Dyspnoe, auch als Atemnot oder Kurzatmigkeit bekannt, ist ein weit verbreitetes Symptom, das Millionen von Menschen in Deutschland betrifft. Das belastende Gefühl, nicht genügend Luft zu bekommen, kann verschiedene Ursachen haben und sowohl akut als auch chronisch auftreten. Während leichte Luftnot nach körperlicher Anstrengung normal ist, können schwere oder plötzlich auftretende Atemprobleme ein Zeichen für ernsthafte gesundheitliche Probleme sein.
Atemnot kann das tägliche Leben erheblich beeinträchtigen und ist oft mit einem Gefühl der Angst verbunden. Die rechtzeitige Erkennung der Ursachen und eine angemessene Behandlung sind entscheidend für die Lebensqualität der Betroffenen. In diesem umfassenden Artikel erfahren Sie alles Wichtige über Dyspnoe – von den verschiedenen Formen und Ursachen bis hin zu Behandlungsmöglichkeiten und Selbsthilfemaßnahmen.
Was ist Dyspnoe? Definition und Arten der Atemnot
Dyspnoe ist der medizinische Fachbegriff für das subjektive Gefühl erschwerter Atmung oder Luftnot. Betroffene beschreiben dieses Symptom oft als „Lufthunger“, Kurzatmigkeit oder das Gefühl, „keine Luft zu bekommen“. Die Wahrnehmung von Atemnot ist sehr individuell und kann von Person zu Person stark variieren.
Akute versus chronische Dyspnoe
Man unterscheidet grundsätzlich zwischen akuter und chronischer Atemnot. Akute Dyspnoe tritt plötzlich auf und entwickelt sich innerhalb von Minuten bis Stunden. Sie kann lebensbedrohlich sein und erfordert oft sofortige medizinische Hilfe. Chronische Atemnot entwickelt sich hingegen über Wochen, Monate oder Jahre und ist meist Zeichen einer zugrundeliegenden Erkrankung.
Belastungs- und Ruhedyspnoe
Belastungsdyspnoe tritt bei körperlicher Anstrengung auf und ist bei gesunden Menschen in gewissem Maß normal. Problematisch wird es, wenn bereits bei geringer Belastung oder in Ruhe Atemprobleme auftreten. Ruhedyspnoe ist immer ein pathologisches Zeichen und bedarf einer medizinischen Abklärung.
Besondere Formen der Luftnot
Die paroxysmale nächtliche Dyspnoe bezeichnet plötzlich auftretende Atemnot in der Nacht, die Betroffene aus dem Schlaf reißt. Orthopnoe ist Atemnot, die im Liegen auftritt und sich durch Aufrichten des Oberkörpers bessert. Diese Form ist typisch für bestimmte Herzerkrankungen.
Hauptursachen von Dyspnoe und Kurzatmigkeit
Die Ursachen von Dyspnoe sind vielfältig und reichen von harmlosen bis hin zu lebensbedrohlichen Zuständen. Eine systematische Abklärung durch einen Arzt ist daher unerlässlich. Die häufigsten Auslöser lassen sich in verschiedene Kategorien unterteilen.
Herz-Kreislauf-Erkrankungen als häufige Ursache
Herzerkrankungen gehören zu den häufigsten Ursachen von Atemnot. Bei einer Herzinsuffizienz (Herzschwäche) kann das Herz nicht mehr ausreichend Blut pumpen, was zu einer Stauung in der Lunge und damit zu Luftnot führt. Die koronare Herzkrankheit, bei der die Herzkranzgefäße verengt sind, kann ebenfalls Dyspnoe verursachen, besonders bei Belastung.
Herzrhythmusstörungen können die Pumpfunktion des Herzens beeinträchtigen und so Atemprobleme auslösen. Auch Herzklappenerkrankungen, bei denen die Herzklappen nicht richtig funktionieren, führen häufig zu Kurzatmigkeit. Bei einem akuten Herzinfarkt ist Atemnot oft eines der ersten Warnsignale.
Lungenerkrankungen und Atemprobleme
Erkrankungen der Lunge sind eine weitere wichtige Ursachengruppe für Dyspnoe. Asthma bronchiale führt zu einer Verengung der Bronchien und damit zu pfeifender Atmung und Luftnot. Die COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung) ist besonders bei Rauchern häufig und verursacht fortschreitende Atemnot.
Eine Lungenentzündung (Pneumonie) kann akute, schwere Atemprobleme verursachen. Die Lungenembolie, bei der ein Blutgerinnsel die Lungengefäße verstopft, ist ein medizinischer Notfall mit plötzlich auftretender Atemnot. Andere Lungenerkrankungen wie Lungenfibrose, Pneumothorax oder Pleuraerguss können ebenfalls zu erheblichen Atemproblemen führen.
Weitere organische Ursachen der Luftnot
Anämie (Blutarmut) kann zu Dyspnoe führen, da weniger Sauerstoff im Blut transportiert wird. Schilddrüsenerkrankungen, insbesondere eine Schilddrüsenüberfunktion, können Herzrasen und Atemnot verursachen. Bei fortgeschrittener Niereninsuffizienz kann sich Flüssigkeit in der Lunge ansammeln.
Neuromuskuläre Erkrankungen, die die Atemmuskulatur schwächen, sowie starkes Übergewicht können ebenfalls zu Atemproblemen führen. Bei Adipositas erschwert das Gewicht die Atmung mechanisch und kann zu einem Schlafapnoe-Syndrom führen.
Psychische Ursachen von Atemnot
Nicht alle Atemprobleme haben eine organische Ursache. Angststörungen und Panikattacken können zu akuter Dyspnoe führen, die für die Betroffenen sehr bedrohlich wirkt. Das Hyperventilationssyndrom, bei dem zu schnell und zu tief geatmet wird, kann paradoxerweise das Gefühl von Luftnot verstärken.
Somatoforme Störungen können körperliche Symptome wie Atemnot ohne nachweisbare organische Ursache verursachen. Auch Depressionen können mit Atemprobllemen einhergehen.
Symptome und Begleitsymptome der Dyspnoe
Die Symptome einer Dyspnoe können sehr unterschiedlich ausgeprägt sein und werden von den Betroffenen individuell wahrgenommen. Das Verständnis der verschiedenen Symptome hilft dabei, die Schwere der Situation einzuschätzen und angemessen zu reageln.
Typische Hauptsymptome
Das Hauptsymptom der Dyspnoe ist das subjektive Gefühl der Atemnot oder Kurzatmigkeit. Betroffene berichten oft von einer schnellen, flachen Atmung oder dem Gefühl, nicht tief genug einatmen zu können. Manche beschreiben es als „Lufthunger“ oder das Gefühl, zu ersticken.
Atemgeräusche können ein wichtiger Hinweis auf die zugrundeliegende Ursache sein. Giemen und Pfeifen deuten auf verengte Atemwege hin, während Rasselgeräusche auf Flüssigkeit in der Lunge hinweisen können.
Begleitsymptome beachten
Brustschmerzen in Verbindung mit Atemnot können auf eine Herzerkrankung oder Lungenembolie hindeuten. Husten, mit oder ohne Auswurf, begleitet häufig Lungenerkrankungen. Eine bläuliche Verfärbung der Lippen oder Fingernägel (Zyanose) ist ein Zeichen für Sauerstoffmangel.
Ein schneller Herzschlag (Tachykardie), übermäßiges Schwitzen, Schwindel und allgemeine Schwäche können die Dyspnoe begleiten. Fieber zusammen mit Atemnot kann auf eine Infektion hindeuten. Wassereinlagerungen (Ödeme) an Beinen oder Bauch können Zeichen einer Herzinsuffizienz sein.
Wann wird Atemnot zum Notfall?
Bestimmte Symptome erfordern sofortige medizinische Hilfe. Dazu gehören plötzlich auftretende schwere Dyspnoe, starke Brustschmerzen mit Atemnot, Bewusstseinstrübung oder Benommenheit. Eine Blaufärbung der Lippen oder des Gesichts sowie Atemnot nach einer Verletzung sind ebenfalls Alarmsignale.
Bei diesen Symptomen sollten Sie umgehend den Notarzt unter der Nummer 112 rufen. Auch wenn Sie unsicher sind, ist es besser, einmal zu viel als zu wenig den Rettungsdienst zu alarmieren.
Diagnose: Wie wird Atemnot medizinisch abgeklärt?
Die Diagnose bei Dyspnoe erfordert eine systematische Herangehensweise, da die möglichen Ursachen sehr vielfältig sind. Eine sorgfältige Anamnese und körperliche Untersuchung bilden die Grundlage für alle weiteren diagnostischen Schritte.
Anamnese und körperliche Untersuchung
Das ausführliche Arztgespräch ist der erste und wichtigste Schritt. Der Arzt fragt nach dem Beginn der Beschwerden, auslösenden Faktoren, Begleitsymptomen und der Krankengeschichte. Wichtig sind auch Informationen über Medikamente, Allergien und Lebensgewohnheiten wie Rauchen.
Bei der körperlichen Untersuchung hört der Arzt Herz und Lunge ab, tastet den Puls und überprüft die Haut auf Verfärbungen oder Wassereinlagerungen. Die Inspektion der Atmung gibt Hinweise auf die Atemfrequenz und -tiefe.
Technische Untersuchungen
Die Pulsoxymetrie misst den Sauerstoffgehalt im Blut und ist eine einfache, schmerzlose Untersuchung. Die Blutgasanalyse gibt detailliertere Informationen über den Sauerstoff- und Kohlendioxidgehalt im Blut.
Lungenfunktionstests wie die Spirometrie messen, wie gut die Lunge arbeitet. Das EKG (Elektrokardiogramm) zeichnet die elektrische Aktivität des Herzens auf und kann Herzrhythmusstörungen oder einen Herzinfarkt anzeigen. Die Echokardiographie (Herzultraschall) macht die Herzfunktion sichtbar.
Bildgebende Verfahren wie Röntgen der Lunge, CT oder MRT können strukturelle Veränderungen in Herz und Lunge aufdecken. Belastungstests zeigen, wie sich die Symptome unter körperlicher Anstrengung entwickeln.
Laboruntersuchungen
Blutuntersuchungen können wichtige Hinweise auf die Ursache der Dyspnoe liefern. Das Blutbild zeigt eine mögliche Anämie auf. D-Dimere sind bei einer Lungenembolie oft erhöht. Herzmarker wie BNP können eine Herzinsuffizienz anzeigen, während Troponin bei einem Herzinfarkt ansteigt.
Entzündungswerte geben Hinweise auf Infektionen oder entzündliche Erkrankungen. Je nach Verdachtsdiagnose können weitere spezielle Laborwerte bestimmt werden.
Behandlungsmöglichkeiten bei Dyspnoe
Die Behandlung von Atemnot richtet sich immer nach der zugrundeliegenden Ursache. Während akute, lebensbedrohliche Situationen sofortige Maßnahmen erfordern, kann bei chronischen Beschwerden eine langfristige Therapiestrategie entwickelt werden.
Akute Behandlungsmaßnahmen
Bei akuter schwerer Dyspnoe steht die sofortige Linderung im Vordergrund. Die Gabe von Sauerstoff kann die Atemnot schnell bessern. Die richtige Lagerung mit erhöhtem Oberkörper erleichtert das Atmen. In Notfallsituationen können spezielle Medikamente eingesetzt werden, jedoch sollten diese nur unter ärztlicher Aufsicht verabreicht werden.
Einfache Atemtechniken können bereits in der Akutsituation helfen. Die Lippenbremse, bei der gegen die locker aufeinanderliegenden Lippen ausgeatmet wird, kann die Atmung erleichtern.
Ursachenspezifische Therapieansätze
Bei Herzerkrankungen kommen verschiedene Medikamentengruppen zum Einsatz, die jedoch immer individuell vom Kardiologen verschrieben werden müssen. Eine Beratung durch den behandelnden Arzt ist vor jeder medikamentösen Therapie unerlässlich. Neben der medikamentösen Behandlung können auch interventionelle Verfahren wie Herzkathetereingriffe notwendig sein.
Lungenerkrankungen werden je nach Art unterschiedlich behandelt. Bei Asthma und COPD kommen bronchienerweiternde Medikamente zum Einsatz, die meist inhaliert werden. Bei bakteriellen Infektionen können Antibiotika erforderlich sein. Auch hier gilt: Jede medikamentöse Behandlung muss mit einem Arzt abgestimmt werden.
Bei psychisch bedingter Atemnot können Psychotherapie, Entspannungstechniken und spezielle Atemtherapien helfen. Auch hier kann eine begleitende medikamentöse Unterstützung sinnvoll sein, die jedoch nur nach ärztlicher Verordnung erfolgen sollte.
Langzeittherapie und Rehabilitation
Bei chronischen Erkrankungen ist oft eine Dauertherapie erforderlich. Rehabilitationsmaßnahmen wie Lungensport oder Herzrehabilitation können die Belastbarkeit verbessern und die Lebensqualität steigern. Patientenschulungen helfen dabei, die Erkrankung besser zu verstehen und im Alltag damit umzugehen.
In schweren Fällen kann eine Sauerstoff-Langzeittherapie oder nicht-invasive Beatmung notwendig werden. Diese Therapien erfordern eine enge Betreuung durch spezialisierte Zentren.
Selbsthilfe bei Atemnot und Atemtechniken
Neben der medizinischen Behandlung können Sie selbst viel tun, um mit Dyspnoe umzugehen und akute Situationen zu bewältigen. Verschiedene Techniken und Verhaltensweisen können die Atmung erleichtern und die Lebensqualität verbessern.
Atemtechniken für akute Situationen
Die Lippenbremse ist eine der wichtigsten Techniken bei akuter Atemnot. Atmen Sie normal durch die Nase ein und dann langsam und gleichmäßig durch die locker aufeinanderliegenden Lippen aus, als würden Sie eine Kerze auspusten wollen. Dies verlangsamt die Atmung und verhindert den Kollaps der kleinen Atemwege.
Bestimmte Körperhaltungen können die Atmung erleichtern. Der Kutschersitz – auf einem Stuhl sitzend mit aufgestützten Unterarmen – oder die Torwartstellung – stehend mit aufgestützten Händen – entlasten die Atemhilfsmuskulatur und können schnelle Linderung bringen.
Lebensstil-Anpassungen für bessere Atmung
Die Raucherentwöhnung ist bei Atemprobllemen von größter Wichtigkeit. Rauchen schädigt die Lunge und verschlechtert bestehende Erkrankungen erheblich. Professionelle Unterstützung bei der Raucherentwöhnung ist verfügbar und erhöht die Erfolgsaussichten.
Bei Übergewicht kann eine Gewichtsreduktion die Atmung deutlich erleichtern. Regelmäßige, an die individuelle Belastbarkeit angepasste Bewegung stärkt die Atemmuskulatur und verbessert die allgemeine Fitness. Stress kann Atemprobleme verstärken, daher sind Entspannungstechniken und Stressmanagement wichtig.
Präventive Maßnahmen
Impfungen gegen Grippe und Pneumokokken können schwere Atemwegsinfektionen verhindern. Menschen mit Allergien sollten bekannte Auslöser meiden und bei Bedarf eine spezifische Behandlung durchführen lassen.
Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen beim Hausarzt können Risikofaktoren früh erkennen und behandeln. Besonders wichtig ist die Kontrolle von Blutdruck, Cholesterin und Blutzucker.
Leben mit chronischer Dyspnoe
Bei chronischer Atemnot ist es wichtig, die eigenen Kräfte einzuteilen und den Alltag entsprechend zu gestalten. Hilfsmittel wie Rollatoren oder Treppenlifte können die Mobilität erhalten. Selbsthilfegruppen bieten Austausch mit anderen Betroffenen und praktische Tipps.
Ein individueller Notfallplan, der mit dem behandelnden Arzt erstellt wird, gibt Sicherheit im Umgang mit akuten Verschlechterungen. Dieser sollte wichtige Telefonnummern, Medikamentenlisten und Verhaltensanweisungen enthalten.
Besondere Situationen: Dyspnoe bei verschiedenen Personengruppen
Atemnot kann in verschiedenen Lebensphasen und bei bestimmten Personengruppen unterschiedliche Ursachen haben und erfordert angepasste Behandlungsansätze.
Atemprobleme bei Kindern
Bei Kindern sind andere Ursachen für Dyspnoe häufig als bei Erwachsenen. Pseudokrupp, Bronchiolitis und verschluckte Fremdkörper sind typische Auslöser. Kinder können ihre Beschwerden oft nicht so gut beschreiben, daher ist die Beobachtung des Verhaltens und der Atmung besonders wichtig.
Warnsignale bei Kindern sind schnelle Atmung, Einziehungen der Haut zwischen den Rippen, bläuliche Verfärbung um den Mund oder ungewöhnliche Unruhe. Bei diesen Symptomen sollten Sie umgehend einen Kinderarzt aufsuchen oder den Notdienst rufen.
Schwangerschaft und Atemnot
Leichte Kurzatmigkeit in der Schwangerschaft ist durch die körperlichen Veränderungen oft normal. Das wachsende Baby drückt auf das Zwerchfell und der Sauerstoffbedarf steigt. Dennoch sollten schwere oder plötzliche Atemprobleme immer ärztlich abgeklärt werden.
Gefährliche Situationen in der Schwangerschaft sind Lungenembolie, Fruchtwasserembolie oder Präeklampsie. Diese erfordern sofortige medizinische Behandlung. Schwangere sollten bei ungewöhnlicher Atemnot nicht zögern, ihren Frauenarzt zu kontaktieren.
Dyspnoe im höheren Alter
Ältere Menschen haben oft mehrere Erkrankungen gleichzeitig, was die Diagnose und Behandlung komplexer macht. Altersbedingte Veränderungen der Lunge und des Herzens können die Symptome verstärken. Die Medikamentenwechselwirkungen müssen besonders beachtet werden.
Bei älteren Patienten ist die Sturz- und Immobilitätsgefahr durch Atemnot erhöht. Eine ganzheitliche Betreuung mit Physiotherapie und sozialer Unterstützung ist oft notwendig.
COVID-19 und Langzeitfolgen
Die COVID-19-Pandemie hat gezeigt, dass Atemprobleme auch nach überstandener Infektion bestehen können. Das Post-COVID-Syndrom oder Long-COVID kann mit anhaltender Dyspnoe einhergehen.
Betroffene berichten oft von Atemnot bei geringer Belastung, die Monate nach der akuten Infektion bestehen bleibt. Spezielle Rehabilitationsprogramme wurden entwickelt, um diesen Patienten zu helfen.
Wann sollten Sie einen Arzt aufsuchen?
Die Entscheidung, wann ärztliche Hilfe bei Atemnot notwendig ist, kann lebensrettend sein. Es ist wichtig, die Warnsignale zu kennen und angemessen zu reagieren.
Notfall oder normale Sprechstunde?
Ein medizinischer Notfall liegt vor bei plötzlich auftretender schwerer Dyspnoe, Brustschmerzen mit Atemnot, Bewusstseinsstörungen oder bläulicher Verfärbung. In diesen Fällen sollten Sie sofort den Notruf 112 wählen.
Zur normalen Sprechstunde beim Hausarzt sollten Sie bei neu aufgetretener Belastungsdyspnoe, sich verschlechternder chronischer Atemnot oder Atemprobleme mit Husten und Fieber. Der ärztliche Bereitschaftsdienst unter 116 117 steht außerhalb der Sprechzeiten zur Verfügung.
Vorbereitung auf das Arztgespräch
Notieren Sie sich vor dem Arztbesuch, wann die Atemnot auftritt, was sie verstärkt oder lindert und welche Begleitsymptome auftreten. Bringen Sie eine aktuelle Medikamentenliste mit und denken Sie an wichtige Befunde oder Arztbriefe.
Je nach Verdacht wird der Hausarzt Sie an einen Facharzt überweisen. Kardiologen sind für Herzerkrankungen zuständig, Pneumologen für Lungenkrankheiten. Bei psychischen Ursachen kann eine Überweisung zum Psychiater oder Psychotherapeuten sinnvoll sein.
Häufig gestellte Fragen zu Dyspnoe und Atemnot
Ist jede Atemnot gefährlich?
Nicht jede Atemnot ist automatisch gefährlich. Leichte Kurzatmigkeit nach körperlicher Anstrengung ist normal. Problematisch wird es, wenn Dyspnoe in Ruhe auftritt, sich schnell verschlechtert oder mit anderen Symptomen wie Brustschmerzen einhergeht.
Kann psychischer Stress zu Atemnot führen?
Ja, Stress und Angst können durchaus zu Atemprobleme führen. Panikattacken gehen oft mit starker Dyspnoe einher. Auch das Hyperventilationssyndrom ist eine stressbedingte Atemstörung. Wichtig ist jedoch, organische Ursachen auszuschließen.
Was kann ich bei plötzlicher Atemnot tun?
Bei plötzlicher Atemnot sollten Sie Ruhe bewahren, den Oberkörper erhöht lagern und die Lippenbremse-Technik anwenden. Öffnen Sie Fenster für frische Luft und lockern Sie enge Kleidung. Bei schweren Symptomen zögern Sie nicht, den Notarzt zu rufen.
Welche Hausmittel können bei Atemnot helfen?
Atemtechniken wie die Lippenbremse oder atemerleichternde Körperhaltungen können helfen. Inhalationen mit Salzwasser können bei Erkältungen lindernd wirken. Wichtig: Bei anhaltenden oder schweren Beschwerden ersetzen Hausmittel nicht den Arztbesuch.
Ist Atemnot beim Sport normal?
Eine gewisse Kurzatmigkeit bei intensiver körperlicher Belastung ist normal und zeigt, dass der Körper arbeitet. Problematisch wird es, wenn bereits bei geringer Anstrengung oder unverhältnismäßig starke Atemnot auftritt.
Wie unterscheide ich einen Herzinfarkt von einer Panikattacke?
Beide können ähnliche Symptome verursachen. Beim Herzinfarkt sind oft starke Brustschmerzen, Übelkeit und Schwitzen typisch. Panikattacken entwickeln sich meist schneller und sind oft mit Angstgefühlen verbunden. Im Zweifel sollten Sie immer den Notarzt rufen.
Zusammenfassung und wichtige Erkenntnisse
Dyspnoe oder Atemnot ist ein komplexes Symptom mit vielfältigen Ursachen. Von harmlosen, belastungsbedingten Beschwerden bis hin zu lebensbedrohlichen Erkrankungen ist das Spektrum breit. Eine sorgfältige medizinische Abklärung ist daher unerlässlich.
Die häufigsten Ursachen sind Herz- und Lungenerkrankungen, aber auch andere organische Probleme sowie psychische Faktoren können Atemprobleme verursachen. Moderne diagnostische Verfahren ermöglichen meist eine präzise Ursachenfindung und damit eine gezielte Behandlung.
Neben der medizinischen Therapie spielen Selbsthilfemaßnahmen eine wichtige Rolle. Atemtechniken, Lebensstil-Anpassungen und präventive Maßnahmen können die Lebensqualität erheblich verbessern. Bei akuten oder sich verschlechternden Beschwerden sollten Sie jedoch nicht zögern, professionelle Hilfe zu suchen.
Die rechtzeitige Behandlung von Atemnot kann nicht nur die Symptome lindern, sondern auch das Fortschreiten zugrundeliegender Erkrankungen verhindern. Eine enge Zusammenarbeit zwischen Patient und Behandlungsteam ist dabei der Schlüssel zum Erfolg.
Denken Sie daran: Bei akuter, schwerer Dyspnoe oder beunruhigenden Begleitsymptomen rufen Sie umgehend den Notruf 112. Ihre Gesundheit und Ihr Leben sind es wert, dass Sie im Zweifel lieber einmal zu viel als zu wenig medizinische Hilfe in Anspruch nehmen.
Fuente de referencia:
- Deutsche Herzstiftung e.V.
- Bundesverband der Pneumologen, Schlaf- und Beatmungsmediziner
- Deutsche Gesellschaft für Kardiologie
- Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin
- Robert Koch-Institut
- Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften
Wichtiger medizinischer Hinweis
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