Medizinischer Disclaimer: Die Informationen in diesem Artikel ersetzen keine professionelle medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei gesundheitlichen Problemen immer einen qualifizierten Arzt.
Pulsierender Tinnitus: Ursachen, Symptome und Behandlung
Pulsierender Tinnitus, auch als pulssynchroner Tinnitus bezeichnet, ist eine besondere Form der Ohrgeräusche, die sich deutlich vom herkömmlichen Tinnitus unterscheidet. Bei dieser Erkrankung nehmen Betroffene rhythmische Geräusche wahr, die synchron mit ihrem Herzschlag auftreten – als würde man den eigenen Puls im Ohr hören können.
Im Gegensatz zum klassischen Tinnitus, der meist als konstantes Pfeifen, Summen oder Rauschen wahrgenommen wird, charakterisiert sich der pulssynchrone Tinnitus durch sein rhythmisches Pochen oder Pulsieren. Dieses Phänomen betrifft schätzungsweise 3-5% aller Tinnitus-Patienten in Deutschland, was etwa 150.000 bis 250.000 Menschen entspricht.
Dieser Artikel bietet Ihnen einen umfassenden Überblick über pulsierenden Tinnitus – von den verschiedenen Ursachen über typische Symptome bis hin zu modernen Behandlungsansätzen. Sie erfahren, wann ein Arztbesuch dringend erforderlich ist und welche Selbsthilfemaßnahmen Ihnen helfen können, besser mit diesem Zustand umzugehen.
Was ist pulsierender Tinnitus?
Medizinische Definition
Pulsierender oder pulssynchroner Tinnitus ist eine spezielle Form des objektiven Tinnitus, bei der die wahrgenommenen Geräusche tatsächlich in Körper entstehen und im Rhythmus des Herzschlags auftreten. Anders als beim subjektiven Tinnitus, den nur der Betroffene hört, können diese Geräusche manchmal auch von außen mit einem Stethoskop wahrgenommen werden.
Der rhythmische Charakter entsteht durch Veränderungen im Blutfluss oder durch Strukturen, die den Blutfluss hörbar machen. Dies kann durch verengte Blutgefäße, verstärkten Blutdruck oder anatomische Besonderheiten verursacht werden, die den normalerweise unhörbaren Blutfluss plötzlich wahrnehmbar machen.
Charakteristische Merkmale
Das Hauptmerkmal des pulsierenden Tinnitus ist die perfekte Synchronisation mit dem Herzschlag. Betroffene beschreiben verschiedene Arten von Geräuschen:
- Pochendes Geräusch: Ein rhythmisches „Thump-Thump“, das dem Herzschlag folgt
- Pulsierende Töne: Ein wellenartiges Auf und Ab der Geräuschintensität
- Whooshing-Sounds: Ein rauschartiges Geräusch mit rhythmischen Schwankungen
- Klopfende Töne: Deutliche, hämmernde Geräusche im Takt des Pulses
Der tinnitus mit herzschlag kann sowohl einseitig als auch beidseitig auftreten, wobei einseitige Manifestationen häufiger sind. Die Intensität kann konstant bleiben oder schwanken und wird oft bei körperlicher Anstrengung, in ruhigen Umgebungen oder beim Liegen stärker wahrgenommen.
Ursachen von pulsierendem Tinnitus
Herz-Kreislauf-Erkrankungen
Bluthochdruck (Hypertonie)
Bluthochdruck ist eine der häufigsten Ursachen für pulsierenden Tinnitus. Erhöhter Blutdruck führt zu verstärktem Blutfluss durch die Gefäße, wodurch normalerweise unhörbare Strömungsgeräusche plötzlich wahrnehmbar werden. Besonders die kleinen Arterien im Innenohr sind empfindlich für Druckveränderungen, was den pulssynchronen Tinnitus verstärken kann.
Arteriosklerose
Arterienverkalkung führt zu verengten und verhärteten Blutgefäßen. Der Blutfluss durch diese verengten Stellen wird turbulent und somit hörbar. Besonders Verengungen der Halsschlagadern können zu deutlich wahrnehmbarem pulsierendem Tinnitus führen.
Herzrhythmusstörungen
Unregelmäßige Herzrhythmen können zu schwankenden Blutflussmustern führen, die als pulsierende Ohrgeräusche wahrgenommen werden. Vorhofflimmern und andere Arrhythmien verstärken oft bereits bestehenden Tinnitus oder können ihn neu auslösen.
Gefäßprobleme und -anomalien
Gefäßverengungen (Stenosen)
Verengungen der Halsschlagader (Arteria carotis) oder der Halsvenen gehören zu den wichtigsten Ursachen für pulsierenden Tinnitus. Diese Stenosen verursachen turbulente Blutströmungen, die als rhythmische Geräusche wahrgenommen werden. Besonders gefährlich sind hochgradige Stenosen, die nicht nur Tinnitus verursachen, sondern auch das Schlaganfallrisiko erhöhen.
Arteriovenöse Malformationen (AVM)
Diese angeborenen Gefäßfehlbildungen schaffen abnormale Verbindungen zwischen Arterien und Venen. Der direkte Blutfluss von hochdruckigen Arterien in niederdruckige Venen erzeugt charakteristische, sehr laute pulsierende Geräusche, die oft auch von außen hörbar sind.
Gefäßtumore (Glomustumor)
Glomustumore sind seltene, meist gutartige Tumore im Bereich des Mittelohrs oder der Halsgefäße. Diese stark durchbluteten Tumore können intensive pulsierende Geräusche verursachen und sind oft gut behandelbar.
Arteriovenöse Fisteln
Abnorme Verbindungen zwischen Arterien und Venen, die durch Verletzungen oder spontan entstehen können, führen zu charakteristischen pulsierenden Geräuschen. Diese Fisteln können lebensbedrohlich sein und erfordern oft eine schnelle Behandlung.
Erkrankungen des Ohrs
Mittelohrprobleme
Ein Paukenerguss oder eine Mittelohrentzündung können die Schallweiterleitung verändern und dadurch normalerweise unhörbare Körpergeräusche verstärken. Die Flüssigkeitsansammlung im Mittelohr wirkt wie ein Verstärker für Blutflussgeräusche.
Otosklerose
Bei dieser Erkrankung verknöchern die Gehörknöchelchen im Mittelohr, was zu Hörverlust und manchmal zu pulsierendem Tinnitus führen kann. Die veränderte Schallübertragung macht Körpergeräusche plötzlich hörbar.
Trommelfellveränderungen
Narben, Löcher oder andere Veränderungen des Trommelfells können die normale Schallisolation beeinträchtigen und dadurch zu pulsierenden Ohrgeräuschen führen.
Weitere medizinische Ursachen
Idiopathische intrakranielle Hypertension
Diese Erkrankung, auch Pseudotumor cerebri genannt, führt zu erhöhtem Hirndruck ohne erkennbare Ursache. Der erhöhte Druck kann venöse Abflussstörungen verursachen, die sich als pulsierender Tinnitus manifestieren. Betroffen sind hauptsächlich übergewichtige Frauen im gebärfähigen Alter.
Anämie (Blutarmut)
Bei schwerer Anämie muss das Herz mehr arbeiten, um die Organe mit Sauerstoff zu versorgen. Dieser verstärkte Blutfluss kann als pulsierenden Tinnitus wahrgenommen werden, besonders in ruhigen Situationen.
Schilddrüsenüberfunktion
Eine Hyperthyreose führt zu beschleunigtem Herzschlag und verstärktem Blutfluss, was pulsierenden Tinnitus auslösen kann. Oft verschwinden die Ohrgeräusche nach erfolgreicher Behandlung der Schilddrüsenerkrankung.
Venöse Abflussstörungen
Thrombosen der hirnversorgenden Venen oder Verengungen des venösen Abflusses können zu Stauungen führen, die sich als pulsierende Geräusche manifestieren. Diese Störungen können lebensbedrohlich sein und erfordern sofortige medizinische Behandlung.
Symptome und Begleiterscheinungen
Hauptsymptome
Das charakteristische Hauptsymptom des pulsierenden Tinnitus ist das rhythmische Pochen oder Pulsieren im Ohr, das perfekt synchron mit dem Herzschlag verläuft. Viele Patienten beschreiben es als „Herzschlag im Ohr“ oder berichten, dass sie ihren eigenen Puls hören können.
Die Geräusche variieren in ihrer Qualität erheblich. Manche Betroffene nehmen ein sanftes „Whooshing“ wahr, andere hören deutliche klopfende oder hämmernde Töne. Die Intensität kann sich je nach Körperposition, Tageszeit oder körperlicher Aktivität ändern.
Begleitsymptome
Pulsierender Tinnitus tritt selten allein auf. Häufige Begleitsymptome sind:
- Hörverlust oder Hörminderung: Besonders bei strukturellen Ohrproblemen
- Schwindel und Gleichgewichtsstörungen: Können auf Durchblutungsstörungen hinweisen
- Kopfschmerzen: Oft bei erhöhtem Hirndruck oder Gefäßproblemen
- Sehstörungen: Warnsignal für ernste neurologische Ursachen
- Druckgefühl im Ohr: Häufig bei Mittelohrproblemen
- Nackenschmerzen: Können auf Gefäßprobleme im Halsbereich hinweisen
Wann ist es ein Notfall?
Bestimmte Symptomkombinationen erfordern sofortige medizinische Hilfe:
- Plötzlich auftretender starker pulsierender Tinnitus
- Begleitende neurologische Ausfälle (Sprach-, Seh- oder Bewegungsstörungen)
- Starke Kopfschmerzen mit Übelkeit und Erbrechen
- Bewusstseinsstörungen
- Einseitige Gesichtsschwäche oder Taubheitsgefühle
Diagnose
Erstuntersuchung beim HNO-Arzt
Die Diagnose des pulsierenden Tinnitus beginnt mit einer ausführlichen Anamnese. Der Arzt wird detaillierte Fragen zur Art der Geräusche, deren Beginn, Intensität und begleitenden Symptomen stellen. Wichtige Aspekte sind:
- Zeitpunkt des ersten Auftretens
- Charakteristik der Geräusche
- Verstärkende oder lindernde Faktoren
- Begleitende Beschwerden
- Vorerkrankungen und Medikamente
- Familiäre Belastungen
Die körperliche Untersuchung umfasst eine gründliche HNO-Untersuchung mit Otoskopie, bei der das Trommelfell und der Gehörgang inspiziert werden. Der Arzt wird auch mit einem Stethoskop nach hörbaren Gefäßgeräuschen am Hals und hinter den Ohren suchen.
Audiologische Tests
Verschiedene Hörtests helfen bei der Eingrenzung der Ursache:
- Audiometrie: Bestimmung des Hörvermögens und möglicher Hörverluste
- Tympanometrie: Untersuchung der Mittelohrrfunktion und des Trommelfells
- Otoakustische Emissionen: Test der Innenohrfunktion
- Stapediusreflexmessung: Prüfung der Mittelohrmuskelreflexe
Bildgebende Verfahren
MRT (Magnetresonanztomographie)
Das MRT ist oft das wichtigste bildgebende Verfahren bei pulsierendem Tinnitus. Besonders die MR-Angiographie kann Gefäßveränderungen, Tumore und andere strukturelle Probleme sichtbar machen. Spezielle Sequenzen können auch den Blutfluss in Echtzeit darstellen.
CT (Computertomographie)
CT-Untersuchungen, insbesondere CT-Angiographien, eignen sich hervorragend zur Darstellung von Gefäßverengungen, Aneurysmen und knöchernen Veränderungen im Bereich des Ohrs und der Schädelbasis.
Ultraschall (Doppler-Sonographie)
Die Doppler-Sonographie der Halsgefäße ist eine nicht-invasive Methode zur Beurteilung des Blutflusses in den großen Arterien und Venen des Halses. Sie kann Stenosen, Verschlüsse und Flussstörungen aufdecken.
Weitere Untersuchungen
Je nach Verdachtsdiagnose können weitere Untersuchungen notwendig sein:
- 24-Stunden-Blutdruckmessung: Zur Erfassung von Blutdruckschwankungen
- EKG und Herzechokardiographie: Bei Verdacht auf Herzerkrankungen
- Blutuntersuchungen: Blutbild, Schilddrüsenwerte, Entzündungsparameter
- Angiographie: Invasive Gefäßdarstellung bei komplexen Gefäßproblemen
- Lumbalpunktion: Bei Verdacht auf erhöhten Hirndruck
Behandlungsmöglichkeiten
Ursachenspezifische Therapie
Bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen
Die Behandlung von Bluthochdruck steht oft im Mittelpunkt der Therapie. Eine medikamentöse Blutdruckeinstellung kann den pulsierenden Tinnitus deutlich reduzieren oder sogar vollständig beseitigen. Wichtig sind auch Lebensstiländerungen wie Gewichtsreduktion, salzarme Ernährung, regelmäßige Bewegung und Nikotinverzicht.
Bei Gefäßproblemen
Gefäßchirurgische Eingriffe können bei vielen Gefäßproblemen helfen:
- Endovaskuläre Therapien: Minimal-invasive Behandlungen über Katheter
- Embolisation: Verschluss problematischer Gefäßverbindungen bei AVM oder Glomustumoren
- Stent-Implantation: Bei Gefäßverengungen
- Operative Eingriffe: Bei größeren Gefäßproblemen oder Tumoren
Bei Ohrerkrankungen
Ohrspezifische Behandlungen umfassen:
- Paukenröhrchen bei chronischem Paukenerguss
- Antibiotische Behandlung bei bakteriellen Infektionen
- Operative Korrekturen bei strukturellen Problemen
- Stapedektomie bei Otosklerose
Symptomatische Behandlung
Medikamentöse Ansätze
Wichtiger Hinweis: Alle medikamentösen Behandlungen sollten ausschließlich unter ärztlicher Aufsicht erfolgen. Konsultieren Sie immer einen Arzt, bevor Sie Medikamente einnehmen.
Verschiedene medikamentöse Ansätze können unterstützend eingesetzt werden, wobei die Auswahl individuell je nach Ursache und Patient erfolgen muss. Ihr Arzt wird die für Sie geeignete Therapie auswählen.
Geräte und Hilfsmittel
- Hörgeräte: Bei begleitendem Hörverlust
- Tinnitus-Noiser: Geräte zur Maskierung der Ohrgeräusche
- Kombinationsgeräte: Hörgerät und Noiser in einem
Konservative Therapien
Tinnitus-Retraining-Therapie (TRT)
Die TRT kombiniert Beratung mit einer speziellen Klangtherapie. Ziel ist es, die Aufmerksamkeit vom Tinnitus wegzulenken und eine Gewöhnung zu erreichen. Diese Therapie zeigt auch bei pulsierendem Tinnitus gute Erfolge.
Kognitive Verhaltenstherapie (KVT)
Die KVT hilft dabei, negative Gedankenmuster im Zusammenhang mit dem Tinnitus zu erkennen und zu verändern. Patienten lernen Bewältigungsstrategien und Entspannungstechniken.
Entspannungstechniken
- Progressive Muskelentspannung: Systematische An- und Entspannung verschiedener Muskelgruppen
- Autogenes Training: Selbstbeeinflussungstechnik zur tiefen Entspannung
- Meditation und Achtsamkeitsübungen: Konzentration auf den gegenwärtigen Moment
- Atemtechniken: Kontrollierte Atmung zur Stressreduktion
Physiotherapie
Bei muskulären Verspannungen im Nacken- und Kieferbereich kann Physiotherapie hilfreich sein. Spezielle Übungen können Verspannungen lösen und die Durchblutung verbessern.
Selbsthilfe und Alltag
Lifestyle-Anpassungen
Stressmanagement
Stress kann pulsierenden Tinnitus verstärken. Effektive Stressbewältigungsstrategien umfassen:
- Regelmäßige Entspannungszeiten einplanen
- Stressfaktoren identifizieren und reduzieren
- Realistische Ziele setzen
- Soziale Unterstützung suchen
- Hobbys und entspannende Aktivitäten pflegen
Schlafhygiene
Ausreichender und qualitativ hochwertiger Schlaf ist essentiell:
- Regelmäßige Schlafzeiten einhalten
- Ruhige, dunkle Schlafumgebung schaffen
- Vor dem Schlafengehen entspannen
- Koffein und Alkohol am Abend meiden
- Bei Bedarf sanfte Hintergrundgeräusche nutzen
Ernährung und Bewegung
Eine gesunde Lebensweise unterstützt die Behandlung:
- Salzarme Ernährung bei Bluthochdruck
- Ausreichend Trinken (1,5-2 Liter pro Tag)
- Regelmäßige moderate Bewegung
- Gewichtskontrolle
- Vitamind- und mineralstoffreiche Kost
Was man vermeiden sollte
- Lärm: Zusätzliche Belastung des Gehörs vermeiden
- Koffein: Kann Blutdruck und Herzfrequenz erhöhen
- Nikotin: Verschlechtert die Durchblutung
- Übermäßigen Alkohol: Kann Blutdruckprobleme verstärken
- Extreme körperliche Anstrengung: Kann Symptome verstärken
Bewältigungsstrategien
Ablenkung und Beschäftigung
Geistige und körperliche Aktivitäten können helfen, die Aufmerksamkeit vom Tinnitus abzulenken:
- Hobbys und Interessen pflegen
- Soziale Kontakte aufrechterhalten
- Kreative Tätigkeiten ausüben
- Körperliche Aktivitäten, die Freude bereiten
Klangtherapie im Alltag
Hintergrundgeräusche können den pulsierenden Tinnitus maskieren:
- Natürliche Geräusche (Regen, Meeresrauschen)
- Weißes oder rosa Rauschen
- Entspannungsmusik
- Gezielte Tinnitus-Apps
Prognose und Verlauf
Die Prognose des pulsierenden Tinnitus hängt stark von der zugrundeliegenden Ursache ab. In vielen Fällen ist eine deutliche Besserung oder sogar komplette Heilung möglich, wenn die Grunderkrankung erfolgreich behandelt wird.
Heilungschancen bei verschiedenen Ursachen
- Bluthochdruck: Sehr gute Prognose bei konsequenter Behandlung
- Gefäßverengungen: Oft heilbar durch operative Eingriffe
- Mittelohrprobleme: Meist gut behandelbar
- Tumore: Abhängig von Art und Lokalisation
- Idiopathische Ursachen: Variable Prognose
Lebensqualität
Mit angemessener Behandlung und Bewältigungsstrategien können die meisten Patienten eine deutlich verbesserte Lebensqualität erreichen. Wichtig ist eine frühzeitige Diagnose und konsequente Therapie.
Prävention
Obwohl nicht alle Ursachen des pulsierenden Tinnitus vermeidbar sind, können präventive Maßnahmen das Risiko reduzieren:
Herz-Kreislauf-Gesundheit fördern
- Regelmäßige Blutdruckkontrollen
- Gesunde Ernährung mit wenig Salz
- Regelmäßige körperliche Aktivität
- Gewichtskontrolle
- Nikotinverzicht
- Moderater Alkoholkonsum
Vorsorgeuntersuchungen
Regelmäßige Check-ups beim Hausarzt können Risikofaktoren frühzeitig erkennen. Bei familiärer Belastung sind engmaschigere Kontrollen empfehlenswert.
Gehörschutz
Schutz vor Lärm und traumatischen Hörereignissen kann Ohrschäden vorbeugen, die später zu Tinnitus führen könnten.
Häufig gestellte Fragen (FAQs)
Ist pulsierender Tinnitus gefährlich?
Pulsierender Tinnitus kann ein Warnsignal für ernste Erkrankungen sein. Während er nicht per se gefährlich ist, können die zugrundeliegenden Ursachen wie Gefäßverengungen oder hoher Blutdruck durchaus bedrohlich sein. Eine ärztliche Abklärung ist daher immer erforderlich.
Kann pulsierender Tinnitus von selbst verschwinden?
In einigen Fällen, besonders wenn er durch vorübergehende Faktoren wie Stress oder Blutdruckschwankungen ausgelöst wird, kann pulsierender Tinnitus spontan abklingen. Meist ist jedoch eine gezielte Behandlung der Grundursache notwendig.
Welcher Arzt ist der richtige Ansprechpartner?
Der erste Ansprechpartner ist meist der HNO-Arzt. Je nach vermuteter Ursache können auch Kardiologen, Neurologen, Gefäßchirurgen oder Radiologen in die Behandlung einbezogen werden.
Ist pulsierender Tinnitus heilbar?
Ja, in vielen Fällen ist pulsierender Tinnitus heilbar oder zumindest deutlich besserbar, wenn die Grundursache identifiziert und erfolgreich behandelt wird. Die Erfolgsaussichten hängen von der jeweiligen Ursache ab.
Was ist der Unterschied zwischen normalem und pulsierendem Tinnitus?
Normaler Tinnitus äußert sich meist als konstantes Pfeifen, Summen oder Rauschen. Pulsierender Tinnitus hingegen folgt dem Rhythmus des Herzschlags und ist oft objektiv messbar, da er durch tatsächliche Körpergeräusche entsteht.
Kann Stress pulsierenden Tinnitus auslösen?
Stress kann bestehenden pulsierenden Tinnitus verstärken oder in Kombination mit anderen Faktoren wie Bluthochdruck zu seinem Auftreten beitragen. Pure stressbedingte Formen sind jedoch seltener als beim klassischen Tinnitus.
Welche Hausmittel helfen bei pulsierendem Tinnitus?
Entspannungstechniken, Stressreduktion, regelmäßige Bewegung und eine gesunde Lebensweise können unterstützend wirken. Hausmittel ersetzen jedoch keine ärztliche Behandlung der Grundursache.
Zahlt die Krankenkasse die Behandlung?
Die Behandlung von pulsierendem Tinnitus wird in Deutschland von den Krankenkassen übernommen, wenn sie medizinisch notwendig ist. Dies umfasst Diagnostik und etablierte Therapieverfahren.
Wann sollte man sofort zum Arzt?
Sofortige ärztliche Hilfe ist bei plötzlich auftretendem starkem pulsierenden Tinnitus, begleitenden neurologischen Symptomen, starken Kopfschmerzen oder Bewusstseinsstörungen erforderlich.
Zusammenfassung und Fazit
Pulsierender Tinnitus ist eine besondere Form der Ohrgeräusche, die durch ihre Synchronisation mit dem Herzschlag charakterisiert ist. Im Gegensatz zum klassischen Tinnitus liegt meist eine identifizierbare und oft behandelbare Grunderkrankung vor.
Die Ursachen sind vielfältig und reichen von Herz-Kreislauf-Problemen über Gefäßanomalien bis hin zu Ohrerkrankungen. Eine sorgfältige Diagnose ist essentiell, da viele Ursachen erfolgreich behandelt werden können und der pulssynchrone Tinnitus dadurch oft vollständig verschwindet.
Moderne bildgebende Verfahren ermöglichen eine präzise Diagnosestellung, und innovative Behandlungsmethoden bieten auch bei komplexen Fällen gute Erfolgsaussichten. Wichtig ist eine frühzeitige ärztliche Abklärung, da manche Ursachen unbehandelt zu schwerwiegenden Komplikationen führen können.
Wenn Sie unter pulsierenden Ohrgeräuschen leiden, zögern Sie nicht, einen HNO-Arzt aufzusuchen. Mit der richtigen Diagnose und Behandlung lässt sich in den meisten Fällen eine deutliche Besserung oder sogar Heilung erreichen.
Medizinischer Disclaimer: Dieser Artikel dient ausschließlich der Information und ersetzt keine professionelle medizinische Beratung. Bei gesundheitlichen Problemen konsultieren Sie immer einen qualifizierten Arzt.
Fuente de referencia:
- Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie
- Deutsche Tinnitus-Liga e.V.
- Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften
- Robert Koch-Institut
- Deutsche Gesellschaft für Neurologie
Wichtiger medizinischer Hinweis
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