Hysterektomie: Operation, Arten, Nebenwirkungen und Erholung
Eine Hysterektomie, auch als Gebärmutterentfernung bekannt, ist einer der häufigsten gynäkologischen Eingriffe in Deutschland. Jährlich werden etwa 130.000 bis 150.000 solcher Operationen durchgeführt. Dieser chirurgische Eingriff zur vollständigen oder teilweisen Entfernung der Gebärmutter kann das Leben vieler Frauen erheblich verbessern, insbesondere bei schwerwiegenden gynäkologischen Erkrankungen. Die Entscheidung für eine Gebärmutter Operation ist jedoch nie leichtfertig zu treffen und erfordert eine umfassende Aufklärung über alle Aspekte des Eingriffs.
In diesem umfassenden Leitfaden erfahren Sie alles Wichtige über die verschiedenen Hysterektomie Arten, den Ablauf der Operation, mögliche Nebenwirkungen sowie die Erholungsphase. Wir beleuchten sowohl die medizinischen als auch die emotionalen Aspekte dieser bedeutsamen Operation und geben Ihnen praktische Tipps für die Zeit vor und nach dem Eingriff.
Was ist eine Hysterektomie?
Eine Hysterektomie ist die chirurgische Entfernung der Gebärmutter (Uterus) und wird bei verschiedenen gynäkologischen Erkrankungen eingesetzt. Je nach medizinischer Notwendigkeit können bei der Gebärmutterentfernung unterschiedliche Strukturen entfernt werden:
- Nur die Gebärmutter: Der Gebärmutterkörper wird entfernt, während der Gebärmutterhals erhalten bleibt
- Gebärmutter mit Gebärmutterhals: Komplette Entfernung von Gebärmutterkörper und -hals
- Erweiterte Entfernung: Zusätzliche Entfernung der Eierstöcke und/oder Eileiter
Die Gebärmutter Operation ist ein definitiver Eingriff, der zur vollständigen Unfruchtbarkeit führt und das Ende der Menstruation bedeutet. Daher wird sie nur durchgeführt, wenn andere Behandlungsmöglichkeiten nicht ausreichend sind oder bei lebensbedrohlichen Erkrankungen.
Gründe für eine Hysterektomie
Medizinische Indikationen
Die häufigsten Gründe für eine Gebärmutterentfernung sind:
Abnormale und starke Blutungen (Menorrhagie): Wenn die Menstruation so stark ist, dass sie das tägliche Leben beeinträchtigt und konservative Behandlungen nicht helfen, kann eine Hysterektomie notwendig werden. Dies betrifft etwa 40% aller Hysterektomien.
Gebärmuttermyome (Uterusmyome): Gutartige Muskelknoten in der Gebärmutterwand, die zu Schmerzen, starken Blutungen oder Druckgefühl führen können. Besonders große oder multiple Myome erfordern manchmal die komplette Gebärmutter Operation.
Endometriose: Bei dieser Erkrankung wächst gebärmutterschleimhautähnliches Gewebe außerhalb der Gebärmutter und verursacht chronische Schmerzen und andere Beschwerden.
Adenomyose: Ähnlich der Endometriose, jedoch wächst das Gewebe in die Gebärmuttermuskulatur hinein und führt zu schmerzhaften, starken Blutungen.
Gebärmuttervorfall (Uterusprolaps): Wenn die Gebärmutter aufgrund schwacher Beckenbodenmuskeln nach unten rutscht und aus der Scheide herausragt.
Krebserkrankungen: Bei Gebärmutter-, Gebärmutterhals- oder Eierstockkrebs ist die Hysterektomie oft ein lebensrettender Eingriff.
Wann ist die Operation unvermeidbar?
Eine sofortige Gebärmutterentfernung wird notwendig bei:
- Unkontrollierbaren, lebensbedrohlichen Blutungen
- Fortgeschrittenen Krebserkrankungen
- Schweren Komplikationen nach der Geburt
- Erfolglosigkeit aller konservativen Behandlungsansätze
Arten der Hysterektomie
Nach Umfang der Entfernung
Die verschiedenen Hysterektomie Arten unterscheiden sich im Umfang der entfernten Strukturen:
Totale Hysterektomie: Die häufigste Form, bei der sowohl die Gebärmutter als auch der Gebärmutterhals entfernt werden. Dies ist die Standardmethode bei den meisten Indikationen.
Subtotale oder Suprazervikale Hysterektomie: Nur der Gebärmutterkörper wird entfernt, während der Gebärmutterhals erhalten bleibt. Diese Methode wird gewählt, wenn keine Erkrankung des Gebärmutterhalses vorliegt und eine schnellere Heilung angestrebt wird.
Radikale Hysterektomie: Eine erweiterte Operation, die hauptsächlich bei Krebserkrankungen durchgeführt wird. Dabei werden zusätzlich umliegende Gewebe, Lymphknoten und möglicherweise Teile der Scheide entfernt.
Hysterektomie mit Salpingo-Oophorektomie: Zusätzlich zur Gebärmutter werden die Eileiter und Eierstöcke entfernt. Dies führt zu sofortigen Wechseljahren, wenn beide Eierstöcke entfernt werden.
Nach Operationsmethode
Abdominale Hysterektomie: Die traditionelle offene Operation durch einen Bauchschnitt. Diese Methode wird gewählt bei sehr großen Myomen, ausgedehnter Endometriose oder Krebserkrankungen.
Vorteile: Gute Übersicht für den Chirurgen, geeignet für komplexe Fälle
Nachteile: Längerer Krankenhausaufenthalt (3-5 Tage), größere Narbe, längere Heilungszeit (6-8 Wochen)
Vaginale Hysterektomie: Die Gebärmutter wird durch die Scheide entfernt, ohne äußere Schnitte. Diese Methode ist besonders schonend und wird bevorzugt bei Gebärmuttervorfall oder kleineren Gebärmüttern angewandt.
Vorteile: Keine sichtbare Narbe, schnellere Heilung, kürzerer Krankenhausaufenthalt (1-3 Tage)
Nachteile: Nicht bei allen Patientinnen möglich, begrenzte Anwendbarkeit
Laparoskopische Hysterektomie: Minimalinvasive Schlüssellochchirurgie mit kleinen Schnitten im Bauch. Es gibt verschiedene Varianten:
- LAVH (Laparoskopisch assistierte vaginale Hysterektomie)
- TLH (Totale laparoskopische Hysterektomie)
Vorteile: Kleine Narben, schnelle Erholung, weniger Schmerzen, kurzer Krankenhausaufenthalt (1-2 Tage)
Nachteile: Erfordert spezielle Erfahrung des Chirurgen, längere OP-Dauer
Roboter-assistierte Hysterektomie: Modernste Technik mit dem Da Vinci-System, die höchste Präzision ermöglicht. Diese Methode ist in spezialisierten Zentren in Deutschland verfügbar.
Vergleichstabelle der Operationsmethoden
| Methode | OP-Dauer | Krankenhausaufenthalt | Genesungszeit | Komplikationsrisiko |
|---|---|---|---|---|
| Abdominal | 1-2 Stunden | 3-5 Tage | 6-8 Wochen | Mittel |
| Vaginal | 1-1,5 Stunden | 1-3 Tage | 4-6 Wochen | Niedrig |
| Laparoskopisch | 1,5-3 Stunden | 1-2 Tage | 3-4 Wochen | Niedrig |
| Roboter-assistiert | 2-4 Stunden | 1-2 Tage | 3-4 Wochen | Sehr niedrig |
Vorbereitung auf die Gebärmutter Operation
Vor der Operation
Die Vorbereitung auf eine Hysterektomie beginnt mit ausführlichen Gesprächen mit Ihrem Gynäkologen. Dabei werden alle Aspekte der Operation, alternative Behandlungsmöglichkeiten und individuelle Risiken besprochen.
Notwendige Untersuchungen:
- Bluttests (Blutbild, Gerinnungswerte, Blutgruppe)
- Gynäkologische Untersuchung mit Ultraschall
- Krebsvorsorge (Abstrich, eventuell Gewebeprobe)
- EKG und eventuell weitere kardiologische Untersuchungen
- Aufklärungsgespräch mit dem Anästhesisten
Wichtige Hinweise vor der OP:
- 12 Stunden vor der Operation nüchtern bleiben
- Bestimmte Medikamente nach Anweisung absetzen oder weiter einnehmen
- Nagellack entfernen und Schmuck abnehmen
- Persönliche Gegenstände für den Krankenhausaufenthalt einpacken
Psychologische Vorbereitung
Eine Gebärmutterentfernung kann emotional belastend sein. Viele Frauen durchleben Gefühle von Trauer, Angst oder Verlust. Es ist wichtig, diese Emotionen als normal zu akzeptieren und sich Unterstützung zu holen:
- Gespräche mit Familie und Freunden
- Beratung durch Psychologen oder Sozialarbeiter
- Kontakt zu Selbsthilfegruppen
- Aufklärung über die Auswirkungen der Operation
Der operative Eingriff – Ablauf
Am Tag der Gebärmutter Operation werden Sie in der Regel morgens nüchtern ins Krankenhaus aufgenommen. Der Ablauf gestaltet sich folgendermaßen:
Anästhesie: Die meisten Hysterektomien werden in Vollnarkose durchgeführt. Bei vaginalen Operationen ist manchmal auch eine Regionalanästhesie (Spinalanästhesie) möglich.
Operationsdauer: Je nach gewählter Methode dauert der Eingriff zwischen einer und vier Stunden. Laparoskopische Verfahren benötigen oft mehr Zeit, sind aber schonender.
Im Operationssaal: Das medizinische Team besteht aus dem Operateur, Assistenten, Anästhesisten und OP-Pflegekräften. Während der Operation werden kontinuierlich Ihre Vitalfunktionen überwacht.
Postoperative Überwachung: Nach der Operation werden Sie im Aufwachraum überwacht, bis die Narkose vollständig abgeklungen ist. Dann erfolgt die Verlegung auf die gynäkologische Station.
Nach der Operation: Erholung und Heilung
Krankenhausaufenthalt
Die Dauer des Krankenhausaufenthalts hängt von der gewählten Operationsmethode ab:
- Laparoskopische/vaginale Hysterektomie: 1-2 Tage
- Abdominale Hysterektomie: 3-5 Tage
Schmerzmanagement: Nach der Operation erhalten Sie Schmerzmittel, die individuell angepasst werden. Moderne Schmerztherapie ermöglicht eine weitgehend schmerzfreie Heilungsphase.
Mobilisation: Bereits am ersten Tag nach der Operation werden Sie dazu ermutigt, aufzustehen und sich zu bewegen. Dies fördert die Heilung und verhindert Komplikationen wie Thrombosen.
Katheter und Drainagen: Ein Blasenkatheter wird meist für 1-2 Tage belassen. Eventuelle Drainagen werden entfernt, sobald die Wundflüssigkeit abnimmt.
Genesungszeit zu Hause
Erste 1-2 Wochen:
- Körperliche Schonung und Ruhe
- Tägliche Wundpflege nach Anweisung
- Regelmäßige Einnahme verordneter Schmerzmittel
- Leichte Spaziergänge zur Förderung der Durchblutung
- Kein Heben von Gegenständen über 5 kg
Wochen 3-6:
- Langsame Steigerung der körperlichen Aktivitäten
- Arbeitsunfähigkeit (meist 4-6 Wochen je nach Beruf)
- Physiotherapie zur Stärkung des Beckenbodens
- Psychische Unterstützung bei emotionalen Schwierigkeiten
Nach 6 Wochen:
- Rückkehr zu normalen Aktivitäten möglich
- Sport und körperliche Belastung nach Freigabe durch den Arzt
- Wiederaufnahme des Geschlechtsverkehrs nach ärztlicher Kontrolle
Verhaltensregeln während der Erholung
Was Sie vermeiden sollten:
- Schweres Heben (über 5 kg) für 6-8 Wochen
- Geschlechtsverkehr für 6-8 Wochen
- Baden, Schwimmen oder Whirlpool für 6 Wochen
- Tampons verwenden (nur Binden)
- Intensive körperliche Anstrengung
Empfohlene Aktivitäten:
- Regelmäßige, kurze Spaziergänge
- Atemübungen zur Lungenprophylaxe
- Leichte Hausarbeiten nach Befinden
- Ausgewogene, ballaststoffreiche Ernährung
- Ausreichend Flüssigkeitszufuhr
Nachsorgeuntersuchungen
Regelmäßige Kontrolltermine bei Ihrem Gynäkologen sind wichtig für eine erfolgreiche Heilung:
- Nach 1 Woche: Kontrolle der Wundheilung
- Nach 6 Wochen: Abschlusskontrolle, Freigabe für normale Aktivitäten
- Nach 3-6 Monaten: Langzeitkontrolle
- Jährlich: Gynäkologische Vorsorgeuntersuchung
Nebenwirkungen und Komplikationen
Häufige Nebenwirkungen
Nach einer Hysterektomie können verschiedene, meist vorübergehende Nebenwirkungen auftreten:
Schmerzen: Wundschmerzen sind in den ersten Wochen normal und lassen sich gut mit Medikamenten behandeln. Die Intensität nimmt stetig ab.
Blutungen und Ausfluss: Leichte vaginale Blutungen und Ausfluss können bis zu 6 Wochen auftreten. Dies ist Teil des normalen Heilungsprozesses.
Müdigkeit und Erschöpfung: Die körperliche und emotionale Belastung der Operation führt oft zu anhaltender Müdigkeit, die sich über Wochen erstrecken kann.
Verstopfung: Durch Medikamente, verminderte Aktivität und die Operation selbst kann es zu Verdauungsproblemen kommen.
Emotionale Veränderungen: Stimmungsschwankungen, Traurigkeit oder Angst sind häufig und meist vorübergehend.
Mögliche Komplikationen
Obwohl die Hysterektomie eine sichere Operation ist, können seltene Komplikationen auftreten:
Infektionen: Wundinfektionen oder Harnwegsinfekte können auftreten, lassen sich aber meist gut mit entsprechenden Medikamenten behandeln.
Blutungen: Starke Nachblutungen sind selten, können aber eine erneute Operation erfordern.
Organverletzungen: Sehr selten können benachbarte Organe wie Blase oder Darm während der Operation verletzt werden.
Thrombose und Embolie: Blutgerinnsel in den Beinen oder Lungen sind seltene, aber ernste Komplikationen.
Narbengewebe: Verwachsungen im Bauchraum können zu späteren Beschwerden führen.
Wann zum Arzt? Warnsignale
Kontaktieren Sie sofort Ihren Arzt bei folgenden Symptomen:
- Fieber über 38°C
- Starke oder zunehmende Blutungen
- Zunehmendes Unwohlsein oder starke Schmerzen
- Atembeschwerden oder Brustschmerzen
- Anzeichen einer Infektion (übelriechender Ausfluss, Rötung der Wunde)
- Schwellung oder Schmerzen in den Beinen
Langfristige Auswirkungen der Hysterektomie
Körperliche Veränderungen
Keine Menstruation: Nach der vollständigen Gebärmutterentfernung haben Sie keine Regelblutung mehr. Dies wird von vielen Frauen als Befreiung empfunden, besonders wenn vorher starke Blutungen bestanden.
Unfruchtbarkeit: Eine Schwangerschaft ist nach der Hysterektomie nicht mehr möglich. Dies sollte bei der Entscheidung für die Operation berücksichtigt werden.
Sexualität: Die sexuelle Funktion bleibt in der Regel erhalten. Die Orgasmusfähigkeit wird nicht beeinträchtigt, da die Klitoris und die äußeren Geschlechtsorgane nicht betroffen sind.
Blasen- und Darmfunktion: Meist normalisieren sich diese Funktionen nach der Heilung. Manche Frauen berichten über Verbesserungen, wenn vorher Druckbeschwerden bestanden.
Hormonelle Veränderungen
Wenn Eierstöcke entfernt wurden: Dies führt zu sofortigen Wechseljahren mit typischen Symptomen wie Hitzewallungen, Schlafstörungen und Stimmungsschwankungen. Eine Hormonersatztherapie kann diese Beschwerden lindern, sollte aber individuell mit dem Arzt besprochen werden.
Wenn Eierstöcke erhalten bleiben: Die Hormonproduktion läuft weiter, auch wenn die Wechseljahre eventuell etwas früher eintreten können.
Psychische und emotionale Auswirkungen
Die emotionalen Auswirkungen einer Hysterektomie sind sehr individuell:
Verlustgefühle: Manche Frauen trauern um den Verlust der Gebärfähigkeit oder empfinden Veränderungen in ihrer weiblichen Identität.
Positive Aspekte: Viele Frauen berichten über deutlich verbesserte Lebensqualität durch das Wegfallen von Schmerzen und starken Blutungen.
Unterstützung: Professionelle Beratung oder Selbsthilfegruppen können beim Verarbeiten der Veränderungen helfen.
Sexualität und Partnerschaft
Die meisten Frauen können nach vollständiger Heilung (6-8 Wochen) ihre sexuelle Aktivität wieder aufnehmen. Wichtige Punkte:
- Die Orgasmusfähigkeit bleibt erhalten
- Anfangs kann mehr Gleitgel nötig sein
- Offene Kommunikation mit dem Partner ist wichtig
- Bei Problemen sollte das Gespräch mit dem Arzt gesucht werden
Alternativen zur Hysterektomie
Je nach Erkrankung gibt es verschiedene alternative Behandlungsmöglichkeiten, die vor einer Hysterektomie versucht werden sollten:
Medikamentöse Behandlungen: Hormonelle Therapien können bei vielen Beschwerden helfen. Die genaue Auswahl und Anwendung sollte immer mit einem Facharzt besprochen werden.
Endometriumablation: Veröden der Gebärmutterschleimhaut zur Behandlung starker Blutungen.
Myomektomie: Entfernung nur der Myome unter Erhalt der Gebärmutter.
Uterusarterienembolisation: Blockierung der Blutzufuhr zu Myomen.
Hormonelle Spirale: Kann starke Blutungen reduzieren und Schmerzen lindern.
Die Wahl der Behandlung hängt von verschiedenen Faktoren ab: Alter, Kinderwunsch, Art und Schwere der Erkrankung sowie persönliche Präferenzen.
Kosten und Kostenübernahme
Die Kosten einer medizinisch notwendigen Hysterektomie werden vollständig von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Dies umfasst:
- Voruntersuchungen
- Operation und Anästhesie
- Krankenhausaufenthalt
- Nachsorgeuntersuchungen
- Notwendige Medikamente
Private Krankenversicherung: Die Kostenübernahme erfolgt entsprechend dem gewählten Tarif.
Zusatzkosten: Wahlleistungen wie Einzelzimmer oder Chefarztbehandlung werden separat abgerechnet.
Krankengeld: Bei längerer Arbeitsunfähigkeit haben Sie Anspruch auf Krankengeld.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie lange dauert eine Hysterektomie?
Die Operationsdauer beträgt je nach Methode zwischen 1 und 4 Stunden. Laparoskopische Verfahren dauern meist länger, sind aber schonender.
Wann kann ich nach der Operation wieder arbeiten?
Dies hängt von Ihrem Beruf und der Operationsmethode ab. Bei Bürotätigkeiten meist nach 2-4 Wochen, bei körperlich anspruchsvollen Berufen nach 6-8 Wochen.
Verändert sich mein Gewicht nach der Operation?
Eine direkte Gewichtszunahme durch die Operation ist selten. Mögliche Gewichtsveränderungen hängen eher mit hormonellen Veränderungen oder verringerter Aktivität zusammen.
Kann ich nach einer Hysterektomie noch einen Orgasmus haben?
Ja, die Orgasmusfähigkeit bleibt vollständig erhalten, da die für den Orgasmus wichtigen Strukturen nicht betroffen sind.
Brauche ich eine Hormontherapie?
Nur wenn die Eierstöcke mit entfernt wurden. Die Entscheidung sollte individuell mit dem Arzt getroffen werden.
Wie lange bleiben die Narben sichtbar?
Narben verblassen mit der Zeit. Bei laparoskopischen Operationen sind nur kleine, kaum sichtbare Narben zu erwarten.
Komme ich früher in die Wechseljahre?
Wenn die Eierstöcke erhalten bleiben, treten die Wechseljahre möglicherweise 1-2 Jahre früher ein. Bei Entfernung der Eierstöcke beginnen sie sofort.
Kann die Operation rückgängig gemacht werden?
Nein, eine Hysterektomie ist ein irreversibler Eingriff. Deshalb sollte die Entscheidung gut überlegt sein.
Welche Sportarten sind nach der Genesung erlaubt?
Nach vollständiger Heilung sind alle Sportarten möglich. Mit intensiveren Aktivitäten sollten Sie 3-6 Monate warten.
Gibt es Einschränkungen bei Reisen nach der OP?
Längere Flugreisen sollten in den ersten 4-6 Wochen vermieden werden wegen des erhöhten Thromboserisikos.
Expertenmeinungen und Studien
Aktuelle medizinische Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) empfehlen die Hysterektomie nur nach sorgfältiger Abwägung aller Alternativen. Studien zeigen, dass minimalinvasive Techniken zu besseren Ergebnissen und schnellerer Erholung führen.
Langzeitstudien belegen, dass die meisten Frauen nach einer Hysterektomie eine deutlich verbesserte Lebensqualität berichten, insbesondere wenn vorher starke Beschwerden bestanden. Die Zufriedenheitsrate liegt bei über 90%.
Moderne Operationstechniken haben die Komplikationsraten erheblich gesenkt. Die laparoskopische Hysterektomie gilt heute als Goldstandard für geeignete Fälle.
Fazit und Zusammenfassung
Die Hysterektomie ist ein bewährter und sicherer chirurgischer Eingriff, der vielen Frauen mit schwerwiegenden gynäkologischen Erkrankungen zu deutlich besserer Lebensqualität verhilft. Moderne Operationstechniken, insbesondere minimalinvasive Verfahren, haben die Belastung für die Patientinnen erheblich reduziert und die Heilungszeiten verkürzt.
Die Entscheidung für eine Gebärmutterentfernung sollte jedoch nie leichtfertig getroffen werden. Eine ausführliche Aufklärung über alle Aspekte der Operation, alternative Behandlungsmöglichkeiten und die langfristigen Auswirkungen ist essentiell. Die individuelle Beratung durch erfahrene Gynäkologen hilft dabei, die beste Entscheidung für die persönliche Situation zu treffen.
Wichtig ist auch die Erkenntnis, dass eine Hysterektomie das Ende eines Leidenswegs bedeuten kann. Viele Frauen berichten über ein neues Lebensgefühl ohne die belastenden Symptome, die zur Operation geführt haben. Mit guter Vorbereitung, professioneller medizinischer Betreuung und angemessener Nachsorge können die meisten Frauen nach der Heilungsphase ein vollständig normales und erfülltes Leben führen.
Weiterführende Ressourcen und Unterstützung
Für weitere Informationen und Unterstützung stehen verschiedene Ressourcen zur Verfügung:
Selbsthilfegruppen: Lokale Gruppen bieten Erfahrungsaustausch und emotionale Unterstützung. Kontakte erhalten Sie über Ihren Arzt oder Krankenhäuser.
Online-Communities: Verschiedene Foren ermöglichen den Austausch mit anderen betroffenen Frauen.
Beratungsstellen: Professionelle Beratung zu medizinischen und psychischen Aspekten der Hysterektomie.
Fachärzte: Spezialisierte gynäkologische Zentren mit Erfahrung in verschiedenen Operationstechniken.
Denken Sie daran: Sie sind nicht allein. Viele Frauen haben ähnliche Erfahrungen gemacht und können wertvolle Unterstützung bieten. Eine offene Kommunikation mit Ihrem medizinischen Team, der Familie und Freunden ist der Schlüssel für eine erfolgreiche Bewältigung dieser bedeutsamen Lebensphase.
Fuente de referencia:
- Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe
- Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften
- Robert Koch-Institut
- Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums
- Berufsverband der Frauenärzte
Wichtiger medizinischer Hinweis
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