Der Hämatokrit-Test ist eine der häufigsten Blutuntersuchungen in der modernen Medizin und liefert wichtige Informationen über Ihren Gesundheitszustand. Als Bestandteil des großen Blutbildes misst der Hämatokritwert den prozentualen Anteil der roten Blutkörperchen am Gesamtblutvolumen. Diese scheinbar einfache Messung kann entscheidende Hinweise auf verschiedene Erkrankungen geben – von Anämie über Flüssigkeitsmangel bis hin zu schwerwiegenden Bluterkrankungen.
Ein normaler Hämatokrit Blutwert ist essentiell für die optimale Sauerstoffversorgung Ihrer Organe. Abweichungen von den Normalwerten können sowohl harmlose als auch ernsthafte Ursachen haben. In diesem umfassenden Artikel erfahren Sie alles Wichtige über den Hämatokrit-Test: von der Durchführung über die Interpretation der Werte bis hin zu den möglichen Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten bei Abweichungen.
Was ist Hämatokrit? – Grundlagen verstehen
Definition des Hämatokrits
Der Hämatokrit (Abkürzung: Hkt oder HCT) bezeichnet den prozentualen Anteil der Erythrozyten (rote Blutkörperchen) am Gesamtblutvolumen. Stellen Sie sich vor, Sie würden Ihr Blut in einem Reagenzglas zentrifugieren: Der Hämatokrit gibt an, welcher Anteil des Röhrchens von den roten Blutkörperchen eingenommen wird, während der Rest aus Blutplasma und anderen Blutbestandteilen besteht.
Normal ausgedrückt wird der Hämatokritwert entweder als Prozentsatz (z.B. 45%) oder als Dezimalzahl (z.B. 0,45 l/l). Diese Messung ist besonders aussagekräftig, da die roten Blutkörperchen etwa 99% aller Blutzellen ausmachen und somit den Hauptanteil der zellulären Blutbestandteile darstellen.
Funktion der roten Blutkörperchen
Die roten Blutkörperchen sind die Hauptakteure des Sauerstofftransports in Ihrem Körper. Sie enthalten das eisenhaltige Protein Hämoglobin, das Sauerstoff in der Lunge aufnimmt und zu allen Organen und Geweben transportiert. Gleichzeitig transportieren sie Kohlendioxid von den Geweben zurück zur Lunge.
Ein optimaler Hämatokrit ist daher entscheidend für eine ausreichende Sauerstoffversorgung. Ist der Wert zu niedrig, kann nicht genügend Sauerstoff transportiert werden. Ist er zu hoch, wird das Blut dickflüssiger, was die Fließeigenschaften verschlechtert und das Risiko für Durchblutungsstörungen erhöht.
Hämatokrit im Kontext des großen Blutbildes
Der Hämatokrit-Test wird routinemäßig als Teil des großen Blutbildes durchgeführt. Zusammen mit anderen wichtigen Blutwerten wie dem Hämoglobinwert, der Erythrozytenzahl und den Erythrozytenindizes (MCV, MCH, MCHC) liefert er ein umfassendes Bild über den Zustand Ihres Blutes und kann Hinweise auf verschiedene Erkrankungen geben.
Hämatokrit-Test: Ablauf und Durchführung
Wie wird der Test durchgeführt?
Der Hämatokrit-Test ist eine einfache und schnelle Blutuntersuchung. In den meisten Fällen wird venöses Blut aus einer Vene am Arm entnommen, meist aus der Ellenbeuge. Der Vorgang dauert nur wenige Minuten und ist mit minimalen Beschwerden verbunden.
Alternativ kann bei Bedarf auch Kapillarblut aus der Fingerkuppe verwendet werden, besonders bei Säuglingen oder wenn nur eine kleine Blutmenge benötigt wird. Eine besondere Vorbereitung wie Nüchternheit ist für den Hämatokritwert normalerweise nicht erforderlich, außer wenn gleichzeitig andere Blutwerte bestimmt werden sollen, die eine Nüchternentnahme erfordern.
Messmethoden
Die klassische Methode zur Bestimmung des Hämatokrits erfolgt durch Zentrifugation der Blutprobe in speziellen Kapillarröhrchen. Dabei setzen sich die schwereren roten Blutkörperchen am Boden ab, während das leichtere Plasma oben schwimmt. Das Verhältnis lässt sich dann direkt ablesen.
Moderne Laborgeräte verwenden automatische Analysesysteme, die den Hämatokrit zusammen mit anderen Blutparametern binnen weniger Minuten bestimmen können. Diese Methoden sind präziser und ermöglichen die gleichzeitige Messung vieler weiterer Blutwerte.
Wo kann man den Test machen lassen?
Den Hämatokrit-Test können Sie in verschiedenen medizinischen Einrichtungen durchführen lassen:
- Hausarztpraxis
- Medizinisches Labor
- Krankenhaus
- Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ)
Die Kosten werden bei medizinischer Indikation von der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen. Als Vorsorgeuntersuchung ist der Test Teil des Check-up 35, der alle drei Jahre für gesetzlich Versicherte kostenlos angeboten wird.
Hämatokrit Normalwerte
Referenzbereiche nach Geschlecht und Alter
Die Hämatokrit Normalwerte variieren je nach Geschlecht, Alter und teilweise auch nach dem verwendeten Laborverfahren. Hier sind die allgemein anerkannten Referenzbereiche:
Erwachsene:
- Männer: 40-54% (0,40-0,54 l/l)
- Frauen: 37-47% (0,37-0,47 l/l)
Besondere Gruppen:
- Neugeborene: 44-64% (höhere Werte sind normal)
- Säuglinge (3-6 Monate): 30-36%
- Kinder (1-5 Jahre): 31-41%
- Schwangere Frauen: 33-44% (physiologische Blutverdünnung)
Die geschlechtsspezifischen Unterschiede erklären sich durch verschiedene Faktoren: Männer haben aufgrund des Hormons Testosteron eine höhere Erythropoietin-Produktion, was zu mehr roten Blutkörperchen führt. Frauen haben durch die Menstruation einen regelmäßigen Eisenverlust, was zu etwas niedrigeren Werten führen kann.
Faktoren, die die Normalwerte beeinflussen
Mehrere physiologische Faktoren können den Hämatokritwert beeinflussen, ohne dass eine Erkrankung vorliegt:
Höhenlage: Menschen, die in großen Höhen leben, haben höhere Hämatokritwerte als Anpassung an den niedrigeren Sauerstoffgehalt der Luft. Der Körper produziert mehr rote Blutkörperchen, um die Sauerstoffversorgung zu gewährleisten.
Flüssigkeitshaushalt: Dehydration kann zu scheinbar erhöhten Werten führen, da das Blutplasmavolumen abnimmt. Umgekehrt können erhöhte Flüssigkeitsmengen im Körper zu niedrigeren Werten führen.
Tageszeit: Der Hämatokrit kann im Tagesverlauf leicht schwanken, wobei die Werte morgens meist etwas höher sind.
Erhöhter Hämatokritwert (Hämatokrit zu hoch)
Definition und Grenzwerte
Von einem erhöhten Hämatokritwert spricht man, wenn die Werte oberhalb der normalen Referenzbereiche liegen. Bei Männern liegt eine Erhöhung vor, wenn der Hämatokrit über 54% steigt, bei Frauen ab Werten über 47%. Deutlich erhöhte Werte (über 60%) werden als Polyglobulie oder Erythrozytose bezeichnet und bedürfen immer einer gründlichen Abklärung.
Ursachen für erhöhte Werte
Primäre Ursachen (Erkrankungen des blutbildenden Systems):
- Polycythaemia vera: Eine seltene Knochenmarkerkrankung, bei der zu viele Blutzellen produziert werden
- Genetische Defekte der Sauerstoffsensorik
- Familiäre Erythrozytose
Sekundäre Ursachen (Reaktion auf andere Erkrankungen):
- Chronische Lungenerkrankungen wie COPD oder Lungenfibrose
- Herzfehler mit Rechts-Links-Shunt
- Schlafapnoe-Syndrom
- Chronischer Aufenthalt in großen Höhen
- Rauchen (chronische Kohlenmonoxid-Exposition)
- Nierenerkrankungen mit erhöhter Erythropoietin-Produktion
- Bestimmte Tumore, die Erythropoietin produzieren
Andere Ursachen:
- Flüssigkeitsmangel (Dehydration)
- Stress und körperliche Anstrengung
- Bestimmte Medikamente
- Missbrauch von Erythropoietin (EPO) im Sport
Symptome bei erhöhtem Hämatokrit
Ein erhöhter Hämatokrit kann verschiedene Beschwerden verursachen:
- Kopfschmerzen und Schwindel
- Rötung der Haut, besonders im Gesicht (Plethora)
- Sehstörungen und Ohrensausen
- Müdigkeit und Schwächegefühl
- Juckreiz, besonders nach warmem Baden
- Konzentrationsstörungen
- Erhöhte Blutungsneigung bei sehr hohen Werten
Risiken und Komplikationen
Erhöhte Hämatokritwerte bergen erhebliche gesundheitliche Risiken:
Thrombose-Risiko: Das verdickte Blut fließt langsamer und neigt eher zur Gerinnselbildung. Dies kann zu Thrombosen in Venen oder Arterien führen.
Schlaganfall und Herzinfarkt: Die schlechteren Fließeigenschaften des Blutes erhöhen das Risiko für arterielle Verschlüsse, was zu Schlaganfall oder Herzinfarkt führen kann.
Durchblutungsstörungen: Besonders kleine Gefäße können durch das dickflüssige Blut schlechter durchblutet werden, was zu Organschäden führen kann.
Behandlungsmöglichkeiten
Die Behandlung eines erhöhten Hämatokrits richtet sich nach der zugrundeliegenden Ursache:
Aderlass (Phlebotomie): Bei deutlich erhöhten Werten kann durch regelmäßige Blutentnahmen der Hämatokrit gesenkt werden.
Medikamentöse Therapie: Je nach Grunderkrankung können verschiedene Behandlungsansätze zum Einsatz kommen. Die konkrete Therapie sollte immer in enger Absprache mit einem erfahrenen Arzt erfolgen.
Behandlung der Grunderkrankung: Bei sekundären Ursachen steht die Therapie der zugrundeliegenden Erkrankung im Vordergrund.
Allgemeine Maßnahmen: Ausreichende Flüssigkeitszufuhr, Raucherentwöhnung und die Behandlung von Schlafapnoe können unterstützend wirken.
Niedriger Hämatokritwert (Hämatokrit zu niedrig)
Definition und Grenzwerte
Ein niedriger Hämatokritwert liegt vor, wenn die Werte unter die normalen Referenzbereiche fallen. Bei Männern spricht man von niedrigen Werten unter 40%, bei Frauen unter 37%. Deutlich erniedrigte Werte sind ein Hinweis auf eine Anämie (Blutarmut), die verschiedene Ursachen haben kann.
Ursachen für niedrige Werte
Blutverlust:
- Akute Blutungen durch Unfälle, Operationen oder Verletzungen
- Chronische Blutungen aus dem Magen-Darm-Trakt (Geschwüre, Tumore)
- Starke Menstruationsblutungen
- Andere chronische Blutungsquellen
Verminderte Blutbildung:
- Eisenmangelanämie (häufigste Ursache)
- Vitamin B12-Mangel (perniziöse Anämie)
- Folsäuremangel
- Knochenmarkerkrankungen
- Chronische Niereninsuffizienz mit verminderter Erythropoietin-Produktion
- Chronische Entzündungserkrankungen
- Tumorerkrankungen
Erhöhter Abbau der roten Blutkörperchen:
- Hämolytische Anämie verschiedener Ursachen
- Vergrößerte Milz (Hypersplenismus)
- Bestimmte Medikamente
Andere Ursachen:
- Schwangerschaft (physiologische Blutverdünnung)
- Überwässerung (Hyperhydratation)
- Mangelernährung
- Chronische Erkrankungen
Symptome bei niedrigem Hämatokrit
Ein niedriger Hämatokrit führt zu einer verminderten Sauerstofftransportkapazität und kann folgende Symptome verursachen:
- Müdigkeit und Schwächegefühl
- Blässe der Haut und Schleimhäute
- Kurzatmigkeit, besonders bei körperlicher Anstrengung
- Schwindel und Benommenheit
- Herzklopfen und schneller Puls
- Konzentrationsschwierigkeiten
- Kalte Hände und Füße
- Verminderte Leistungsfähigkeit
- Kopfschmerzen
- Restless-Legs-Syndrom bei Eisenmangel
Behandlungsmöglichkeiten
Die Therapie eines niedrigen Hämatokritwerts richtet sich nach der zugrundeliegenden Ursache:
Eisenmangelanämie: Bei nachgewiesenem Eisenmangel können Eisenpräparate eingesetzt werden. Die konkrete Dosierung und Dauer der Behandlung sollte immer mit einem Arzt besprochen werden.
Vitamin-Mangel: Bei Vitamin B12- oder Folsäuremangel kann eine entsprechende Substitution erforderlich sein.
Behandlung von Blutungsquellen: Chronische Blutungen müssen identifiziert und behandelt werden.
Schwere Anämie: In akuten Fällen oder bei sehr niedrigen Werten kann eine Bluttransfusion notwendig werden.
Niereninsuffizienz: Bei chronischer Niereninsuffizienz kann die Gabe von Erythropoietin sinnvoll sein.
Ernährungsumstellung: Eine eisenreiche Ernährung kann unterstützend wirken.
Hämatokrit bei speziellen Patientengruppen
Hämatokrit in der Schwangerschaft
Während der Schwangerschaft kommt es zu physiologischen Veränderungen des Hämatokrits. Das Blutvolumen nimmt um etwa 40-50% zu, wobei die Zunahme des Plasmavolumens größer ist als die der roten Blutkörperchen. Dies führt zu einer relativen „Blutverdünnung“ mit niedrigeren Hämatokritwerten.
Normale Werte in der Schwangerschaft liegen zwischen 33-44%. Gleichzeitig steigt der Eisenbedarf erheblich an, weshalb regelmäßige Kontrollen wichtig sind. Bei zu niedrigen Werten kann eine Eisensubstitution notwendig werden, um Komplikationen für Mutter und Kind zu vermeiden.
Hämatokrit bei Sportlern
Ausdauersportler haben oft leicht erhöhte Hämatokritwerte als Anpassung an die erhöhte Sauerstoffnachfrage. Höhentraining kann diese Anpassung verstärken. Im Leistungssport werden Hämatokritwerte auch zur Dopingkontrolle herangezogen, da der Missbrauch von Erythropoietin (EPO) zu gefährlich hohen Werten führen kann.
Hämatokrit bei älteren Menschen
Mit zunehmendem Alter können die Hämatokritwerte leicht abnehmen. Anämie ist im Alter häufiger und kann verschiedene Ursachen haben, von Eisenmangel über chronische Erkrankungen bis hin zu Nierenfunktionsstörungen. Regelmäßige Kontrollen sind daher besonders wichtig.
Hämatokrit bei Kindern
Bei Kindern verändern sich die Hämatokrit Normalwerte mit dem Alter. Neugeborene haben höhere Werte, die in den ersten Lebensmonaten abfallen und dann langsam wieder ansteigen. Die Interpretation von Werten bei Kindern erfordert daher immer die Berücksichtigung des exakten Alters.
Hämatokrit im Zusammenhang mit anderen Blutwerten
Hämatokrit und Hämoglobin
Zwischen Hämatokrit und Hämoglobin besteht ein enger Zusammenhang. Als Faustregel gilt: Der Hämatokritwert entspricht etwa dem Dreifachen des Hämoglobinwerts (Hb × 3 = Hkt). Diese Regel kann bei der groben Plausibilitätskontrolle von Laborwerten helfen.
Abweichungen von dieser Regel können auf bestimmte Erkrankungen hinweisen, etwa wenn die roten Blutkörperchen abnorm groß oder klein sind oder einen veränderten Hämoglobingehalt haben.
Hämatokrit und Erythrozytenindizes
Die Erythrozytenindizes liefern zusätzliche Informationen zur Interpretation des Hämatokritwerts:
- MCV (mittleres Erythrozytenvolumen): Gibt die durchschnittliche Größe der roten Blutkörperchen an
- MCH (mittlerer Hämoglobingehalt): Zeigt den durchschnittlichen Hämoglobingehalt pro Erythrozyt
- MCHC (mittlere Hämoglobinkonzentration): Beschreibt die Hämoglobinkonzentration in den Erythrozyten
Diese Werte helfen dabei, die Art der Anämie zu charakterisieren und die Ursache einzugrenzen.
Diagnose und weitere Untersuchungen
Wann sind weitere Tests notwendig?
Abweichungen des Hämatokritwerts von den Normwerten erfordern meist weitere diagnostische Schritte. Besonders bei deutlichen Abweichungen, wiederholten auffälligen Werten oder entsprechenden Symptomen ist eine erweiterte Diagnostik indiziert.
Ergänzende Diagnostik
Je nach klinischem Verdacht können folgende zusätzliche Untersuchungen sinnvoll sein:
- Differentialblutbild zur genaueren Charakterisierung der Blutzellen
- Retikulozytenzahl zur Beurteilung der Knochenmarkaktivität
- Eisenstatus (Ferritin, Transferrin, Transferrinsättigung)
- Vitamin B12 und Folsäure
- Erythropoietin-Spiegel
- Entzündungsparameter (CRP, BSG)
- Nierenfunktionswerte
- Bei Verdacht auf Blutungen: Stuhltest auf verstecktes Blut, Endoskopie
- In seltenen Fällen: Knochenmarkpunktion
Verlaufskontrollen
Bei bekannten Erkrankungen oder laufenden Therapien sind regelmäßige Kontrollen des Hämatokrits wichtig, um den Therapieerfolg zu überwachen und rechtzeitig auf Veränderungen reagieren zu können.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie schnell kann sich der Hämatokrit ändern?
Der Hämatokritwert kann sich je nach Ursache unterschiedlich schnell verändern. Bei akuten Blutungen sinkt er binnen Stunden, während sich Veränderungen durch Eisenmangel oder chronische Erkrankungen über Wochen oder Monate entwickeln. Die Produktion neuer roter Blutkörperchen dauert etwa 120 Tage.
Kann ich meinen Hämatokrit selbst beeinflussen?
Ja, durch bestimmte Lebensstiländerungen können Sie Ihren Hämatokrit positiv beeinflussen: ausreichende Flüssigkeitszufuhr, eisenreiche Ernährung, Raucherentwöhnung und regelmäßige körperliche Aktivität. Bei krankhaften Veränderungen ist jedoch immer eine ärztliche Behandlung erforderlich.
Ist ein leicht erhöhter oder erniedrigter Wert gefährlich?
Leichte Abweichungen sind oft harmlos und können durch physiologische Schwankungen bedingt sein. Dennoch sollten auffällige Werte immer ärztlich abgeklärt werden, um ernsthafte Ursachen auszuschließen.
Wie oft sollte der Hämatokrit kontrolliert werden?
Bei gesunden Erwachsenen reicht eine Kontrolle im Rahmen der Vorsorgeuntersuchungen alle 2-3 Jahre. Bei bekannten Erkrankungen oder Risikofaktoren können häufigere Kontrollen notwendig sein.
Was bedeutet ein isoliert auffälliger Hämatokritwert?
Ein isoliert auffälliger Hämatokrit bei sonst normalen Blutwerten kann verschiedene Ursachen haben. Oft ist eine Wiederholung der Messung sinnvoll, um Laborfehler auszuschließen.
Kann Stress den Hämatokritwert beeinflussen?
Ja, akuter Stress kann zu einer vorübergehenden Erhöhung des Hämatokrits führen, da Stress-Hormone die Ausschüttung roter Blutkörperchen aus der Milz bewirken können.
Welcher Arzt ist für die Behandlung zuständig?
Erste Anlaufstelle ist meist der Hausarzt. Je nach Ursache können Fachärzte wie Hämatologen (Blutspezialisten), Nephrologen (Nierenspezialist) oder Pneumologen (Lungenspezialist) hinzugezogen werden.
Unterschied zwischen Hämatokrit und Hämoglobin?
Der Hämatokrit misst den Volumenanteil der roten Blutkörperchen, während das Hämoglobin die Konzentration des sauerstofftragenden Proteins angibt. Beide Werte korrelieren eng miteinander.
Prävention und Lebensstil
Ernährung zur Unterstützung normaler Werte
Eine ausgewogene Ernährung kann dazu beitragen, normale Hämatokritwerte zu erhalten:
Eisenreiche Lebensmittel:
- Rotes Fleisch, Leber
- Hülsenfrüchte wie Linsen und Bohnen
- Dunkelgrünes Blattgemüse (Spinat, Grünkohl)
- Vollkorngetreide
- Nüsse und Samen
Vitamin B12-Quellen:
- Fleisch, Fisch, Eier
- Milchprodukte
- Angereicherte pflanzliche Produkte für Vegetarier
Folsäure-reiche Lebensmittel:
- Grünes Blattgemüse
- Zitrusfrüchte
- Bohnen und Erbsen
- Angereicherte Getreideprodukte
Lifestyle-Faktoren
Verschiedene Lebensstilfaktoren können Ihren Hämatokrit beeinflussen:
Raucherentwöhnung: Rauchen kann zu chronisch erhöhten Hämatokritwerten führen. Ein Rauchstopp ist eine der wichtigsten Maßnahmen für die Blutgesundheit.
Regelmäßige Bewegung: Moderate körperliche Aktivität fördert die Durchblutung und kann die Blutbildung positiv beeinflussen.
Ausreichende Flüssigkeitszufuhr: Etwa 2-3 Liter Wasser täglich helfen, die richtige Blutkonsistenz zu erhalten.
Stressmanagement: Chronischer Stress kann verschiedene Blutwerte beeinflussen. Entspannungstechniken können hilfreich sein.
Vorsorgeuntersuchungen
Nutzen Sie die angebotenen Vorsorgeuntersuchungen:
- Check-up 35: Alle drei Jahre kostenlose Blutuntersuchung
- Check-up 35+: Für jüngere Erwachsene einmalig zwischen 18-34 Jahren
- Regelmäßige hausärztliche Kontrollen bei Risikofaktoren
Fazit
Der Hämatokrit-Test ist ein wertvolles diagnostisches Instrument, das wichtige Informationen über Ihren Gesundheitszustand liefert. Als einfache Blutuntersuchung kann er Hinweise auf verschiedene Erkrankungen geben – von harmlosen Eisenmangelzuständen bis hin zu schwerwiegenden Blut- oder Organerkrankungen.
Die normale Interpretation der Hämatokritwerte erfordert die Berücksichtigung individueller Faktoren wie Alter, Geschlecht und Lebensumstände. Abweichungen von den Normwerten sollten immer ärztlich abgeklärt werden, auch wenn sie nicht automatisch auf eine schwere Erkrankung hindeuten.
Durch eine gesunde Lebensweise mit ausgewogener Ernährung, ausreichender Flüssigkeitszufuhr und regelmäßiger körperlicher Aktivität können Sie dazu beitragen, normale Hämatokrit Blutwerte zu erhalten. Nutzen Sie die angebotenen Vorsorgeuntersuchungen, um Veränderungen frühzeitig zu erkennen und bei Bedarf rechtzeitig behandeln zu lassen.
Bei Fragen zu Ihren Laborwerten oder gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich vertrauensvoll an Ihren Hausarzt. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung kann entscheidend für den Therapieerfolg sein und schwerwiegende Komplikationen verhindern.
Fuente de referencia:
- Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie (DGHO)
- Robert Koch Institut (RKI)
- Laborlexikon – Fachgesellschaft für Laboratoriumsmedizin
- Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF)
- Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV)
Wichtiger medizinischer Hinweis
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