Mundtrockenheit ist ein weit verbreitetes Problem, das Millionen von Menschen in Deutschland betrifft. Während gelegentliche Mundtrockenheit durch Dehydrierung, Stress oder Aufregung völlig normal ist, kann anhaltende Mundtrockenheit – medizinisch als Xerostomie bezeichnet – ein Zeichen für ernstere gesundheitliche Probleme sein. Der Speichel spielt eine entscheidende Rolle für unsere Mundgesundheit: Er neutralisiert Säuren, bekämpft Bakterien und erleichtert das Kauen, Schlucken und Sprechen. Wenn die Speichelproduktion reduziert ist, kann dies zu einer Vielzahl von Komplikationen führen, von Mundgeruch bis hin zu schwerwiegenden Zahnproblemen. In diesem umfassenden Leitfaden erfahren Sie alles über die Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten von Mundtrockenheit.
Was ist Xerostomie? – Grundlagen verstehen
Xerostomie, auch als trockener Mund bekannt, bezeichnet einen Zustand, bei dem die Speicheldrüsen nicht genügend Speichel produzieren, um den Mund feucht zu halten. Es ist wichtig, zwischen gelegentlicher und chronischer Mundtrockenheit zu unterscheiden. Während vorübergehende Mundtrockenheit durch Nervosität, bestimmte Speisen oder zu wenig Flüssigkeitsaufnahme völlig normal ist, stellt chronische Xerostomie ein medizinisches Problem dar, das eine Behandlung erfordert.
Der menschliche Körper produziert normalerweise etwa 1,5 Liter Speichel pro Tag. Diese Produktion erfolgt hauptsächlich durch drei große Speicheldrüsenpaare: die Ohrspeicheldrüsen, die Unterkieferspeicheldrüsen und die Unterzungenspeicheldrüsen, sowie durch hunderte kleinerer Drüsen in der Mundschleimhaut.
Funktionen des Speichels
Speichel ist weit mehr als nur Wasser im Mund. Er erfüllt lebenswichtige Funktionen für unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden. Der Speichel schützt unsere Zähne vor Karies, indem er schädliche Säuren neutralisiert, die von Bakterien produziert werden. Er enthält wichtige Mineralien wie Kalzium und Phosphat, die zur Remineralisierung des Zahnschmelzes beitragen.
Darüber hinaus spielt Speichel eine wichtige Rolle bei der Verdauung, da er Enzyme enthält, die bereits im Mund mit der Aufspaltung der Nahrung beginnen. Er erleichtert das Geschmacksempfinden, indem er Geschmacksstoffe löst und zu den Geschmacksknospen transportiert. Nicht zuletzt ist ausreichend Speichel für klares Sprechen unerlässlich, da er die Zunge und die Mundschleimhäute geschmeidig hält.
Symptome der Mundtrockenheit
Die Symptome der Mundtrockenheit können von Person zu Person variieren und reichen von milden Beschwerden bis hin zu schwerwiegenden Beeinträchtigungen des täglichen Lebens. Die Erkennung dieser Symptome ist wichtig, um rechtzeitig eine angemessene Behandlung zu erhalten.
Primäre Symptome
Das offensichtlichste Symptom ist ein trockenes, klebriges Gefühl im Mund, das auch nach dem Trinken von Flüssigkeiten bestehen bleibt. Betroffene bemerken oft, dass ihr Speichel dick und fadenziehend wird, anstatt dünn und wässrig zu sein. Die Zunge kann rau und trocken erscheinen und manchmal ein brennendes oder stechendes Gefühl verursachen.
Viele Patienten berichten über ein ständiges Durstgefühl und das Bedürfnis, häufig Wasser zu trinken. Die Mundschleimhäute können gereizt und empfindlich werden, was zu Unbehagen beim Essen oder Sprechen führt.
Sekundäre Symptome
Als Folge der reduzierten Speichelproduktion können Schluckbeschwerden auftreten, insbesondere beim Verzehr trockener Speisen wie Brot oder Keksen. Das Sprechen kann schwieriger werden, da die Zunge an den trockenen Mundschleimhäuten „klebt“. Mundgeruch entwickelt sich häufig, da der reinigende Effekt des Speichels fehlt.
Rissige Lippen und eingerissene Mundwinkel sind weitere häufige Beschwerden. Das Geschmacksempfinden kann sich verändern – Speisen können fade oder metallisch schmecken. Einige Betroffene entwickeln auch Probleme beim Tragen von Zahnprothesen, da der fehlende Speichel die Haftung beeinträchtigt.
Langzeitfolgen unbehandelter Xerostomie
Unbehandelte Mundtrockenheit kann zu ernsthaften gesundheitlichen Komplikationen führen. Das erhöhte Kariesrisiko ist eine der schwerwiegendsten Folgen, da der schützende Speichel fehlt, um schädliche Säuren zu neutralisieren. Zahnfleischerkrankungen wie Gingivitis und Parodontitis treten häufiger auf, da Bakterien leichter anhaften und sich vermehren können.
Pilzinfektionen, insbesondere orale Candidiasis (Mundsoor), sind bei Menschen mit Xerostomie häufiger, da das natürliche Gleichgewicht der Mundflora gestört ist. Die Lebensqualität kann erheblich beeinträchtigt werden, da einfache Tätigkeiten wie Essen, Sprechen oder Schlafen zu einer Belastung werden.
Ursachen der Mundtrockenheit
Die Ursachen für Mundtrockenheit sind vielfältig und reichen von harmlosen vorübergehenden Zuständen bis hin zu schwerwiegenden Erkrankungen. Das Verständnis der verschiedenen Ursachen ist entscheidend für eine erfolgreiche Behandlung.
Medikamente als Hauptursache
Medikamente sind die häufigste Ursache für Mundtrockenheit. Über 400 verschiedene Medikamente können als Nebenwirkung die Speichelproduktion reduzieren. Besonders häufig verursachen Antidepressiva, Blutdruckmedikamente wie Diuretika und Betablocker, sowie Antihistaminika gegen Allergien eine Mundtrockenheit.
Auch Schmerzmittel, insbesondere aus der Gruppe der Opioide, können die Speichelproduktion beeinträchtigen. Medikamente zur Behandlung der Parkinson-Krankheit, Beruhigungsmittel und bestimmte Medikamente gegen Übelkeit gehören ebenfalls zu den häufigen Verursachern.
Erkrankungen und Gesundheitszustände
Diabetes mellitus ist eine der häufigsten Grunderkrankungen, die zu Mundtrockenheit führt. Erhöhte Blutzuckerwerte können die Speichelproduktion beeinträchtigen und zu einem trockenen Mund führen. Das Sjögren-Syndrom, eine Autoimmunerkrankung, greift die Speichel- und Tränendrüsen an und ist eine der Hauptursachen für schwere Xerostomie.
Andere Autoimmunerkrankungen wie rheumatoide Arthritis können ebenfalls die Speichelproduktion beeinträchtigen. HIV/AIDS, neurologische Erkrankungen wie Alzheimer und Parkinson, sowie Schlaganfälle können alle zu Mundtrockenheit führen. Depression und Angststörungen, sowohl durch die Erkrankung selbst als auch durch deren Behandlung, sind weitere wichtige Ursachen.
Medizinische Behandlungen
Strahlentherapie im Kopf-Hals-Bereich kann die Speicheldrüsen dauerhaft schädigen und zu anhaltender Mundtrockenheit führen. Chemotherapie kann vorübergehend oder dauerhaft die Speichelproduktion beeinträchtigen. Chirurgische Eingriffe an den Speicheldrüsen können natürlich auch zu einer reduzierten Speichelproduktion führen.
Lifestyle-Faktoren
Dehydrierung durch unzureichende Flüssigkeitsaufnahme ist eine der häufigsten, aber auch am einfachsten zu behandelnden Ursachen für Mundtrockenheit. Rauchen und Tabakkonsum können die Speichelproduktion reduzieren und die Mundschleimhäute reizen. Übermäßiger Alkoholkonsum wirkt dehydrierend und kann zu vorübergehender Mundtrockenheit führen.
Mundatmung, besonders häufig während des Schlafs, kann zu morgendlicher Mundtrockenheit führen. Stress und Angstzustände können vorübergehend die Speichelproduktion reduzieren – ein Phänomen, das viele Menschen vor wichtigen Ereignissen oder Prüfungen kennen.
Alterungsprozess
Mit dem Alter verändert sich die Speichelproduktion natürlicherweise. Ältere Menschen haben häufig eine reduzierte Speichelproduktion, auch unabhängig von Medikamenten oder Erkrankungen. Da Senioren jedoch oft mehrere Medikamente gleichzeitig einnehmen, ist das Risiko für Mundtrockenheit in dieser Altersgruppe besonders hoch.
Andere Ursachen
Hormonelle Veränderungen, insbesondere während der Wechseljahre, können zu Mundtrockenheit führen. Schnarchen und Schlafapnoe, die zu verstärkter Mundatmung führen, sind weitere Ursachen. Nährstoffmängel, insbesondere ein Mangel an B-Vitaminen oder Eisen, können ebenfalls die Speichelproduktion beeinträchtigen.
Diagnose: Wann zum Arzt?
Nicht jede Form von Mundtrockenheit erfordert sofort einen Arztbesuch. Es gibt jedoch bestimmte Warnzeichen, die eine medizinische Abklärung notwendig machen. Wenn die Mundtrockenheit länger als zwei Wochen anhält, ohne dass eine offensichtliche Ursache wie Dehydrierung oder Stress vorliegt, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.
Warnzeichen, die einen Arztbesuch erfordern
Eine starke Beeinträchtigung beim Essen, Sprechen oder Schlafen ist ein deutliches Zeichen dafür, dass professionelle Hilfe benötigt wird. Wenn Sie sichtbare Zahnschäden bemerken, die möglicherweise durch die verminderte Speichelproduktion verursacht wurden, ist eine zahnärztliche Behandlung dringend erforderlich.
Begleitende Symptome wie anhaltende Gelenk- oder Augenschmerzen könnten auf eine Autoimmunerkrankung wie das Sjögren-Syndrom hinweisen und sollten unbedingt abgeklärt werden.
Welcher Arzt ist zuständig?
Der Hausarzt ist meist die erste Anlaufstelle für die Abklärung von Mundtrockenheit. Er kann eine erste Einschätzung vornehmen und bei Bedarf an Spezialisten überweisen. Bei vorwiegend oralen Symptomen ist der Zahnarzt der richtige Ansprechpartner, da er die Auswirkungen auf die Mundgesundheit beurteilen kann.
Bei Problemen mit den Speicheldrüsen selbst ist möglicherweise eine Überweisung zum HNO-Arzt notwendig. Wenn der Verdacht auf eine Autoimmunerkrankung wie das Sjögren-Syndrom besteht, wird meist ein Internist oder Rheumatologe hinzugezogen.
Diagnostische Verfahren
Die Diagnose beginnt mit einer ausführlichen Anamnese, bei der alle aktuellen Medikamente, Vorerkrankungen und Lebensgewohnheiten erfasst werden. Eine Speichelflussmessung kann objektiv feststellen, ob tatsächlich eine verminderte Speichelproduktion vorliegt.
Blutuntersuchungen können helfen, Grunderkrankungen wie Diabetes oder Autoimmunerkrankungen zu identifizieren. In manchen Fällen sind bildgebende Verfahren wie Ultraschall oder MRT der Speicheldrüsen notwendig. Bei Verdacht auf das Sjögren-Syndrom kann eine Biopsie der kleinen Speicheldrüsen in der Unterlippe erforderlich sein.
Behandlung der Mundtrockenheit
Die Behandlung von Mundtrockenheit erfordert oft einen multidisziplinären Ansatz, der die zugrunde liegenden Ursachen addressiert und gleichzeitig die Symptome lindert. Eine erfolgreiche Behandlung kombiniert meist verschiedene Therapieansätze.
Behandlung der Grunderkrankung
Der erste und wichtigste Schritt ist die Behandlung der zugrunde liegenden Ursache. Bei Diabetes muss eine optimale Blutzuckereinstellung erreicht werden, um die Speichelproduktion zu verbessern. Autoimmunerkrankungen erfordern eine spezifische immunsuppressive Therapie. Bei psychischen Erkrankungen wie Depressionen oder Angststörungen kann eine Psychotherapie oder psychiatrische Behandlung notwendig sein.
Medikamentöse Therapie
In bestimmten Fällen können Medikamente zur Stimulation der Speichelproduktion eingesetzt werden. Diese Behandlung sollte jedoch immer nur nach Rücksprache mit einem Arzt erfolgen, da diese Medikamente Nebenwirkungen haben können und nicht für alle Patienten geeignet sind. Ihr Arzt wird entscheiden, ob eine solche Therapie für Sie infrage kommt.
Manchmal ist es möglich, die verursachenden Medikamente durch alternative Präparate zu ersetzen, die weniger wahrscheinlich Mundtrockenheit verursachen. Wichtig: Setzen Sie niemals eigenmächtig Medikamente ab, sondern sprechen Sie immer zuerst mit Ihrem Arzt über mögliche Alternativen.
Speichelersatzpräparate
Künstliche Speichelprodukte können in Form von Sprays, Gelen oder Mundspülungen die natürliche Feuchtigkeit im Mund ersetzen. Diese Produkte enthalten oft Substanzen, die die Konsistenz und einige Eigenschaften des natürlichen Speichels nachahmen. Lutschpastillen können die verbleibende Speichelproduktion stimulieren und gleichzeitig den Mund befeuchten.
Produkte auf Xylitol-Basis haben den zusätzlichen Vorteil, dass sie antibakterielle Eigenschaften besitzen und helfen können, das Kariesrisiko zu reduzieren.
Hausmittel und Selbsthilfemaßnahmen
Flüssigkeitszufuhr
Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist die Grundlage jeder Behandlung von Mundtrockenheit. Trinken Sie mindestens 2-3 Liter Wasser täglich, verteilt über den ganzen Tag. Nehmen Sie regelmäßig kleine Schlucke zu sich, anstatt große Mengen auf einmal zu trinken. Besonders wichtig ist es, während der Mahlzeiten zu trinken, um das Kauen und Schlucken zu erleichtern.
Speichelanregende Maßnahmen
Das Kauen von zuckerfreiem Kaugummi kann die noch vorhandene Speichelproduktion stimulieren. Zuckerfreie Bonbons haben einen ähnlichen Effekt. Saure Lebensmittel wie eine Scheibe Zitrone können ebenfalls die Speichelproduktion anregen, sollten aber nur in Maßen verwendet werden, da sie den Zahnschmelz angreifen können. Das Lutschen von Eiswürfeln kann vorübergehend Linderung verschaffen.
Ernährungsanpassungen
Bevorzugen Sie weiche, feuchte Speisen und verwenden Sie Saucen und Soßen zu Ihren Mahlzeiten. Vermeiden Sie salzige, scharfe oder trockene Speisen, die die Mundtrockenheit verstärken können. Koffein und Alkohol sollten nur in Maßen konsumiert werden, da sie dehydrierend wirken können.
Mundpflege-Routine
Eine sorgfältige Mundpflege ist bei Mundtrockenheit besonders wichtig. Verwenden Sie eine fluoridhaltige Zahnpasta, um den Schutz vor Karies zu verstärken. Alkoholfreie Mundspülungen sind zu bevorzugen, da Alkohol zusätzlich austrocknend wirkt. Nutzen Sie eine weiche Zahnbürste, um die empfindlichen Mundschleimhäute nicht zu verletzen. Vergessen Sie nicht die regelmäßige Zungenreinigung und verwenden Sie Lippenpflege gegen rissige Lippen.
Raumklima optimieren
Ein Luftbefeuchter im Schlafzimmer kann nächtliche Mundtrockenheit reduzieren. Die optimale Luftfeuchtigkeit liegt zwischen 40 und 60 Prozent. Fördern Sie die Nasenatmung, um Mundatmung zu reduzieren – gegebenenfalls können Nasensprays oder Nasenpflaster hilfreich sein.
Professionelle zahnärztliche Betreuung
Menschen mit Mundtrockenheit sollten häufigere zahnärztliche Kontrolltermine wahrnehmen – alle 3 bis 6 Monate statt der üblichen jährlichen Kontrolle. Professionelle Zahnreinigungen helfen, bakterielle Beläge zu entfernen, die bei reduzierter Speichelproduktion schneller entstehen. Zusätzliche Fluoridbehandlungen können den Zahnschmelz stärken und das Kariesrisiko reduzieren.
Prävention: Mundtrockenheit vorbeugen
Vorbeugen ist oft besser als behandeln – dies gilt auch für Mundtrockenheit. Verschiedene präventive Maßnahmen können helfen, das Risiko für die Entwicklung einer Xerostomie zu reduzieren.
Präventive Maßnahmen
Etablieren Sie eine Routine für ausreichende Flüssigkeitszufuhr – trinken Sie regelmäßig über den Tag verteilt. Der Verzicht auf Nikotin ist nicht nur für die Speichelproduktion, sondern für die gesamte Mundgesundheit von Vorteil. Moderater Alkoholkonsum und effektives Stressmanagement können ebenfalls zur Prävention beitragen. Eine regelmäßige und gründliche Zahnpflege ist die Grundlage für eine gesunde Mundflora.
Bei Medikamenteneinnahme
Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über mögliche Nebenwirkungen Ihrer Medikamente und fragen Sie nach Alternativen, falls Mundtrockenheit ein Problem darstellt. Manchmal kann bereits eine Anpassung des Einnahmezeitpunkts helfen. Eine regelmäßige Überprüfung aller Medikamente kann identifizieren, welche davon möglicherweise nicht mehr notwendig sind.
Für Risikogruppen
Diabetiker sollten auf eine gute Blutzuckereinstellung achten, da hohe Blutzuckerwerte die Speichelproduktion beeinträchtigen können. Senioren sollten besonders aufmerksam auf Anzeichen von Mundtrockenheit sein und präventive Maßnahmen früh ergreifen. Krebspatienten, die eine Strahlen- oder Chemotherapie erhalten, sollten präventive Maßnahmen bereits vor Beginn der Behandlung besprechen.
Leben mit Xerostomie: Praktische Tipps
Für Menschen, die dauerhaft mit Mundtrockenheit leben müssen, ist es wichtig, praktische Strategien für den Alltag zu entwickeln, die die Lebensqualität verbessern.
Alltag erleichtern
Haben Sie immer eine Wasserflasche dabei und trinken Sie regelmäßig kleine Schlucke. Stellen Sie sich ein „Notfall-Set“ zusammen mit Mundspray, zuckerfreiem Kaugummi und Lutschpastillen für unterwegs. Kommunizieren Sie offen mit Ihrem Arbeitsplatz und Ihrem sozialen Umfeld über Ihre Situation – die meisten Menschen sind verständnisvoll, wenn sie über die medizinischen Hintergründe informiert sind.
Bei sozialen Anlässen
Der Umgang mit möglichem Mundgeruch kann eine Herausforderung darstellen. Regelmäßige Mundspülungen und das Kauen von zuckerfreiem Kaugummi können helfen. Beim Essen in Gesellschaft wählen Sie Gerichte mit Soßen und trinken Sie häufig. Wenn Sie öffentlich sprechen müssen, haben Sie immer Wasser griffbereit und machen Sie bei Bedarf kurze Pausen.
Nachts
Stellen Sie ein Glas Wasser neben Ihr Bett, um bei nächtlichem Aufwachen trinken zu können. Ein Luftbefeuchter im Schlafzimmer kann die nächtliche Mundtrockenheit reduzieren. Bei Mundatmung können Nasenpflaster helfen, die Nasenatmung zu fördern. Spezielle Nachtcremes für den Mund können die Lippen und Mundwinkel geschmeidig halten.
Psychologische Aspekte
Chronische Mundtrockenheit kann psychisch belastend sein. Suchen Sie sich Unterstützung bei Selbsthilfegruppen oder professionelle Hilfe, wenn die Belastung zu groß wird. Viele Menschen finden es hilfreich, sich mit anderen Betroffenen auszutauschen und Erfahrungen zu teilen.
Spezielle Situationen
Mundtrockenheit in der Schwangerschaft
Hormonelle Veränderungen während der Schwangerschaft können zu Mundtrockenheit führen. Die meisten Behandlungsoptionen sind auch für Schwangere sicher, aber sprechen Sie immer zuerst mit Ihrem Arzt oder Ihrer Hebamme. Besonders wichtig ist eine gute Mundhygiene, da Schwangere ein erhöhtes Risiko für Zahnfleischprobleme haben.
Mundtrockenheit bei Kindern
Mundtrockenheit ist bei Kindern seltener als bei Erwachsenen, kann aber vorkommen. Häufige Ursachen sind Mundatmung durch verstopfte Nasen oder bestimmte Medikamente. Die Behandlung muss kindgerecht angepasst werden – zuckerfreie Produkte sind besonders wichtig, da Kinder ein höheres Kariesrisiko haben.
Nach COVID-19
Einige Menschen berichten nach einer COVID-19-Erkrankung über anhaltende Mundtrockenheit als Teil der Langzeitfolgen. Dies könnte mit Long-COVID in Verbindung stehen und sollte mit einem Arzt besprochen werden, wenn die Symptome anhalten.
Häufig gestellte Fragen
Ist Mundtrockenheit gefährlich?
Gelegentliche Mundtrockenheit ist harmlos, aber chronische Xerostomie kann zu ernsthaften Zahnproblemen führen, wenn sie unbehandelt bleibt.
Wie lange dauert es, bis Behandlungen wirken?
Das hängt von der zugrunde liegenden Ursache und der gewählten Behandlung ab. Einfache Maßnahmen wie verstärkte Flüssigkeitszufuhr können sofort helfen, während medikamentöse Behandlungen einige Wochen dauern können.
Kann Mundtrockenheit von selbst verschwinden?
Wenn sie durch vorübergehende Faktoren wie Stress oder Dehydrierung verursacht wird, ja. Bei chronischen Ursachen ist meist eine Behandlung erforderlich.
Welche Getränke sind bei Mundtrockenheit am besten?
Wasser ist die beste Wahl. Vermeiden Sie koffeinhaltige und alkoholische Getränke, da sie dehydrierend wirken können.
Hilft Kaugummikauen wirklich?
Ja, zuckerfreier Kaugummi kann die verbleibende Speichelproduktion stimulieren und ist eine wirksame Selbsthilfemaßnahme.
Kann Mundtrockenheit zu Zahnverlust führen?
Unbehandelte schwere Mundtrockenheit kann zu Karies und Zahnfleischerkrankungen führen, die im schlimmsten Fall Zahnverlust zur Folge haben können.
Sind rezeptfreie Produkte ausreichend?
Bei leichter Mundtrockenheit oft ja, bei schweren Fällen sind aber meist verschreibungspflichtige Behandlungen notwendig.
Was tun bei nächtlicher Mundtrockenheit?
Ein Luftbefeuchter, Wasser am Bett und die Förderung der Nasenatmung können helfen.
Gibt es einen Zusammenhang mit Diabetes?
Ja, Diabetes kann die Speichelproduktion beeinträchtigen. Eine gute Blutzuckereinstellung kann die Symptome verbessern.
Wird die Behandlung von der Krankenkasse übernommen?
Das hängt von der spezifischen Behandlung ab. Viele Grundbehandlungen werden übernommen, bei speziellen Produkten kann eine Zuzahlung erforderlich sein.
Zusammenfassung und Fazit
Mundtrockenheit ist ein häufiges, aber gut behandelbares Problem, das Millionen von Menschen betrifft. Während gelegentliche Episoden völlig normal sind, kann chronische Xerostomie zu ernsthaften gesundheitlichen Komplikationen führen, wenn sie unbehandelt bleibt. Die Ursachen sind vielfältig – von Medikamenten über Grunderkrankungen bis hin zu Lifestyle-Faktoren.
Eine erfolgreiche Behandlung erfordert meist die Kombination verschiedener Ansätze: die Behandlung der Grunderkrankung, symptomatische Therapie und Anpassungen des Lebensstils. Einfache Maßnahmen wie ausreichende Flüssigkeitszufuhr, zuckerfreier Kaugummi und eine gute Mundhygiene können bereits erhebliche Verbesserungen bringen.
Wichtig ist, Mundtrockenheit nicht zu ignorieren. Je früher eine angemessene Behandlung eingeleitet wird, desto besser sind die Aussichten auf eine Verbesserung der Symptome und die Vermeidung von Komplikationen. Wenn Sie seit mehr als zwei Wochen unter anhaltender Mundtrockenheit leiden, zögern Sie nicht, einen Arzt aufzusuchen. Mit der richtigen Behandlung können die meisten Menschen mit Mundtrockenheit ein normales, beschwerdefreies Leben führen.
Fuente de referencia:
- Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK)
- Bundeszahnärztekammer
- Mayo Clinic – Dry Mouth
- National Institute of Dental and Craniofacial Research
- Öffentliches Gesundheitsportal Österreichs
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