Fieber ist eines der häufigsten Symptome, das uns Menschen begegnet – und gleichzeitig einer der wichtigsten Schutzmechanismen unseres Körpers. Wenn die Körpertemperatur über den normalen Bereich ansteigt, signalisiert uns der Organismus, dass er gegen Krankheitserreger kämpft. Doch ab wann spricht man eigentlich von Fieber? Welche Symptome treten auf und wann sollte man einen Arzt aufsuchen?
In diesem umfassenden Ratgeber erfahren Sie alles Wichtige über Fieber, seine Ursachen und Symptome sowie praktische Tipps für den richtigen Umgang mit erhöhter Temperatur.
Was ist Fieber? – Definition und Körpertemperatur
Fieber ist definiert als eine Erhöhung der Körpertemperatur über den normalen Bereich hinaus. Die normale Körpertemperatur schwankt zwischen 36,5°C und 37,4°C, wobei natürliche Schwankungen im Tagesverlauf völlig normal sind.
Die Körpertemperatur unterliegt einem natürlichen Rhythmus: Morgens ist sie meist niedriger, abends erreicht sie ihren höchsten Wert. Auch die Messmethode beeinflusst das Ergebnis – rektale Messungen sind am genauesten und zeigen die tatsächliche Kerntemperatur an.
Ab wann spricht man von Fieber?
Die medizinische Einteilung der erhöhten Temperatur und des Fiebers erfolgt in verschiedenen Stufen:
- Normale Körpertemperatur: 36,5°C – 37,4°C
- Erhöhte Temperatur (subfebril): 37,5°C – 38,0°C
- Leichtes Fieber: 38,1°C – 38,5°C
- Mäßiges Fieber: 38,6°C – 39,0°C
- Hohes Fieber: 39,1°C – 39,9°C
- Sehr hohes Fieber: ab 40,0°C
Bei Säuglingen und Kleinkindern gelten teilweise andere Richtwerte, da ihr Temperaturregulationssystem noch nicht vollständig ausgereift ist.
Typische Fieber Symptome
Fieber Symptome können vielfältig sein und variieren je nach Ursache und individuellem Empfinden. Die häufigsten Begleitsymptome sind:
Klassische Fiebersymptome bei Erwachsenen
- Schüttelfrost und Kältegefühl – besonders zu Beginn des Fiebers
- Schwitzen und Hitzegefühl – wenn das Fieber sinkt
- Kopfschmerzen und allgemeine Gliederschmerzen
- Müdigkeit und Schwäche
- Appetitlosigkeit und Übelkeit
- Beschleunigter Puls und erhöhte Atemfrequenz
- Konzentrationsschwierigkeiten
Fieber Symptome bei Kindern
Kinder zeigen oft andere Fieber Symptome als Erwachsene:
- Quengeligkeit und erhöhte Weinerlichkeit
- Teilnahmslosigkeit oder ungewöhnliche Ruhe
- Verweigerung von Essen und Trinken
- Heiße, gerötete Haut
- Schnellere Atmung
Warnzeichen – Wann zum Arzt?
Bestimmte Symptome erfordern eine sofortige ärztliche Behandlung:
- Fieber über 39,5°C bei Erwachsenen
- Fieber länger als drei Tage
- Jedes Fieber bei Säuglingen unter drei Monaten
- Zusätzliche Symptome wie Atemnot, Bewusstseinstrübung oder steifer Nacken
- Hautausschlag in Verbindung mit Fieber
Fieber Ursachen – Warum entsteht Fieber?
Die Fieber Ursachen sind vielfältig, wobei Infektionen den häufigsten Auslöser darstellen. Der Körper erhöht bewusst seine Temperatur, um Krankheitserreger zu bekämpfen.
Infektionen als Hauptursache
Virusinfektionen sind die häufigsten Fieber Ursachen:
- Grippe (Influenza) und Erkältungen
- COVID-19 und andere Atemwegsinfekte
- Magen-Darm-Infekte
- Kinderkrankheiten wie Masern, Röteln oder Windpocken
Bakterielle Infektionen können ebenfalls Fieber auslösen:
- Mandelentzündung (Tonsillitis)
- Lungenentzündung (Pneumonie)
- Harnwegsinfekte
- Mittelohrentzündung
- Scharlach
Nicht-infektiöse Fieber Ursachen
Nicht alle Fieber Ursachen sind infektiöser Natur:
- Autoimmunerkrankungen
- Krebserkrankungen
- Medikamentennebenwirkungen
- Impfreaktionen (meist harmlos und kurzzeitig)
- Hitzschlag und Überhitzung
- Rheuma und andere entzündliche Erkrankungen
Wie funktioniert Fieber? – Der biologische Mechanismus
Fieber ist ein faszinierender biologischer Prozess, der im Hypothalamus – unserem „Temperaturregler“ im Gehirn – gesteuert wird. Wenn Krankheitserreger in den Körper eindringen, werden spezielle Botenstoffe (Pyrogene) freigesetzt, die das Temperaturzentrum veranlassen, die Solltemperatur zu erhöhen.
Diese Erhöhung der Körpertemperatur hat mehrere Vorteile:
- Verlangsamung der Vermehrung von Viren und Bakterien
- Aktivierung des Immunsystems
- Erhöhte Produktion von Abwehrzellen
- Beschleunigte Stoffwechselprozesse zur Bekämpfung der Infektion
Fieber richtig messen
Für eine genaue Diagnose ist es wichtig, die Körpertemperatur korrekt zu messen. Es gibt verschiedene Messmethoden mit unterschiedlicher Genauigkeit:
Verschiedene Messmethoden
- Rektal (im Po): Genaueste Methode, zeigt die tatsächliche Kerntemperatur
- Oral (im Mund): 0,3-0,5°C niedriger als rektal
- Axillar (unter der Achsel): 0,5-1°C niedriger als rektal
- Im Ohr (Tympanisch): Schnell, aber weniger genau
- An der Stirn (Infrarot): Praktisch, aber ungenaueste Methode
Tipps für genaue Messung
Für eine zuverlässige Messung der Körpertemperatur sollten Sie folgende Punkte beachten:
- Mindestens 30 Minuten nach dem Essen, Trinken oder Baden warten
- Thermometer vor und nach Gebrauch desinfizieren
- Bei oraler Messung den Mund geschlossen halten
- Ausreichend lange messen (bis zum Signalton)
Fieber behandeln – Wann und wie?
Die Behandlung von Fieber hängt von verschiedenen Faktoren ab. Nicht jedes Fieber muss zwangsläufig gesenkt werden, da es eine wichtige Immunreaktion darstellt.
Wann sollte Fieber gesenkt werden?
Eine Fiebersenkung ist sinnvoll bei:
- Hohem Fieber über 39°C
- Starkem Unwohlsein und Schmerzen
- Herz-Kreislauf-Erkrankungen
- Bei Kindern mit Neigung zu Fieberkrämpfen
Bewährte Hausmittel gegen Fieber
Natürliche Methoden zur Fiebersenkung sind oft sehr wirksam:
- Wadenwickel: Lauwarm (nicht kalt!) anwenden, nur bei warmen Füßen
- Viel trinken: Wasser, ungesüßte Tees oder verdünnte Säfte
- Leichte Kleidung tragen und für angenehme Raumtemperatur sorgen
- Ruhe und Schonung einhalten
- Kühle Umschläge auf Stirn oder Nacken
Medikamentöse Behandlung
Bei der medikamentösen Fiebersenkung sollten Sie unbedingt ärztlichen Rat einholen. Ein Arzt kann beurteilen, welche fiebersenkenden Medikamente in Ihrem spezifischen Fall geeignet sind und in welcher Dosierung sie angewendet werden sollten.
Wichtiger Hinweis: Konsultieren Sie immer einen Arzt oder Apotheker, bevor Sie fiebersenkende Medikamente einnehmen, insbesondere bei Kindern, älteren Menschen oder bei bestehenden Vorerkrankungen.
Fieber bei Kindern – Besonderheiten
Kinder entwickeln häufiger Fieber als Erwachsene, da ihr Immunsystem noch lernt und auf neue Erreger reagiert. Bis zu 12 fieberhafte Infekte pro Jahr sind bei Kleinkindern völlig normal.
Besonderheiten bei Kinderfieber
- Schnellerer und höherer Temperaturanstieg
- Häufigere Fieberepisoden
- Möglichkeit von Fieberkrämpfen (meist harmlos)
- Bessere Toleranz hoher Temperaturen
Wann mit Kindern zum Arzt?
Bei Kindern gelten besondere Regeln für den Arztbesuch:
- Säuglinge unter 3 Monaten: Bei jedem Fieber sofort zum Arzt
- Hohes Fieber über 40°C bei allen Kindern
- Fieber länger als 3 Tage
- Trinkverweigerung oder Zeichen der Austrocknung
- Zusätzliche Symptome wie Hautausschlag oder Nackensteifigkeit
Fieber vorbeugen – Infektionen vermeiden
Die beste Fieberprophylaxe ist die Vermeidung von Infektionen:
Hygienemaßnahmen
- Regelmäßiges Händewaschen mit Seife (mindestens 20 Sekunden)
- Abstand zu erkrankten Personen halten
- Nicht ins Gesicht fassen mit ungewaschenen Händen
- Impfungen auf dem aktuellen Stand halten
Immunsystem stärken
Ein starkes Immunsystem kann Infektionen besser abwehren:
- Ausgewogene, vitaminreiche Ernährung
- Ausreichend Schlaf (7-8 Stunden bei Erwachsenen)
- Regelmäßige Bewegung an frischer Luft
- Stressreduktion und Entspannung
- Ausreichend Flüssigkeitszufuhr
Häufig gestellte Fragen zu Fieber
Ab wann hat man Fieber?
Von Fieber spricht man ab einer Körpertemperatur von 38,0°C. Zwischen 37,5°C und 38,0°C liegt eine erhöhte Temperatur vor.
Ist Fieber gefährlich?
Fieber ist meist eine natürliche und sinnvolle Reaktion des Körpers. Gefährlich wird es erst bei sehr hohen Temperaturen über 41°C oder wenn zusätzliche schwere Symptome auftreten.
Wie lange dauert Fieber normalerweise?
Die Dauer hängt von der Ursache ab. Bei viralen Infekten dauert Fieber meist 2-4 Tage, bei bakteriellen Infektionen kann es länger anhalten.
Sollte man Fieber immer senken?
Nein, leichtes bis mäßiges Fieber sollte nicht automatisch gesenkt werden, da es dem Körper bei der Infektabwehr hilft. Eine Senkung ist bei hohem Fieber und starkem Unwohlsein sinnvoll.
Kann man mit Fieber duschen?
Lauwarm duschen ist bei Fieber erlaubt und kann sogar wohltuend sein. Vermeiden Sie jedoch zu heißes oder zu kaltes Wasser.
Zusammenfassung
Fieber ist eine wichtige Abwehrreaktion unseres Körpers gegen Krankheitserreger. Ab einer Körpertemperatur von 38,0°C spricht man von Fieber, wobei die häufigsten Fieber Ursachen Infektionen sind.
Die typischen Fieber Symptome umfassen Schüttelfrost, Kopfschmerzen, Gliederschmerzen und allgemeine Schwäche. Während leichtes bis mäßiges Fieber meist harmlos ist und den Heilungsprozess unterstützt, sollten Sie bei hohem Fieber, lang anhaltendem Fieber oder zusätzlichen Warnzeichen einen Arzt aufsuchen.
Mit den richtigen Hausmitteln wie ausreichend Trinken, Ruhe und Wadenwickeln können Sie Fieber natürlich behandeln. Bei medikamentöser Behandlung sollten Sie immer ärztlichen Rat einholen. Denken Sie daran: Fieber ist meist ein Zeichen dafür, dass Ihr Immunsystem arbeitet – und das ist grundsätzlich etwas Positives.
Fuente de referencia:
- Robert Koch-Institut (RKI) – Informationen zu Fieber und Infektionskrankheiten
- Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) – Gesundheitsinformationen
- Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin – Leitlinien
- Deutsches Ärzteblatt – Fachartikel zu Fieber und Behandlung
- Kindergesundheit-info.de – BZgA Informationen zu Fieber bei Kindern
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