Eierstockzysten, auch als Ovarialzysten bezeichnet, sind mit Flüssigkeit gefüllte Bläschen, die sich an oder in den Eierstöcken entwickeln können. Diese Zysten am Eierstock sind überraschend häufig und betreffen etwa 8-10% aller Frauen im gebärfähigen Alter. Die gute Nachricht: Die meisten Eierstockzysten sind völlig harmlos und verschwinden oft von selbst wieder. In diesem umfassenden Ratgeber erfahren Sie alles Wichtige über Ursachen, Symptome, Diagnose und Behandlungsmöglichkeiten von Eierstockzysten.
Was sind Eierstockzysten genau?
Eierstockzysten sind gutartige, flüssigkeitsgefüllte Hohlräume, die sich in oder an den Eierstöcken bilden. Sie entstehen meist als natürlicher Teil des weiblichen Menstruationszyklus und können in Größe und Beschaffenheit stark variieren – von wenigen Millimetern bis zu mehreren Zentimetern Durchmesser.
Arten von Eierstockzysten
Mediziner unterscheiden zwischen verschiedenen Arten von Ovarialzysten:
Funktionelle Zysten:
- Follikelzysten: Entstehen, wenn ein Eibläschen nicht platzt und weiter wächst
- Corpus-luteum-Zysten: Bilden sich nach dem Eisprung im Gelbkörper
Nicht-funktionelle Zysten:
- Dermoidzysten: Enthalten verschiedene Gewebearten wie Haare oder Zähne
- Zystadenome: Entwickeln sich aus Eierstockgewebe
- Endometriome: Entstehen durch Endometriose, auch „Schokoladenzysten“ genannt
Ursachen von Eierstockzysten
Die Entstehung von Zysten am Eierstock hat verschiedene Ursachen:
Hormonelle Ursachen
Der normale Menstruationszyklus ist die häufigste Ursache für funktionelle Eierstockzysten. Hormonelle Schwankungen von Östrogen und Progesteron können die Zystenbildung begünstigen.
Weitere Risikofaktoren
- Frühere Eierstockzysten in der Krankengeschichte
- Endometriose
- Schwangerschaft
- Unfruchtbarkeitsbehandlungen
- Genetische Veranlagung
- Polyzystisches Ovarialsyndrom (PCOS)
Eierstockzysten Symptome – Woran erkennt man sie?
Viele Frauen mit Eierstockzysten verspüren zunächst keine Beschwerden. Die Eierstockzysten Symptome können jedoch vielfältig sein:
Häufige Symptome
- Unterleibsschmerzen: Einseitig oder beidseitig, dumpf oder stechend
- Druckgefühl im Unterbauch: Besonders bei größeren Zysten
- Blähungen und Völlegefühl
- Unregelmäßige Menstruation: Verstärkte oder ausbleibende Blutung
- Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
- Beschwerden beim Wasserlassen oder Stuhlgang
Wann sind Eierstockzysten symptomlos?
Kleine funktionelle Zysten verursachen oft keine spürbaren Beschwerden und werden häufig nur als Zufallsbefund bei gynäkologischen Routineuntersuchungen entdeckt.
Alarmsymptome – Wann sofort zum Arzt?
Bei folgenden Symptomen sollten Sie umgehend einen Arzt aufsuchen:
- Plötzliche, starke Unterleibsschmerzen
- Fieber und Erbrechen
- Schwindel und Schwäche
- Schneller Puls
- Anzeichen einer Zystenruptur oder Stieldrehung
Diagnose von Eierstockzysten
Die Diagnose von Ovarialzysten erfolgt durch verschiedene Untersuchungsmethoden:
Gynäkologische Untersuchung
Bei der bimanuellen Tastuntersuchung kann der Frauenarzt bereits größere Zysten ertasten und erste Hinweise auf deren Beschaffenheit erhalten.
Bildgebende Verfahren
Ultraschall (Sonographie):
- Transvaginaler Ultraschall: Bietet die beste Darstellung der Eierstöcke
- Abdominaler Ultraschall: Ergänzende Untersuchung bei größeren Zysten
Weitere Untersuchungen bei Bedarf:
- MRT (Magnetresonanztomographie) für detaillierte Gewebedarstellung
- CT (Computertomographie) in besonderen Fällen
Laboruntersuchungen
- Bluttest auf Tumormarker (CA-125) zum Ausschluss bösartiger Veränderungen
- Hormontests zur Ursachenklärung
- Schwangerschaftstest zum Ausschluss einer Schwangerschaft
Eierstockzysten Behandlung – Welche Optionen gibt es?
Die Eierstockzysten Behandlung richtet sich nach Art, Größe und Symptomen der Zyste:
Abwarten und Beobachten
Bei kleinen, funktionellen Zysten ohne Beschwerden wird oft zunächst abgewartet. Viele Eierstockzysten verschwinden innerhalb von 1-3 Zyklen von selbst. Regelmäßige Kontrolluntersuchungen überwachen die Entwicklung.
Medikamentöse Behandlung
Hormonelle Verhütungsmittel können helfen, die Neubildung von funktionellen Zysten zu verhindern. Bei Schmerzen können geeignete Schmerzmittel eingesetzt werden. Sprechen Sie jedoch immer mit Ihrem Arzt, bevor Sie Medikamente einnehmen.
Chirurgische Behandlung
Eine Operation wird in folgenden Fällen erwogen:
- Große Zysten (über 5-10 cm Durchmesser)
- Anhaltende, starke Beschwerden
- Verdacht auf Bösartigkeit
- Komplikationen wie Ruptur oder Stieldrehung
Operative Verfahren:
- Laparoskopie: Minimal-invasive Bauchspiegelung
- Zystektomie: Entfernung nur der Zyste unter Erhalt des Eierstocks
- Ovarektomie: Entfernung des gesamten Eierstocks in seltenen Fällen
Komplikationen von Eierstockzysten
Obwohl die meisten Eierstockzysten harmlos sind, können in seltenen Fällen Komplikationen auftreten:
Mögliche Komplikationen
- Zystenruptur: Das Platzen der Zyste kann starke Schmerzen verursachen
- Ovarialtorsion: Stieldrehung des Eierstocks – ein gynäkologischer Notfall
- Innere Blutungen
- Infektionen
- Beeinträchtigung der Fruchtbarkeit bei bestimmten Zystenarten
Eierstockzysten und Schwangerschaft
Zysten am Eierstock sind während der Schwangerschaft nicht ungewöhnlich. Corpus-luteum-Zysten entstehen häufig in der Frühschwangerschaft und sind normalerweise harmlos.
Einfluss auf die Fruchtbarkeit
Die meisten Ovarialzysten beeinträchtigen die Fruchtbarkeit nicht. Jedoch können bestimmte Arten wie Endometriome oder PCOS-bedingte Zysten die Empfängnis erschweren. Bei Kinderwunsch sollten entsprechende Behandlungsoptionen mit dem Frauenarzt besprochen werden.
Leben mit Eierstockzysten
Selbsthilfe bei Beschwerden
- Wärmeanwendungen: Wärmflasche oder warme Bäder können Schmerzen lindern
- Entspannungstechniken: Yoga oder Meditation helfen beim Stressabbau
- Gesunde Ernährung: Ausgewogene Kost unterstützt das hormonelle Gleichgewicht
Sport und Bewegung
Leichte bis moderate Bewegung ist meist problemlos möglich. Bei größeren Zysten sollten intensive Sportarten oder Aktivitäten mit plötzlichen Bewegungen vermieden werden.
Vorbeugung und Früherkennung
Eine vollständige Vorbeugung von Eierstockzysten ist nicht möglich, da sie oft hormonell bedingt entstehen. Dennoch können folgende Maßnahmen hilfreich sein:
- Hormonelle Verhütungsmittel können funktionelle Zysten reduzieren
- Gesunder Lebensstil mit ausgewogener Ernährung
- Regelmäßige gynäkologische Vorsorgeuntersuchungen
- Früherkennung durch jährliche Ultraschalluntersuchungen
Häufig gestellte Fragen zu Eierstockzysten
Sind Eierstockzysten Krebs?
Nein, die allermeisten Eierstockzysten sind gutartig. Bösartige Veränderungen sind sehr selten.
Können Eierstockzysten wieder auftreten?
Ja, besonders funktionelle Zysten können wiederkehren. Regelmäßige Kontrollen sind daher wichtig.
Wie lange dauert es, bis eine Zyste verschwindet?
Funktionelle Zysten verschwinden meist innerhalb von 1-3 Menstruationszyklen.
Können Eierstockzysten platzen?
Ja, das ist möglich, aber meist harmlos. Bei starken Schmerzen sollte ein Arzt aufgesucht werden.
Wann sollten Sie einen Arzt aufsuchen?
Konsultieren Sie Ihren Frauenarzt bei:
- Anhaltenden Unterleibsschmerzen
- Unregelmäßigen Menstruationsblutungen
- Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
- Verdacht auf Eierstockzysten
- Kinderwunsch trotz bekannter Zysten
Fazit
Eierstockzysten sind ein häufiges, meist harmloses gynäkologisches Phänomen. Die meisten Frauen mit Ovarialzysten benötigen keine spezielle Behandlung, da sich die Zysten oft von selbst zurückbilden. Wichtig ist jedoch die regelmäßige ärztliche Kontrolle, um eventuelle Komplikationen frühzeitig zu erkennen. Bei anhaltenden Beschwerden oder großen Zysten stehen verschiedene Behandlungsoptionen zur Verfügung. Lassen Sie sich von Ihrem Frauenarzt individuell beraten, um die für Sie beste Behandlungsstrategie zu finden.
Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen sind der Schlüssel zur Früherkennung und helfen dabei, Ihre gynäkologische Gesundheit optimal zu überwachen.
Fuente de referencia:
- Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe – Eierstockzysten
- Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG)
- Deutsches Krebsforschungszentrum – Informationen zu Eierstockerkrankungen
- AMBOSS Medizinwissen – Ovarialzysten
Wichtiger medizinischer Hinweis
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