stark gewürzte Speisen.
Kalte Speisen werden häufig besser toleriert als warme, da sie weniger Geruch entwickeln. Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist essentiell, wobei kleine Schlucke über den Tag verteilt besser vertragen werden als große Mengen auf einmal. Ingwer und Vitamin B6 können die Übelkeit natürlich lindern.
Lebensmittel mit starken Gerüchen, fettige oder sehr süße Speisen sollten gemieden werden, da sie die Symptome oft verstärken. Jede Frau sollte individuell herausfinden, welche Nahrungsmittel sie verträgt und welche die Übelkeit verstärken.
Medikamentöse Behandlung
Bei der medikamentösen Behandlung von Hyperemesis gravidarum kommen verschiedene Medikamente gegen Übelkeit zum Einsatz. Diese Behandlung sollte jedoch ausschließlich unter ärztlicher Aufsicht erfolgen. Es ist wichtig zu betonen, dass schwangere Frauen niemals eigenständig Medikamente einnehmen sollten, sondern immer zuerst ärztlichen Rat einholen müssen.
Ärzte können verschiedene Medikamente verschreiben, die in der Schwangerschaft als sicher gelten. Die Auswahl und Dosierung hängt von der Schwere der Symptome und dem individuellen Ansprechen ab. Alle Medikamente müssen sorgfältig hinsichtlich ihrer Verträglichkeit in der Schwangerschaft bewertet werden.
In besonders schweren Fällen können auch stärkere Medikamente notwendig werden, deren Einsatz jedoch eine sorgfältige Nutzen-Risiko-Abwägung erfordert. Die engmaschige ärztliche Überwachung ist bei jeder medikamentösen Behandlung unerlässlich.
Infusionstherapie
Bei ausgeprägter Dehydrierung und Elektrolytstörungen ist eine Infusionstherapie oft unvermeidlich. Der Flüssigkeits- und Elektrolytausgleich erfolgt über intravenöse Gabe von Kochsalzlösung und entsprechenden Elektrolyten. Die Vitamingabe, besonders von Vitamin B1, ist wichtig, um Mangelzustände zu vermeiden.
Glukoseinfusionen können notwendig sein, wenn die Ketonkörperbildung zu stark ausgeprägt ist. Je nach Schweregrad kann die Behandlung ambulant oder stationär durchgeführt werden. Die stationäre Behandlung bietet den Vorteil einer kontinuierlichen Überwachung und schnellen Reaktion bei Komplikationen.
Alternative und ergänzende Therapien
Akupunktur und Akupressur, insbesondere die Stimulation des P6-Punktes am Handgelenk, haben sich als wirksam gegen Schwangerschaftsübelkeit erwiesen. Aromatherapie mit Pfefferminz- oder Zitronenöl kann ebenfalls lindernd wirken, sollte aber vorsichtig angewendet werden.
Entspannungstechniken wie progressive Muskelentspannung oder Atemübungen können helfen, die Symptome zu reduzieren und das allgemeine Wohlbefinden zu verbessern. Hypnose wird von einigen Therapeuten erfolgreich eingesetzt, um die Übelkeit zu kontrollieren.
Diese alternativen Methoden sollten immer als Ergänzung zur konventionellen Behandlung und in Absprache mit dem behandelnden Arzt angewendet werden.
Verlauf und Prognose
Der Verlauf von Hyperemesis gravidarum ist individuell sehr unterschiedlich, aber es gibt typische Muster, die Betroffenen und ihren Familien Orientierung geben können. Die meisten Frauen erleben eine Besserung der Symptome im Verlauf der Schwangerschaft, wobei der Zeitpunkt und das Ausmaß der Besserung variieren können.
Typischerweise erreichen die Symptome zwischen der achten und zwölften Schwangerschaftswoche ihren Höhepunkt. Bei etwa 60-70 Prozent der betroffenen Frauen bessern sich die Beschwerden bis zur 20. Schwangerschaftswoche deutlich. Jedoch können bei einigen Frauen die Symptome während der gesamten Schwangerschaft anhalten, wenn auch meist in abgeschwächter Form.
Die Langzeitfolgen für Mutter und Kind sind bei angemessener Behandlung meist gering. Studien zeigen, dass Babys von Müttern mit Hyperemesis gravidarum in der Regel ein normales Geburtsgewicht haben und sich gesund entwickeln. Für die Mutter können psychische Belastungen wie postpartale Depression häufiger auftreten.
Das Risiko für ein erneutes Auftreten in nachfolgenden Schwangerschaften liegt bei etwa 15-20 Prozent, kann aber bei schweren Formen höher sein. Frauen, die einmal unter Hyperemesis litten, sollten bei weiteren Schwangerschaften frühzeitig ärztlich betreut werden, um präventive Maßnahmen einleiten zu können.
Bewältigungsstrategien im Alltag
Das Leben mit Hyperemesis gravidarum erfordert verschiedene Anpassungen im Alltag. Praktische Bewältigungsstrategien können dabei helfen, die Symptome zu minimieren und die Lebensqualität zu verbessern, auch wenn die Erkrankung nicht vollständig heilbar ist.
Praktische Tipps für den Alltag
Eine strukturierte morgendliche Routine kann helfen, den Tag besser zu bewältigen. Das Essen trockener Kekse oder Zwieback noch vor dem Aufstehen kann die morgendliche Übelkeit reduzieren. Das Vermeiden bestimmter Gerüche ist oft entscheidend – dies kann bedeuten, dass andere Familienmitglieder das Kochen übernehmen oder auf stark riechende Produkte verzichtet wird.
Lockere, bequeme Kleidung und eine angemessene Raumtemperatur können das Wohlbefinden steigern. Die Zahnhygiene nach häufigem Erbrechen ist wichtig, aber direktes Zähneputzen nach dem Erbrechen kann den Zahnschmelz schädigen. Stattdessen sollte der Mund zunächst mit Wasser gespült und erst nach 30-60 Minuten geputzt werden.
Emotionale Unterstützung
Der Umgang mit der psychischen Belastung ist ein wichtiger Aspekt der Bewältigung. Hyperemesis gravidarum kann zu Gefühlen von Isolation, Angst und Depression führen. Es ist wichtig zu verstehen, dass diese Erkrankung nicht selbstverschuldet ist und professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, wenn die emotionale Belastung zu groß wird.
Die Unterstützung durch den Partner und die Familie ist essentiell. Partner können praktische Aufgaben übernehmen und emotionale Unterstützung bieten. Selbsthilfegruppen und Online-Communities können wertvolle Kontakte zu anderen Betroffenen vermitteln und das Gefühl der Isolation reduzieren.
Arbeitsunfähigkeit
In vielen Fällen ist eine Arbeitsunfähigkeit unvermeidlich. Ein Beschäftigungsverbot oder eine Krankschreibung können notwendig werden, um die Gesundheit von Mutter und Kind zu schützen. Die finanziellen Aspekte sollten frühzeitig mit der Krankenkasse geklärt werden, da verschiedene Leistungen wie Krankengeld oder Mutterschaftsgeld in Betracht kommen können.
Prävention und Vorbeugung
Obwohl Hyperemesis gravidarum nicht vollständig verhindert werden kann, gibt es Maßnahmen, die das Risiko reduzieren oder die Schwere der Symptome mildern können. Besonders Frauen mit bekannten Risikofaktoren sollten präventive Strategien in Betracht ziehen.
Eine vollständige Vorbeugung ist nicht möglich, da die genauen Ursachen noch nicht vollständig verstanden sind. Jedoch können Frauen mit erhöhtem Risiko frühzeitig Maßnahmen ergreifen. Die rechtzeitige Einnahme von Folsäure und Multivitaminpräparaten vor der Konzeption kann helfen, den Nährstoffstatus zu optimieren.
Stressmanagement vor und während der Schwangerschaft kann die Symptome möglicherweise mildern. Eine gesunde Ernährungsweise und die Vermeidung von Auslösern wie starken Gerüchen oder bestimmten Nahrungsmitteln können hilfreich sein. Frauen, die bereits einmal unter Hyperemesis litten, sollten bei einer erneuten Schwangerschaft früh ärztliche Betreuung suchen.
Häufig gestellte Fragen
Ist Hyperemesis gravidarum gefährlich für mein Baby?
Bei angemessener medizinischer Behandlung ist das Risiko für das Baby gering. Studien zeigen, dass die meisten Babys von Müttern mit Hyperemesis gravidarum gesund zur Welt kommen. Wichtig ist eine frühzeitige und konsequente Behandlung, um Komplikationen zu vermeiden.
Wie unterscheidet sich Hyperemesis von normaler Schwangerschaftsübelkeit?
Normale Schwangerschaftsübelkeit ist meist auf den Morgen beschränkt und lässt nach dem ersten Trimester nach. Hyperemesis gravidarum dauert den ganzen Tag an, führt zu erheblichem Gewichtsverlust und beeinträchtigt die Fähigkeit, normale tägliche Aktivitäten auszuführen.
Wie lange dauert Hyperemesis gravidarum?
Die Dauer ist individuell verschieden. Bei den meisten Frauen bessern sich die Symptome zwischen der 16. und 20. Schwangerschaftswoche, aber in einigen Fällen können sie während der gesamten Schwangerschaft anhalten.
Kann Hyperemesis gravidarum zu einer Fehlgeburt führen?
Bei angemessener medizinischer Behandlung erhöht Hyperemesis gravidarum das Fehlgeburtsrisiko nicht signifikant. Unbehandelt können jedoch schwere Komplikationen auftreten, die sowohl für die Mutter als auch für das Baby gefährlich werden können.
Sollte ich ins Krankenhaus gehen?
Ein Krankenhausaufenthalt ist notwendig, wenn Sie mehr als 24 Stunden nichts bei sich behalten können, starken Gewichtsverlust haben, Anzeichen von Dehydrierung zeigen oder Ketonkörper im Urin nachweisbar sind.
Hilft Ingwer wirklich gegen extreme Übelkeit?
Ingwer kann bei leichteren Formen der Schwangerschaftsübelkeit hilfreich sein, bei Hyperemesis gravidarum reicht er jedoch meist nicht aus. Er kann als Ergänzung zur medizinischen Behandlung verwendet werden, ersetzt aber nicht die ärztliche Therapie.
Wird es in der nächsten Schwangerschaft wieder auftreten?
Das Wiederholungsrisiko liegt bei etwa 15-20 Prozent. Frauen, die einmal unter Hyperemesis litten, sollten bei einer erneuten Schwangerschaft frühzeitig ärztliche Betreuung suchen und präventive Maßnahmen besprechen.
Kann ich während Hyperemesis arbeiten?
In den meisten Fällen ist eine Arbeitsunfähigkeit unvermeidlich. Die Symptome sind oft so schwerwiegend, dass normale Arbeitsaktivitäten nicht möglich sind. Eine Krankschreibung oder ein Beschäftigungsverbot können notwendig werden.
Fazit und Zusammenfassung
Hyperemesis gravidarum ist eine ernsthafte Erkrankung, die weit über normale Schwangerschaftsübelkeit hinausgeht und sowohl körperliche als auch psychische Belastungen mit sich bringt. Die extreme Übelkeit schwangerschaft mit anhaltendem Erbrechen kann zu schwerwiegenden Komplikationen führen, wenn sie nicht angemessen behandelt wird.
Die rechtzeitige Erkennung der Symptome und eine frühe ärztliche Behandlung sind entscheidend für den Erfolg der Therapie. Moderne Behandlungsansätze, die von Ernährungsanpassungen über medikamentöse Therapie bis hin zu Infusionsbehandlungen reichen, können die Symptome effektiv lindern und Komplikationen verhindern.
Obwohl Hyperemesis gravidarum eine belastende Erfahrung darstellt, ist es wichtig zu wissen, dass die meisten Frauen mit angemessener Behandlung gesunde Babys zur Welt bringen. Die Erkrankung ist vorübergehend und bessert sich in den meisten Fällen im Verlauf der Schwangerschaft.
Wenn Sie unter schwerer Schwangerschaftsübelkeit leiden, zögern Sie nicht, professionelle medizinische Hilfe zu suchen. Ihr Arzt kann eine individuelle Behandlungsstrategie entwickeln und Sie durch diese schwierige Zeit begleiten. Denken Sie daran, dass Sie nicht allein sind und dass effektive Hilfe verfügbar ist.
Fuente de referencia:
- Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG)
- Robert Koch-Institut
- Bundesinstitut für Risikobewertung
- Berufsverband der Frauenärzte
- Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie
Wichtiger medizinischer Hinweis
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